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Montag, 21. August 2017

So nebenbei

Agere sequitur esse - Das Handeln folgt dem Sein. Diese dem Denken erfaßbare Wahrheit über das Wesen aller Dinge, also der Welt, läßt unerklärlich erscheinen, wie sogar konservative Denken auf den Gedanken kommen, daß sich Lohn, Arbeitsentgelt (also Wertschöpfungsäquivalent) über "Leistung" definieren soll. 

Jede Lohnordnung, die sich nicht auf den Stand eines Menschen (sowie auf den Zubehör zu diesem, also einem "standesgemäßen Leben") bezieht, und bestenfalls sekundär auf seine Erfüllung der Standespflichten, also Leistung, ist sozial ungerecht und löst eine sich progressiv steigernde Fülle von unlösbaren Widersprüchen aus.


***


Man sollte achtgeben daß man nicht der Versuchung erliegt, Ursache und Wirkung zu verwechseln, wenn es um die "Begründung durch Wissenschaft" geht. Vielfach, ja ursprünglich war der Bezug auf eine angeblich alle erste Wahrheit überragende Bedeutung der naturwissenschaftlichen Wahrheit (die man dazu zu einer erstrangigen Wahrheit erhebt, was sie niemals ist, weil sie auf ersten Wahrheiten aufruht, also immer nur zweitrangig ist) nichts anderes als der Versuch, einem den ersten Wahrheiten widersprechenden, also revolutionären Ziel eine absolute Legitimitation zu verschaffen. Wenn also heute Google argumentiert, daß die Tatsache, daß in seinen Software-Entwicklerabteilungen vorwiegend Männer arbeiten (und nur wenige Frauen),  auf wissenschaftlich bewiesene biologische Unterschiede zurückzuführen sei, so ist das nichts als der Versuch, eine erste Wahrheit zu rechtfertigen. Die einfach unhinterfragbar ist und aus sich einleuchtet.

Auf ganz einfache Erklärung heruntergebrochen: Google will eine Tatsache nicht verleugnen, die sich einfach aus den Tatsachen ergibt, die aber den gesollten Wertegebilden der Öffentlichkeit nicht entspricht. Also zieht sie eine angebliche Gewißheit aus der absoluten Wissenschaft heran. Denn die werden ja wohl auch die Moralischen anerkennen. Da vergißt sie sogar (so wie die Konservativen meist) die soziale Verflochtenheit jeder Identitätsbildung, die sie tatsächlich auch zu einem sozialen, kulturellen Konstrukt macht. Wobei man auch sagen könnte: Ein soziales Konstrukt braucht, deshalb anstrebt, um Welt (als Mensch, was nur je im Geschlecht möglich ist) zu sein, so wie alles Seiende ein rhythmisches Pendeln zwischen Idee und Verfleischlichung, Geschichte ist. Aber darüber haben wir schon genug gehandelt.

Google macht es, wie es Politiker zuweilen ja so gerne tun, die jede echte geistige Auseinandersetzung, jedes Mannsein vermeiden wollen, indem sie auf Umstände warten, die nur noch "Alternativlosigkeiten" ergeben. Die doch bitte jedem einleuchten mögen, denn immerhin - sie sind wissenschaftlich. Die Wissenschaft also als Schild der Feigen, die dann sogar feige verschweigt, was Wissenshaft eigentlich ist und überhaupt zu leisten vermag. Wann was gilt ist nur noch eine Frage der Nützlichkeiten, des Pragmatismus. Die Biologisten haben darin Unrecht, selbst wenn sie aus den Reihen der Konservativen kommen, die dasselbe tun ... ein Schhild heranziehen, um der eigentlichen Auseinandersetzung auszuweichen.

Aber in einer Zeit, in der Autorität und Ordnung nicht mehr in Orten (Ortnung ...) verankert und begründet ist, sondern in Funktionen, braucht es schon ein wenig Kreuztrage, um nicht dem Sinnlosen zuzustimmen, nur um zu vermeiden, daß es auf eines Rücken einprasselt. Weil man die Menschen mehr fürchtet als Gott, das Sein. Schlimm wird es freilich, wenn man an diese ursprünglich nur feige Schutzbehauptung auch geglaubt wird. Vor den Gefahren dieses heute immer alltäglicheren Biologismus kann nicht genug gewarnt werden.

Um aber dem Faß den Boden auszuschlagen, binden wir den Faden in den ersten Beitrag zurück. Auch die Berufung auf "die Notwendigkeiten eines Freien Marktes", mit dem sich der Kapitalismus so gerne rechtfertigt (und dabei verschweigt, daß er nur funktioniert, wenn genau das, der freie Markt, ausgeschaltet wird, zumindest von Zeit zu Zeit, so alle zehn oder dreißig Jahre, wenn die Staaten die Pleitebetriebe und -banken von ihren Verlusten befreien), rechtfertigt niemals (und zwar: vor den Augen der Vernunft) eine Lohnordnung, die NICIHT auf den Stand der Menschen bezogen ist.  Wo der Familienvater einfach deshalb mehr Lohn bekommt, WEIL er Familienvater ist, während der Single weniger bekommt, WEIL er Single ist.  Denn Geld, Lohn, Wirtschaft ohne ihre soziale Dimension zu sehen ist nicht besonders kapitalistisch und rational, sondern es ist irrational und unvernünftig.


Nachtrag, der der Sache eine weitere Färbung verleiht: Einige Tage nach Verfassen obiger Zeilen erfuhr der VdZ, daß der Mitarbeiter, der diese weltweit kolportierte Aussage (bzw. Wahrheit) verkündet hatte, von Google entlassen wurde. Er handele gegen die Firmenpolitik der Bejahung der "Vielfalt", hieß es in der Begründung. Tip für Investoren in Google-Aktien? Abstoßen, solange die Blase noch hält!

Angeblich haben Frauen bei Google, die von dieser Stellungnahme hörten, empört ihre Arbeit niedergelegt. So wurde aus der Sache "eine Sache". Auch wenn wissenschaftliche Studien das belegten, so sei es ein Zweites, es zu verkünden. William Biggs verweist in diesem Zusammenhang auf eine Geschichte aus Harvard.  Der Dozent Larry Summers hatte in einer seiner Lectures darauf hingewiesen, daß Studien belegen, daß Frauen viel emotionaler reagieren als Männer. Daraufhin hatten zahlreiche Frauen empört die Vorlesung verlassen, um später in Interviews aufgebracht und empört schreiend zu melden, daß sie mit solchen Stellungnahmen nicht einverstanden seien, daß Frauen emotionaler reagierten als Männer.




*070817*

10 JAHRE AMBROSIUS:KONNOTATIONEN

Geneigter Leser, lassen Sie den VdZ diesen Moment an diesem Tag ergreifen, um etwas Feierstimmung zu verbreiten. Seit 21. August 2007 besteht dieses Blog, mit heutigem Tag also seit genau zehn Jahren. Erst unregelmäßig, dann auf rein verbreitungstechnisch gesehen nicht ganz so kluge Weise einer 2012 fast ein halbes Jahr (aus perönlichen Gründen, auch aus überlegten Vorbehalten gegen das Medium Internet) dauernden Unterbrechung, ist dieses Blog als Nachfolgeprodukt einer seit 2002 sehr verbreiteten täglich aktualisierten Webseite, den seinerzeit anlaßbezogen entstandenen Ambrosius-Seiten, hervorgegangen. In der jetzigen Form erfüllen die ambrosius.konnotationen die Rolle eines "ausgelagerten Tagebuches".

Die Leserschaft ist dennoch und gegen vielleicht möglichen Eindruck (samt dem Gequatsche von der "reinen Kunst") für den VdZ höchst wichtig. Denn wie immer man meinen mag, jeder der schreibt, jeder der darstellt, ja jeder der tut (also jeder Mensch) wendet sich AN JEMANDEN. Ohne Gegenüber gibt es keine Literatur, gibt es nicht einmal die Welt der Sprache, weil alles was Welt ist eine Welt  der Beziehungen ist. (Das Generieren von Publikum ist freilich ein spezifisches Problem. Aber lassen wir das.)

Werter Leser, Sie sind dem VdZ wichtig, das will er sagen. Denn Sie sind der Anlaß, warum es dieses Blog, diesen Teil des Selbstvollzuges des Autors Eberhard Johannes Ambrosius Wagner, vulgo: Ambrosius, überhaupt gibt. Insofern sei auch Ihnen Dank für die oft so treue Leserschaft gesagt.

In diesen 10 Jahren wurde dieses Blog mit insgesamt über 8.600 Einzelbeiträgen gut eine Million mal besucht, die Besuchszahlen schwanken über die Jahre dabei erheblich. Der VdZ freut sich heute über täglich 150 - mal mehr, mal deutlich mehr, mal weniger - Leser. Von diesen 8.600 Beiträgen sind ca. 1350 Beiträge wieder zurückgezogen oder gar nie veröffentlicht worden. Sei es aus Gründen verblichener Aktualität, sei es aus Unzufriedenheit des Autors mit den Inhalten, sei es aus Scheu, Zürückhaltung, Angst, warum auch immer. Mit diesem Jahrestag sind aber immer noch über 7.250 Beiträge unerschiedlicher Länge und Qualität abrufbar. Das Spektrum das sie umfassen ist weit, sie können es an den Stichwort-Listen erkennen. Aber diese Beiträge sind ja eine Art "Welt-Aufklärung", ein Spiel mit dem Begegnenden. ein kathartisches Herausdestillieren von Geist, ein Rückführen in Sachlichkeit, und damit ein Versuch Freiheit zu gewinnen. Wir alle werden heute von so vielem überschüttet, daß es oft nicht leicht ist, es zu ordnen, weil es noch dazu so vielfältig ineinander verflochten ist. Aber nur in der Ordnung ist Freiheit möglich.

Vorsichtig geschätzt liegen also hier 30.000 Druckseiten vor ihnen, die da "so nebenbei" als Weltdurchdringungs- und das heißt Befreiungsversuch verfaßt und ins Netz gestellt wurden. Die ambrosius.konnotationen sind damit unbeabsichtigt zum Werk und einem wesentlicher Teil des Schaffens des VdZ geworden.

So dankt der Verfassser dieser Zeilen (VdZ) Ihnen, ganz speziell, ob in Wien, Linz, München, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Leipig, Jena, Stuttgart, Zürich und Bern, und ganz speziell natürlich allen, die in diesem ominösen Punzelkirchen an der Weichfurt leben, und die alle dieses Blog regelmäßig oder fallweise aufrufen. Er dankt für so manche Zuschrift, dankt auch für manche Kritik, dankt vor allem für so viele wohlmeinende Rückmeldungen, dankt für Ihr ungebrochenes Interesse, dankt für so manche Verbreitungsaktivität, vielleicht gerade von Ihnen, dankt nicht zuletzt Gott.  Dem zu Ehren alles, was hier zu finden ist, als in Rauch aufgehende Opfergabe am Altar dargebracht wurde und wird. 

Der VdZ feiert nun still für sich, bei einer Flasche guten Rotweines aus ungarischen Rieden, und prostet seinen lieben Lesern dankbar und voller Zuversicht zu.

Ad multos annos!




P. S. Um auch diesen Aspekt nicht zu vergessen, erlaubt der Verfasser dieser Zeilen (VdZ) nach langem wieder einmal, den Hut in den Reihen herumwandern zu lassen. Das Konto lautet auf Eberhard Wagner, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT23 2011 1827 7718 5600. Danke!





*080717*

Sonntag, 20. August 2017

Plastik hat keine Ewigkeit (2)

 Teil 2) Es is ollas ned woa




Es ist aber "olles ned woa", wie der Wiener sagt - es ist alles nicht wahr. Was Umweltaktivisten und Politik freilich nicht hindert, fest daran zu glauben. Nein, mehr noch: andere daran glauben zu machen. Immerhin hat man die nächste Melkkuh gefunden, das nächste Dransalierungsmittel, um die Bevölkerungen an der Kandare zu halten und den Menschen zu einem Problem zu machen, der sich am besten täglich geißelt, weil er so böse ist, zu arbeiten, sich die Welt zu gestalten, und der alltäglichen Logik des Hausverstandes nach, ind er er seine unmittelbaren Lebenshorizonte ordnet und erfaßt, zu denken. Nur wenn es gelingt, sein Denken auszuhebeln, ist der Weg frei für politisch-moralisch gesollte, verordnete, einem ihm nicht direkt greifbaren Zweck dienlichen Dogmen und Leitbilder, die er nur noch anzunehmen hat.

Nur einen Kunststoff gibt es, so WUWT, der diesen Zerfallsprozeß nicht mitmacht, zumindest nicht in diesen kurzen Zeiträumen, und das ist das PVC. Weshalb dieser Stoff in Bereichen angewandt wird, wo man genau diese Zerfallsresistenz braucht, wie bei Bauteilen oder bestimmten technischen Ausrüstungsgegenständen. Hier ist tatsächlich Recycling der beste Weg, um allfällige Rückstände zu beseitigen.

Einmal mehr hat deshalb WhatsUpWithThat den Stand der Wissenschaft zusammengefaßt. Es gibt keinen Grund zu Alarmismus. Plastik baut sich speziell im Meer so rasch ab, daß man wie bei so vielen sogenannten "Umweltsünden", die die Sündhaftigkeit der nicht der Ökologie linientreu folgenden Menschheit beweisen sollen, nur von kurzfristiger Entordnung oder mangelnder Einordnung sprechen kann. Dem Menschen ist es eben nicht möglich, ein Paradies zu bauen, er wird immer Un-Orte brauchen, Müllhalden und Versenkgräben, in denen er der ihm nie ganz einsichtigen Natur alles weitere einer Rückführung in Grundstoffe überläßt. Und der größte Rückbinder an die Grundstoffe ist das Meer. Der Impuls, alles also ins Dunkel der Meere zu versenken, das keiner Ordnung mehr zugeführt wird, zeigt damit etwas völlig Richtiges und Gottgewolltes, ist tief vernünftig.

Das anzuerkennen ist jene Demut, die erst einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung bedeutet. Zu meinen, man könne alles regeln und ordnen, bis in die letzten Winkel der Erde, ist eine Pathologie. Die Erde hat eine Ordnung, die das Vorstellungsvermögen und gar die Ratio des Menschen um Dimensionen übersteigt. (Ohne je irrational zu werden.)

Deshalb ist es eine Gotteslästerung, eine Hypertrophie zu meinen, es würde sich in einer sich selbst überlassenen Natur quasi spukhaft jene Ordnung einstellen, in der alles seiner maximalen Bestimmung entgegenwächst. Die Natur ist auf Kultur, auf menschliche Ordnung, auf Geist angelegt. Natur ohne Mensch fällt in die Entropie, bedeutet jenes gottferne Chaos, in dem jeder gegen jeden steht und eben nicht jene Kräfte siegen, die dem "Gemeinwohl", dem maximalen Wohl aller Teile dienen.

Viel schlimmer sind deshalb jene Natursünden, die eine dauerhafte und bewußte Entordnung durch der Schöpfungsharmonie hohnsprechende, ja die Natur entwertende Häßlichkeit bedeuten, in der die Welt zum bloßen Gestell (Heidegger) degradiert, zur nützlichen Lieferanstalt vergewaltigt wird - wie es Windräder und Solaranlagen oder horizontweite Monokulturen zum Anbau von weltrettendem Biosprit darstellen - um damit angeblich die Welt zu retten zu meinen. Indem sie sie mit IHRER Welt überlagern, die dann bessser ist als die aus Gottes Vernunft.

Aber wie alle Dämonen haben sie damit auf eine verquere Weise Recht: Sie stellen genau das dar, tun weil sind genau das, was zu bekämpfen sie vorgeben: Böse Menschen, die die Welt zerstören. Denn die Welt lebt aus der Schönheit, nicht aus dem Ungeist der Maschine. Mehr als alles andere, und vor allem zuerst ist alles Gute eine Frage des Schönen, alle Ökologie eine Frage der Ästhetik, der Harmonie eines Dinges als Ort in Beziehung und damit Raum und so Welt. Nicht auch und vielleicht einmal, sondern vor allem, auf eine Weise sogar nur. Schönheit ist ein Akt des Geistes, der Glanz der Ordnung, die wieder und wieder aus dem Chaos durch den letztlich transzendenten Liebesakt aufgerichtet wird, und nicht eine Resultante eines in menschlichen Grenzen ersonnenen Mechanismus.




*Die ja immer auf einer Wirtschaft der Schmuddelecken und Gerüchte aufbauen. Keine Ratio kann sich aus sich selbst ihre Begründungen und Urteile holen. Der Atheist (und jeder Rationalist ist auch Atheist) ist sogar das Paradebeispiel dessen, der keinen Grund findet, seinem Denken zu vertrauen. Nut wer das Denken in der Vernunft Gottes, im Wissen Gottes begründet sieht, nur der kann überhaupt seine Relevanz und Verbindlichkeit für die Realität anerkennen.





*290717*

Filmempfehlung

Der Film ist eine unbedingte Empfehlung für jene, die am Film und an Kunst interessiert sind, udn vor allem: Die sich wirklich unterhalten wollen. Die Brüder Coen haben in dem 2017 herausgebrachten "Hail Caesar" einen nächsten Meilenstein in ihrer Suche nach Kunst im Film gesetzt. Ein Weg, der noch nicht zu Ende ist, der sich aber als richtig abzeichnet. Diese Szene ist direkt an die alten Hollywood-Filme angelehnt. 

Köstliche, herrliche drei Minuten, der Leser gewähre sich dieses sommerliche Ausschreiten umso mehr, als hier Wege gezeigt werden, wie der Film dem Traum wieder entrissen ist, dem er seit 50 Jahren durch den Wahn der "technischen Pefektion" (in Wahrheit ein Abschmieren in immer totalere Konvention) zugesunken ist. Und plötzlich wird er wieder vergnüglich. In des Wortes wahrsten Sinn.








*280817*

Samstag, 19. August 2017

Der Samstag-Nachmittag-Film

Aber was wäre ein Samstag-Nachmittag ohne "Bel Ami" von und mit Willi Forst? Wer das in seiner Jugend erlebt hat, hat auch die Prägung erfahren, die von seiner samtweichen Stimme, seiner subtilen, auf eine Weise genialen Art dieses Filou zu spielen ausgeht, an der Hand genommen von seiner perfekten Regie und Schauspielerführung. Unter der Lizzi Waldmüller zu einer Süßigkeit aufsteigt, die einen einfach bezaubert. Und Forst im Film offenbar mit.










*030817*

Plastik hat keine Ewigkeit (1)

Sehr vieles, ja das meiste, ja, wenn nicht fast alles, was uns medial als Umweltkatastrophe - meist als durch Menschenhand verursacht und als Anklage gegen technische Verarbeitung vorgebracht - begegnet, das heißt als Katastrophe aufbereitet wird, bewegt sich auf der Ebene von Gerüchten und Schauermärchen. Es entbehrt aber jeder sachlichen, um nicht zu sagen "wissenschaftlichen" Basis. Das ist beim Wetter so, und es ist auch bei einem der aktuellen Schauermärchen so, der angeblichen Weltverseuchung durch PLASTIK. Erstmals tauchte 2008 die Geschichte auf, daß es im Pazifik einen gigantischen Plastikwirbel gäbe, der die Größe von Texas aufweise, die bald mit der Wiederaufbereitung der Geschichte zu Kontinentgröße wuchs. Voll mit Plastik, das "auf ewig" nicht verschwinden würde. 

Bilder geisterten und geistern durch die Weltpresse, die Albatrosjunge zeigen, die an Plastikverschlüssen krepiert sind. Das Seltsame dabei ist nur, daß es zum einen immer wieder dieselben Bilder sind, die  man bemüht, und zum anderen oft alte Aufnahmen, die neu verwendet werden. Tatsache ist, daß jeder Augenschein auf Vogelkolonien zeigt, daß solche Fälle selten sind. Beschränkt auf jene wenigen Fälle, wo ein Elterntier der verlockenden Farbe eines Plastikteiles nicht widerstehen konnte und ihn mit Nahrung verwechselte. 

Tatsache ist auch, daß solange die Plastikteile in den Ozeanen noch größer sind, sie wenn von Tieren verschluckt im Verdauungskanal bleiben und entsprechend auch wieder ausgeschieden werden. Soll der Leser doch selber einmal versuchen, eine Plastikkappe seienr Mineralwasserflasche zu verschlucken. Er wird sie nach einem Tag in der Toilette wiederfinden.

Das Seltsame ist deshalb gar nicht so seltsam: Daß nämlich bis heute niemand diesen Plastikwirbel sehen kann oder gar bisher (durch Aufnahmen etwa) dokumentieren konnte. Hurtig ausgerüstete Forschungsschiffe fanden ebenfalls an der Stelle, wo sich die nächste Weltkatastrophe vorbereiten sollte, buchstäblich ... nichts. Die Geschichte hatte nämlich einen Haken: Sie berücksichtigte nicht, was seit vielen Jahren (genau: seit den 1950er Jahren) bekannt, und zuletzt angeregt durch Alarmmeldungen verstärkt erforscht wurde. Die ein durchschlagendes Ergebnis brachten: So, wie vom Öl, das sich nach einer Bohrinselkatastrophe in der mexikanischen Bucht angeblich"auf ewig" ausgebreitet hatte, schon nach drei Jahren nichts mehr geblieben war,ist auch das Plastik in den Weltmeeren auf geheimnisvolle Art verschwunden. Die Bilder von den ölverklebten Vögeln, die verendeten, blieben nur eine kurzfristige Erscheinung und keineswegs ein Massen-, schon gar kein Dauerphänomen. Die jeweils betroffenen Strände und Küsten sind schon nach ganz wenigen Jahren NICHT verschmutzt, und auch nicht vergiftet o. ä., das ist evident.

Nur - das alles ist kein Geheimnis, nicht einmal für Rationalisten.* Es ist  längst eine der Naturwissenschaft bekannte Tatsache, daß sich Plastik im Meer sogar in bemerkenswert kurzer Zeit zersetzt. Die Rede ist dabei von wenigen Jahren. Erst wird es durch mechanische Wirkung in Verbindung mit UV-Strahlung (das die Verbindung schwächt) in kleine und immer kleinere Stücke zerlegt, bis es von den unzähligen Mikroben, von denen die Meere voll sind, buchstäblich aufgefressen wird. Was ja nicht weiter verwundern sollte, denn (vereinfacht ausgedrückt) je kleiner die Dinge werden, desto mehr fallen sie auf die Stufe von Urstoffen. 

Und wie es auf Erden Urstoffe (bei Plastik ist es im besonderen Erdöl und Erdölderivate) geben sollte, die "an sich" schlecht sind, müßte erst einmal erklärt werden. Diese Zerfalls- respektive Abbauprozesse (die immer Gestaltprozesse sind) verlaufen progressiv, das heißt daß die grobe Zerkleinerung etwas länger dauert als der Schlußpunkt, das Aufgefressenwerden durch Mikroben.

Insgesamt dauern diese Prozesse nur wenige (meist drei) Jahre. Sichtbar bleiben Plastikrückstände in den Ozeanen höchstens dort, wo ein "Aufarbeitungsrückstau" entsteht. Den aufzuarbeiten aber ebenfalls nur eine Frage relativ kurzer Fristen ist.

Ein Prozeß, der auch zu Lande passiert, nur wesentlich langsamer, was rein technisch zu erklären ist. Denn die "Mikrobendichte", die auf die Oberfläche der Plastikteile einwirken kann, ist zu Lande wesentlich geringer. 

Fazit: Das nie belegte Gerücht, das die Medien durchgeistert, daß Plastik "auf ewig" in der Natur bleibt und die Weltmeere verschmutzt und die Tierwelt ausrottet, ist ein Schauermärchen, ein weiterer künstlich geschaffener Mythos, der nur die Bösartigkeit des Menschseins selbst beweisen soll, um das Recht abzuleiten, ihn nicht lieben zu müssen, ihn drangsalieren zu dürfen. Denn für die Ökologie heutigen Zuschnitts ist der Mensch ja der Feind der Natur, sodaß es am besten wäre, ihn auszurotten, um die Welt zu retten. Es wird ja sogar schon immer öfter ausgesprochen, daß die Menschheit entscheidend zu reduzieren sei, um etwa die Klimakatastrophe aufzuhalten.



Morgen Teil 2) Es is ollas ned woa





*290717*

Freitag, 18. August 2017

Warm anziehen!

Seriöse Meteorologische Anstalten warnen: Der Winter 2017/18 auf der nördlichen Halbkugel könnte extrem kalt werden. Vieles spricht dafür, und der frühe Herbsteinbruch, der in diesen Tagen bevorsteht, kündigt es an. Er wird befeuert von einem Rekordsommer in der Arktis - kaum je waren die Temperaturen dort so tief wie in diesem Sommer, und der tägliche Eiszuwachs (durch sehr hohe Niederschläge) ist überhaupt der höchste je gemessene. Entsprechend verhält sich die Ausdehnung des Meereises. Die auf der Höhe von 2 m über dem Boden global gemessenen Temperaturen befinden sich derzeit entsprechend "in freiem Fall".

Recht wahrscheinlich war es schon im Juli angezeigt. In dem die Sonnenfleckenaktivität so niedrig war wie seit Mitte des 18. Jhds. nicht mehr. Ein sicheres Zeichen für Abkühlung auf der Erde, die aus diesen Parametern in den nächsten 15 bis 20 Jahren das Ausmaß einer kleinen Eiszeit annehmen könnte. Die Erforschung der Sonnenaktivität, die in den letzten Jahren enormen Aufschwung nahm, liefert immer eindeutigere Hinweise auf dergestalte Zusammenhänge. Es sieht demnach so aus, als würden sich in den nächsten Jahren mehrere Zyklen auf der Sonne zu einem einheitlichen Trend zusammenfallen. Auch wenn es nicht so schlimm werden dürfte wie in der frühen Neuzeit, wo das "Maunder-Minimum" die Nordhalbkugel über zwei Jahrhunderte (bis in die Mitte des 19. Jhds.) fest im Griff hatte, sodaß man von "kleiner Eiszeit" spricht.






*170817*