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Donnerstag, 26. Mai 2016

Unendliche Welt (2)

Teil 2) Die Welt wird dem endlich, der sie endlich denkt 
- Gottes Schöpfung ist aber ohnendlich, ihr Geheimnis ist ein ewiges Fronleichnam




Eine Endlichkeit der Welt in der Form zu denken, wie sie heute so dominierend ist, ist eine Überschreitung des dem Menschen überhaupt denkbaren, eine Fehlableitung eines visuell gemachten Weltbildes einer in sich abgeschlossenen reduktiv-materialistisch bewegten Kugel. Sehr wohl menschengerecht aber ist es eine Welt zu denken, die in einem gigantischen In- und Zueinander west und besteht, das der Mensch als Teil von ihr gar nicht existentiell tangierten kann. In einem Kosmos, in dem alles zu einem unfaßbaren Wunderwerk ineinandergreift, das als Schöpfung eine Analogie Gottes ist - der ewigen Bestand hat.

Was der Mensch dazu beitragen kann, worin seine Aufgabe liegt, ist nicht in der Endlichkeit der Materie, der "Ressourcen" definiert und definierbar. Sondern es ist eine Qualität, in der das rein Materielle in eine Ordnung des Geistes geholt werden soll, auf daß alles in Jubel und Schönheit der Erfülltheit überfließen kann. Dazu braucht es genau NICHT eine "Natur, die wir in Ruhe lassen", sondern eine Natur, die wir in unser Tun holen, formen, ordnen, und so zu ihrer größten Fülle führen. Die Natur wird damit durch die Bearbeitung des Menschen reicher, schöner, vollkommener. sie steht uns also nicht feindlich gegenüber, sondern zum genauen Gegenteil!

Und die Naturwissenschaft kann und könnte sehr wohl zeigen, wenn sie sie der Frage genauer nachgehen wollte, was mit Natur passiert, die wir sich selbst überlassen. Eine Erkenntnis, die im übrigen jeder selbst gewinnen kann, durch eigene Beobachtung - sie wird ärmer (auch in der Vielfalt), chaotischer, lebensbedrohlicher (um jede Ecke lauert Gefahr) und lebensfeindlicher (nur Aggression vermag überleben zu sichern), wird enger, und bewirkt "Zentralisation" (man denke nur an die Geschichte der Großformen Südamerikas), ähnlich wie es die Geschichte des wilden Kapitalismus zeigt, wo wenige die vielen unterdrücken und benutzen.

Wir haben nicht angstvoll zu zählen wie der Knecht mit dem einen Talent, der es lieber vergrub damit es wenigstens nicht weniger würde, sondern wir haben zu wuchern, zu riskieren, zu wagen, jeden Tag neu aus dem treuen Vollzug unserer Aufgaben und Pläne eine utopische Welt in Gottes Geist zu entwerfen, die daraus dann so wunderbar auch hervorgeht. Denn in Gott wird jeder Tag neu. Gottes Tag ist kein täglich ängstlich gezähltes Inventarium des Vorhandenen. Gott ist ein fröhlicher Spieler!*

Daß wir DARAN glauben, an diese Realität aller Realitäten, an diese Wirklichkeit aller Wirklickeiten, an eine ohnendliche Welt in und aus Gott, das ist es, was wir am heutigen Fronleichnamstag bekennen und feiern, und aus diesem Glauben heraus darf uns ein Mut und eine Zuversicht erfüllen, die uns kraftvoll die Welt gestalten läßt - ohne angstvoll zu zählen und täglich ökologistisch nachzurechnen und den vermeinten Inventurbestand (es "könnte" ja zu wenig sein ... genau so denkt ja der Ungläubige, Gierige) zu rationieren.** Genau diese Gier ist es aber dann, die tatsächlich je begrenzte Räume austrocknen läßt - buchstäblich wie sinnbildlich. Denn in dieser Angst der Gier, wir könnten etwas verlieren, es könnte zu wenig sein für uns Menschen, beginnen wir sie von der unendlichen Segensfülle Gottes auszusperren. Der Ökologismus ist also nicht nur heidnisch, er ist heidnische Gier aus Aussichtslosigkeit einer von Gott losgerissenen oder Gott immanentisierenden, also profanierenden Welt.





*Deshalb hat tatsächlich die Jugend das Recht, eine Welt eröffnet zu bekommen, um die sie sich nicht ängstigen müssen, um "gut" zu sein, sondern die Ihnen offen steht als Werkplatz einer Welt, die sie zu wirklichen haben. Denn wenn sich in den Augen des VdZ in all den Verrücktheiten - bis hin zum Vegetarismus/Veganismus - der heutigen Generationen etwas zeigt, dann ist es das vitale Streben nach einem transzendentalen Punkt, dem sie mit dieser unbeholfenen Scheinmoral dienen. Damit aus dieser begrenzten Welt auszubreche, weil es in ihnen ein Streben gibt, das sich nicht und nicht mehr erfüllt. Weil dieser transzendentale Bezugspunkt - ein ohnendlicher, segensreicher Gott - ihnen nämlich vorenthalten wird. Indem wir sie zwingen, wie wir angsterfüllt zu inventarisieren, zu zählen und zu rechnen.

**Wieder einmal sei auf das Beispiel dieser absurden "Energiewende" hingewiesen, wo einem Wahn Verfallene, Blinde ohne nachzudenken ganze Landschaften ruinieren, um die Welt zu retten. Welche Welt wird es dann - in ihren Maßstäben gedacht - aber noch geben? Man kann es mit einem Taschenrechner ausrechnen, daß alleine die Anlagen zu dieser "nachhaltigen, schonenden" Energiegewinnung die doppelte Fläche Deutschlands benötigen würden, ohne dann aber ihr Ziel erreicht zu haben, das einer Energievollversorgung. Welt ist nicht endlich, um es noch einmal zu wiederholen, sie ist vielmehr unendlich komplex, also gar nicht mit Zählen zu erfassen. Aber wir können sie uns zur Hölle machen. Und die Ökologie macht sie zur Hölle - zur Hölle des endlichen, angsterfüllten und gierigen Zählens und Inventarisierens. Gier und Neid der Gegenwart nennen sich Ökologie!




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