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Dienstag, 27. November 2007

Klima- und andere Lügen

Welche Rolle die Medien in den individuellen Meinungsbildungsprozessen spielen - darüber läßt sich viel sagen.

Hautnah sind solche Prozesse und ihre Steuerungs- und Absichtsinstrumente immer wieder zu erleben.

Ein Kleines Beispiel dazu:

Vor etwa drei Wochen erschienen Medienberichte über die hervorragende Auftragslage von EADS im Zusammenhang mit dem neuen Großraumflugzeug A 380. Man sprach von jahrelanger Auslastung. Weitere Berichte finden sich über Absichten Chinas, die Fluglinien mit solchen Flugzeugen zu bestücken.

Vorige Woche tauchten plötzlich Berichte auf, daß - weil die Abrechnung von Flugzeugen weltweit in Dollar passiert (vermutlich auch die preisliche Konkurrenz) - Airbus in Schwierigkeiten kommen wird, weil der Preisverfall durch die Dollarparität (seit Einführung des Euro vor fünf Jahren hat der Dollar sage und schreibe 33 % an Wert eingebüßt!) die Existenz der Flugwerke infrage stelle. Man sprach von Auslagerungen in jene Länder, wo die Herstellungskosten niedrig gehalten werden könnten - und die ...

Gestern nun die endgültigen Meldungen: China hat dutzende Flugzeuge bestellt, ein riesiger Auftrag, der jahrelange Auslastung gewährleistet.

Es ist bekannt, daß China seit Jahrzehnten eine Politik betreibt, wo die Öffnung ausländischen Betrieben gegenüber immer im Gegenzug mit Know-How- und Arbeits-/Produktionstransfer nach China verbunden ist.

Aber eines der Beispiele, wie Airbus-EADS konsequent über PR Politik betreibt. Ohne daß man noch wirklich sagen könnte, wo der Sinn dieser Airbus-Geschäfte liegt, außer sich selbst zu perpetuieren. Die Argumente, die dafür sprechen, sind so bekannt, daß sie langweilig sind. Sie sind allesamt Maßnahmen der "geringeren Übel."

Die Fakten, die hier ins Treffen geführt werden, sind jahrelang, ja jahrzehntelang bekannt, zumindest absehbar gewesen. Wenn ich selbst als Unternehmer vor mittlerweile 15-20 Jahren Geschäfte abgeschlossen hätte, wo ich Ware zu Preisen verkauft hätte, die nicht kostendeckend sind - ich wäre wegen betrügerischer Krida ins Gefängnis gewandert.

Montag, 19. November 2007

Trotzalter

Es liest sich vermutlich viel zu leicht, ist nämlich völlig ernst gemeint:

Wenn man mich fragt, was das Kennzeichnendste an den Menschen der letzten Jahrzehnte ist, so komme ich nur zu einem Schluß: Wir leben im Zeitalter der Trotzphase.

Es gibt kaum Menschen, die über das Verhalten dieser drei- bis fünfjährigen hinauskommen.

Nahezu alles, was an politischen Forderungen im Raum steht, ist aus der Haltung dieses Kindes heraus zu verstehen, das sich unreif in ein neurotisierendes Teilziel verbeißt.

Was ganz anders zu versehen ist als die berühmte "Haltung des Kindes", die sich auf die Art der Weltoffenheit bezieht.

Dienstag, 6. November 2007

Lächerlich schlecht

Was die Bischöfe im Film über Elisabeth I. beklagen, betrifft nahezu ausnahmslos sämtliche und schon gar historische Darstellungen der Katholischen Kirche im Film.

Mangels Bildung, noch mehr aber mangels Verstehen wird die Kirche und alle ihre Thematiken, zumal der Glaube, auf eine grotesk auf gängige und meist primitive Gerüchte und nicht selten nur verleumden sollende Vorurteile Art gezeigt, die einem Magenkrämpfe hervorruft.

Am stärksten betrifft dies interessanterweise die Drehbücher aus europäischen Werkstätten. Während amerikanische Drehbuchautoren wenigstens ab und an noch bemerkenswerte Darstellungen zuwegebringen.