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Donnerstag, 30. April 2009

Die Krise beginnt jetzt erst

Jetzt erst beginnt die Krise, jetzt erst wird sie schlagend: bis in diese Tage konnte noch viel aufgeschoben, über weitere Zukunftshoffnung in "Verhandlungen" verdrängt werden. Aber irgendwann ...

Sie beginnt mit dem Zusammenbruch der Konzerne. Wie nun Chrysler. Den Folgen für Unternehmen, die gewisse Zeit durchtauchen konnten. Mit den realen Faktoren erst beginnt die Krise, von der sich so viele bisher gewundert haben, daß sie kaum etwas spürten.

Mittwoch, 29. April 2009

Vom unermeßlichen Wert des Vorurteils

"Wir haben nicht die Wahl zwischen Vorurteilen oder Vorurteilslosigkeit - wir haben nur die Wahl zwischen erprobten und noblen Vorurteilen, in denen sich die unbewußte Lebensweisheit zahlloser Generationen akkumuliert, und den willkürlichen Abstraktionen ehrgeiziger Sophisten.

Eine der Hauptursachen unserer Fortschritte finden wir darin, daß wir die Kenntnisse nicht verachten, die uns unsere Voreltern hinterließen. Das Leben eines einzigen Individuums reicht nicht aus, die zum Leben notwendigen Einsichten und Haltungen selbst zu erwerben.

Es empfiehlt sich, ein Vorurteil eher beizubehalten mit der Weisheit, der es zur Hülle dient, als das Gewand wegzuwerfen und die nackte Weisheit stehen zu lassen, weil ein Vorurteil, das ein Prinzip der Weisheit enthält, zugleich eine Kraft, um dies Prinzip zu beleben, und ein Gefühl der Zuneigung, um ihm Dauer zu verschaffen, bei sich führt."
(Edmund Burke)

Dienstag, 28. April 2009

Diskretion

Samuel Johnson (angeblich) über Lord Chesterton - in einer Bemerkung über ihn und Lord Tyrawley: "Tyrawley und ich sind schon seit zwei Jahren tot, wir wollen bloß nicht, daß es bekannt wird."

Ich mußte mehrmals in Lexika nachschlagen, und glaube es dennoch noch nicht: daß Johnson wirklich gelebt, und Boswell (ein Zeitgenosse) dessen Biographie nach minutiösen Aufzeichnungen angefertigt hatte. Zu grotesk wirkt alles, vielleicht gerade wegen dieses riesenhaften Realismus, der zur umwerfenden Komödie wird. Wäre alles erfunden, würde ich das Buch als kaum zu fassendes Meisterstück einer Schöpfung ansehen, vor dreißig oder zwanzig oder zehn oder drei Jahren abgeschlossen.

So beschließe ich, es doch wieder - nach 250 Seiten sah ich mich durch zunehmende innere Unsicherheit gezwungen, die Perspektive durch Recherche zu klären - so zu lesen. Sprunghaft steigert sich wieder das ohnehin schon so beträchtliche Vergnügen an diesen schrulligen Figuren, die gerade durch die Einbindung in reales historisches und literaturhistorisches Geschehen umso schelmenhafter wirken.

Ich beschließe: Es gehört zu den umwerfenden Tricks und Wendungen der Geschichte, diese fiktive Figur durch das Hinterlassen von "realen" (aber: immer konstruierten) Relikten noch realer zu machen - ein Marketingtrick, der bis zur Gestaltung von Bieretiketten, zum Anfertigen von Portraits in Öl ("Johnson an Bord der Hickory"), und zur Abfassung von Lexikoneinträgen geht. Ein ganzer Londoner Stadteil hat sich gar diesem Zauber einer fiktiven Welt verschrieben, die so wahr sein könnte, daß mitzuspielen mehr Lebensfreude bringt als das Leben selbst. (James Boswell, "Leben und Meinungen des Dr. Samuel Johnson")

Der Tod der Kultur.

Fast treibt es einem kalte Schauer über den Rücken, betrachtet man die Wirkmächtigkeit mancher Gedanken. Die ich, wie hier, als "geniale" Erfindung betrachte:

Die Idee Jean-Jacques Rousseau's, dergemäß der Mensch gut geboren wäre, würde er nicht durch die fortschreitende Zivilisation, die differenzierte, zunehmend komplexe Kultur verdorben. Er deutet "... die Formlosigkeit als Ausdruck der Freiheit." Deshabl sind alle Ordnungen zu zerstören, um die Prinzipien der Natur, die neue Ordnung zu entdecken. Das Kind überragt deshalb den Erwachsenen, die Frau den Mann, der Bauer den Städter, der "Wilde" den Zivilisierten.

Rousseau reitet hier nicht nur auf der wohlgenährten, rossigen Stute der menschlichen Sehnsucht nach dem Paradies, nach dem Mutterschooß, sondern auch auf dem Gedanken der "Pädagogik des Seins", der einzigen Erziehung die jene Liebe zum Inhalt hat, die die Welt erstlich wie letztlich überhaupt sein läßt: der Kraft, die das potens ins actu ruft und dort erhält, der einzigen Kraft, die errichtet.

Diese warme Wamme unter dem Sitz, aber seinen angestammten Böden entfernt und mißdeutet, treibt der Gedanke bis zum heutigen Tag ganze Städte an Pädagogiken und Weltlügen. Er motiviert Revolutionen, schleichende wie abrupte, und reißt die Kultur nieder, er wirft die Menschen in identitätslose, regressive Persönlichkeitsstadien und Androgynie, entwertet Geschichte zur Aneinanderreihung menschlicher Bosheit, macht deren Träger zu Ausgeburten der Hölle, und befördert damit den Feminismus (auch dieser Ausspruch ist von Rousseau: das Gute sei im Weibe) in den Rang einer Kämpferin für das Wohl der Welt als Ganzes.

Man kommt an kein Ende, will man die Wirkgeschichte alleine dieses Gedanken untersuchen. Er "überfiel" Jean-Jacques Rousseau, als er im Alter von 37 Jahren, erfolgloser, unbedeutender Sekretär und stinknormaler Bourgeouis, in einer Kutsche sitzt. Blitzartig kömmt es ihm, schreibt er später. Er steigt aus, setzt sich unter einen Baum, denkt den Gedanken weiter. Mit einem male ist ihm seine Sendung klar.

Die wahren Helden

In Zusammenhang mit Amokläufen der letzten Wochen (in Deutschland und den USA) meinte ein amerikanischer Journalist, es sei heute eine "Privatisierung der Gewalt" zu beobachten. Die Menschen würden nicht mehr auf staatliche Regulierungen vertrauen, sondern die Gerechtigkeit selbst in die Hand nehmen.

So nebelhaft diese Aussage bleibt, und bestenfalls als bereits weiterentwickelte Reaktion auf das längst in jeden Bereich greifende Gewaltmonopol hiesiger Staaten gesehen werden kann (wo also aus der Enttäuschung über den Staat, der zwar alles zu regeln vorgibt, aber die Ungerechtigkeiten nicht weniger, die Bedrückten aber noch wehrloser werden, weil keinem Ding mehr sein notwendiger "archaischer" Grau-/Randbereich zugestanden wird) - mir fielen bei diesen Aussagen augenblicks die typischen Produkte amerikanischer Kunst- und Unterhaltungsindustrie ein.

Denn gerade die modernen Heroen - von Rambo über Superman, Batman, Terminator, Bruce Willis-Typologien, etc. etc., ja nahezu das gesamte dramaturgisch-dramatische Inventar des amerikanischen Films von Beginn an - sind allesamt Heroen der Selbstjustiz! Bestenfalls (z. B. wie in "Erin Brokowich") dient das Rechtssystem noch späterer Junktimierung, häufig nachdem es "auf Vordermann" gebracht wurde (wieder: nach den Maßstäben der Helden)

Mit dem schwindenden Einfluß europäisch-abendländischen Geistes aber (wie in der Emigrantengeneration seit den 1930er Jahren, die Hollywood regelrecht aufgebaut hat) bleibt dem amerikanischen Medienerzeugnissen kein anderes dramaturgisches Schema mehr kennzeichnend: der Kampf des Einzelnen gegen den Staat, gegen die Gesellschaft, der seinem Gewissen und seinen Vorstellungen von Gerechtigkeit folgt, und vor keinem Mittel zurückschreckt.

Wen wundert da noch ein Amokläufer? Videospiele sind dabei lediglich Training für den moralischen Hintergrund - den die Dramaturgie der Welt, wie sie gelehrt wird, vorgibt.

Ein Selbstmord mancher dieser Amokläufer mag nichts sonst mehr sein als ein erschrecktes Aufwachen, daß die Gesellschaft plötzlich doch anders reagiert, als er es sich vorstellte und erwartete. Im Grunde das einzige wirkliche Drama, das sich hier abspielt: ein Drama der Zweitwirklichkeit, das mit einem Gott und Richter rechnet, der in den Drehbuchstuben Hollywoods sitzt, und "weiß, wie es wirklich war".

Samstag, 25. April 2009

Eine Art von Engel

Ein Schriftsteller ist eine Art von Engel,
der über den Himmel dahinschweift,
die Erde berührt
und dann heimwärts entschwindet.


(Gert-Klaus Kaltenbrunner)

Donnerstag, 23. April 2009

Prophezeiung als Gradmesser

Vorhersagen, die eintreffen, sind der sicherste Beweis (diesen könnte man in der Tat wissenschaftlich nennen) für die Richtigkeit von Annahmen, noch mehr aber: für die Kenntnis der Materie, für die Zutreffendheit der Perspektive, des Lichts, unter dem eine Sache angeschaut wird.

Was also denkt sich der moderne Mensch, wenn er Tocqueville liest, oder Burke (beide publizierten vor 200 Jahren), oder Kelly (vor 50 Jahren), um nur einige wenige von so vielen zu nennen, deren Schriften wirken, als seien sie gestern verfaßt worden und hätten keine Vorhersage, sondern eine Zustandsbeschreibung geliefert.

Das Wahre steht dem geschichtlichen Geschehen immer quer, jenes wird von Antrieben bewegt, die erst bei richtiger Abstraktion erkennbar werden. Und diese Antriebe sind immer die gleichen, seit es den Menschen gibt.

Das Versagen der modernen, schon gar der populären Ansichten über Welt und Mensch wird deshalb am erschreckendsten deutlich, wenn man das Versagen der Vorhersagen ansieht. Auch an der Hysterie, mit der die Gegenwart versucht wird zu steuern, weil die Zukunft damit ins Okkulte sinkt.

Mittwoch, 22. April 2009

Und reimt sich auf -ismus.

C. G. Jung meinte 1927, aufgrund seiner psychischen Befunde an den Patienten könne er sagen, daß die alten heidnischen Religionen in ihren urtümlichen Formen im kollektiven Unbewußten fortlebten und jederzeit weider ausbrechen könnten. Sie würden dann auf cdem Wege der Massensuggestion furchtbare Zerstörungen anrichten. "Unsere schrecklichen alten Götter haben nur ihre Namen gewechselt - sie reimen sich heute auf -ismus."

1932 warnte er (die Wiener): "Die riesigen Katastrophen, die uns bevorstehen, sind nicht physikalischer oder biologischer Art, sondern psychische Ereignisse. Wir sind in fürchterlicher Weise von Kriegen und Revolutionen bedroht, die nichts anderes sind als geistige Epidemien. Der Mensch ist heute den elementaren Mächten seiner eigenen Psyche ausgeliefert."

1937 sagte er an der Yale-Universität, zur künftigen Welt gehöre "ganz spezifisch" die Massenvernichtung Andersdenkender, und wenn sich Menschenmengen zusammenrotteten, werde die Dynamik des Kollektivmenschen entfesselt: "Bestien oder Dämonen, die in jedem Einzelnen so lange schlummern, bis der Teil eines Pöbelhaufens geworden ist." Hysterie, meinte Jung, könne in der Individual- wie Kollektivseele aus dem Gefühl der Unterlegenheit oder Minderwertigkeit resultieren, aus dem Wunsch, diesem Gefühl durch Selbstvergötterung oder Lügen zu entrinnen - oder durch Umschlagen einer Angst vor dem Verfolgtwerden, in dem heftigen Drang der Verfolgung anderer.

Übereinstimmende Analysen zum Kulturverfall


Kelly faßt in "Die hungernde Herde" die Theorien zahlreicher und renommierter Kulturphilosophen und -soziologen der letzten Jahrhunderte zusammen: alle sind der Auffassung, daß sich die abendländische Kultur in ihrer letzten Zerfallsphase befindet.

Die Merkmale solchen kulturellen Verfalls sind zusammengefaßt bei allen (als gemeinsamer Nenner, von Spengler über Toynbee zu Berdjajew, Sorokin, etc. etc.):

- Verweltlichung der Kunst, der Ethik und des Rechts sowie der allgemeinen Haltung
- Verfall der schöpferischen Intuition zugunsten des technsischen Raffinements, das die geniale Leistung ersetzt
- Quantität ersetzt Qualität
- Familie und körperschaftliche Beziehungen treten zurück, Vertragsverhältnisse ersetzen sie
- Ausübung von Zwang gegen den Einzelnen wird vorherrschend
- Emporwachsen von Riesenstädten, in welchen sich entwurzelte anonyme Massen fluktuierender Individuen ohne Eigentum und Tradition bilden
- Vernichtung der schöpferischen Minoritäten des Mittelstands durch verantwortungslose Neureiche und Diktatoren

Übereinstimmend (!) heißt es (bei sämtlichen Kulturphilosophen s. o.) auch, daß diese letzte Phase zunächst durch einen Versuch religiöser Erneuerung verschleiert wird (Spengler: "Zweite Religiosität"; Toynbee "Universalkirche"; Berdjajews "kommende neu-mittelalterliche Kultur", Schubarts "messianischer Prototyp"; ich füge hinzu: "Erneuerungsbewegungen"; "Die Kirche der Zukunft wird mystisch sein, oder sie wird nicht mehr sein"; "Neues Pfingsten"; etc. etc., die meiner Einschätzung nach Religiositätssimulation fordern oder gar sind; Ähnliches gilt natürlich auch u. a. für die Esoterik)

ALLE sind der Meinung, daß keine rein rationale oder empirische Philosophie, keine utilitaristische Berechnung eine neue Zivilisation oder Kultur schaffen könne. Nur aus echter, intuitiv erlebter Religion sei eine Wiedergeburt zu erwarten, und immer müse die neue Kultur zuletzt durch die Vereinigung der intuitiven, rationalen und Gefühlswerte ihre Reife erlangen.

Überwiegend werden in den Analysen neue Zentren neuer Kultur prohpezeit wie geortet, u. a. von Rußland ("Zeitalter der Slawen"), über Indien oder China.

David Kelly, der nicht an die Schicksalshaftigkeit der Entwicklung einer Kultur glaubt, diese Zyklen-Gläubigkeit für einen der Mythen des 19. und 20. Jhds. hält, schrieb sein Buch 1955.

Kaum zu greifender Fisch

Liest man Montaigne über längere Zeit, erfährt man regelrecht sinnlich, wie sich alles Denken in seinem Skeptizismus auflöst, demgegenüber sich innerlich Skepsis meldet: man wird ärgerlich angesichts einer immer deutlicher werdenden Absicht, sich auf jeden Fall einer geordneten Denkweise zu entziehen, weil man sie nahezu als Faul- und Feigheit erlebt, die Dinge schlichtweg nicht auf einen Punkt zu bringen.

V. a. im zweiten Band seiner Essays zeigt sich dies durch deren Ziel- und letztlich sogar schon Aussagelosigkeit. Bei aller Frische, die man in seinen Schriften oft genug findet und die deren Lesen zu einer Art "Spiel am lauen Sommerabend" machen. Dort hörte ich auf, seine Gedanken werden zum leeren Gescheppere, langweilig. Ständige, fast prinzipielle Skepsis trägt einfach nicht.

Angeblich hat er diese Haltung im dritten Band bereits etwas überwunden. Ich werde es zu späterem Zeitpunkt testen.

Revolutionen aus Langeweile

Ob nicht alle Revolutionen und Umstürze von jenen Schichten initiiert werden, die man am umfassendsten mit "gelangweilte Wohlstandsbürger", manchmal auch mit Boheme, bezeichnen könnte.

Jede Geschichtsinterpretation unterliegt ja einer Sicht der Dinge, ist eine Ordnung von Fakten unter dem Gesichtspunkt einer jeweils vermeinten Ursache-/Wirkungsverkettung. Am massivsten erfolgte solche Geschichtsverklitterung immer durch Veränderungsabsichten (damit solche werdende:) politischer Kräfte und Ideologen.

Das trifft nicht nur auf Rußland 1917 zu, sondern fiel mir erneut auf, als ich Bemerkungen von David Kelly und, als zweite Meinung, Bernard Fay zur Französischen Revolution las. Beide sind der Ansicht, daß die Französische Revolution von der Rebellion des (degenerierten) Adels ausgelöst wurde, sofern man überhaupt von einem einheitlichen, überschaubaren Geschehen sprechen kann (Fay in "Die große Revolution 1715 - 1815") Fay geht davon aus, daß man um dieses Geschehen zu begreifen, das ganze Jahrhundert - von Ludwig XIV. und Richelieu an - in seiner Gesamtbewegung sehen muß.

Keineswegs aber handelt es sich um eine "soziale Revolte" - nachweislich war der allgemeine Wohlstand, jener der Bauren, um 1789 so hoch wie kaum je zuvor. Da war war es noch weit eher denn eine soziale Bewegung eben ein Versuch des Adels, den König zu stürzen, der seine Macht beschnitt: lediglich als Revolte gegen die Autorität aus jeweils verschiedensten Ursachen einte er die Revolutionäre. Ihr Zusammenwirken war einer jahrzehntelangen Wühlarbeit im öffentlichen Bewußtsein weit direkter vergleichbar als einer gezielten politischen Arbeit. Der (ungeliebte) König Ludwig XVI. samt seiner (noch ungeliebteren, auch dem König gegenüber kontraproduktiven) Frau war schließlich allen gemeinsamer Feind.

Interessanterweise finden sich parallele Entwicklungen in mehreren europäischen Ländern, u. a. in Portugal.

Mittwoch, 8. April 2009

Zeitlos gültig

Heinrich Heine nennt Tieck die "Astrallampe der Teegesellschaften". Je schwächer der Tee (Heine: wie in Berlin) umso mehr muß die Lampe poliert, aufgebauscht und akklamiert werden, um ihr Licht zu geben. (Heinrich Heine; Die Romantische Schule)

Aber nicht nur bei diesen seiner Schriften muß ich mich immer wieder vergewissern, daß sie tatsächlich vor 200 Jahren geschrieben waren, und nicht heute.

Carl J. Burckhardt muß es 1939 (er war Völkerbund-Kommissar für und in Danzig) ähnlich gegangen sein: er weist auf die prophetischen Worte Heines hin, und liest man sie nach, kann man nur staunen, wie exakt Heine (Zur Geschichte der Religion und Philosphie in Deutschland) den Nationalsozialismus (der genauso gut Kommunismus heißen hätte können) vorhergesagt hat.