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Freitag, 15. Dezember 2017

Hören wir doch einmal genau zu

Was hat Karl Lagerfeld eigentlich getan? Als er jüngst in Paris Folgendes Medien gegenüber äußerte: Es sei seltsam, wenn ein Land, das so viele Juden vernichtet  habe [dessentwegen es dann nach offizieller Diktion kriegerisch besiegt und unterworfen wurde, das sagte Lagerfeld aber nicht] Jahrzehnte später [nachdem es also daran gehindert worden war, seine Pläne ganz auszuführen] erklärte Judenfeinde in Massen ins Land holt.

Eine erstaunliche, eine hoch interessante Aussage, die zum Nachdenken anregen könnte. Offenbar hat sie aber weltweit niemand verstanden. Sonst wäre die Erregung, die herrscht, nicht erklärbar.  Denn Lagerfeld zeigt nur eine gestalthafte Koinzidenz, ist sogar darin explizit judenfreundlich! Er sieht eine unsichtbare Wirklichkeit, die jeden der noch einen Rest Vernunft hat, zum neuerlichen Durchdenken von so manchem anregen sollte. In guten Büchern sucht man solche Stellen. Sucht man Stellen, in denen der Autor "sieht". 

Denn was Lagerfeld sagt ist Folgendes, destilliert man den rationalen Aspekt heraus: Sollen also die neuerdings zu Millionen ins Land Geholten das Handwerk, das 1933 bis 1945 nicht vollendet werden konnte, vollenden, nachdem es anders nicht mehr möglich scheint? Ist das der Sinn der offenbar gewollten Massenimmigration von Muslimen? Ist die Migrationsmasche "Refugees welcome" somit eine antisemitische List?

Müßte denn nicht Deutschland, das doch so sehr seine historische Schuld betont, gerade Menschen, die ganz offen antisemitisch sind, als Einwanderer - aus historischer Verantwortung! - zurückweisen, statt sie in Massen ins Land zu holen, ja für als "zu Deutschland gehörig" erklären?

Steckt darin nicht eine gewaltige Portion Zynismus? Das sagt Lagerfeld, wenn man hinter seine Worte hört, und nur das ist es ja, was Worte sagen: sie sind immer transzendent. Steckt hinter der Politik Angela Merkels nicht eine gehörige Portion Verschlagenheit? Das sagt Lagerfeld. Steckt dahinter nicht sogar der protestantische Antisemitismus, der diesem in die Wiege gelegt war und ist, und damit einem Deutschland mit einer protestantischen Kanzlerin? Das sagen wir. 

Oder nicht.

Denn wir sagen nicht, was wir denken. Wir sagen nicht, was wir da für richtig befinden. Denn offenbar reagiert der heutige Mensch und Medienmacher sowieso nur noch nach autonomen Stichwörtern, nicht nach Sinn. Nur Sinn aber ergibt eine Aussage.

Dazu aber müßte man nachdenken. Es läßt uns aber schon jetzt fast daran glauben, daß Karl Lagerfeld wenn schon nicht Künstler oder Philosoph, so doch ein Mensch mit künstlerischer oder philosophischer Ader ist. Denn der Künstler (wie der echte Philosoph, also nicht der "Philosophie-Studierte") sieht Gestalt, sieht das nicht Sichtbare, aber umso vorrangiger wirklicher das Wirkliche.






*151117*

Das ist auch so gewollt (2)

Die Geber brauchen destruierte Nehmer ...



Diese Schlüsse möge der geneigte Leser selbst ziehen. Wir weisen nur auf Indizien hin, an die jeder selbst seine Tangenten anlegen soll. Aber dabei vielleicht eine Geschichte vor Augen haben, wie sie John Perkins in seinem aufsehenerregenden Buch "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" darlegt. Auf ein kurzes Fazit gebracht, zeigt der Amerikaner, der in diesem Buch quasi seine Lebensgeschichte erzählt, denn er war ein solcher Economic Hit Man, daß die Gelder, die von entwickelten, reichen Ländern in unter- oder unentwickelte arme Länder fließen, als Entwicklungshilfe oder Kredite, die hohe Korruption in den Empfängerländern (wie sie mangels der Stärke und Gemeinwohl-Gerechtigkeit des dortigen Systems zwangsläufig auftritt), nicht nur wollen, sondern brauchen.  Und wo die Machtinhaber in diesen Ländern nicht ausreichend korrupt sind, werden sie über das internationale Kreditwesen (seien es Banken, seien es Gelder des IWF) durch Auflagen in die gewünschte Richtung gezwungen.

Gleichzeitig fällt auf, daß die Auflagen, die diesen Ländern gemacht werden, praktisch sämtlich Maßnahmen betreffen, die die ansässigen sozialen Ordnungen auflösen und über den Haufen werfen. Hier ist in einer kleinen Auswahl die Rede von Auflagen wie Abtreibungslegalisierung, Verbreitung von Verhütung, Implementierung von Kommunikationssystemen die den Gesamt- bzw. Gruppenzusammenhalt durch Autonomisierung der Individuen auflösen, Wehrlosmachung natürlicher hierarchischer Systeme durch Massen-"Demokratie" (die den Einzelnen bzw. alle Vereinzelte ohnmächtig macht), gleichzeitiges Verbot angestammter Ordnungen (hier wirkt der Feminismus besonders effektiv, weil er die Herauslösung der Frau aus der Ehe bewirkt, die als anthropologisches Naturelement überall gleiche ontologische Bedingungen hat), und ein Pressewesen (als "Meinungsfreiheit" kaschiert), das der Manipulation der Bevölkerungen dienen kann, zumindest weil es der Propaganda von außen offen steht. (Man denke nur an die Rolle des Fernsehens als Umbildner und Schöpfer neuer Idealvorstellungen.) 

Insbesonders die Begriffswelt wird aufgeweicht, denn in dieser lebt das traditionelle, stabile frühere psycho-soziale System ihr eigentliches Leben. Als gelernter Europäer haben wir gerade das ja schon erfahren, weil wir in einer Begriffswelt leben, in der kein Begriff überhaupt noch "etwas" ist. Man denke an die "Ehe für alle", man denke an "alle sind Künstler, alles ist Kunst", man denke an "alle Religionen sind gleich", "alle Menschen sind gleich", "die Geschlechter sind gleich" ... die Beispiele sind endlos. So werden aber die Begriffe als Denkgrundlage wie -ziel sinnlos, und damit wird das Denken unmöglich, nur noch zu einem unzusammenhängenden Flickenteppich von Schlagworten.

In diesem Konzert spielen aber Subversionsmethoden, die über Sexualität wirken - Pornographie, Auflösung traditioneller geschlechtlich-spezifischer Sitten, offizielle Aufwertung und Propaganda der Homosexualität - eine ganz besondere und entscheidende Rolle. Denn in der Umkehrung der menschlichen Aufmerksamkeit, in der Hinwendung zu eigenen "Bedürfnissen" (Lüste), zieht man den Menschen von der Außensachlichkeit ab, und macht ihn insofern leicht lenkbar, als man ihn "per Zuruf" (Anregung) steuern kann, ist diese Invertierung einmal habituell. 

Zugleich hört der mit solchen Dingen befaßte, davon gefesselte Mensch (wir haben schon oft mit der Eidechse mit ihrem abgeworfenen Schwanzende illustriert, die den Feind das Hauptziel vergessen läßt) auf, sich effektiv um das öffentliche Leben, die Politik zu kümmern, soweit sie mehr zu tun hätte als dafür zu sorgen, daß er seinen Gelüsten nachgehen kann.

... um das Gegebene selbst zu nehmen

Aber das System funktioniert so, daß die Regierungen der reicheren Länder Geld auf den Weg machen, daß dort von ... Interessensgruppen (meist über Unternehmen) aus eben diesen reichen Ländern in Empfang genommen wird. Stellt man sich also die "cui bono" Frage, also die Frage, wer von dieser "Umverteilung" profitiert, kommt man zu dem erschütternden Verdacht, der zugleich auch ein Verweis auf diejenigen sind, die an solchen Umverteilungsabsichten am meisten interessiert sind: Das sind einerseits mächtige Personen oder Personengruppen in den Empfängerländern, und das sind vor allem Interessensgruppen oder Personen in den Geberländern. 

Hier wird also in jedem Fall in der Praxis nicht von reich nach arm umverteilt, sondern von arm an reich! Denn die Regierungen der reichen Länder verteilen ja das Steuergeld, das im Wesentlichen die "armen" Bürger ihrer Länder aufzubringen haben. Die Entwicklung in unseren (reichen) Ländern hat eindeutig gezeigt, daß ihre Systeme nicht nur zu Macht- und Kapitalkonzentration führen, sondern daß diese konzentrierten Kapitalien "too big to fail" sind, also so stark und systemnotwendig sind, daß sie vom System eine Bestandsgarantie haben, also von diesem auch erhalten werden. Wie es dem Wesen des Kapitalismus eben entspricht: Als staatsfinanzierter Wucher.

Was sich aus der Zusammenschau dieser beiden Bilder also ergibt (wobei sich vor Augen zu stellen hilfreich ist, daß der klimatechnische Effekt der in Paris vorgestellten Maßnahmen, auf den es ja angeblich ankommt um "das Klima zu retten", gerade nach den Maßstäben der Klimapaniker gleich NULL ist) sind deutliche Indizien dafür, WER hinter der Klimapanik in Wahrheit steht. Denn die vorgeschützten "guten Absichten" sind allerbestenfalls zufälliges, in der Gesamtrechnung aber vernachlässigbares Nebenprodukt. Die Geschichte von der gefährlichen menschengemachten Klimaerwärmung ist lediglich der PR-Rahmen für den gewaltigsten Raubzug für das gewaltigste und umfassendst geplante Vorhaben zur Erringung einer totalen Macht über die Welt (worin Reichtum nur eine Nebenrolle spielt, seine Zwingwirkungen sind viel wertvoller: Schulden sind ein Unterwerfungssystem), das die Welt je gesehen hat.*

Denn den Mächtigen geht es gar nicht primär ums Geld. Das ist nur für Staaten und Politiker wichtig, die glauben, daß es der Schlüssel zu allem sei. Nein. Geld ist nur ein Mittel, nicht das Ziel. Für ein solches halten es nur Emporkömmlinge, Anfänger, sittlich unausgereifte Menschen, wie sie heute das Antlitz der Politik und der Länder verzerren. Aber um die zu zwingen ist es eben ein sehr effektives Mittel. Niemand wird reich, erfolgreich, der nicht von einer absoluten Idee befeuert ist. Das gilt ohnehin für jedes Menschenleben. Und den Mächtigen der Welt geht es tatsächlich um eine Idee. Es geht um einen geistigen Kult, dem Ziel von allem Leben. 

Es geht um die Liturgie absoluter Weltmonarchie. Es geht ums SEIN WIE GOTT.






*Daß hier sogar China - nach langem Zögern - mitspielt (dem man neben Indien als Sonderkondition eingeräumt hat, daß es sich Jahrzehnte um keine der Pariser Auflagen zu scheren braucht) hat exakt denselben Grund: Die Klimapanik ist der Machtentfaltung des Landes und vermutlich auch spezifischen Interessen einiger nützlich. China hat begriffen, ja vielleicht schon lange begriffen, daß es um die totale Weltherrschaft geht. Und da will es ein Wörtchen mitreden.





*121117*

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Berechtiger Zorn und erstaunliche Früchte

Zwar sieht der VdZ eine grundlegende Problematik im Aktionismus der Identitären Bewegung, ja in der Ideologisierung und auch manchen Inhalten. Kurz: Identität kann nicht "bewußt", sie kann auch nicht gemacht" werden. Und sie kann sich auch nicht auf etwas beziehen, das in sich bereits fraglich ist, ob dem Bezugsbegriff überhaupt ein natürliches Volksganzes gegenübersteht. Wie es im Fall einer "deutschen Identität" eintritt. Diese Verlagerung der politischen Diskussion auf Zweitwirklichkeiten, also im Grunde auf die Ebene derer sich die Propaganda bedient, der auch die Art des politischen Denkens oft auf den Leim geht, ist an sich das viel größere Übel. Nicht graduell, sondern prinzipiell.*

Aber der VdZ hat für Bewegungen wie die der Identitären zumindest Sympathie. Es ist die Sympathie, die er als Vater jungen Menschen gegenüber hat, für deren Aktionen er Verständnis hat, weil sie immer etwas aufzeigen, wenn auch letztlich nicht genügen. Wie er immer sagte: Ins Bewußtsein steigt was fehlt, ja, aber es steigt als Bild, als Idee. Ideen können aber nicht verdinglicht werden.

In keinem Fall sieht er sie aber als "rechtsradikal" oder gar "nationalsozialistisch". Auch kennt er manche daraus, und er kennt sie als sympathische, hoch anständige Menschen. Oft hat er sich gewünscht, auch seine Söhne wären zu ihnen gestoßen. Immerhin war auch der VdZ in seinen jungen Jahren durchaus von politischer Begeisterung, deren Grundmotive er bis heute als richtig, deren Art der Äußerung aber als jugendlichen Überschwang sieht.

Er kann deshalb auch Martin Sellner verstehen, der sich - zurück von der Sea Star-Aktion im Mittelmeer und einer anschließenden Vortragsreise, die ihn durch halb Europa führte - höchst emotional zeigt, liest er die Lügengeschichten, die über die Mission mittlerweile verbreitet werden. Deshalb sei dieses Video hier gebracht. Es ist eine zornige Abrechnung mit einer menschenverachtenden Hetze, der nichts hinzuzufügen ist. Und die gezielt versucht hat, Existenzen zu vernichten, ja deren Aktionen nicht nur zynisch zu kommentieren, sondern so zu torpedieren, daß die Akteure an der Grenze zur physischen Vernichtung standen und weiterhin stehen.

Wie immer man also nun zu solchem jugendlichen Aktionismus steht - immerhin ist er tatsächlich ein Vorrecht (mit Betonung auf Recht, ja sogar Pflicht) der Jugend - hat die Sea Star-Mission, in der junge Menschen aus halb Europa aufzeigen wollten, was auf der Mittelmeerroute von Libyen nach Italien wirklich passiert, denn DAFÜR schienen sich die Medien kaum zu interessieren, bemerkenswerte Erfolge erbracht. Und die Gegenüberstellung der Aktion und den kurz darauf folgenden politischen Veränderungen in Europa verlangt zumindest Respekt. Die Politik ist zumindest teilweise aufgewacht und durch die (selbst durch die negative) Berichterstattung in ganz Europa maßgeblich zum längst fälligen Handeln getrieben worden. Während die libysche Küstenwache genauso wie die Exekutive Italiens froh war, nun endlich tun zu dürfen, was sie immer tun wollten (und dazu gehört nicht zuletzt die Wiederherstellung von Rechtszuständen, denn die Aktionen der NGOs waren immer rechtswidrig), aber an dem man sie per politischer Weisung gehindert hatte.

Mit substantiellen Erfolgen* auf anderer und nun wirklich vieler beschämender Seiten, denn es beweist so viel "humanes" Gerede als wirklichkeitsfremd und schon deshalb falsch oder gar heuchlerisch (zum Beispiel weil andere Absichten damit gedeckt, verborgen werden sollen, wozu sicher auch der Haß auf das Eigene gehört): Seit die Mittelmeerroute - die im großen Ganzen eine milliardenschwere Geschäftssache war und nicht, wie überall kolportiert, humane Gründe hatte - geschlossen ist, was nicht zuletzt auch der  dSea Star-Mission der Identitären Bewegung zu verdanken ist, ist die Zahl der auf See ertrunkenen Migranten, die zuvor der Anlaß für "NGOs" gewesen sein sollen, zehntausende Flüchtlinge auf See aufzunehmen und nach Europa zu schleusen, auf NULL zurückgegangen. 

Aber darüber berichten unsere Medien auch nicht.









*So seltsam das aber nun klingen mag: Erfolg rechtfertigt nicht. Kein Zweck heiligt die Mittel. Denn es geht nicht um "gemachten Erfolg". Der Sinn der Welt, der Schöpfung liegt woanders. Jede Transponierung von geistigen Dingen auf Ideologie macht diese zu einem Gestell, zu einem Mechanismus. Und selbst wenn alles in Ursache-Wirkungs-Verhältnissen steht, so ist doch nichts tatsächlich Mechanismus. Darüber täuschen sich auch fast sämtliche rechte Bewegungen und Strömungen, ja das eint sie - leider - mit den Zerstörungen, die der Nihilismus anrichtet. Mit einem kleinen, sehr kleinen Notgriff: Dem der kurzfristigen Notwehr. Ob das in diesem Fall vorliegt, darüber kann man also freilich nachdenken.






*151117*

Das ist auch so gewollt (1)

Hier stellen wir zwei Bilder vor. Das erste ist die Aussage von Otmar Edenhofer, des Vizepräsidenten des IPCC (International Political Panel on Climate Change), wie sie die Neue Züricher Zeitung im Jahre 2010 veröffentlichte. Der Ausspruch dürfte den meisten Lesern dieses Blog bekannt sein:

Bild: EIKE


Und nun ein Schaubild, das die Geber- und die Nehmerländer gegenüberstellt, wie sie die Paris-Übereinkunft ergibt. Versuchen wir dazu aber einmal eine Definition, was denn Korruption sei. Sie tritt dort und dann auf, wenn Bürger eines Landes (oder Systems) mit den offiziellen Institutionen und Institutionalisierungen (wozu auch implizite, nicht ausdrücklich zu machende weil selbstverständliche, meist religiös fundierte moralische Grundsätze gehören, die alle teilen) nicht mehr das Auslangen finden, um ihre subjektiven Angelegenheiten und Anliegen ausführen zu können. 

Die Höhe des Korruptionsanteils in einer Gesellschaft ist also ein Indiz dafür, daß das System dieser Gesellschaft nicht oder nicht eine Mehrheit oder gar alle Handlungsvorstellungen seiner Teilnehmer deckt. Sie ist ein Indiz dafür, daß es in einem System Machtgruppen oder mächtige Einzelpersonen gibt, von denen einerseits die Erfüllung eines berechtigten oder berechtigt geglaubten Anliegens abhängt, das System ersetzen oder seine Lücken auffüllen. Gleichzeitig fördert es eine Hierarchie der faktischen (aber unmoralischen, also von niemandem für gut geglaubten) Macht auch in der Bevölkerung, weil nur der seine Anliegen noch durchsetzen kann, der über ausreichende Mittel (die Mittel aller Art sein können) verfügt. In jedem Fall ist also Korruption mit Kriminalität verbunden bzw. mit dieser gleichzusetzen. Auch in den Augen der Bewohner des betroffenen Landes, ob sie nun Profiteure sind oder nicht.

Kurz: Korruption zeigt, daß das Gemeinwohl in einem Staat nicht sein oberstes Prinzip ist, sondern daß sich mehr oder weniger viele oder alle Bürger eines Landes außerordentlicher Mittel bedienen müssen, um das, was Ihnen zusteht oder von dem sie meinen daß es ihnen zusteht, zu holen. Die individuellen Vorstellungen von Lebensnotwendigkeiten decken sich ganz oder teilweise nicht mit dem System.

In den in Paris verkündeten Absichten ergibt sich nun eine Aufteilung, die die oben erwähnte Umverteilung von Vermögen von den korruptionsarmen zu den korrupteren Staaten und Gesellschaften als Prinzip zeigt.


Bild: EIKE


Warum macht man das? Kann hier überhaupt gewährleistet werden, daß die Gelder - egal wie man nun darüber denkt - die in diese Länder fließen, die sämtlich einen hohen oder sehr hohen Korruptionsanteil haben "richtig" verwendet werden?  




Morgen Teil 2) Die Geber brauchen destruierte Nehmer ...
... um das Gegebene selbst zu nehmen






*121117*

Mittwoch, 13. Dezember 2017

So regeln Männer das

Gerard Depardieu ist bekannt für seine wilde, zum Teil gewiß verstörende Jugendgeschichte. Der er später so manche Ehre antat. Auch ist bekannt, daß er heute die eine oder andere Flasche Wein zu viel trinkt. Und daß seine hohe Zeit als Schauspieler vorbei ist, ist auch kein Geheimnis.

Hier erzählt aber der gebürtige Franzose, der heute mehr produziert als selber spielt, Geld genug hat er ja mittlerweile, welche Erfahrungen er mit Harvey Weinstein hatte. Den ersten Teil seiner Erzählung, in dem Depardieu etwas andeutet, mag sich der Leser denken. Im zweiten Teil der Geschichte erzählt Depardieu, daß er einmal einen Film mit Weinstein produzieren wollte. Im Laufe der Zeit kam er aber drauf, daß Weinstein ihn durch einen gefinkelten Vertragszusatz über den Tisch ziehen wollte. 

Depardieu besuchte ihn daraufhin in seinem Büro, das in unmittelbarer Nähe von Robert "Bob" DeNiros Haus liegt. Er platzte in Weinsteins Räume, wo sich auch andere aufhielten. Der war schockiert, und begann verlegen etwas zu brabbeln. Der Franzose unterbrach ihn. Weinstein solle französisch reden, denn er spreche nicht englisch. Und dann sagte er zu ihm: Hier, sieh diese zwei Finger. Wenn Du es wagst, unsere Vereinbarung umzubiegen, dann reiße ich Dir mit diesen beiden Fingern beide Augen aus Deinem Schädel. Weinstein (und die Anwesenden) waren schockiert. Depardieu aber wiederholte: Hier, sieh Dir diese zwei Finger an! Dann drehte er um und ging. DeNiro rief ihn später an, wollte beschwichtigen. Aber Depardieu meinte, daß das sein Geschäft sei, "Bob" solle sich da nicht einmischen.

Weinstein, der sich selbst gerne als "Gott von Hollywood" bezeichnete, hat es später nicht gewagt, ihn zu bescheißen. Vermutlich, so Depardieu, wollte er seine Augen nun doch behalten.









*131117*

Energiewende. Schaffung einer irrationalen "Vernunft"

Als der VdZ vor einiger Zeit mit einem australischen Ehepaar in einem der typischen Wiener Cafés zusammentraf - und ein typisches Wiener Café ist nicht, wie der Leser meinen könnte, das, was man in Hochglanzbüchern als solches vorstellt; vielmehr ist es an Orten zu finden, die kein Prospekt, kein Tourismusbüro als sehenswert ausschreibt, wie hier, in einem seit Generationen bestehenden, "schmierig-entzückenden" Kaffeehaus in Wien-Floridsdorf, in einer dieser typischen Gründerzeit-Vorstadt-Chausseen, zwischen Witwen-Mietshäusern, an einer Ecke eines wunderbaren Plätzchens, wo er schon vor mittlerweile zwanzig Jahren sein opulentes Frühstück (natürlich mit vier-Minuten-Ei), serviert vom Ober Johann in Frack und weißem Hemd und herrlichen Manieren, eingenommen hat  - war der Sympathiefunke sofort übergesprungen. So grundvernünftige, offene Menschen hatte er auf dieser ehemaligen Abschiebungskolonie für englische Strafgefangene (von denen enorm viele für absurde "Vergehen" schwer bestraft worden waren - deshalb sind auch so viele Iren dort) nicht erwartet.

Binnen Minuten entspann sich ein freimütiges Gespräch, das wie von selbst nach einiger Zeit in einem großen Bogen auf Politik kam. In dieser Zeit hatten die aus Westaustralien stammenden ehemaligen Unternehmer ihr Wiener Schnitzel verzehrt, wie es sich eben in Wien gehört, später wollten sie sogar noch in die Opfer aufbrechen. Bald war man beim Thema Energie. Denn es war November und den Australiern war kalt. 

Während im Nebenraum die Billardkugeln klapperten, sprachen sie über Klimawahn und Auswüchse, auch in Australien. Und konnten sich eines nicht verkneifen: Den VdZ zu fragen, ob man hier verrückt sei, Photovoltaik-Anlagen zu errichten. In Australien könnten sie das noch verstehen. Sie hätten dort, im Westen des Inselkontinents, tagtäglich viele Stunden Sonne, garantiert. Aber hier? Hier scheine doch die Sonne nur stundenweise? Man lasse sich alles mögliche einreden, auch Solaranlagen. Und man betreibe auf der Ranch eben dort auch einige davon. Aber - die lieferten praktisch den ganzen Tag das ganze Jahr über Strom, rechne sich deshalb gerade mal so, aber sei in den exponierten Lagen der Ranches oft einzige Stromquelle. Aber das sei doch hier ausgemachter Unsinn?

Gute, brave Australier. Als Unternehmer (im Ruhestand, die nun aus dem erwirtschafteten Wohlstand heraus die Welt bereisten) waren sie gewöhnt, daß man eine Entscheidung nach ihrem realen Sinn abfragen muß. Darin kann es sich ein normaler Mensch nicht leisten, für Unsinniges einfach Geld auszugeben, koste es, was es wolle. Ihnen war dieses deutsch-österreichische Denken eben fremd. Das sich von höheren Weihen getragen berufen fühlt, auch unsinnigste Entscheidungen kraft einer höheren Moral zu treffen. Wir sind eben auserwählt, die Welt zu retten. Das sieht ein Australier nicht als Lebensaufgabe. Er war ja immerhin deshalb auch vom Mutterland, das sich solche Eskapaden nur deshalb leisten konnte, weil es sich aus der Arbeit anderer finanzierte und doch alle über Schulden in der Hand behielt, expediert worden, weil er doch tatsächlich nur an seinen engen Lebenskreis dachte.

Dem gelernten Hiersitzenden bleibt bei solchen Fragen vernünftiger Menschen aber nur ein Achselzucken. Ein ähnliches Achselzucken, wie es der Namensvetter des VdZ in seinen jüngsten Artikeln verrät. In denen sich dieser nüchtern denkende, hochseriöse Dipl. Ing. Eberhard Wagner aus der Energiewirtschaft wieder einmal zur Debatte meldet. Zurückhaltend, wie immer, aber umso prägnanter, weil durch Sachkenntnis und präzise Recherche bestechend. 

Und da stellt er einer (warum auch immer) in Ekstase schwebenden Politik trockene Fakten gegenüber. Und baut auf der Tatsache auf, daß die gesamte "nachhaltige Energiegewinnung", der unsere Zukunft angeblich gehören solle, es bislang noch nicht geschafft hat, schwach über 3 Prozent des Jahres-Energiebedarfs zu decken. Trotz gigantischen Aufwands! Trotz jährlicher Förderung von mittlerweile schlappen 25 Milliarden Euro nur in Deutschland. Jede kW/h Solarstrom kostet dort dem Steuerzahler (indirekt) mittlerweile 43 Cent, ohne Mehrwertsteuer versteht sich. Während der Strompreis für den Haushalts-Endverbraucher bei (im Europavergleich enorm hohen) 19 Cent pro kW/h liegt. Insgesamt müsse man dem Stromgewinn aus Solarzellen also ein vernichtendes Zeugnis ausstellen, sagt Wagner: Denn dieser saugt jährlich mittlerweile über 10 Milliarden Euro aus Staatsmitteln ab, produziert aber nur Strom im Gegenwert von 3 Milliarden. 

Energielage August 2017 - Mit GIGANTISCHEM finanziellem Aufwand leistet sich Deutschland ein Potemkin'sches Dorf einer nicht vorhandenen Energieversorgung - Graphik: EIKE

Der Rest fließt aus Steuergeldern, mit denen eine völlig ineffiziente, ja gar nicht vorhandene Stromgewinnung finanziert wird. Als hochherzige, absurde Spende an Betreiber von Solaranlagen, deren Anlagen mittlerweile fast ausschließlich in China hergestellt werden, also dort kräftig Arbeitsplätze schaffen, aber das Etikett "Weltrettung" auf ihre Dächer geschrieben haben. Für Produkte, die eben völlig unsinnigerweise nicht nur in Australien, sondern in dem schon von den Römern als feucht, dunkel und sonnenarm beschriebenen Deutschland gefragt sind. Sonnenstrom.

Wie hat der VdZ vor etlichen Jahren hier einmal getitelt? "Man leistet sich ja sonst nichts!" Hier leistet sich Deutschland eine Energiewende, die praktisch NICHTS zur Energieversorgung beiträgt, und noch dazu das vorgebliche Ziel einer Reduktion des CO2-Ausstoßes (so absurd auch das ist) NICHT erreicht, also auch die Energie gar nicht wendet! Denn die Erneuerbaren Energien brauchen ein Schattennetz von konventionellen Kraftwerken, noch dazu wie es die Praxis zeigt, die Erneuerbaren Energien Zeiten haben, wo sie NULL Energie (das ist wahrscheinlich unter erneuerbar gemeint: sie warten regelmäßig, daß sie wieder neu liefern) ins Netz speisen, woran sich so ein Schattennetz ja bemessen muß.

Um den Spaß auf die Spitze zu treiben, hat man den Betreibern von Atommeilern erst Garantien gegeben, damit diese ihre Meiler ausbauen, um sie dann dahaste-danimmse zum Abschalten zu zwingen. Macht nichts, der Staat (an den als über allem schwebenden Sonderding aus dem Himmel unsere Politiker offenbar tief glauben) zahlt ohnehin alles. Rechnung bitte an Berlin.

50 Prozent der gesetzlich vorgesehenen Vergütungsleistungen für "nachhaltige Stromerzeugung" fließen heute in Richtung Photovoltaikanlagen (PVA), die natürlich in China erzeugt werden. Und wie ein Krankheitssymptom heute die Dächerlandschaft Deutschlands (und große Flächen) unerträglich verschandelt und als Gestalt gefährlich umdeutet. Aber selbst innerhalb der Gesamtstromerzeugung aus "Erneuerbaren Energiequellen" (Solar, Wind, Vergasung etc.) nur 15 bis 20 Prozent ausmachen. Noch dazu: Für Flatterstrom, also für Strom, der nicht berechenbar vorhanden ist, also in jedem Fall ein gesamt umfängliches Backup aus konventionellen Kraftwerken - Gas, Kohle, Atom - braucht. Bei einem Gesamteinspeisungsertrag gemessen am deutschen Jahres-Energieverbrauch von unter einem Prozent. In einem Land, das wahrlich nicht für Sonnenverhältnisse wie Australien bekannt ist.

Vernünftig? Da mache sich einer einen Reim draus!

Währenddessen, führt der Energiefachmann Eberhard Wagner aus, der Ausbau und Betrieb von Wasserkraftanlagen - dem sinnvollsten "nachhaltigen Energieerzeugungsort" mit heute knapp 4 Prozent Anteil an der Gesamt-Strom-Gewinnung in Deutschland - zum Stillstand gekommen ist. Er fällt nicht unter das EEG-Gesetz, und wird stattdessen von zahllosen Natur-, Wasserschutz- und sonstigen Regeln eingeschränkt. So daß niemand mehr auf die Idee kommt, Wasserkraft in Deutschland weiter auszubauen. 

Zwar ist das weitere Ausbaupotential natürlicherweise sehr beschränkt, weil es in Deutschland einfach zu wenige große Flüsse und insgesamt zu wenig topographisches Gefälle gibt (das gibt es in Österreich oder in der Schweiz), aber es wäre doch noch Potential da. Stattdessen ist durch das eigentümlich, weil willkürlich gestaltete Preis- und Ertragsgefüge für Strom ein wirtschaftlicher Betrieb vor allem älterer Anlagen immer weniger möglich. 

Da kenne sich noch einer aus?

Unter uns gesagt: Die Lage in Österreich ist nicht viel anders. Nur wird dort kaum darüber geredet. Schon im 1. Weltkrieg haben die deutschen Politiker neidvoll nach Österreich geblickt, weil solche totalitären, zentralistischen Maßnahmen des Wirtschaftsetatismus, die von Kriegsbeginn an verhängt worden waren, in Deutschland nie möglich gewesen wären, ohne einen Volksaufstand zu provozieren. Die Österreicher sind halt einfach gewöhnt, daß ihnen von der Politik die wesentlichen Themen schlicht vorenthalten werden. Sie regen sich lieber über Pflasterungen des Vorplatzes zum Stephansdom auf. Über Wesentliches wird in Österreich traditionell nicht diskutiert. Das wird einfach von oben verhängt, und gekonnt verschleiert. Denn man weiß: Solange das Schnitzel stimmt geht hier alles.




*111117*

Dienstag, 12. Dezember 2017

Dennoch voller Würde

Madame Lucia Vestris
Madame Lucia Vestris war im London der 1820er Jahre nicht einfach berühmt, sondern noch mehr berüchtigt. Wobei sie außergewöhnlich schön sang, und eine noch bessere Schauspielerin war, wie Fürst Pückler in einem seiner Briefe bemerkte.

Vor allem habe sie unglaublich schöne Beine gehabt, die auf raffinierte Weise so zu zeigen, als sei es zufällig geschehen, sie vollkommen verstand. Keine Theaterkritik, die auf diese Beine vergaß. Ihr Spiel war voller Witz, Grazie und unübertrefflichem Charme. Insgesamt also war sie eine bezaubernde Person, auf die so mancher Mann sein Auge geworfen hatte. Auch wenn, oder vielleicht gerade weil sie auf der Bühne zuweilen lasziv auftrat und offen mit dem Publikum kokettierte. Kurzum - sie erfreute sich ungeheurer Beliebtheit bei diesem.

Wie vornehm sie in allem aber war beweist eine Anekdote. Ein Fremder, der gehört hatte, daß Madame Vestris keineswegs grausam und abweisend war, sandte ihr bei Gelegenheit ihres Bühnenjubiläums eine Banknote von 50 Pfund Sterling (damals eine Summe, die dem Jahresgehalt eines gutbezahlten Leibdieners entsprach.) Er steckte sie in einen Umschlag, auf den er schrieb, daß er bitte, sich sein Billett für die Vorstellung abends persönlich von ihr abholen zu dürfen.  

Dieses Gesuch wurde gewährt, und der junge Mann erschien abends mit Zuversicht und der Miene eines Eroberers zur bestimmten Stunde. Doch ging die Sache nicht wie erwartet aus. Madame Vestris empfing ihn nämlich mit gemessenem, sehr ernstem Gesichtsausdruck. Sie wies ihm einen Stuhl zu, den der Überraschte umso verlegener einnahm, als er bemerkte, daß sie seine Banknote in ihrer schönen Hand hielt.

Mein Herr, sagte sie nun, sie haben mir heute früh diese Banknote für ein Entreebillett zu meiner Benefizvorstellung geschickt. Für ein solches Billett ist das aber viel zu viel. Sollten sie jedoch andere Hoffnungen damit verbunden haben, so muß ich die Ehre haben Ihnen zu sagen, daß es mehr als zu wenig ist. Erlauben Sie mir daher, daß ich Ihnen nach Hause leuchte? Mit diesen Worten steckte sie die Note am nächsten Leuchter an, öffnete die Türe, und leuchtete dem mühsam eine Entschuldigung stotternden, unglücklichen Versucher die Treppe hinab.






*141117*

Knietief in Schuld watendes England (2)

Teil 2) Hunger als Politik der Menschenverachtung





In jedem Fall bleibt die durch offizielle Statistiken gesicherte Zahl von über 1,6 Millionen Iren, um die das Land 1850 verglichen mit 1845 weniger Einwohner hatte (was die Opferzahl auf ca. 2,5 Millionen schraubt, denn es wurden ja auch Menschen geboren. Und Katholiken gebären immer viele Kinder.) Das Londoner Parlament hat auch tatsächlich Gesetze verhindert, die bei ähnlichen Fällen (wie den Mißernten von 1780) die Häfen Irlands zu sperren erlaubten, um Lebensmittelexporte zu unterbinden und das irische Volk zuerst zu versorgen. Das Eigentum war seit dem 16. Jahrhundert absolut gesetzt, um die Raubzüge am Kirchengut (die man dann "Reformation" nannte) zu rechtfertigen und zu sichern, die das England Heinrich VIII. auf den Kopf stellten, und die Rechte der Landlords - nicht das Gemeinwohl, das soll sich ja laut Liberalismus von selbst einstellen - gingen auch 1840 bevor. Bis heute beharren die Briten aber darauf, daß die Geschichtsschreibung die Vorgänge damals als "Tragödie aufgrund einer Kartoffelkrankheit" verzeichnet.

Hunger als Politik? England hat diese Politik traditionell, möchte man sagen, und über die Jahrhunderte verfolgbar skrupellos angewandt. Sie hat die Bevölkerungen besetzter oder bekämpfter Länder immer wieder ausgehungert. Man tat in Irland (aus einem Katholikenhaß, der sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen läßt) also vermutlich nichts anderes, als man in Amerika oder in Indien (wo man von 7 bis 10 Millionen Hungertoten in den Aufständen der Inder um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhundert spricht) anwandte. Burma oder Südafrika (Buren) schlagen in dieselbe Kerbe, auch sie waren Auslöschungsaktionen gegen ganze Bevölkerungen. Denn kraft der höheren Sendung war man zu allem berechtigt. Wie heute. Noch die Hungerblockade gegen Deutschland 1914/18 (die in Wahrheit bis 1920 andauerte) hat mindestens einer Million deutscher Zivilisten das Leben gekostet und den Boden für die Widerstandsunfähigkeit gegen die Spanische Grippe bereitet, die bis 1919 noch einmal Millionen Deutsche hinwegraffte.*

Es ist der Macht der anglo-amerikanischen Presse (Cecil Rhodes wußte schon sehr gut, daß zu einer Machtorganisation vor allem die Medien gehören) zu verdanken, daß bis heute von einer "Kartoffel-Hungersnot" in Irland 1845 bis 1850 gesprochen, die Geschichte brutal auf eine "Kartoffelseuche" umgelogen wird (die es auch gab). 

In Wahrheit war es aber wohl ein Genozid. Wer das so nennt, wird freilich bis heute medial verfolgt (wir werden darüber noch berichten). Selbst (auch vom VdZ) hoch zu schätzende Schriftsteller schrieben damals in der Londoner Times, daß es ohnehin an der Zeit sei, diese irischen - weil katholischen - Bastarde auszurotten.

Hier von "Opfern der Kartoffelknappheit" zu sprechen, wie es die Briten in ihrer Geschichtsschreibung bis heute tun, ist aber wohl so, als würde man von den Toten in KZ-Vergasungskammern als von "Opfern von Sauerstoffknappheit" sprechen. Und der Kampf gegen die Iren - mit den Polen das wohl katholischste Land Europas - ging ja auch auf anderen Wegen weiter. So wurden immer wieder per Regierungserlaß irische Katholiken von öffentlichen Ämtern ferngehalten. Während die zugelassenen irischen Verantwortlichen regelmäßig Protestanten waren.

Hier greift leider auch ein keineswegs rühmliches Kapitel in der Geschichte der Katholischen Kirche. Denn die meisten Bischöfe (bis auf zwei) hatten sich auf die Seite der Engländer gestellt, die ihnen dafür hohe Ehren zukommen ließen. Sie hatten sich also über Ehren und Anerkennung kaufen lassen. England hatte sie einfach seit 1829 rechtlich hoch und damit ruhig gestellt. Die Bevölkerung war schon damals fast allen Bischöfen gleichgültig.**












*Und in diesen unseren Tagen des späten Herbst 2017, spielt sich im Jemen genau dasselbe ab, auch hier hat England/USA die Finger im Spiel. Die UNO warnte eindringlich, daß durch die Blockade der Seehäfen, die das schiitische Land in seiner Opposition gegen das sunnitisch-wahhabitische Arabien brechen soll, Millionen Tote drohen. Hier werden nicht Kriege geführt, sondern Völker ausgelöscht, weil man deren Grundhaltungen auslöschen möchte.

**"Damals schon" ist eine Reminiszenz auf die unglaublichen Mißbrauchsskandale durch kirchliche Institutionen in Irland, wie sie bekannt wurden, die eine Menschenverachtung, eine Verachtung der Iren zeigen, die sprachlos macht.




*101117*

Montag, 11. Dezember 2017

Was die Tagesaktualität betrifft

Er habe, schreibt Leser A., wissen wollen was der VdZ zu diesem jenem aktuellen Thema zu sagen hätte. Deshalb sei er auf die momentane Unverfügbarkeit ("als attackierend gemeldet") der Homepage des VdZ gestoßen. (Die in den nächsten Tagen durch Providerwechsel hoffentlich repariert wird.) 

Lieber Leser A., auch wenn ich das Anliegen verstehe, so bedeutet es ein Mißverständnis, von diesem Blog "aktuelle" Themen zu erwarten. Im Allgemeinen sind die Einträge hier dem Tag der Veröffentlichung um drei, vier oder mehr Wochen voraus. Das hat einen handfesten Grund: Der VdZ möchte dem Leser die Gelegenheit geben, von tagesaktuellem Geschehen einen Abstand zu gewinnen. Denn erst dann vermag man etwas in seiner Einbettung in den logos, in den Sinnzusammenhang, zu erkennen. Bei Distanz.

Von jenen wenigen, seltenen Fällen, in denen diese Distanziertheit, die aus allen persönlichen Verwicklungen herausgelöst zu sein bedeutet - das eigentliche Konzept der Objektivität also - in die Gegenwart rutscht, wo also ein gegenwärtiges Urteilen (fast zumindest) mit dem distanzierten Sehen der Sache übereinstimmt, wollen wir hier absehen. Aber von diesen geht der VdZ nicht aus.

Wenn Sie ein Thema momentan also bewegt, werter Leser, und Sie dazu eine Äußerung des VdZ wollten, so müssen Sie in der Regel drei oder vier Wochen oder mehr darauf warten. Dann können Sie gewiß auch den Wert seiner Äußerung besser beurteilen. Denn die Gegenwart ist nur in dem Maß, als sie ans Ewige rührt. An den Geist sohin. Zu dem wir uns aber aus allen Weltgebundenheiten herauslösen, erheben müssen. 

Dann erst ist also etwas aktuell, weil wirksam, wenn es das Zeug zur Ewigkeit hat. Und darum muß auch der VdZ täglich neu ringen, dazu muß er sich täglich neu reinigen.





*131117*

Knietief in Schuld watendes England (1)

Der irische Konflikt mit den Briten hat ja noch ganz andere, tiefe Gründe, die uns seit je vorenthalten wurden. Denn was sich in Irland in der legendären Hungersnot von 1845 bis 1850 abspielte, war so beispiellos, daß man dafür nur den Begriff "Völkermord" verwenden kann. Ausgangspunkt war die Tatsache, daß die irische Bevölkerung, die traditionell von der Landwirtschaft lebte, durch England praktisch enteignet worden war. Ihr Wohl und Wehe lag in den Händen der englischen Besatzer, der protestantischen - eigentlich noch mehr: antikatholischen - Landlords. Die Iren selbst waren buchstäblich und jahrhundertelang entrechtet, Objekt britischer Willfährigkeit und Mitleidlosigkeit, die seinesgleichen sucht. Die 8 Millionen Iren im Jahre 1845 waren unter der englischen Fremdherrschaft Sklaven im eigenen Land.

Nunmehr kam es in den Jahren vor 1840 auch in England durch eine Reihe von Mißernten (man spricht heute von der "kleinen Eiszeit", also wetterbedingten Umständen) zu einer Lebensmittelverknappung. Die britischen Landlords auf der grünen Insel nützten ihre Rechte, und schifften nunmehr rücksichtslos die in Irland produzierten agrarischen Produkte aus. Die Folge für Irland war jene unfaßbare Hungersnot, der neuesten Forschungen zufolge vielleicht sogar 5,25 Millionen Iren zum Opfer fielen. Daß es nicht mehr wurden war einerseits der Auswanderungswelle zu verdanken, die heute mehr Iren in den USA sein läßt, als im Mutterland, anderseits immerhin einsetzende Hilfslieferungen, auch aus Amerika.

Mit insgesamt 100.000 Soldaten - mehr, als zur Unterwerfung Indiens notwendig waren - wurden die Iren niedergehalten, die Lebensmittelexporte durch englisches Militär (und ihnen gleich gestellte Milizen der Grundbesitzer, die meist von englischen Offizieren angeführt wurden) geschützt. Die Schreckensberichte über verhungernde Iren sind wahrlich erschütternd. Brutal wurde jede Volkserhebung, ja sogar das Betteln unterdrückt, das den Wahnsinn offenbar gemacht hätte.

Die Erforschung hunderter, bisher nicht erforschter Massengräber hat nun ergeben, daß nicht ein- oder zweieinhalb, je nach bisheriger gut dokumentierter Ermittlung, sondern fünf und ein Viertel Millionen Iren ums Leben gekommen sind. Die Hälfte also, nicht ein Viertel der Bevölkerung.

Das ergab die Ausforschung von (meist verheimlichten, vergessenen, verborgenen) Massengräbern. Chris Fogarty, mit dem der VdZ in Kontakt steht, hat dazu ein bahnbrechendes Werk verfaßt, das aber nicht einmal öffentlich erhältlich ist, weil kein Verlag sich die Finger verbrennen möchte. (Wer Interesse hat, der VdZ kann den Kontakt vermitteln. Dieser historische Skandal sollte doch bekannt werden.)

Dieser Meinung, daß es sich in der sogenannten (quasi schicksalshaften, wetterbedingten) "Kartoffelbleiche" in Irland 1845 bis 1850 um einen unfaßbaren Genozid der Engländer handelt, sind auch Persönlichkeiten wie der amerikanische Professor für Völkerrecht, Dr. Francis Boyle. Der die Briten (bzw. Anglo-Amerikaner) anklagt, dieselbe Waffe sogar noch im Bosnien-Krieg angewandt zu haben. (Die Amerikaner sind mit dem Irak-Boykott noch im 21. Jahrhundert ihrer englischen Linie treu gefolgt; auch hier spricht man von mindestens einer Million Toten.) Der Leser möge seine Argumente auf dem verlinkten Video anhören. Eine bei uns wenig bekannte Tatsache ist ja, daß die britische und die amerikanische Außenpolitik mehr im gemeinsamen Bett liegen, als wir wahrhaben wollen.

Spätestens seit Cecil Rhodes und seinen Geheimorganisationen - keine Verschwörungstheorie, sondern eine öffentlich bekannte Verschwörung - ist die britische Außenpolitik inspiriert vom Gedanken einer "besseren Rasse", einer "überlegenen Kultur", die deshalb auch Sonderrechte und -pflichten zu einer ganz besonders definierten "Humanität" hat. Wie der darin involvierte Caroll Quigley in seinen Büchern schon vor fünfzig Jahren veröffentlicht hat, führt seit hundert Jahren der Gedanke, beide Länder, London und New York/Washington zu verschmelzen, zumindest in ihren Interessen zu vereinen, ein höchst einflußreiches Leben.

Die offizielle, politische englische Geschichtserzählung behauptet freilich bis heute, daß es sich 1845 bis 1850 in Irland um eine Kartoffelkrankheit (und als deren Folge Mißernten und damit Hungersnot), also um einen Unglücksfall gehandelt habe, ja daß Irland weit mehr Lebensmittel als Hilfeleistung erhalten als abgeliefert habe. (Es stimmt insofern, als sogar aus Amerika Hilfslieferungen eintrafen, als die Katastrophe dort publik wurde.)

E. Michael Jones stellt die Hintergründe so dar, daß England 1841 per Parlamentsbeschluß das absolute Privateigentum der Landlords gerade angesichts der Hungersnot in Irland bestätigt habe. Sodaß diese in der Lage waren, die tatsächlich auf der Insel geernteten Kartoffeln und Nahrungsmittel (die ihnen prinzipiell gehörten, denn in Irland gehörte offiziell alles, was wuchs, dem Landeigner) zu exportieren. Vor allem, weil es die Grundlage für den größten Gewinnbringer - Gin - war. Dazu waren diese Landeigner freilich sogar fast gezwungen, weil sie alle bei (jüdischen) Londoner Bankhäusern hoch verschuldet waren und die Erträge als Pfand eingesetzt hatten. Aber lassen wir das.


 Morgen Teil 2) Hunger als Politik der Menschenverachtung





*101117*

Sonntag, 10. Dezember 2017

Recht gibt es nur, wenn wir es vermuten

In unseren Staaten leben wir sämtlich in Rechts- und Gesetzesverhältnissen, schreibt Bischof Ketteler einmal, die von zwei Voraussetzungen ausgehen, die unerläßlich sind. Beide aber gehören zum Reich der Fiktion, an die wir uns anklammern, weil unser Leben sonst aus allen Fugen geraten würde. Und das ertragen wir alle nicht. Denn der Mensch ist so: Er braucht so sehr absolute Bezüge, daß er in dem Fall, wo diese nicht mehr absolut sind, sich vormachen muß - muß! - daß sie es seien. 

Das geschieht rein psychologisch durch ein Verhalten, das an ein posttraumatisches Belastungssyndrom erinnert: Wir kapseln diesen Inhalt in unserer Seele ab, und versuchen alles zu vermeiden, was ihn neu aufgreifen könnte. Denn dann stünden wir vor unlösbaren Situationen, vor allem vor einem überwältigenden, unser Leben destabilisierenden, weil - ob das nun realistisch stimmt oder nicht, es wird so gefühlt oder wurde sogar schon einmal so erfahren, als Trauma eben, und ist nun mit dieser Angst belegt - übermächtigen Chaos.

Einmal müssen wir glauben, daß wir in unseren Parlamenten eine alle Menschen unserer Länder repräsentierende Vertretung haben. Eine Vertretung also, die die wirklichen sozialen Verhältnisse im Land wiederspiegelt. Gerade aus der germanischen Vorzeit - aber so fühlen im Grunde ja alle Völker der Erde - sind wir daran gewöhnt, denn das gab es über unvordenkliche Zeiten. Wo die Volksversammlung niemals den Staat auf jene Weise absolut ansah, wie wir es heute tun. Sondern wo Volksversammlungen lebendige Organismen waren, in denen sich das gesamte Volk eingeborgen wußte. Diese Grundverfaßtheit unserer Völker lebte noch übers Mittelalter hinaus in den Zünften und Ständevertretungen weiter, eh sie sich in den letzten hundertfünfzig, zweihundert Jahren mehr und mehr zur repräsentativen Massendemokratie veränderte, die den Gedanken einer Abspiegelung des Volkes mehr und mehr aufgab und die Menschen abstrahierte.  Dennoch lebt in uns diese jahrtausendealte Verfaßtheit weiter fort. Aber sie wurde zu einer Fiktion, zu einem Wesensbild, das von der objektiven Realität nicht mehr gedeckt ist.

Die zweite Fiktion ist eng damit verwandt. Und Bischof Ketteler nennt sie "Rechtsfiktion". Der Mensch, schreibt er, ist so daran gewöhnt, daß Recht und Gesetz aus dem Absoluten, also aus Gott stammen, daß man hier sogar von einer notwendigen Fiktion sprechen muß. Denn sonst würde eine soziale Ordnung, eine Rechtsordnung bei uns unmöglich sein. 

Aus dieser Rechtsfiktion heraus sieht jeder ein rechtskräftig ergangenes Urteil "so an als wäre es" absolut. Obwohl man sagen könnte, daß doch jeder weiß, daß das praktizierte Recht nicht dem absoluten, objektiven Recht entsprechen könnte und manchmal auch sicher nicht entspricht. (Man kennt ja das "Fehlurteil".) Doch setzen wir in dieser Fiktion das bürgerliche Recht als Ausdruck des absoluten Rechts.

Würde der Mensch das nicht glauben, nicht glauben wollen, also diese Fiktion aufrechthalten, so würde er die Rechtsordnung in der er lebt nicht anerkennen.* 

Aber der Umstand erzählt viel über die wirkliche Verfaßtheit des Menschen. Sie verweist auf die Herkunft des Menschen "aus Gott", hier zeigt sich die tief habituelle Prägung unseres irdischen Selbst anhand einer ontologischen Grundgeprägtheit, weil Ausrichtung und Wahrheit. Wir sind mit unserem ganzen Dasein so an das Absolute, an das Unfehlbare, an das an sich Rechte und Wahre hin verwiesen, das heißt an Gott, der allein an sich und aus sich ewig wahr und recht ist, daß wir uns in allen den Anliegen, die uns Gott zur Selbstverwaltung überlassen hat, einer Fiktion bedienen müssen, wodurch wir gleichsam den absoluten und unfehlbaren Gott, ohne den wir in keinem Verhältnis bestehen können, in unsere Mitte versetzen, um uns in unserer großen Mangelhaftigkeit an ihr anzuklammern. 

Nur in einem Punkt hat uns Gott vor dieser Ungewißheit bewahrt, nämlich in unseren höchsten Anliegen und Verhältnissen. Und das geschah durch die Gründung der Kirche durch und im fleischgewordenen Gott selbst, Jesus Christus. Nur in dem aus und in ihm bestehenden göttlichen Lehramt haben wir jene ewigen Grundwahrheiten gegenwärtig, die alle anderen Wahrheiten tragen. Und darauf verweist das, was wir als "Rechtsfiktion" bezeichnen.

Schlimm stehen die Dinge für ein Volk in dem Moment, wo diese Rechtsvermutungen offener Lug und Trug werden. Wehe dem Volk, wo die Rechtsvermutung, auf der die gesamte Rechtsordnung beruht, daß die Gerichte in letzter Instanz das objektive Recht sprechen, ein Deckmantel für absichtliche Ungerechtigkeit wird. Wehe, wenn die Rechtsvermutung, daß die Volks- bzw. Ständeversammlungen (also die Kammern, das Parlament), die das wirkliche Volk in seinen Ständen, in seinen Rechtsverhältnissen, in seinen wahren Interessen, im besten und edelsten Teil seines Denkens, Wollens und Fühlens darstellen, eine Lüge geworden sind. Eine Lüge, durch die eine im Geheimen verbundene und verschworene Partei IHRE Pläne durchbringen, IHRE Interessen, IHRE Denkweise, IHREN Willen unter dem Deckmantel des allgemeinen Volkswillens zu verwirklichen strebt.

Kommt es zu so einer Situation, ist das Volk deshalb doppelt betrogen, weil diesen Interessensgruppen der gesamte Staats- und Verwaltungsapparat zur Verfügung steht. Die Lage für den Bürger wird also aussichtslos.





*Das Problem wird heute dort bereits virulent, wo wir Mitbürger haben, die aufgrund anderer religiöser Ausrichtung an die Legitimität unserer Rechtsordnung überhaupt nicht glauben, die sie also bestenfalls aus faktischer Macht heraus "anerkennen". Was nie mehr als ein "vorübergehender Zustand" sein kann.)








*181117*

Wenn Entwicklung, dann zum Schlechten

Der österreichische Anthropologe, vielfache Dozent und Ordenspriester (Steyler Missionare) Wilhelm Schmidt (von Geburt Deutscher, der aber engste Verbindungen zu Österreich hatte, lange Zeit dort lebte, sogar Feldkaplan von Kaiser Karl I. gewesen war) hat eines von den wissenschaftlich-literarischen Werken geschaffen, von denen anzunehmen ist, daß sie keine zehn Leute auf der Welt auch jemals gelesen haben. Von diesen Werken gibt es ja viele, sehr viele. Denn sie sind auch meist anspruchsvoll, vor allem kontroversiell zum Zeitgeist. Und wie im Falle Schmidt: Sie sind nicht darwinistisch. Wie aber vor hundert Jahren der Darwinismus überhaupt als wissenschaftlich widerlegt und tot galt. Sein Wiederaufleben nach 1945 hat ja ganz andere als wissenschaftliche Gründe. Aber es hat dazu geführt, daß wir die elementarsten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse heute auf unfaßbar ignorante, anti-wissenschaftliche Weise ignorieren.

Was hat der Mann, hinter dem eine ganze Schule von klügsten Köpfen stand (darunter Paul Schebesta, wir werden über ihn noch berichten), vor mittlerweile fast hundert Jahren in seinem 12bändigen Monumentalwerk "Der Ursprung der Gottesidee" untersucht?

Er hat - dabei durch zahllose Reisen vor Ort, also "empirisch" gestützt, nicht zuletzt aber auch, weil er über seinen Orden, schließlich sogar über den Vatikan, Material aus allen Zeiten und bis in die letzten Weltgegenden zur Verfügung hatte - weltweit (!) praktisch "sämtliche" Völker und dabei vor allem ihre Religion (und, noch unbekannter, dabei war das seine Hauptarbeit, die Sprachstrukturen) untersucht. 

Dabei hat er herausgefunden, daß je primitiver eine Kultur, ein Volk ist, desto klarer nicht nur ihr Monotheismus ist, sondern auch ihre moralischen Prinzipien desto fester sind. (Mittlerweile weiß man, daß die Sprachen beziehungsweise ihre Grammatik je älter ein Volk ist auch umso komplexer - also auch hier: gegen Darwin! - werden. Es gibt ganz aktuelle Untersuchungen an fast sämtlichen Sprachen im Amazonas-Becken, die zeigen, daß die wirklich alten Völker dort eine Grammatik haben, die unserer Grammatik eigentlich überlegen ist, sodaß man auch hier ganz anti-darwinistisch von Degeneration im Laufe der Geschichte sprechen muß.) 

Moral, die sich weltweit fast aufs Haar gleicht. Von Monogamie oder Inzestverbot angefangen, und überhaupt in Verhaltensregeln, die den zehn Geboten des Alten Testaments entnommen zu sein scheinen. Wo immer sie aber im heutigen faktischen Bild abweichen, läßt sich diese Abweichung auf Dekadenzerscheinungen zurückführen. Mit recht klaren Ursache-Wirkungs-Beziehungen, die sämtlich im Bereich menschlicher Laster und Schwächen, häufig in Zusammenhang mit Außenwirkungen oder Gewalt, anzusiedeln sind.*

Schmidt stellte also das heutige Bild auf den Kopf. Er vertrat dabei die Meinung, daß der Darwinismus zu einer völligen Verkennung der Realitäten geführt hat. Das hat die Anthropologie erblinden lassen und sogar wertlos gemacht. Denn der Darwinismus setzt bei einer Anthropologie der autonomen Weiterentwicklung im Sinne einer Weiterentfaltung, ja dieser als Telos aller Lebewesen an, denn er ist sogar ihr Gesetz: Alles Lebendige entwickelt sich bekanntlich nach Darwin weiter und wird immer perfekter. 

Schmidt stellte aber das genaue Gegenteil fest. Der Darwinismus stellt in seinen Augen die reale, empirisch feststellbare Anthropologie auf den Kopf. Schmidt mußte erkennen, daß über kurz oder lang sämtliche (!) Völker der Erde im Laufe der Geschichte einen Weg der Dekadenz eingeschlagen haben, der letztendlich zu ihrer (Selbst-)Auslöschung führte. 

Überall waren bei ihnen aber die harmonischen Zeiten, nach denen sich alle sehnten, in der Vergangenheit - oder einer vagen Zukunftshoffnung - lokalisiert, in der die Zukunft im Grunde die Vergangenheit abbildete.

Warum wird der Mann, der damals als die größte Koryphäe galt, heute nicht einmal mehr ignoriert? Weil sein Ansatz dem Darwinismus widersprach und widerspricht, und er nicht an diesen glaubte.




*Schon lange brennt dem VdZ, über die Untersuchung von Paul Schebesta an den Pygmäen des Kongobeckens zu berichten. Auch seine Untersuchungen widersprechen jedem Darwinismus, der bestenfalls zu einem Abbild der oft brutalen Folgen von Dekadenz wird.  Wie in Europa, das aus dem Mittelalter durch Brutalo-Kapitalismus herausgerissen wurde. Als Paradigma eines Verstehens des Menschen ist er aber gänzlich ungeeignet. Er ist lediglich ein atheistisches, aber irrationales Paradigma.





*201017* 

Samstag, 9. Dezember 2017

Von Boden, Hochwasser und Österreich

In einer sehr unaufgeregten Arbeit hat 'addendum.org' das Problem des Platzverbrauchs in Österreich analysiert. Denn während in den Jahren 1985 bis 2017 die Bevölkerung um 16 Prozent zunahm, stieg im selben Zeitraum die verbaute (= versiegelte) Fläche um sage und schreibe 65 Prozent. Das bedeutet, daß der enorme Flächenverbrauch rein auf die Lebensweise zurückzuführen ist. 

Und auf dieses Fazit läßt sich auch der zu diesem Thema angefertigte Film eindicken. Er ist auf den Seiten von servus.tv abrufbar. Er kommt zwar weithin ohne das übliche Gerede von einer "Klimakatastrophe" aus, geht aber im großen Ganzen recht nüchtern den realen Faktoren nach. Aus denen sich auch ein völlig anderes Bild zur oft als Katastrophenboten angesehen Zunahme von schweren Überschwemmungen in unseren Ländern ergibt. 

Vorerst nämlich muß man anmerken, daß er das eigentliche Problem mit Raum, mit Lebensraum, mit Flächenverbrauch damit, nicht am Schopf zu fassen kriegt. Das nämlich weit mehr als pragmatischer Umgang mit Boden ist. Raum ist nämlich prinzipiell eine Frage von Beziehungen. Deshalb ist der Flächenverbrauch in Österreich niemals ohne die psychosozialen, ohne die kulturellen, ohne die gesellschaftlichen Veränderungen und Bestandsaufnahmen begreifbar. So wird er zum rein technischen Problem, und der Film behandelt ihn auch so. Auch in seinen (dezent bleibenden) Verbesserungsvorschlägen. Eine eigentliche, tiefgreifende, begreifen lassende Aufarbeitung des Themas bleibt addendum hier schuldig. Entsprechend reißt auch dieser Film nur einige oberflächlich erkennbare Problemfelder an. 

Und wird fast ekelhaft dünn, wenn er sich Spinnern widmet, die davon faseln, daß der Mensch nur so und so wenig Raum "brauche". Wer ist aber der Mensch? Was bedingt seinen Raumverbrauch? Läßt sich Menschsein wirklich auf ein paar "Lebensfunktionen" reduzieren, die statt einem prächtigen Haus auch mit einem dürftigen (aber technisch natürlich perfekt ausgestatteten) Wohnmobil von vielleicht mal 20 Quadratmetern auskommen ließen? Spinnen die Römer nun schon ganz? Leben ohne Gestalt? Leben ohne Raum? Leben KONSTITUIERT doch erst Raum! Kurz - an Schwachsinn kann es nicht fehlen, wenn man ein Problem nicht an den Wurzeln faßt. Aber lassen wir das.

Bleiben wir halt auf dieser Ebene, die der Film bietet. Um wenigstens als Ertrag zu konstatieren, mit dem Film zu konstatieren, daß die Überschwemmungen der letzten Jahre und Jahrzehnte mit Klimakatastrophe nichts zu tun haben. Und das nirgendwo. Sämtliche Überschwemmungen der letzten Jahre sind aus ganz anderen Ursachen erklärbar. Vielmehr hängen nämlich Flächenverbrauch durch Versiegelung, hängt generell die Art des Umgangs mit dem Boden auch mit dem Auftreten von Überschwemmungen von Siedlungsräumen zusammen. Auch natürlich mit der Veränderung von Kleinklimata, denn die Unterbindung des Austauschs von Boden und Luft hat entsprechende (austrocknende, auch erwärmende) Konsequenzen. 

Die Fehler werden dabei immer schon an den Oberläufen der Flüsse begangen. Wenn dort nämlich der Boden weniger Wasser ausnehmen kann, dieses auch bei Niederschlägen durch "Flußsanierungen" oder "Bachregulierungen" rasch abgeführt wird, wird das Problem des zusätzlichen Wassers nicht einfach nach unten verschoben, sondern dort noch erheblich verschärft. Auch die Vorwarnzeiten verkürzen sich dadurch erheblich, so daß man am Unterlauf von Flüssen oft zu wenig Zeit hat, sich vorzubereiten. Entsprechend hoch sind dort die Schäden. Zumal man über Jahrzehnte wenig darauf geachtet hat, solche Überschwemmungsgebiete durch Baulimitierungen zu berücksichtigen. Heute stehen dort Häuser, und oft dicht an dicht, wo seit je der Fluß über die Ufer trat, wenn er zu viel Wasser führte. Dennoch muß man den Filmemachern widersprechen, die diesbezüglich Kritik anbringen. Denn Bausachen sind in Österreich einerseits Länder-, anderseits aber maßgeblich Gemeindesache. Hier werde, so der Kommentar, zu oft "Freunderlwirtschaft", Gefälligkeitspolitik betrieben. 

Das mag sein, meint der VdZ, das ist sogar sicher so. Aber Versagen ist niemals ein (prinzipieller) Grund, diese Kompetenz - ja überhaupt eine Kompetenz - aus der Subsidiarität herauszunehmen und in die Verwaltung "oberer Ebenen" zu stellen. Es fehlt höchstens überall das Prinzip der Verantwortung. Das heißt, daß es an Mechanismen fehlt, Entscheidern auch die vollen Konsequenzen ihres Tuns zuzuordnen. Anders kann man nie von Verantwortung sprechen. Also müßte man sich anstatt Kompetenzen von unteren Ebenen wegzunehmen überlegen, wie man die Folgen aus falschem Handeln auch den Verursachern auf unterer Ebene zumißt. Das sei nicht leicht? Gewiß, aber was bitte ist in der Politik leicht? Leicht wird es nur, wenn es auch falsch ist und mehr Unheil anrichtet, als es beseitigt.

Die beiden letzten Jahrhunderthochwasser der Donau (2004 und 2013) in Österreich (vor allem in Niederösterreich, namentlich in der Wachau, in Deutschland in Niederbayern) sind genau auf solche Fehler und Versäumnisse zurückzuführen. Umso mehr, als es 2013 überhaupt keine ungewöhnlich erhöhten Niederschläge gab. Ihre Entstehung begann aber bereits in Baden-Württemberg. Denn überall wurde und wird dasselbe gemacht: Flüsse werden begradigt, ihre Fließgeschwindigkeit und Durchflußkapazität erhöht, zusätzlichem Wasser alle Verlaufräume genommen - das Ergebnis sind katastrophale Überschwemmungen an den Unterläufen der Flüsse. 

Der Film sei empfohlen. Er bietet einen recht brauchbaren Anriß zu diesem Thema. Das in weiterem Rahmen anzusprechen er freilich nicht leistet. Denn hier kämen wir sofort auf Zusammenhänge, die über reine Wasserproblematik weit hinausreichen. Die Autonomisierung des Menschen vielmehr muß als Hauptursache angesehen werden, auch und vor allem für den enormen Flächenverbrauch. Der auf sich geworfene, entwurzelte Mensch - und nach wie vor wird "Flexibilität" zynisch als "positive Eigenschaft" des heutigen Menschen gefordert - ohne soziale Bindungen und mit immer kleineren Haushaltsgrößen baut und wohnt nicht nur umgebungs-ignorant. Sondern er verbraucht enorme Ressourcen an zusätzlicher Infrastruktur. 

Wenn jemand nach den Ursachen für die Überschuldung von staatlichen oder regionalen politischen Institutionen fragt, müßte man dies als erste Ursache nennen. Denn wir können uns diese Lebensweise, die angeblich den Menschen so viel Wohlstand, Glück und Freiheit bringt, schlicht und ergreifend gar nicht leisten! Was als philosophisches, ideologisches Problem daherkommt, endet als unfinanzierbare Lebensweise. Ein Umstand, der aber durch unverschämte und bald alle Bereiche umfassende Umverteilung - als Form einer Begriffsverwischung - so verschleiert wird, daß auch die Ermittlung einer Kostenwahrheit kaum mehr möglich ist. Wohl gewollt, denn so ließen sich sehr konkrete Rückschlüsse ziehen, die auch ein Urteil über die Politik möglich machen würden.

Aber das ist freilich überhaupt ein sehr österreichisches Problem - die Verschleierung von Tatsachen. In manchem, will dem VdZ da scheinen, ist das in Deutschland besser, zumindest war es das einmal. Oder wird es dort nur sichtbarer? Jedenfalls wird in Deutschland das Problem verlassener Gebiete bereits lange diskutiert. Es hat nämlich eine weitere Folge im Rucksack, die sich in einem bereits stattfindenden Rückbau von Infrastruktur äußert, und es läßt sich kaum verbergen, wenn etwa in Leipzig ganze Stadtviertel abgerissen werden. 

Wenn man in Österreich aber von mittlerweile leerstehenden Liegenschaften im Ausmaß von 30.000 Hektar spricht, so muß man eigentlich von demselben Problem sprechen. Das sind immerhin 300 Quadratkilometer, was drei Viertel der Fläche von Wien, und bei einer Gesamt-Lebensraum-Fläche von 27.000 Quadratkilometern - der Rest ist unbewohnbares Gebirge, Wasserfläche und Wald - immerhin einem Prozent der gesamten bewohnbaren Fläche des Staatsgebietes entspricht.

Insgesamt hat Österreich einen signifikanten Rückgang der landwirtschaftlichen Fläche zu verzeichnen. Einerseits die Zunahme der Verbauung, anderseits die ebenfalls deutliche Zunahme von Wald (!) gehen alle auf Kosten der Ackergebiete. Diese aber sind wesentlich für die Aufnahmefähigkeit des Bodens für Wasser. Damit müssen sich auch Kleinklimaräume verändern. Nicht berücksichtigt ist, daß auch die Art der Bodenbearbeitung, noch mehr aber die angebaute Frucht dafür verantwortlich ist. Konkret wird im Film die Frage aufgeworfen, ob die herkömmliche (von umfangreicher Technik perfektionierte) Pflugtechnik nicht Folgen zeichnet, die bei dieser intensiven Feldnutzung insgesamt weit mehr Auswirkungen haben, als uns lieb sein kann. Auch die erst dadurch notwendige intensive Ausbringung von Düngemitteln (Stickstoff) mit den Folgen fürs Grundwasser sind hier zu nennen. Offenbar gibt es weit bodenschonendere Anbaumethoden, die noch dazu höheren Ertrag aufweisen. 

Nur verlangten sie einen Landwirt, der nicht mehr den Boden einfach als Gestell (also als reine Nutz-Funktion) begreift, das er blind und gierig auswringt wie einen alten Putzlappen. Und leider kann man die Bauern nur pauschal in Schutz nehmen. Im Einzelnen sind sie oft ohrenbehängte Krautwaschel mit kaum mehr Intelligenz wie die von ihnen geernteten Kartoffeln.

Im Film werden dazu Beispiele gezeigt, die frappant an die uralte Drei-Felder-Wirtschaft erinnern, die bis vor 200 Jahren noch überall hier üblich war. Geschieht das nicht, wird der Boden ausgelaugt und ohne Chemie kaum noch nutzbar. Von der Art des Saatgutes - Mais etwa laugt den Boden ums Mehrfache mehr aus als Weizen - noch gar nicht zu reden. Feldfrüchte, die noch dazu in erheblichem Ausmaß auch in Österreich der Produktion von Öl dienen, das auf ökologisch völlig sinnlose, ja kontraproduktive Weise in Motoren verbrannt wird.

Insgesamt freilich müßte eine Entscheidung auf höchster politischer Ebene fallen, ja sie wäre längst überfällig. Denn Österreich müßte sich entscheiden, ob es sich mit Lebensmitteln selbst versorgen will (weil das könnte es, kann es mittlerweile aber nicht mehr, der VdZ hat hier andere Informationen als die Macher des Films, die das noch behaupten), oder ob es das nicht will. Daraus müssen sich dann die raumplanerischen Prioritäten ergeben. Die Problematik zu verdrängen, wie das bisher (bis auf das Bundesland Salzburg, dort hat bereits ein Aufwachen stattgefunden) der Fall war, und - auch das typisch Österreich - zu warten bis etwas passiert, die einprasselnden Ereignisse jedes Entscheiden abnehmen, hilft hier sicher nicht.






*131117*

Der Samstag-Nachmittag-Film

Wieder einmal mit dem herrlichen Heinz Rühmann in "Das Sonntagskind" (1956).









*151017*

Freitag, 8. Dezember 2017

Wahrheit ist eine Frage der Heiligkeit

So wie die Rationalität ist auch die Begriffsklärung eine Frage der Sittlichkeit. Nur der Sittliche denkt auch logisch, selbst wenn er logisch denken "könnte". Nur der Sittliche kann das freie Spiel der Begriffe zu lassen, kann sie aus dem Alltagsgebrauch heraus aufnehmen und reinigen. Und diese Sittlichkeit wiederum ist eine Frage der personalen, "vollkommenen" Begegnung. 

Deshalb kann nur ein personaler Gott, der logos selbst, die Wahrheit "sein". Doch kann der Mensch im Maß der Heiligkeit an dieser Wahrheit teilhaben, sie also in sich - und damit genau nicht ins ich, sondern in der Selbstüberschreitung, in der ja sein Ich liegt - "atmen" lassen.

Also ist auch die Unbefleckt Empfangene, die ohne Erbsünde und ohne aktuale Sünde ist, der Sitz der Weisheit, Pforte wie Bergeort der Wahrheit.







*111117*

Auch das eine Lüge

Gerne benützt die Linke das Argument, daß die untersten Einkommensschichten immer mehr unter die Räder kommen. Die Armutsfalle schnappe, so hört man es allenthalben, immer öfter zu. Vor allem aber, so heißt es, nehme die Kinderarmut zu. Frauen, auf deren Initiative mittlerweile deutlich über 50 Prozent der Scheidungsanträge gehen. Alleine die nicht zu begründenden Wegweisungsanträge gehen mittlerweile in Österreich in schwindelige Höhen, so daß ein Viertel der geschlossenen Ehen in Wegweisungen durch Frauen ihr faktisches Ende finden, aber niemand hat den Mut, das aufzugreifen, während die Zahlen gerne in "Gewalt gegen Frauen"-Statistiken aufgenommen werden. Das Resultat sind - wenig überraschend - enorme Zahlen von Kindern, die über das Jugendamt bevorschußt ("alimentiert") werden und als arm gelten. Wir wollen darauf gar nicht weiter eingehen, denn dahinter stecken auch massive gesellschaftspolitische Probleme, die der Feminismus gebracht hat, und den sich keine Gesellschaft - keine Gesellschaft - leisten kann. 

Gerade vor Weihnachten aber, wo fast alle Herzen auf Sentimentalität gestellt sind, werden wir jedes Jahr mit solchen Schreckensnachrichten geplagt. Die eine Lüge sind.

In einem Artikel in der Neuen Züricher Zeitung zeigt nämlich Christoph Eisenring,  daß diese Armutswarnung, die uns laufend um die Ohren schlägt, in der kolportierten Form einfach nicht stimmt. Vielmehr wurden in die Statistiken der letzten 10 Jahre immer wieder Migranten und Asylanten eingebaut, die (fast möchte man sagen: natürlich) weit überproportional zur heimischen Bevölkerung im Sozialsystem hängen. Eisenring schreibt:

Nach diesem haben die realen Einkommen der untersten 10 Prozent seit 1991 sogar um 8,5 Prozent abgenommen. Doch Niehues erklärt, dass über diese Zeit zwei Mal eine neue Stichprobe zu Migranten gemacht worden sei, um die Aussagekraft für diese Gruppe zu erhöhen. Dies habe zu Strukturbrüchen in den Daten geführt. Bei einer konsistenten Stichprobe ohne solche Brüche findet sie von 1994 bis 2014 eine Einkommensverbesserung der unteren 40 Prozent um 8 Prozent und der untersten 10 Prozent um 6 Prozent. Gewiss, das ist nicht gerade viel, aber die Aussage, «Reiche werden immer reicher, Arme immer ärmer», trifft eben nicht zu.






*101117*

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Und wieder ein Erfolg der neuen Humanität

Auch darüber spricht man wenig. Denn die "neue Moral" der "humandenkenden Weltgesellschaft" hat das Ende der Rassenapartheit in Südafrika als Sieg der überlegenen Moral gefeiert. Da wäre es störend, von Dingen wie exorbitanter Kriminalitätsrate in den Städten von Südafrika, oder von ... den zehntausenden Opfern unter südafrikanischen (weißen) Farmern durch Angriffe und Morde der Schwarzen zu berichten. 

Aber das Letztere wäre endlich zu berichten. Alleine 2017 gab es bis Ende Oktober bereits 341 Angriffe auf Farmen von Weißen, denen insgesamt 74 Weiße zum Opfer fielen. Damit ist die Zahl aus 2016 bereits zwei Monate vor Jahresende übertroffen. Manche sprechen ohnehin von mittlerweile 27 Jahren schwarzer Schreckensherrschaft, also seit dem Ende der Apartheit.

Maßgebliche Stimmen aus Kapstadt machen den ANC (African National Congress; Nelson Mandela, eh' schon wissen) dafür verantwortlich, daß seit 1990 insgesamt zehntausende Weiße ermordet wurden. Denn er ruft indirekt und laufend weiter zur Gewalt auf. Verborgen wird dieser Umstand durch die offiziellen Erklärungen, die jeweils von "normalen kriminellen Aktivitäten" sprechen. Das ermutige Schwarze zu solchen Aktivitäten, in denen sich meist eine ungeheure Brutalität ausdrückt. Aber die Weltpresse schweigt beharrlich zu dem Thema, das sich so gar nicht in den Kanon der Gutmenschheit fügen will, und diesen propagandistisch hervorragend verkauften "Erfolg der Menschlichkeit" als etwas ganz anderes darstellen könnte.

Seit 1990 eskalieren in dem Land die Zustände, heißt es immer wieder, wenn man die Nachrichten zu suchen versteht. In Johannesburg etwa abends auf die Straße zu gehen kommt heute einem Selbstmord gleich. Offenbar haben keine angestammten gesellschaftlichen Mechanismen existiert, zumindest nicht im Umgang mit westlicher Lebensführung, die die Aufhebung vorher bestehender Ordnungssysteme ersetzen können. Dabei wollten doch alle nur am Wohlstand der Reichen teilhaben, der doch auf Kosten der Schwarzen ging, denen doch nur verdienter Reichtum vorenthalten wurde. Oder doch nicht?

Mittlerweile wird im südafrikanischen Parlament ganz offen darüber diskutiert, sämtliche weißen Farmer entschädigungslos zu enteignen. In der entsprechenden Debatte, schreibt "Christian Media Daily News" (von der auch die übrigen Teile dieses Beitrags übernommen wurden), habe ein Abgeordneter offen die Forderung in den Raum gestellt, man möge sämtliche weißen Farmer lebendig begraben. Ähnliches ist ja von Rhodesien real bekannt, das nach der weitgehenden Expedierung der Weißen mittlerweile als "failed state" bezeichnet werden muß, mit kaum noch Produktivität, enormer Korruption und Inflationsraten, die phasenweise vierstellig sind, weil die neuen Machthaber offenbar kaum begreifen, daß Geld nicht aus dem Bankomanten (bzw. der Druckerpresse) kommt, sondern von ... naja, wollen wir nichts verschreien.

Ein Sprecher der weißen Farmer Südafrikas - ein Bure - sprach unlängst bereits davon, daß es nun reiche. "Genug ist genug!" Mehrere südafrikanische Farmerorganisationen sprechen ironischerweise von der blutigsten, opferreichsten "Okkupation" der Menschheitsgeschichte, wenn man es denn so sieht. Nichts auf der Welt sei heute gefahrvoller als Weißer in Südafrika eine Farm zu besitzen. Dabei lebt das Land davon, füllen genau diese Weißen - Ethno-Europäer - immer noch den Brotkorb des Landes.

Na dann schauen wir mal, was da noch kommen wird. Der VdZ erlaubt sich in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, daß er ähnliche Zustände auch für Europa vorhersagt und an dieser Stelle mehrmals vorhergesagt hat. Denen man nur vorbeugen könnte, indem man eine strenge ethnisch-kulturelle Separation auch in Europa einführt, die von einer starken Polizei-/Militärmacht in Schach gehalten garantiert wird. Aber wer will die Wahrheit schon hören, wo sich doch alle durch "Integration" oder "Multikulturalität" oder "Multireligiosität" ins Land der Träume phantasieren?





*131117*

Hört endlich auf mit dieser Panikmache

Es gibt in den Medien nur noch das Prinzip der Panikmache. Im möglichst furchterregenden Herausstreichen von Aussagen, die "das Ende" voraussagen, versuchen sich Medien (vergessen wir nicht: das sind immer Personen, wir sprechen also von MedienMACHERN) jenen Macht- weil Hoheitsverlust im Diskurs wiederzuholen, den sie im zum gewaltigen Froschkonzert gesteigerten Orchester der Stimmen im Einzelnen bereits erlitten haben. Das korrespondiert direkt mit der gesuchten Nähe zu allen Formen der Macht, ob in der Politik oder im Bereich Geld und Wirtschaft. Aber auch durch die Nähe zur Wissenschaft. Weil gerade letztere aber von einem normalen Redakteur nur höchst selten beurteilt werden kann, wendet er sich an jene, die sein Streben nach Macht - über den Hebel der Panikmache, der Katastrophenmeldung - stützen.

Ein Beispiel dafür ist die jüngst durch die Medien geisternde Meldung, daß es in Deutschland ein dramatisches Insektensterben gebe. In den letzten 30 Jahren sei die Biomasse aller Insekten um 80 Prozent zurückgegangen. 

Vergessen wir nun einmal, daß diese Meldungen nicht zufällig zu diesem Zeitpunkt kamen, denn es bereitet sich eine in diesen Tagen stattfindende nächste globale Klimakonferenz in Bonn vor. Diesen Herrschaften, die der VdZ immer schon in Verdacht hatte, das, was sie als Allgemeinzustand beklagen, in Wahrheit selbst (und nur selbst) auslösen und anrichten. Schon alleine durch den gesteigerten Flugverkehr, den diese Herrschaften auslösen, so daß man ja von steuergeld-, NGO- und Interessengruppen bezahltem "Klimatourismus" sprechen muß. Schon lange ist festzustellen, daß jeder solcher Konferenzen ein dichter Teppich an Unsinnsmeldungen in den Medien gewoben und ausgerollt wird, in denen sich dann Nachrichten tummeln, die zu gefühlten 90 Prozenten aus "könnte sich in wenigen Jahren" oder "muß man davon ausgehen, daß wir bald" etc. pp. bestehen, die alle möglichen Experten und Wissenschaftler von sich geben.

Manchmal aber tragen sie Funken von Fakten in sich. Die aber, wie es eben der gute Lügner tut, in einen Rahmen gestellt werden, der eben nicht mehr stimmt. Und auch nicht von Fakten gedeckt oder gar wissenschaftlich wäre, aber so irgendwie doch nicht gelogen ist.

Wer sich nämlich mit dieser Meldung vom angeblichen katastrophalen Insektensterben näher auseinandersetzt wird bald entdecken, daß es sich hier nur um eine Einzeluntersuchung in einem einzigen deutschen Moor handelt. Die methodisch noch dazu insofern fragwürdig ist, als sie sich für eine solche Globalaussage einfach nicht eignet. In diesem einen Moor nun wurden über zweieinhalb Jahrzehnte mit bestimmten Sammelbehältern mit Alkohollösung Insekten gesammelt, die Beute gewogen und das Gewicht verglichen. Aber es wurden nur zwei Jahre verglichen, wie die Krefelder Forscher auch offen sagen: 1989 und 2016. Dabei ergab sich tatsächlich eine Differenz, den man Rückgang nennen könnte, um erwähnte 80 Prozent. 

Aber warum das so ist, wieweit es mit der Sammelmethode selbst zusammenhängt (so wurden die Standorte immer wieder gewechselt), oder ob es dafür ganz andere Erklärungen gibt als einen "Rückgang aller Insekten in Deutschland", wie es bald überall hieß, wurde dabei unberücksichtigt gelassen. Außerdem wurden nur Fluginsekten gemessen, es fehlen also sämtliche übrigen Insektenarten. Und natürlich geht es in dieser Studie nur um einen ganz begrenzten Raum, eben dieses Moor, nein, noch genauer: um diese Stellen in diesem Moor. Und nicht einmal so ließe sich eine wissenschaftlich belastbare Aussage treffen - die Fragwürdigkeiten um diese Studie sind zahlreich. Sodaß man sich fragen muß, WARUM Wissenschaftler solche Aussagen machen! Oder sich damit zitieren lassen. Sie machen sich damit selbst lächerlich.

Manche sprechen deshalb von "Unstatistik des Monats". Andere von einer neuen "Waldsterben"- oder "Ozonloch"-Ente, die wie vor 30 Jahren durchs Dorf getrieben wurden und alle in Panik versetzten, bis sich herausstellte: Nichts davon ist wahr, dem Wald geht und ging es nicht besser oder schlechter als immer, eher sogar besser (weil die Gesamtbiomasse in den letzten Jahren weltweit deutlich gestiegen ist. Auch das übrigens ... eine Hochrechnung, eine Statistik, eine Schlußfolgerung.) Und das Ozonloch über Arktis und Antarktis wächst und verschwindet in weitgehend völlig unbekannten Ursache-Wirk-Dynamiken. (Weshalb es sich natürlich besonders, nach wie vor, für Panikmeldungen eignet: mal um den Erfolg von Politik darzustellen, mal um die Menschen zu schrecken und gefügig zu machen. Und letzteres ist wohl auch der Grund, warum Panikmache ständig eingesetzt wird. Sie soll die Urteilskraft des Einzelnen angreifen und lähmen.)

Fakt ist: Ob es in Deutschland ein Insektensterben (mit allen Folgen, wie einem darauf folgenden Vogelsterben, usw. usf.) gibt WEISZ NIEMAND. Nur der liebe Gott. Es gibt keine verläßlichen, belastbaren Messungen über das Bundesgebiet, die eine Aussage in dieser Richtung auch nur annähernd stützen würden. 

Was es gibt ist allerbestenfalls ein subjektiver Verdacht, den jemand zur These ausgehärtet insoweit auf Relevanz untersuchen könnte, als er diesbezüglich Untersuchungen anstellte, ob sich sein Verdacht denn auch erhärten ließe. Etwa rückgefolgert aus der gewaltigen Zunahme von großflächigen Monokulturen für die Produktion von Energie (Biosprit oder -gas, oder Verstromung), die einen Rückgang der Insekten zumindest in der Vielfalt annehmen lassen, schon alleine weil das Kleinklima auf solchen Flächen anfälliger und trockener wird, was wiederum den Einsatz von Insektiziden enorm steigert, weil solche Flächen meist keine Ökosysteme mehr sind, die im Bestandserhalt (dem Hauptziel aller organismischen Systeme) von selbst funktionieren könnten. Ohne daraus aber schon per se Rückschlüsse auf "ganz Deutschland" ziehen zu können.

Ansonsten aber wäre man wirklich froh, wenn die Medien endlich ihre pausenlosen, täglichen Versuche einstellen würden, Panik zu schüren, indem sie Falschmeldungen - und das ist aus dieser Einzelstudie dann auch geworden - und Tunnelblick verbreiten, die nur ein Ziel haben: Die Vernunftfähigkeit der Bevölkerung zu erschweren, zu neurotisieren und zu beschädigen. Und das verursacht allmählich Brechreiz.






*101117*

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Dein Wille geschehe

Die Vaterunser-Bitte "fiat voluntas tua - Dein Wille geschehe" wird in seiner realistischen Dimension oft gewaltig unterschätzt. Denn sie bezieht sich auf die Tatsache, daß die menschliche Freiheit erst dort beginnt, wo sie im Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber steht. Der als Anruf im uns Begegnenden verborgen liegt, im Erkennen (selbst eine Funktion des Zustimmens, der Liebe also) die Hinbewegung in uns abbildet, der wir dann zustimmen oder die wir ablehnen können. DAS ist unsere Freiheit!

Nur in der Ablehnung der Schöpfung liegt jener Irrtum der Neuzeit begründet, der da verkündet, daß wir unsere Welt völlig autonom zu gestalten haben. Wenn die Geschichte der Neuzeit und die zahllosen in ihr verborgenen menschlichen Geschichten aber eines beweist dann ist es das, daß die Menschen mit einem Selbstentwurf ihres Lebens hoffnungslos überfordert sind. So überfordert, weil das weder ihrer Natur entspricht, noch ihrem Vermögen. 

Bleibt er aber in diesem Gestus gefangen wie es heute passiert, wo dieser Selbstentwurf angebliches Maß der Freiheit sei (dabei ist es völlige Gefangenheit von irdischen Mechanismen), wo aus diesem Grund aufgelöste gesellschaftlich-kulturelle Organizität jeden Einzelnen sogar dazu zwingen wollen, sich selbst sein Leben zu entwerfen, so tritt ein, daß der Mensch das, was ihm Gemessen wäre, das was ihm Gut wäre, gar nicht sieht weil ablehnt - weil den Weg ganz woanders sucht. Dort aber findet er ...  nichts.

Vielleicht kann man deshalb sogar von einem regelrechten kollektiven Zug der Gegenwart sprechen, daß die Menschen allesamt hinsichtlich ihrer Lebensentscheidungen pausenlos FALSCHE Entscheidungen treffen. Nur dort, wo noch wirkliche Gottergebenheit besteht, nur im Katholischen, besteht die berechtigte Hoffnung, daß im Einfügen in den Willen Gottes (also in der Antwort auf das Nächstliegende, im liebenden Eintreten in dessen Wahrheit und auffordernden Geneigtheit) Lebensentscheidungen richtig sein können. 

Selbst dort, wo sie uns nicht das Hauptversprechen der Gegenwart - rein subjektives Wohlbefinden oder gar kurz gegriffenes "Gelingen" als Ziel, das fälschlich mit Glück verwechselt wird - zu sein scheint. Selbst dort, wo es Mühe und Kraft zu kosten scheint, selbst dort, wo wir vieles überwinden müssen, um ihm zu folgen. Selbst dort, wo wir nach irdischen Gesichtspunkten vielleicht gar nicht glücklich werden. Dennoch liegt nur dort das Glück, weil Glück nur in seiner Letztdimension begreifbar wird, als Glück in Gott.

Die Vaterunser-Bitte "Dein Wille geschehe" ist also der Schlüssel zu jenem uns auf Erden möglichen Glück, das in Gottes Plan und Vorsehung auch für uns bereit liegt. Denn es ist die Einstimmung in unser Glück, das uns genau das Nächstliegende wählen, also vertrauend annehmen läßt, sodaß wir es nach und nach auch tatsächlich sehen, wenn auch gar nicht ganz, weil es noch weiter ist als wir. Dieses jene Nächste, das wir meist übersehen, wenn wir glauben selbst entwerfen zu müssen, aus Angst, die vertrauende Zustimmung könnte uns sonst auf falsche Wege führen.

Das praktisch immer das ist, das wir bei autonomistischen Entscheidungen fast notwendig übersehen, weil wir nach irdischen Gesichtspunkten suchen. Während Gottes Glück und Vorsehung, die alles zum Glück führt, um Dimensionen größer und weiter ist. Wir sind in der Zustimmung, in der Liebe so dicht in Gottes Vorsehung eingefügt, daß wir selbst wie ein Teil dieser Vorsehung (in der Gleichförmigkeit zur Wahrheit) sind, sodaß bzw. weil wir jenes Auge, das da gerne ein Außen sucht und sehen will, SELBST SIND: Erst wenn wir mit den Augen Gottes sehen, also ihm gleichförmig sind, sehen wir auch dieses Nächstliegende. 

Sodaß wir im besten Fall nach unseren autonomistischen Vorstellungen, in denen wir uns oft so unglaublich zäh und hartnäckig dagegen sträuben, uns wirklich dem Willen Gottes zu übergeben, erst dann erkennen, wenn wir etwas nicht wahrgenommen haben und die Gelegenheit vorbei ist.

Leben wir aber in dieser Bitte, in dieser Offenheit für Gott, in diesem Gehorsam seinem Willen gegenüber, dann müssen wir uns auch nicht grämen (was natürlich leicht gesagt ist, es ist aber oft sehr schwer), wenn einmal etwas nicht gelingt, wenn scheinbar unsere Entscheidung etwas nicht unseren Vorstellungen gemäß entstehen ließ. Denn dann können wir dennoch sicher sein, daß auch dieses Mißlingen, dieser Rückschlag, oder gar ein Leid, durch Gott zu unserem Glück ausschlagen wird. Das wir aber erst dann sehen, wenn nicht unsere Augen, sondern wir mit den Augen Gottes unser Leben betrachten.

Die einzige legitime Frage ist dann die, ob wir getan haben, was im Gehorsam zu tun war. Wenn ja, ist das Scheitern nur Täuschung. Wenn nein, haben wir die Beichte, die Vergebung, und die Chance zu einem Neubeginn, wenn auch alles nun anders wird als wir dachten.  Und deshalb ist ein Scheitern immer die Tür zu einem noch größeren, vollkommeneren Einwilligen in die Vorsehung Gottes, und damit - oh glückliche Schuld, ruft das Oster-Exsultet - zu noch größerem Glück.

Entspricht nicht genau das auch der Wahrnehmung dessen, was bei Menschen passiert, die eine Niederlage, einen Rückschlag, ein Leid erfahren? Werden sie nicht in der Regel etwas demütiger? Zumindest zwei Tage lang. Aber hören sie nicht genauer auf das geführte Leben hin, diese zwei Tage zumindest? Wissen sie nicht scheinbar intuitiv, daß das Glück außen - im Gehorsam nur zugängig - liegt?

Ehe sie wieder daran gehen, das Leben in den Punkten selbst in die Hand zu nehmen, die gar nicht in ihrer - des Menschen - Hand liegen.




*221117*