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Montag, 22. Mai 2017

Das Genie, das keines war (1)

Ein gerade fertiggestellter Film wird einen Mythos neu hochspielen, ihn auch für die heutigen Generationen stilisieren und in Beton gießen, und das geht umso leichter, als jede lebende Erinnerung an ihn mittlerweile verloschen ist - es geht in "Genius Einstein" nämlich nur um die Festigung des Mythos Einstein. Als Mann, der die gesamte Wissenschaft aus den Angeln hob. Als Außenseiter, als Einzelgänger, der gescheiter, klüger, besser weil vor allem genialer als alle anderen war. Und vor allem auf der richtigen Seite stand, weil er das böse böse deutsche Reich mit seinen tumben konservativen Wissenschaftern düpierte.

Nichts entspricht davon der Wahrheit, wird in dem unten angefügten kommentarhaften Video dargelegt. Weder war Einstein das Genie, ja gar der Prototyp des Genies, als der er heute gehandelt wird, noch der große Wissenschaftler oder gar Erneuerer, der die Physik auf völlig neue Beine stellte, sonst wäre sie in der Steinzeit gelandet. Wobei: Ja, auf neue Beine hat er sie gestellt, das ist richtig. Aber ob es gut so war ist eine ganz andere Frage. Und vor allem, ob es der Genialität seiner Physik zuzuschreiben ist, sondern ganz anderen Mechanismen der damaligen (und gegenwärtigen) Zeit.

Sämtliche seiner Ideen waren aber bereits von anderen Wissenschaftlern (Tesla, Hertz, Poincaré, Lorentz, Hilbert, Heisenberg, Schrödinger, etc. etc.) als Theorien und wichtige Bausteine für Theorien formuliert worden. Insofern ist auch nicht schlechthin "alles falsch", was Einstein erklärte. Von dem er vor allem aber nicht zögerte, es zu einer "neuen" weil von ihm erfundenen Gesamtkosmologie zusammenzuschustern.

Einstein wird deshalb von vielen der damaligen Koriphäen (und vielen weiteren, das wird heute völlig unterschlagen) vor allem als geschickter PR-Manager in eigener Sache gesehen. Dessen Physik unter seinen Kollegen auf wenig Gegenliebe stieß. Seine Findungen, auf die er aufbaut, lassen sich nämlich auch ganz anders interpretieren, uns die Frage muß erlaubt sein, ob das nicht fruchtbringender wäre. Z. B. wäre die Annahme einer variablen Lichtgeschwindigkeit (siehe Alexander Unzicker auf seinem Blog) viel geeigneter, um viele Beobachtungsphänomene zu beschreiben. Und zwar wird heute allerorten ständig erzählt, daß Einsteins Theorien "bewiesen" seien. Aber das Seltsame ist, daß sie mit so manchen Beobachtungen im Kosmos nicht übereinstimmen. Der Kosmos verhält sich vielfach sehr anders, als Einsteins Postulate es vorhersagen, widerspricht ihnen, und das kann man mit den neuen technischen Möglichkeiten der Gegenwart auch beobachten.

Doch wagt niemand, die physikalischen Grundthesen deshalb in Frage zu stellen. Einsteins Aussagen gelten heute als Dogmen. Und das ist deshalb so gefährlich, weil sich auch, ja gerade unter Wissenschaftlern massive gruppendynamisch-psychosoziale Phänomene zeigen. (Was freilich nichts Neues ist, die Geschichte der Wisssenschaft ist eine Geschichte der Massenpsychosen!) Wer wagt schon, bei einem Vortrag aufzustehen und zu sagen, daß er das Vorgestellte ohne Sinn findet? Überhaupt, wer heute Einstein anzweifelt wird als geistig Zurückgebliebener bezeichnet. Aber - wer versteht seine Thesen? Wird hier nicht wie so oft damit argumentiert, daß sie eben so hoch stehen, daß sie der Vernunft verschlossen bleiben müssen? Wird aber nicht gerade damit eine gottähnliche Anforderung postuliert, wie sie aus psychologischen Phänomenen - Anerkennungsdrang, Narzißmus - bestens bekannt sind? Ist nicht die Größe einer Theorie auch darin erkennbar, daß sie "einfach" ist?

Wen faßt ein Wiedererkennenseffekt in der Realität an, wenn er angebliche Erklärungen hört (man denke nur an die üblichen "Erklärungen" mit denen Einsteins "Relativität" "erklärt" wird), die einfach nichts erklären, mit denen man nicht weiß was man damit anfangen sollte? Und wer wagt es zu sagen? Einsteins Masse-Energie-Äquivalenz hat zuvor ja längst Lorentz gefunden! Manche behaupten deshalb (auch das Video tut es), daß Einstein die Lorentzsche Transformation einfach gestohlen habe und sie nicht schnell genug als seine Idee veröffentlichen konnte. Er hatte die natürliche Scheu nicht, kannte die berechtigten Skrupel eines wirklichen Wissenschaftlers nicht, der immer in der Vorsicht lebt, was er da denkt könnte falsch sein, ist aber in jedem Fall ungenügend.

Einstein bewegte ganz gewiß auch ein tiefer Haß auf Deutschland als das Land, in dem er gescheitert war. Sodaß er sich sogar zu Äußerungen hinreißen ließ, in denen er seinem Wunsch Ausdruck verlieh, daß nach dem 2. Weltkrieg so wenig Deutsche wie möglich noch leben mögen, denn dieses Volk sei seiner Natur nach rassistisch, bösartig und unfähig zur Demokratie. Oh ja, indem man sich zeitgemäße, gewünschte Moralmäntel umhängt wird jede Sachlichkeit rasch vergeben und vergessen weil zur in einer Person mystisch konzentrierten Wahrheit verklärt, wie erleben es ja heute ganz besonders. Man muß nur sagen "Ich will doch die Welt retten!", und schon kann man jeden Unsinn verbreiten.

Genau so wenig entspricht es der Wahrheit, daß die europäische (und speziell die deutsche) Wissenschaft ohne Einstein quasi blind geblieben wäre. Sodaß manche behaupten, wir bewegten uns in der Steinzeit ohne Einstein. Das entbehrt jeder Grundlage, das Gegenteil wäre sogar viel wahrscheinlicher. man staunt heute, wenn man wissenschaftlichen Publikationen des Deutschland der 1920er nachgeht und feststellt, daß dort so großartige Ideen zuhauf liegen - die völlig verdrängt, vergessen oder unterdrückt wurden.  Entsprechend dicht war der Regen an Nobelpreisen, der damals über Deutschland niederging. Und damals war der Nobelpreis noch kein ideologisches Instrument.

Die Höhe der Wissenschaft in den ersten beiden drei Jahrzehnten in Europa und ganz besonders in Deutschland leuchtet bis heute wie ein Mount Everest. Und manche sind gar der Meinung, daß es seither nur noch bergab ging. Besonders, weil die Katastrophe von 1945 auch die deutsche Wissenschaft so in Verruf brachte, daß von ihr nur das blieb, was von den Alliierten Siegern "nutzbar" gemacht werden konnte, was diese halt gerade noch begriffen weil verwerten konnten. Doch lagert sich seither wie eine Endmoräne Müll über das wissenschaftliche Denken der Welt, vor allem aber Europas, müßte man sagen. Bis wir uns heute in einer Situation befinden, in der zwar Milliarden und Abermilliarden in "Wissenschaft" gesteckt werden, doch das Ergebnis immer lächerlicher und irrelevanter wird.

Auch der VdZ kennt eine Menge Fachliteratur und Fachmeinungen, die davon sprechen und es auch belegend argumentieren, daß Einstein an sich weder etwas Neues entdeckt, sondern vielmehr eine gewaltige Blase "mystizistischen Unsinns" um die Physik genebelt habe, in der der Mythos des "Undurchdringlich tiefen Geheimnisses", das er angeblich entdeckt habe, durch tatsächliche Unverständlichkeit und Verwirrtheit seine eigentliche Ausprägung erhielt. Heutige Generationen sind bereits viel zu sehr auf diese Götzenverehrung eingeschworen um sich überhaupt noch ernsthaft mit seinen Theorien auseinanderzusetzen, die, wie gesagt, wo sie stimmen durch andere entdeckt wurden, und wo sie nicht stimmen eben mystizifiziertes, aber unverständliches Geschwafel sind. Damit wird kaum noch bemerkt, daß sich die Wissenschaften ihres kostbarsten Gutes begeben haben - dem, was man als "gesunden Menschenverstand" bezeichnet.



 Morgen Teil 2) Wer einen Kosmos hervorbringt ist auch der Einzige, der ihn ganz versteht





*030517*

Mann

Die Sachzentriertheit (2)


Gesehen auf everyday_i_show




*280417*

Sonntag, 21. Mai 2017

Babettes Fest

Das Wesen von Kultur ist die Sichtbarmachung des Ewigen im Irdischen. Deshalb ist der Geburtsort des Ewigem im Heute die Hingabe an das, was man zu tun hat. An seinem Ort, egal wo und wie der sein mag. Dies zu erfüllen dient jedes menschliche Talent, es ist die Verfügbarkeit für das Leuchten im Hiesigen, das alles Dingliche durchdringt, erhebt, und es im alle Ebenen - bis in den Geist - umfänglichen Guten dem Seinsgefüge dienlich (und bekömmlich, möchte man bei diesem Film sagen) und dem diesem Begegnenden selbst förderlich macht, es stärkt.

Aber das Ewige möchte eben an einem Ort geboren und in die Welt geborgen werden, ja es hat sich daran gekettet. Es sucht nicht die Funktion eines Könnens. Ortloses Können wird leeres schematisches moralistisches Verhalten.

Schauen Sie selbst, geneigter Leser.







*010517*

Großzügig leben, aber scharf denken

Letztendlich ist das Ziel der Heiligkeit (und der Kirche als Gemeinschaft der Heiligen, wobei es besonders die streitbare Kirche betrifft, also "unsere" rein irdische Kirche, solange wir dieses Leben leben) ein Leben in der Vorsehung Gottes. Ein vollkommenes Leben vollkommen darin geborgen. Der große Fehler wäre aber nun daraus abzuleiten, daß ein solcher Zustand tatsächlich und dauerhaft erreichbar und praktisch als "Utopie", als Idealzustand verwirklichbar wäre! Das ist er nicht. 

Denn jeder fällt täglich sieben mal siebzig mal, und er wird es weiter tun, selbst wenn er auf das schmale Tor zum Himmelreich immer wieder anvisiert hat und am besten Weg dazu scheint. Deshalb haben wir aber Beichte und ständige Gewissensprüfung, in der selbst eine Heilige wie Theresia von Avila täglich beichten ging, um sich immer wieder neu auszurichten.

Aber sind von der Erbsünde geschlagen, umgeben von Lebensbedingungen die schief laufen, immer und pausenlos, geprägt von Schwächen und falschen Lebensgewohnheiten. Wir KÖNNEN das nicht aus eigener Kraft. Wir können es nicht, solange wir leben. Und weil ein Leben zur Heiligkeit hin bedeutet, sich in die Welt der konkreten Aufgaben und Beziehungen zu transzendieren, also in diese Welt der Beziehungen hinein zu sterben, sich ganz an sie hinzugeben, werden wir wieder und wieder fallen. Denn diesen Zustand "in Gott" können wir nicht konservieren. Auch wenn es "sprituelle Richtungen" gibt, die genau das anstreben - sie sind verfehlt, und wenn sie noch so viele Frömmigkeitsformen pflegen und suchen. 

Das ist ja das Übel mit allen diesen Sekten und puritanisch-protestantischen Sekten und "Religiönchen". Sie enden zwangsläufig im Fanatismus, weil sie genau das glauben: Ein Leben leben, Lebensbedingugnen schaffen zu können, die ganz exakt und permanent dem Willen Gottes - der Vorsehung also - entsprechen. DAS GEHT NICHT. Denn dann würde das, was uns heiligt, das konkrete Leben also, ausgeschaltet. Woran also wollen wir uns noch heiligen?

Deshalb heißt Katholizität immer auch REALISMUS. Gewogener, gelassener Realismus. Der immer Milde und sogar ein gewisses Augenzwinkern parat hält, wenn wir uns und unser "gutes Leben" betrachten. Humor ist dem Katholizismus also in die Wiege gelegt, ohne ihn geht gar nichts. Abstand zu sich selbst, eine große Prise des "sich nicht so ernst Nehmens" praktisch unerläßlich. 

Und schon deshalb ist es unabdingbar im Katholischen, die Schwächen und Fehler der anderen zu vergeben (was bei weitem nicht heißt, daß man sie einfach "tolerieren", absegnen, hinnehmen muß, im Gegenteil, meist ist das Gegenteil notwendig, gerade dort, wo Verantwortung für andere beginnt. Aber man muß zwischen einer Tat, ihren Folgen, und dem Täter unterscheiden. Denn das Wesen des Menschen ist Kultur. Niemand lebt nur für sich, jeder lebt für andere, und Kultur ist die Prägung entweder zur Heiligkeit, oder zum Verderben. Tertium non datur! Unsere Aufgabe ist also die Kultur, zum überwiegenden Teil, nicht das Verdammensurteil über den anderen, und seine Freiheit muß Gebot sein, weil nur in der Freiheit Vorsehung Gottes möglich ist. Unser Aufgabe ist aber genau deshalb der Realismus, uns und unsere Lieben vor dem recht wahrscheinlichen Falschen auch zu bewahren, zu schützen, uns dagegen zu wehren, und aus FALSCH nicht RICHTIG, aus Lüge nicht Wahrheit, und vor allem eine falsche Tat nicht WEITERWIRKEND zu machen. Wir alle haben deshalb eine Sisyphos-Aufgabe.)

Das Leben in der Vorsehung Gottes ist unsere Sehnsucht, es muß das sein, was wie wieder und wieder und täglich und stündlich neu anstreben. Was wir an Heiligkeit erringen können ist also praktisch identisch mit dem Maß, in dem wir streben, in dem wir uns voraus sind und sein wollen. Es ist aber auch identisch mit dem Maß in dem wir wissen, daß wir es zeitlebens NIEMALS erreichen. Ja, aus diesem Wissen heraus entsteht sogar eine Grundbedingung des Heiligen: Die Erkenntnis, daß wir in jedem Fall auf die Gnade und Barmherzigkeit Gottes angewiesen sein werden. Im Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe, den drei göttlichen Tugenden als göttliches Geschenk.

Wie heißt es so schön? Der Protestant lebt scharf, denkt aber recht großzügig, weil es ihm darauf nicht ankommt. Der Katholik hingegen denkt scharf, weil es auf die Wahrheit als Lieferweg der Gnade ankommt, lebt und vergibt aber großzügig, weil auch ihm vergeben wird, wenn er seine Vergehen scharf genug erkennt.






*010517*

Samstag, 20. Mai 2017

Trump hat gar nicht gelogen

Warum aber haben die vielen Millionen Evangelikalen (Protestanten) mehrheitlich Donald Trump gewählt? Dazu muß  man erst einmal verstehen, daß der Protestantismus (und noch mehr in seinen Derivaten, den Puritanern, den Quäkern, den Calvinisten) im Grunde "Judaisierer" sind. Darum die ständige Revelation von "Erlösern", die Sucht nach von Gott gesandten Propheten, darüber ein andermal noch mehr, sofern es nicht längst hier Thema war. Aber die Hysterie der Protestantenverdoofung ging so weit, Donald Trump als "von Gott gesandten letzten Präsidenten der Apoikalypse/USA" auszurufen. Wie schon oft gesagt - der Amerikaner ist seiner Natur nach tendentiell sehr dumm. (Natürlich, er wäre es mit Hillary Clinton nicht weniger, sogar noch mehr gewesen.)

Diese Rede vom November 2016, die anderen Reden ganz offenbar widerspricht, in denen Trump "No bombing of Syria" als außenpolitische Linie verkündete, zeigt, daß Trump tatsächlich nicht gelogen hat, als er zuletzt Syrien mit Raketen beglückte, oder sofort den Obama-Stillstandspakt mit dem Iran aufkündigte und direkt Israelische Positionen übernahm. Er "übernahm" gar nichts. Trump hat dies längset angekündigt, etwa in dieser Rede vor einem wichtigen amerikanischen Versammlung von Juden. Wo er eine UNBEDINGTE BESTANDSGARANTIE FÜR ISRAEL abgegeben hat. Wo er Israel als den verläßlichsten Alliierten der USA bezeichnet. "Israel will forever exist as a jewisch state!" Jeder, der mit Israel verhandelt, muß wissen, daß er es damit direkt mit den USA zu tun bekommt.







*300417*

Abwehr

Gegen Westizismus


Gesehen auf thisisnthappiness






*280417*

Freitag, 19. Mai 2017

Bildung heute: Mehr Titel für immer mehr Dümmere

Das ist  nur noch der letzte Belege, sozusagen, für das, was sich als These schon lange im Kopfe des VdZ gebildet hatte: Die sogenannte "höhereBildung", die heute angeblich vermittelt wird, und sich in einem rasanten Anstieg der Zertifikaten, namentlich der Hochschulzertifikate ausdrücke, angeblich ausdrückt, ist nicht Beweis der Steigerung der Bildung. Die Bildung der Menschen ist keineswegs gestiegen, gestiegen ist lediglich der Glaube "gebildet zu sein". Gestiegen, und zwar dramatisch gestiegen ist der Anteil der Mensche, die man als "unbelehrbar" und "unbildbar" einstufen müßte. 

William M. Briggs, dieser immer wieder so lesenswerte, dabei immer amüsante amerikanische Statistikprofessor (und nebenbei: stocktrocken scholastisch denkende Katholik, was die Distanz zu sich erklärt, denn ein Katholik nimmt sich nie so ganz ernst, hält sich nie für heilig, während er das Sachliche, das Heilige selbst todernst nimmt),  bringt anhand einfacher Zahlen genau diese Auffassung auf einen Punkt. 

Graphik William M. Briggs
Er vergleicht nämlich die Auswertungen eines Tests, der seit 1974 an graduierten Universitätsabgängern unverändert durchgeführt wird, und der "Wordwin-Test" heißt. Dabei müssen die Probanden in steigendem Schwierigkeitsgrad per multiple choice-Antworten die Bedeutung von 10 Begriffen definieren.  Das Ergebnis ist ernüchternd: In diesen 45 Jahren ist der Anteil derjenigen, die den Test bestehen, dramatisch abgefallen. Und zwar von 50 % auf 15 %.

Briggs weist darauf hin, daß 1974 allerdings erst noch knapp 12 % der Erwachsenen ein College-Degree (also einen akademischen Abschluß) aufwiesen, was in etwa dem aus anderen Erhebungen bekannten 12 % der Bevölkerung mit dem höchsten IQ entspricht, wenngleich es bereits nach den ersten sozialen Bildungsrevolutionen seit 1969 gemessen wurde. Wo schon in dessen ersten Jahren der erste Einbruch in den wirklichen Intelligenzleistungen zu vermerken war. 

Während es heute fast 33 % sind. Das hat seine Bedeutung. Weil davon ausgegangen werden muß, daß der durchschnittliche Lösungsprozentsatz durch in etwas denselben Anteil an (damals zumindest noch) Gebildeten (die bei diesen Tests auch heute ähnlich gut wie 1974 abschnitten) KÜNSTLICH GEHOBEN wird. Denn aus anderen IQ-Test ist bekannt, daß sich die Intelligenzverteilung in den letzten 100 Jahren nicht wirklich verändert hat. 

Was ja die Linken und sonstigen Bekifften regelmäßig in die Klage ausbrechen läßt, daß Intelligenz immer noch - immer noch! - eine Frage des Elternhauses sei, weshalb dieses endlich und noch einmal endlich zu exterminieren sei, weil es ihre biologischen Hervorbringnisse, die man unzeitgemäß "Kinder" nennt, in den Gefängnisschranken ihrer Identität festhält.

Die vergleichende Testauswertung belegt also daß das, was man als "Bildungsoffensive" bezeichnet und die Hebung der Bildung durch die Massenuniversitäten bewirken sollte, in Wahrheit noch desaströser ausgefallen ist.  Das einzige was man bewirkt hat ist, daß es mehr Titelträger gibt, daß aber ein immer größerer Prozentsatz davon aber einen Bildungsstand hat der nicht einmal mehr ansatzweise mit dem von Akademikern von vor 40 oder gar 100 Jahren vergleichbar ist.

Damit ist auch klar, daß nur knapp EINER VON SECHS der heutigen Träger von College-Titeln den Anforderungen von noch vor 40 Jahren entspricht. Während 1940 gerade einmal 5 % der Erwachsenen einen akademischen Abschluß hatten (bei 20 % Abitur, also: High School; heute sind das fast 90 %), und man weiß, daß damals etwa 95 % diesen Test auch erfüllen konnten. Vergleicht man die Zahlen mit den Ergebnissen, die aus weitgehend ähjnlichen Tests seit 1912 vorliegen (mit kaum 6 % Titelträgern), ist das Ergebnis noch ernüchternder.

Das Fazit ist eindeutig: Der Wert eines universitären Abschlußdiploms fällt ins Bodenlose. Nicht die Bildung ist gestiegen, sondern die Zahl derer denen Bildung bescheinigt wird, die nicht einmal annähernd noch mit dem vergleichbar ist, was vor 40 oder 100 Jahren als Bildung galt und Bildung war. Gestiegen ist nur die Zahl der Zeugnisträger, sodaß man eigentlich gleich jeder Geburtsurkunde Bildungszertifikate beilegen könnte, dann wäre das Ziel auch erreicht, es wäre nur wesentlich billiger gekommen.

Speziell, wenn die politischen Ambitionen, die von ideologischen Wahnwürfen und nicht von Wirklichkeit ausgehen, sich weiter durchsetzen und erreichen was sie anstreben - eine weitgehende Durchsetzung des universitären Abschlusses für jedermann - wird er entdültig wertlos sein. Aber dies korrespondiert mit seinem inneren Wert, und der ist, wie sich nicht nur aus Tests sondern in persönlicher Erfahrung ständig erfahren läßt, ganz sicher nicht höher als der bei den früher "Nicht-Gebildeten". Die das unsägliche Pech hatten, halt keinen akademischen Titel zu tragen. Aber im Gegensatz zu heute die hohe Bildung aufwiesen zu wissen, daß sie das auch nicht verdienen.






*130517*

Staat steht und fällt mit dem Patriarchat

Der VdZ ist zwar mit den Aussagen in diesem Video (englisch, aber mit deutschen Untertiteln) nicht einverstanden, die zu erklären versuchen. Aber in der Beschreibung von Phänomenen enthält es eine sehr richtige Zusammenfassung über die Folgen, die die "sexuelle Befreiung" ("sexual liberation") im Zusammenwirken mit Entmännlichung und Feminismus auf unsere Gesellschaften haben. Mit einem Wort: Sie sind die Hauptfaktoren, die den Bestand Europas nicht nur gefährden, sondern es bereits irreparabel beschädigt haben. Die "Befreiung der Frau" ist immer und zu allen Zeiten das sicherste Werkzeug, um eine Gesellschaft aufzulösen. 

Denn Gesellschaften (die es ja nur in ganz konkreten Formen gibt, die aber auch konkrete Formen brauchen, sonst sind sie nicht) werden von Männern gemacht und gehalten. Werden diese ausgeschaltet, wird der Weg nicht für eine "neue, freie, weiblichere" Gesellschaft bereitet, sondern die Zäune niedergerissen die eine stärkere, maskulinere Gesellschaft zur Übernahme der Gesellschaft bislang fernhielten. 

Es ist historisch belegbar, daß mit der "Befreiung der Frau" jeder gesellschaftliche Zusammenhalt zusammenbricht, das Video bezieht sich dabei auch auf die Studie von Unwin "Sex and Culture", die an dieser Stelle bereits vorgestellt wurde (und die leider nur noch in Antiquariaten oder über Nachdruck erhältlich ist). 

Was das Video freilich nicht sagt ist die wahre Ursache eines Zusammenbruchs von Sittlichkeit und Gesellschaft. Und das ist die Umkehrung der Orientierung. In dem Moment, wo sich der Mensch nicht mehr nach dem logos, nach einer Idee, einem Bild (man möge es nicht als Vexierbild und Fetisch ansehen, es ist grundsätzlich eine Beziehungsdynamik die mit einem Ort im Gesellschaftsgeflecht verbunden ist, und nur diese Dynamik ist fest) ausstreckt, sondern auf sich zurückblickt, um daraus "Orientierung" zu erhalten, indem er nur auf seine "Befindlichkeiten" blickt, degeneriert er. Der Mensch ist auf eine Weise also "utopisch" (wie Y Gasset es einmal formuliert), immer in Hinspannung auf ein ihm vorausliegendes Idealbild, oder er ist gar nicht.

Frauen haben hier eine andere Disposition als Männer.* Sie sind prinzipiell in sich und auf sich (weil auf den Mann als Innenbeziehung) bezogen, und brauchen deshalb den Mann, der sie in ein Außen ein- und anbindet - ein Außen kommt nur über den Mann zur Frau, und zwar ganz konkret. Dazu müssen sie sich auf den Mann hin überschreiten, transzendieren, um dafür offen zu werden. (Weibliche Selbstbezogenheit führt also in jedem Fall zu einer Auslöschung einer kohärenten, und erst gar einer allgemein als Gesellschaft definierbaren Außengestalt.) 

Interessanterweise (und das sagt das Video auch) sind sie genau deshalb auf einen gesellschaftlich "starken" Mann ausgerichtet, denn nur durch ihn erhalten sie in ihrer Selbstbezogenheit auch eine starke Außenpräsenz bzw. von dieser her ihre Identität, ihren eigenen Status. Deshalb (auch darüber wurde hier schon viel geschrieben) sind sie selbst wenn sie anderes propagieren in Wahrheit für den starken, den aggressiven Mann höchst affin. 

Was mit Evolution überhaupt nichts zu tun hat, sondern im konstutiven Wesen des Menschseins liegt, der nur in dieser Ergänzung (von Mann und Frau) zu einem Ganzen wird. Gerade im Video wird sichtbar, wie ungeholfen, naiv und eigentlich lächerlich es ist, auch diese Wesensmerkmale auf eine angebliche und nutzenorientiert gedeutete "Evolution" zurückzuführen.**

Wichtig: Es war und ist immer ein Versagen (meist durch Korrumpierung schon im Kindesalter, wenn die vom Mutterleib her hohe Identifizierungsenergie mit der Mutter noch sehr stark ist) der Männer, das diese Entwicklung eingeleitet und schon so weit vorangetrieben hat, daß sie nicht mehr wiederherzustellen ist. Anders als im Video meint der VdZ aber, daß es auch durch Gewalt nicht wiederherstellbar ist. Denn es fehlt den Männern die innere Substanz, die über positivistische Herstellung eines "Sollenszustandes" nicht reparabel ist. Das war ja der Fehler der faschistischen Bewegungen. Freilich, der VdZ meint schon, daß rein realistisch abgeschätzt diese Entwicklung eintreten wird. Nicht gleich, aber in einigen Jahren bzw. Jahrzehnten, als verzweifelter Versuch der jetzt noch sehr jungen Generationen, sich selbst doch noch in eine der Natur entsprechendere Lebensform zu retten, als verzweifelter Ausweg aus dem Unglück, das über uns hereingebrochen ist, als Unfähigkeit ein geglücktes Leben aufzurichten, das sich immer stärker manifestieren wird.








*Besonders tragisch und folgenreich war und ist deshalb, wenn man Frauen die "Macht der Wahl" in die Hand gibt, diese Anspannung zu vermeiden - denn dann werden sie im Normalfall genau das tun. Und somit auch den Nachwuchs in dieses In-sich-Zusammenfallen erziehen, was einer Gesellschaft mittelfristig jede Dynamik und damit ihr Selbstsein - das immer ein "Sein auf etwas zu" (logos) ist - nimmt.

**Daß "Nutzen" eine völlig untaugliche Erklärungsmatrix ist, setzt sich längst auch in Kreisen von Evolutionisten, Evolutionsbiologen durch. Michael Denton meint in "Evolution: Still a theory in crisis" deshalb, daß es höchste Zeit wäre, dieses Erklärungsschema aufzugeben und durch neu zu findenden, ganzheitlichere, formbezogenere, ganzheitlichere Modelle zu ersetzen, denn so würde der Blick imemr weiter eingeengt und die Evoltuionsbiologie völlig unfruchtbar und untauglich, weil sie in den heutigen Formen zu viele Tatsachen ignorieren muß. Oder, um es mit Michael Behe zu sagen: Nur durch Schaffung unzähliger und immer weiterer "black boxes" ("das wird man irgendwann einmal noch klären") kann man hier überhaupt von "Theorie" sprechen.





*290417*

Donnerstag, 18. Mai 2017

Es kann nicht schaden vorzusorgen

Natürlich hat das alles nur mit Wetter zu tun, und wir wollen nicht in die gegenteilige Blödheit verfallen, um aus dem saukalten Frühjahr 2017 "Klima" abzuleiten. Aber auffallend ist schon, daß sich seit Jahren im Norden der Halbkugel - von Skandinavien über Rußland und Amerika - sehr sehr kalte Winter abspielen, und sie werden immer kälter. Von dort aus stieß auch heuer wieder (schon das dritte mal in Folge) eine Kaltluftwelle (in großen Höhen) in den Süden vor und bescherte uns in Europa (auch Polen, der Balkan und Südosteuropa waren betroffen) sehr sehr niedrige Temperaturen, begleitet von enormem Schneefall. Bedingungen, die sich in die kältesten meteorologischen Meßwerte der letzten 130 Jahre einordnen.

Aber wie gesagt, es handelt sich nur um meteorologische Ereignisse, um Wetter. Klar nachverfolgbar und soweit vorhersagbar, daß die Kälte noch bis in diese Tage (die Eisheiligen 12.-15. Mai 2017) zieht. Dann sollte es wärmer werden, vermutlich, nein, hoffentlich also bereits zum heutigen Tag, an dem Sie geneigter Leser diese Zeilen lesen, die am 1. Mai verfaßt wurden. 

Dennoch könnten sie weitere Indizien dafür zu sein, daß eintritt, was auch dem VdZ in Zusammenschau doch recht umfangreicher Lektüren der letzten Jahre immer plausibler erscheint, wir haben hier schon eingehend darüber berichtet. Zumal die Mainstreammedien ja nicht einmal über die "Rekordtiefwerte des April" geschrieben und getönt haben. Die Tatsachen sind allen offensichtlich und wenigstens doch so peinlich, daß mittlerweile schon sämtliche relevanten meteorologischen Fakten aus der alltäglichen Berichterstattung wegfallen, diese nur noch aus dem ständigen Wiederkäuen propagandistischer Schlagwörter bestehen. Es wurde nicht einmal (warnend) berichtet, daß Mitte April Bodenfrost zu erwarten war, wiewohl von seriöser Meteorologie vorhergesagt, was für die Landwirtschaft ja nicht ohne Belang ist. 

Aber so manches scheint mehr und mehr darauf hinzuweisen, daß wir einigen Jahrzehnten der Abkühlung entgegengehen, zumindest auf der nördlichen Erdhalbkugel. Dafür, werter Leser, sollten  sie vielleicht etwas vorsorgen. Denn die berüchtigte Energiewende wird in den nächsten Jahren die Energieversorgung in unseren Ländern noch mehr auf Schönwetter- und Flatterstrom setzen, sodaß die zu erwartenden Wetterbedingungen dafür sorgen werden, daß wir in  der größten Kälte ohne Strom dasitzen, so wie im Jänner heurigen Jahres ums Haar noch vermieden. 

Denn die kalorischen Kraftwerke sind dann weg, und Atomstrom ist ja böse und verpönt. Und die Ernten für Bio-Vergasung und -Verspritung werden auch kaum Luftsprünge machen, weil einfach zu viel abfriert und die Vegetationsperiode zu kurz ist. Gottseidank gibt es ja dann noch den Süden der Erde, dem wir dann um gutes Geld seine Ernten abkaufen werden, denn bis dahin haben wir ja hoffentlich die dortige Bevölkerung ausreichend reduziert und demoralisiert.

Sämtliche übrigen Länder Zentral- und Osteuropas (China sowieso) reagieren hingegen richtig, und genau umgekehrt zu den Frohnaturen, die da in unseren Regierungsämtern jene Kasperl spielen, die dann in Nachrichten auftreten und ihre humorigen Sager zum Besten geben. Dort WERDEN diese Energiequellen ausgebaut, und man richtet sich wohl schon darauf ein, dann, wenn wir hier bei blaugefrorenen Zehen und kaltem Arsch dicht gedrängt um den Fernseher sitzen, der die neuesten Klimaerwärmungsphantasien über uns ergießt (deren Manuskripte aber leider wenig Heizwert haben, zu dünn ist das Papier, auf dem sie geschrieben stehen), die also dann ihren Strom um schönes Geld als Exportschlager anbieten.

Es könnte also ein richtig guter Investitionstip sein, sein sauer Erspartes in die Hersteller von Rheumadecken, warmer Unterwäsche und Wintermänteln zu stecken. Auch Wälder mit mittelfristig schlagbarem Brennholzbestand sind gewiß nicht verkehrt. Von Produzenten der guten alten Kanonenöfen gar nicht zu sprechen, die man noch dazu mit einem Ofenrohr, das über ein leicht zu schlagendes Loch in die Außenmauer ihres Eigenheimes auch bei fehlendem Kamin leicht entlüften kann. Notstromaggregate und Dieseltanks einzurichten ist auch nicht zu verachten. Es kann jedenfalls nicht schaden. Der absolute Geheimtip aber dürfte sein, Kohleflötze zu kaufen, die derzeit ja sehr billig zu haben sein dürften.

Wie gesagt - es könnte sein. Es könnte sein, daß es recht huschi wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Vielleicht. Aber noch eher als umgekehrt. In jedem Fall aber sollten Sie, geneigter Leser, wenn nach den gerade überstandenen Eisheiligen in ein paar Wochen, die hoffentlich wieder warm sein werden (wie sehnt man sich doch schon nach Sommer!), die nächsten Frohnaturen daherkommen und von Rekordhitzen seit Beginn der Aufzeichnungen schwafeln, dezent und nachsichtig-milde darauf hinweisen, daß in ihrem Fall Ritalin doch einmal einen Nutzen haben könnte.


Ergänzende Lektürehinweise:
  • Absturz der Sonnenaktivität Anfang März - Die Prognosen laufen zahlreichen Studien über Sonnenzyklen nach (mit wahrscheinlich vorausliegender sehr schwacher Sonnenaktivität für die nächsten 15-20 Jahre) langfristig sogar in Richtung starker Abkühlung
  • Deutscher Wetterdienst warnt vor Klimahysterie - (Vorsicht - 1. April-Warnung!) Unser Wetter wird von Sonnen- und Meereszyklen gemacht. Ein Zusammenhang von Wetter und Klima mit dem seit Jahrzehnten stetig steigenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre sei angesichts der fehlenden globalen Erwärmung von 1997 bis 2016 nicht nachweisbar. Bei einer Pressekonferenz zeigten sich Vertreter des DWD außerdem erfreut darüber, daß in den USA allmählich wieder Vernunft in die Meteorologie einzieht.
  • Die Atmosphäre über den Weltmeeren kühlt nach dem El Nino der letzten Jahre rapide ab - Und gliedert sich damit nur in die Fortsetzung des globalen Abkühlungstrends seit 20 Jahren ein, denn seit 1997 schon gibt es keine Erwärmung.
  • Rekordwachstum beim Grönlandeis 2016/17 - Es ist trotz präsentationstechnischer Tricks (Vergrößerung des Bezugszeitraums von 13 auf 30 Jahre, bei gleichzeitiger Verschiebung in die Vergangenheit, wodurch der Bezug des Eiswachstums auf die Mittelwerte verändert werden, das Eiswachstum geringer erscheint) nicht zu verbergen. Und auch das war vorhersehbar, sogar hier, an dieser inkompetenten Stelle, wurde es schon geschrieben, denn es gab Indizien dafür.
  • Das abstrakt-statistische "Weltklima" erwärmt sich schon seit 20 Jahren nicht mehr - Doch werden die Meßdaten, die genau das ergeben, aggressiv in der Diskussion unterschlagen und verschwiegen. Kurzfristige Ausreißer nach oben gibt es nur im Zusammenhang mit den zyklischen, bis heute unverstandenen El Nino-Ereignissen im Pazifik, denen aber genauso regelmäßig wieder die Abkühlung folgt. Es gibt jede Menge Studien, die das belegen.
  • Die angeblich wünschenswerte Abkühlung der Erde um 2 Grad wird von der Landwirtschaft in unseren Breiten als Katatrophe gewertet. Heuer (2017) werden viele Millionen flüssig gemacht, um die Bauern bei den Frostschäden zu entschädigen, während anderswo Millionen ausgegeben werden, um die "katastropohische" Temperatursteigerung zu reduzieren. Das angeblich ideals vorindustrielle Wetter war offenbar gar nicht so ideal, denn es brachte regelmäßig Mißernten wegen zu niedriger Temperaturen.






*010517*

Frau und Mann

Alles beginnt, das auf das Schmieden von Plänen abzielt


Gesehen auf everyday_i_show





*280417*

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ein Woodstock der Dämonen

Die Frage um Medjugorje war für den VdZ, der Mitte der 1980er Jahre zweimal dort war, nie eine Frage nach der Echtheit oder Nicht-Echtheit der Erscheinungen. Dieses Thema haben andere sehr überzeugend behandelt, und auf Fragwürdigkeiten hingewiesen die nur noch den Kopf schütteln lassen. Die Frage um Medjugorje war in dem moment entschieden, als der VdZ selbst erkannte, daß die "charismatische Subjektivität" in Konflikt mit der Wahrheit und damit mit der Freiheit und Würde des Menschen steht. 

Ab da begriff er Medjugorje als Phänomen des Subjektivismus, das genau in diese Zeit paßte. Der eine protestantische Wende war, die sich lange schon ereignet hatte und der niemand in der Kirche wehrte, im Gegenteil, die sie sogar noch förderte und als "Erneuerungsbewegungen" nicht nur mißverstand, sondern sich somit ihren eigene Krankheit zum Tode hereinholte, ja in der Liturgie sogar noch maßstäblich machte.

Was als "Früchte von Medjugorje" dargestellt wurde und wird ist deshalb nicht als "Frucht" zu werten, und wenn, dann nicht WEGEN Medjugorje, sondern TROTZ. Dieser Satz gilt ja für die gesamten charismatischen Erneuerungsbewegungen. Vielmehr passiert in Zusammenhang mit diesem montenegrinischen Ort eine In-sich-Verbiegung, die das Glaubensleben auf psychodynamische, psychogenerierte Erlebensebenen drückt. Der VdZ hat vielfach bei "Pilgern" dorthin beobachtet, daß sie diese Anlage entweder bereits hatten, oder dort bekamen. Fortan wurde der Glaube und das Glaubensleben in das eigene Gefühlsleben verlagert, dieses als Kriterium herangezogen. Dem dann die typischen katholischen Formen - Beichte, Meßbesuch, Kommunion, sogar Rosenkranz - aufgeschachtelt wurden. 

So, wie man sich eben ein kleines häusliches Schautheater zurechtbastelt, das dem reinen Äußeren nach auch dem "Katholischen" entspricht. Zumindest weitgehend, denn in entscheidenden Punkten eben nicht. Und der signifikanteste Punkt ist der Gehorsam, denn die Hype um Medjugorje entstand ERST aus einer völligen Ignoranz gegenüber der kirchlichen Hierarchie, aus reinem Ungehorsam. 

Damit wird Glaube und Erlösung zu einer konstruierten Zweitwirklichkeit, die einer strengen Pseudologie folgt, und sich also alle vermeintlichen Wirklichkeitselemente zusammenträgt. Bis hin zu den Gefühlen, den äußeren Früchten. Entsprechend sind nicht zufällig so viele "Zeugnisse für Früchte" an Medjugorje Berichte von Menschen, die etwas "an sich" erlebt haben. Oft genug sind das sogar simpelste gruppendynamische Ereignisse. Der VdZ erinnert sich an so manche Erzählung, in der jemand von der "Ergreifung von der Gnade" berichtete, und in Wirklichkeit das erlebte, was als "Aufbrechen der Integrität der Persönlichkeit", also als Vorstufe oder schon als Stufe dämonischer Besitzergreeifung erfuhr.

Umso täuschender erfolgt diese, als dieser Psychodynamimk zu eigen ist, daß sie sich der Dynamiken wahrer Beziehungstopoi bedient, die "für sich gesehen" eben in wahrhaftigen Wesenserfüllungen (die immer Ortserfüllungen sind) vorkommen. Zur Illustration: Man überträgt diese Matritzen der Wesensdynamik in andere Orte und Situationen. (Vielleicht ist das überhaupt das Wesen dessen, was als "Psyche" bezeichnet wird; ob in allem, darüber hat der VdZ noch nicht fertiggedacht.)

So stellt man also "richtige Bewegtheiten" aus sich heraus (im inneren Theater, immer aber auch außen) um sich (und andere) der eigenen "Wahrheitsentsprechung" zu versichern. Man kann etwa alle inneren Erfahrungen der Reue, der Liebe, des Mitleids etc. etc. durch solche (und sei es im Film, oder im Alltag bei anderen festgestellten) Topoi "nachstellen", hervorrufen, und sich damit über die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit der Beichte (fast) vollkommen täuschen. Damit ist der Mensch in der Lage, sich (zweitwirklich) selbst "tiefste" Religiosität vorzumachen, die aber nie mehr ist als völliges Scheintheater.

Die freilich vor dem allerinnersten Forum, diesem kleinstkleinen Funken "Ich" nie bestehen können, das der Einbettung (weil Herkunft) aus der Wahrheit nie entkommen kann. Die von Fanatismus (der immer mit seiner Zwillingsschwester, der tief existentiellen Angst, auftritt) geprägten Psychogramme von aktiven Verteidigern und gar Anhängern dieser angeblichen Marienerscheinungsstätte sprechen damit ihre eigene - entlarvende - Sprache. Die selbst den abstoßend banalen "Botschaften der Gospa" noch "Wahrheit" und "Aktualität" abgewinnen möchte, wofür es schon sehr viel Blindheit braucht.

Und kein angebliches Wunder vermag dies zu verändern. Denn das Auge sieht nur aus dem Geist, nicht aus der physischen Sinneserregung von außen her. Wunder können deshalb nur belegend im Geist eines Menschen wirken, niemals aus ihrer "empirisch-sinnlichen Existenz" heraus. Und als Beleg entfalten sie dann ihre Wirkung. Das gilt für die Sakramente (die ja "Wunder" als ungeschuldeter der Liebe Gottes zuzuschreibender Einbruch der Übernatur sind) im Guten genauso, wie die über solchen Wunderglauben (der über menschliche Schwächen, allen voran den Hochmut, den Narzißmus wirkt, die weil immer auch willensfundiert ein Angebot an Dämonie sind und deshalb der Freiheit und Würde des Menschen zuwiderstehende, diese sogar definitiv nehmende) implementierte dämonische Abhängigkeit und Besetzung.

Das Entscheidende am Glauben, das fehlt eben, daran läßt sich alles bereits entscheiden. Und das ist das Hineinsterben in den Augenblick, aus welchem Sterben dann der Kairos aufsteht, die unbedingte Wirklichkeitsoffenheit, die aus der Seinsveränderung (die die Liturgie, das Sehen macht) auch ganz organisch ins Handeln übergeht. Und das die Wahrheit sucht und liebt, nicht das "Glaubenserlebnis" oder die (psychodynamische) "Verhaltensheiligung". Stattdessen wird - eben: Zweitwirklichkeit, Pseudologie - ein Bild von "Kreuz" und schon gar von Erlösung vertreten, wie es sich in der subjektivistischen Wender aus der Reformation bereits vorzeichnet.

Medjugorje ist deshalb ein riesiger Ramschladen der Glaubenskonserven, deren Lüge (in Schizoidität) und Dämonie durch ein unerträgliches Massentheater der Täuschung verborgen bleiben soll. Denn daß Medjugorje ein Festival der Dämonie ist, daran hat der VdZ nicht den geringsten Zweifel. 

Auch hier gilt: Wenn so manche, ja so viele wüßten, wie sehr sie "zu lesen" sind, würden sie sich fortan in tiefen Höhlen verbergen.




*300417*

Wunderwerke des Alltäglichsten

Sie ist ein so alltäglich Ding, daß man sie kaum der Beachtung wert findet. Und doch ist sie ein einziges Wunderwerk der Komplexität auf vielen Ebenen.  

Die Rede ist von der Vogelfeder.

Genesis.net widmet ihr eine Kolumne, und stellt darin die Ergebnisse jüngster Untersuchungen vor. Die das Ergebnis bringen, daß kein Mensch in der Lage wäre, dieses simple Ding Vogelfeder zu konstruieren. Denn kein Mensch kann auf so vielen Ebenen zugleich denken und einzelne Vorgänge abstimmen. Dies mit linearer Abstimmung eines jeweils nur partiell denkbaren Anpassungsvorganges ist völlig unvorstellbar. 

Wir erlauben uns, den Text weitgehend von den Seiten von Genesis.net zu übernehmen.

Nimmt man eine Vogelfeder in die Hand, überrascht immer wieder, wie leicht dieses Gebilde ist. Es heißt nicht umsonst „federleicht“. Gleichzeitig sind Vogelfedern ausgesprochen robust und dennoch biegsam und kombinieren damit sehr unterschiedliche Eigenschaften. Diese Kombination stellt besondere Anforderungen an den Feinbau der Federn. Es wird geeignetes Baumaterial benötigt– lange Proteinfasern aus beta-Keratin –, außerdem gibt es anspruchsvolle Anforderungen an die Art und Weise, wie das Material in Federschaft, -ästen und -strahlen „verbaut“ wird, und schließlich sind auch die Anforderungen an die Struktur der reißverschlussartig ineinandergreifenden Federstrahlen (Bogen- und Hakenstrahlen) alles andere als trivial. 

Photorechte Fir002
Denn bei aller Robustheit müssen die Federn auch kontrolliert nachgeben können, wenn starke Kräfte auf sie wirken, damit irreparable Risse vermieden werden; dafür ist der „Reißverschluss“ sehr praktisch. Materialeigenschaften, Feinbau und Federstrukturen sind also genau aufeinander abgestimmt. Es ist leicht einzusehen, dass diese besonderen Eigenschaften der Federn zum einen komplett vorhanden sein müssen, damit Federn flugtauglich sind, und dass sie zum anderen nicht oder nur in sehr viel einfacherer Ausprägung benötigt würden, wenn Federn nur irgendwelche anderen Funktionen wie Wärme- und Kälteschutz, Signalgebung oder Schutz vor Verletzungen erfüllen müssten, nicht aber zum Fliegen gebraucht würden.

Tatsächlich ist der Feinbau von Schaft und Federästen so kompliziert, dass bis vor kurzem viele Details nicht bekannt waren. Die Fasern sind nämlich mit einer Matrix zementartig verbunden, was die Aufklärung ihrer Anordnung erschwert, aber zugleich zu ihrer Stabilität beiträgt (vgl. Lingham-Soliar 2017, 1). Erst in jüngerer Zeit wurden durch neue Untersuchungstechniken hier größere Fortschritte erzielt. Durch Computertomographie (Laurent et al. 2014) und mithilfe federzersetzender Pilze (Lingham-Soliar et al. 2010), durch die die Keratinfasern und Faserbündel freigelegt werden können, wurden ganz neue Einblicke in die Anordnung der Fasern und damit in den Feinbau gewonnen (Lingham-Soliar 2014; 2017).

Dabei hat sich Folgendes gezeigt: Die beta-Keratin-Fasern bestehen aus feineren Fäserchen und sind selbst in Bündeln angeordnet. Diese können verschiedene Schichten bilden, in denen die Fasern unterschiedlich orientiert sein können. Dietrich-Bischoff (2014) fasst die weiteren Befunde wie folgt zusammen: „Nun sind zwei verschiedene Fasersysteme mit unterschiedlicher Orientierung nachgewiesen worden, die unterschiedliche mechanische Eigenschaften verleihen. Im größten Teil des Federschafts laufen die Keratinfasern in Längsrichtung, wodurch die Feder verdreht werden kann, ohne zu brechen. In den Seitenwänden des Schafts hingegen liegen die Fasern über Kreuz, was der Feder größere Steifheit verleiht. … 

Die Keratinfasern weisen zudem in gewissen Abständen Knötchen auf, die zu denen benachbarter Fasern versetzt angeordnet sind. Diese Anordnung trägt dazu bei, dass sich ein Riss im Federschaft schlecht ausbreiten kann. Zudem konnte gezeigt werden, dass Federschaft und -äste keineswegs hohl sind, sondern ein ‚schaumähnliches‘ Inneres aufweisen – ein poröses Netzwerk von Fasern, die mit einem Polymer beschichtet sind, das Gase bindet. So steht die Feder unter schwachem Druck, was dazu beiträgt, dass sie weniger leicht einknickt. Der Schaum wirkt wie ein Energieabsorber und sorgt vermutlich dafür, dass die Feder nach Verbiegen oder Verdrehen wieder in ihre ursprüngliche Position zurückspringt.“

In einer neueren Arbeit legt Lingham-Soliar (2017) weitere interessante Befunde zur Anordnung der Keratinfasern in den sich verjüngenden Federschäften vor. Er konnte zeigen, wie die Verjüngung erfolgt, ohne dass die Faserverläufe in den Wänden (Cortex) des Schafts auslaufen. Die Keratinfasern biegen vielmehr links und rechts in die Wände der Federäste ab, wodurch die Äste tief im Schaft gleichsam „verwurzelt“ sind. Das ermöglicht Reißfestigkeit und verringert gleichzeitig die Gefahr von Brüchen oder Knicken im Schaft; die Kräfte, die beim Flug auf die Federn wirken, werden so auf die Federn gleichmäßig verteilt. 

Ein Auslaufen (bzw. ein Abbruch) der Fasern im Cortex würde – so Lingham-Soliar – aus mechanischen Gründen die Gefahr von Beschädigungen erhöhen.[1] Diese Grundstruktur des Abzweigens in die Federäste erwies sich bei den verschiedenen untersuchten Arten als sehr ähnlich (S. 4). Lingham-Soliar (2017, 7f.) lobt diese Lösung als „biomechanisch genial“ („ingenious“); durch diese neu entdeckte Architektur des Cortex der Schaftes und der Äste, wo Hunderte von Fasern in die Äste abzweigen statt beendet zu werden, würden auf einen Schlag viele Sollbruchstellen vermieden.

Als Kommentar ist dem noch hinzugefügt:

Diese Details machen deutlich, wie fein abgestimmt verschiedene Aspekte der Federfeinstruktur sein müssen, damit die Feder die für ihre Funktion erforderlichen Eigenschaften besitzt. Angesichts dieser Tatsache überrascht es, wenn Verena Dietrich-Bischoff (2014) abschließend zu den damals bereits bekannten Details schreibt, dass die vorgestellten Befunde zur Feinstruktur von Federn möglicherweise dazu beitragen würden, ein evolutionäres Rätsel, die Entstehung des Vogelflugs, zu lösen. Oder dass Lingham-Soliar (2017, 6) meint, es sei klar, dass die außergewöhnliche Mikrostruktur des Wand des Schafts und der Äste über die Millionen Jahre der Vogelevolution perfektioniert worden sei.[2] Jedenfalls zeigen die neuen Befunde, dass das Rätsel größer ist als je zuvor, denn die Federn erweisen sich als komplizierter gebaut als bisher bekannt. Und man kann durchaus nachvollziehen, dass die Details auch allesamt in der verwirklichten Form ausgeprägt sein müssen, damit die Federn ihren Teil zur Ermöglichung des Fluges leisten können. Die dafür erforderlichen höchst anspruchsvollen Materialeigenschaften sind notwendige Voraussetzungen. Es handelt sich auch um weit mehr als um „Perfektionierung“, sondern vielmehr um eine ausgeklügelte, anspruchsvolle Konstruktion.

Zudem ermöglichen auch die allerbesten Federn noch keinen Flug. Es wird auch eine zweckmäßige Verankerung im Körper benötigt, ein Muskelgeflecht an den Federspulen zur Bewegung der Federn, Blutgefäße, Nervenbahnen und Sinnesorgane, die die Positionen der einzelnen Federn registrieren und ans Gehirn melden, und die passenden Reaktionen darauf, die Einbettung der Federn in ein hydraulisches System von Fett- und Bindegewebe und weitere anatomische Details. Die Anforderungen an die Federn und ihre Steuerung sind wiederum nur ein Teil der Voraussetzungen für die Flugfähigkeit, denn es muss auch ein passendes Federkleid ausgebildet sein, weiterhin dessen koordinierte Steuerung; zahlreiche Muskelpartien sind beim Flug beteiligt; es gibt Anforderungen an den Skelettbau; die Federn bedürfen ständiger Pflege usw.

Es ist daher alles andere als klar, dass und wie die Federstrukturen evolutiv entwickelt und „perfektioniert“ wurden. Das Problem besteht neben zahlreichen Details vor allem auch in der Notwendigkeit vielfacher Abstimmung verschiedenster Aspekte. Dietrich-Bischoff (2014) kommentiert einen kurzen Überblick zum groben Aufbau einer Feder wie folgt: „All diese einzelnen Elemente sind hervorragend an ihre jeweilige Funktion angepasst und wirken zusammen, um der Feder die notwendigen Gesamteigenschaften zu verleihen.“ Zukunftsblinde Prozesse wie Mutation und Selektion sind nach allem, was wir wissen, völlig überfordert, solche Abstimmungen über mehrere Ebenen der Organisation zu ermöglichen.

Natur und Technik. Lingham-Soliar (2017, 10) zieht einen Vergleich mit technischen Materialien; diese seien vergleichsweise einfach strukturiert und die technischen Strukturen seien monofunktional. Ganz anders dagegen die biologischen Strukturen, die viele Funktionen zugleich erfüllen und so kompliziert aufgebaut sind, dass es schwierig ist, sie in die einzelnen Komponenten aufzuspalten, um daraus etwas für die technische Anwendung zu lernen. Von einer Nachahmung in der Technik ist man daher weit entfernt. Auch dieser Sachverhalt spricht zusätzlich mehr dafür, dass die Entstehung von Vogelfedern eines enormen geistigen Inputs bedurfte, während Komplexität und Multifunktionalität sicher nicht für eine natürlich-evolutive Entstehung sprechen.

Vergleich mit anderen Strukturen. Interessant ist auch der Befund, dass es Ähnlichkeiten im Aufbau der Federn mit anderen biologischen Strukturen gibt. Dietrich-Bischoff (2014) weist darauf hin, dass auch der Chitinpanzer von Insekten aus mehreren Schichten besteht, in denen die Chitinfasern auf verschiedene Weise orientiert sein können, wodurch der Panzer an manchen Stellen hart, an anderen biegsam wird. Was das schaumartige Innere des Federschafts betrifft, so sind ähnliche Strukturen auch von Pflanzenstängeln und Stacheln von Tieren bekannt. Lingham-Soliar (2017, 8f.) sieht weiterhin Ähnlichkeiten in der Anordnung von Fasern in der Rücken- und Schwanzflosse des Weißen Hais (Carcharodon carcharias) und im Verlauf von Leitungssystem und Fasern bei der Verbindung von Ästen mit Stämmen von Pflanzen, die ähnlichen Kräften ausgesetzt seien wie die Federäste. Auch hier stellt sich die Frage: Sind zukunftsblinde Prozesse in der Lage, unabhängig voneinander in ganz verschiedenen Systemen dieselbe anspruchsvolle Lösung für schwierige Aufgaben zu finden?







*280417*

Dienstag, 16. Mai 2017

Im Zirkus (2)

"Die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes." Sie ist dem Menschen unter- und beigestellt, und über und mit ihm in Christus in die Vorsehung Gottes hineingehoben. In der "bloßen" Natur ist also angelegt, was in menschlicher Kultur seine Erfüllung findet. Sie bleibt ohne menschliche Ordnung unerfüllt.

In der Hereinnahme ins nutzen-, aber keineswegs sinnlose Spiel des Menschen feiert also die Schöpfung sich selbst. Im Zirkus winkt uns die Zukunft, sein buntes Zelt umschließt ein Vorausbild der Neuen Schöpfung, die in der Schönheit zelebriert wird, im Aufputz in noch größere weil menschliche Höhen getrieben wird. Ganz so, wie man die Kirche schmückt. Wo das Lamm neben dem Löwen lagert, und das Kind auf dem Elephanten reitet. 

Auch deshalb ist der Zirkus (fast muß man schon sagen, und Wut und Trauer mischt sich hier: nur noch der traditionellen Zuschnitts) ein Hort wahrer Männlichkeit. Und wer Zirkusluft atmet, wer selbst als Besucher ordnet was in ihr enthalten ist, riecht diese Männlichkeit als Haltung in der Welt bei jedem Atemzug. Deshalb gibt es auch kaum wo schönere, zum Frausein gereiftere Frauen - als im Zirkus.

Vieles am "Naturschutz" der Gegenwart ist schlichtweg Blasphemie und ganz sicher keine Liebe zur Natur, bestenfalls die ekelige Ersatzdroge der Sentimentalität, die auf eine menschengenerierten, gottlosen Naturbegriff abzielt, zu dem man sich die vermeintlich tauglichen Gefühle herbeimasturbiert. Denn wirkliche Liebe ohne Wahrheit gibt es nicht. Ganz so, als läge in einer ent-menschten "Natur" ein Heilsauftrag, der den alten als falsch, ja sündhaft eliminiert. Als hätte Gott mit der Schöpfungsordnung einen Fehler gemacht.

Sopron in Ungarn, März 2017, Ungarischer Großzirkus

In der Pause durften Kinder auf einem Elephanten Runden in der Manege reiten.


Photo: M. Mahrhauser




*300417*

Spruch

Eines der sichersten Erkennungsmerkmale einer Manie ist, daß die Komplexität steigt [also das dem gemeinen Menschenverstand Verstehbare immer schwieriger wird, Anm.], und die Betrugsfälle steil nach oben gehen.
 Aus dem Film "The Big Short"


Je komplexer, je umfänglicher, je "stimmiger", aber in umso seltsamerem Widerpsruch zu seiner realen (vor dem Licht der Wahrheit betrachteten) Lage die Lebenserzählung eines Menschen wird, desto größer ist das Loch, das derjenige zu verdecken sucht. Desto größer ist also die Lüge. Wie man das entdeckt? Man muß nur ... hinschauen.




*280417*

Montag, 15. Mai 2017

Was van der Bellens Aussage zeigt

Was sich in diesem kurzen Video, das die Ausagen des österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen wiedergibt, in der er aus "Zeichen der Solidarität" das Tragen eines Kopftuches für alle Frauen anrät, ausdrückt ist nichts anderes als der "Universalienstreit". In dem man geistigen Wirklichkeiten ihre Realität abspricht, sie zu bloßen Konstrukten des Bewußtseins degradiert. Damit wurde im späten Mittelalter alles aufzulösen begonnen. Denn es wurde geleugnet, daß die Wahrheit - in der Form des Denkens, Sprechens, des Abstrahierens - lediglich eine andere, aber den Dingen zugehörige Ebene ist, der zu folgen also eine Erfüllung der materiell angelegten, sichtbaren Wesenseigenschaften der Welt ist.

Somit werden auch Begriffe wie "Staat" inhaltsleer und zu bloßen zufälligen "Vereinbarungen" (wie es dann ja die Vertragstheorien verkündeten. Wo alles, bis hin zur Ehe, zu bloßer Übereinkunft wurde mit bestenfalls pragmatischem Nutzen. Damit hat auch der Staat Österreich in den Augen seines Oberhaupts keine gestalthaften Wesenseigenschaften mehr, er ist leer, und mit allem zu füllen, was eben genehm und gewollt ist. Denn er ist nur ein Vertrag, dessen Inhalte aber beliebig zu definieren sind. 

Es gibt nämlich für den Nominalisten keine wesenhafte Verbindung zwischen geistigen Entitäten ("Staat", "Volk" etc.) und einer realen Natur als etwas, das "auf ein ganz bestimmtes Eigensein hin" angelegt ist, wenn man so will: Von der einzelnen Zelle bis hin zum höchsten Gedanken.* Weil mit Marx "das Sein das Bewußtsein formt", im Bewußtsein aber alles endet (wie beginnt), ist auch das, wonach ein Staat strebt, beliebig (und nach bestimmten gewollten Moralvorstellungen als Leitlinien der Art zu leben) festlegbar. Diese Moral orientiert sich entsprechend an diffusen "Menschlichkeitsforderungen", die auf irgendeine (pseudo-rationalisierte) Weise Reste einer aus einem lange schon unverstandenen Christentum (denn der Nominalismus KANN das Christentum gar nicht mehr begreifen) gewucherten Weltanschauung verwursten.

Es ist von eigenem Reiz, diese Vertragstheorie in ihrer historischen Entstehung zu verfolgen. Denn sie war eine aus der Reformation entstandene Notwendigkeit, mit der die Raubzüge am (Kirchen-)Eigentum gerechtfertigt wurden. Und nichts anderes war die Reformation; ihre Spiritualisierung, ihre vermeintliche Religiosität war bereits ein Notgriff, ein schönes Kleidchen, das man der häßlichen Braut überzog, großmütig von den Fürsten gewährt, weil ja ohnehin nicht wesentlich - sie hatten ihr Ziel ja erreicht, als ließen sie den anderen ihre Spinnereien.  So wie man heute lauter Scheinprobleme (u. a. die Ökologie) in die Welt gesetzt hat, alle mit dem Signum allerhöchster Dringlichkeit und weltentscheidender Bedeutung, damit niemand dabei stört, die wirklichen Weltläufte, das Eigentum an der Welt in die Hand zu bekommen, mit dem man alles andere ohnehin beherrscht.

Mit der Verabsolutierung des zwischenmenschlichen Vertrages durch die Staatsmacht wurde erstmals ein absolutes Eigentumsrecht² implementiert, das somit befreit von Legitimationsfragen die Beute absicherte. Und absicherte, daß es zukünftig legitim war, ein Wirtschaften und damit ein Leben zu betreiben, das sich am Recht des Stärkeren orientierte, ja DIESEM die einzige Legitimität zusprache. Aus dieser Art zu leben wuchsen nach und nach jede Menge wweiterer Theorien, im besonderen solche der Naturwissenschaft. Bis hin zur Evolutionstheorie, die genau auf diese faktische Alltagserfahrung, die mittlerweile jeden betraf, Bezug nimmt.**

Van der Bellen zeigt sich also in dieser Stellungnahme buchstäblich und prinzipiell als atheistischer Materialist, eine der Früchte des Nominalismus, der die Wirklichkeit des Geistigen abstreitet und sich als Nominalist deklariert, den Geist also zu einer reinen Erscheinung faktischen Bewußtseins abwertet.*** Denn er ist ja (wie der Evolutionismus behauptet) lediglich ein "Epiphänomen", also er "erscheint uns" nur als etwas anderes, eine andere Ebene, ist aber rein materialistisch bedingte Innerscheinung materieller Prozesse (als rein physisch bestimmte Gehirnmechanik, also als angeblicher Gegenstand der Naturwissenschaften). 

Sodaß auch Geschichte (siehe Hegel) zu einer zufälligen, aber ganz gewiß nie "falschen" Zuständlichkeit im Faktischen wird, keine absoluten Gesichtspunkte kennt, sondern mechanistisch-automatisch zum dem Menschen Höchstmöglichen führt - dem Sozialismus. Wenn ein Staatsvolk freilich solche Menschen zu ihren Führern erwählt, setzt sie ihr Land auf eine Schiene des Verfalls und der Haltlosigkeit. Die Geschichte des Kommunismus ist ein lehrreiches Beispiel.






*Aus der Philosophie (Naturphilosophie, Metaphysik) ist aber logisch aufzuweisen, daß in allen Dingen immer dieselben geistigen Wahrheiten angelegt sind. Sie sind es aber nur auf je anderer Ebene. Homologie ist also vergleichbar einer Melodie, die eben nicht aus "Tönen" summarisch-resultativ aufgebaut und zusammengesetzt ist, sondern ALS MELODIE sogar in allen Tonarten besteht, selbst wenn sich jeweils völlig unterschiedliche Einzeltöne ergeben.

²Eigentum war und ist nach christlichem Gesichtspunkt immer relativ und ohne soziale Einbindung nicht zu verstehenh. Weil der Mensch eben ohne soziale Bindung nicht zu begreifen ist, und ohne sie nicht einmal "entstehen kann" (denn Menschsein als Menschwerden ist nur in sozialen Beziehungen möglich.) Deshalb war Eigentum mit Persönlichkeit, also mit Verantwortung und deren Umfassendheiten verknüpft, oder anders ausgedrückt: Mit sozialer Verantwortung verbunden. Die Größe von Eigentum hängt ja - auch darüber haben wir hier shcon mehrfach gehandelt - mit der Persönlichkeit, mit dem zusammen, was eine Person an Beziehungen in sich personalisiert, institutionalisiert. 

Der Treibsatz und Kitt aller dieser Beziehungen aber ist die Liebe, als Form der Verantwortung, des Willens zum Gut am anderen, und das heißt: am kleinen oder großen Gemeinwohl als Rahmen für Beziehungen. Sie sind also an Selbstüberschreitung gebunden, und damit am "Guten", am Wollen des Besten für das und den anderen, unter Rückgriff auf das sachliche Wesen einer bzw. als Beziehung.  Im nun aber entstehenden, ja aus Eigennutz bereits installierten Eigentumsbegriff wurde Eigentum zum bloß einem selbst dienenden Nutzenfaktor und vom Staat in seiner Absolutheit per Exekutivgewalt garantiert.

**Philip Morowski hat in seiner aufsehenerregenden Studie "More Heat than Light" (1989) aufgewiesen, wie sehr naturwissenschaftliche Theorien historisch aus dem Wirtschaftssystem heraus entstanden sind. Physikalische Thesen, auch etwa Newtons "Gesetze", sind 1:1 Entsprechungen zur konkreten Lebensumstände Englands (im durch die Reformation etablierten Kapitalismus als staatsgestützte Doktrine), wie sie seit dem 16. Jhd. vorzufinden ist.

***Was in Wahrheit eine Rückbindung an jede Menge von Mythen bedeutet, auch hierin irrt also der Rationalismus.  Denn man muß nicht auf den Mathematiker Kurt Gödel zurückgreifen um sagen zu können, daß jede Rationalität sich niemals aus sich selbst tragen und beweisen kann, sondern mytische, religiöse Fundamente HAT und BRAUCHT. Deshalb ist eine der Eigenarten des Materialismus, diese Wirklichkeit strikt zu leugnen, denn schon daraus wäre er widerlegt.




*290417*

Mann

Die Sachzentriertheit als (gerne ergriffener) Ausweg aus der eigentlichen menschlichen Arbeit um Mensch zu werden: Dem Hinausstrecken auf sein (ideales) Wesensbild. Der Mensch wird nur noch zum Reparateur und Betreiber irgendwelcher technischer Abläufe. Bestenfalls darin zeigen sich noch Fragemente von Wesenszügen. Inmitten der Verwahrlosung, die den eigentlichen Lebenszustand (alos Verfall) zeigt, repariert man eine Maschine. Schönheit, Harmonie als Sprache der Dinge, die nach einer Ordnung schreien, bleiben unerfüllt und als Anspruch unterdrückt. Denn sie zu erwerben würde die Mühe des Menschwerdens (als Menschsein) bedeuten.


Gesehen auf everyday_i_show




*280417*

Sonntag, 14. Mai 2017

Aber Apokalypse kann es nicht sein

Nehmen wir einmal an, meinte L im Gespräch, daß die Klimakatastrophe, die ständig prophezeit wird, tatsächlich identisch mit dem Strafgericht Gottes ist. Dann erlaube ich mir den Einwand, daß die Klimakatastrophe an sich NICHT logisch und wissenschaftlich sein KANN. Denn dann würde die Ordnung der Schöpfung bedeuten, daß jeder Verstoß gegen diese auch einem Strafgericht Gottes gleichkäme. Daß also 2 + 2 = 4 hieße, daß wenn ich es mit 3 quittierte, Gott mich bestrafte, indem er es dennoch 4 sein ließe. 

Wo wäre da die Logik einer Strafe? Strafe MUSZ aus ihrer Natur heraus etwas außerhalb aller Naturfolge sein, ja sie ist geradezu der Eintrittspreis in den natürlichen Lauf der Natur. 

Alles, was die apokalyptischen Visionen einer Klimakatastrophe aufbringen baut aber geradezu darauf auf, daß hier nur gegen die Gesetzlichkeiten der Welt verstoßen würde. Nichts davon ist übernatürlich, nichts davon außerhalb einer simplen Additionslogik. Wenn Du mich fragst, scheidet eine Klimakatastrophe als apokalyptisches Endgericht schon damit auf jeden Fall aus.  Klimazerstörung, um dieses eigentlich absurde Wort zu verwenden, ist dann gerade einmal Sünde, die ja ein Naturverstoß ist. Aber die Sünde läßt sich mit einem "Korrigieren" alleine niemals beheben! Sie BRAUCHT Strafe, weil der Sünder aus der Eingefügtheit in die Ordnung Gottes als Geist und Vernunft, die allem zugrunde liegt, herausgefallen ist, in sie wieder hineingehoben werden muß.

Es wäre als würde ich jemandem sagen: Wenn du mit 180 km/h mit deinem Motorrad an eine Wand donnerst, wirst du sehr wahrscheinlich von Gott bestraft, indem - indem! nicht: weil - du dann tot sein wirst. Wenn es nicht passiert, du nicht stirbst, ist es auch kein Vergehen vor Gott. Er wird dich dann auch nicht bestrafen, denn sonst hätte er es ja schon - indem du tot gewesen wärst.






*280417*

Abwehr

Gegen Westizismus

Gesehen auf thisisnthappiness





*280417*

Samstag, 13. Mai 2017

Rückgriff auf das alte Wahrheitskonzept (3)

Teil 3) Ein ganz übler Fall zur Illustration




Als kleine Illustration des vorhin gesagten soll noch dieser Film (4 min.) angestellt werden. Er zeigt einen Ausschnitt aus der Fernsehshow eines in den USA ganz vorne an der Spitze der "science-"Schreiber marschierenden Entertainers (der sich, wie sonst, in den Dunstkreis eines Wissenschaftlerseins stellt. Er ist aber nur gelernter Techniker.) Er zeigt, daß die wahre Quelle dieses Geschreis ein zutiefst (un-)moralisches Gesamtanliegen ist, das man eigentlich als diabolisch bezeichnen muß, weil es ganz direkt und offensichtlich mit der Lüge arbeitet - mit der Lüge über die Wahrheit "als" Normalität. Bill Nye geht es um Dekadenz, um Zerstörung, um sonst gar nichts.

Deshalb ist es mehr als zufällig, daß es gerade solche Leute sind, die für die "Klimakatastrophe" schreien und um "Wissenschaft" laufen, die gleich mit destruieren wollen, weil sie die Rückkoppelung an eine Quelle der Sittlichkeit forder, die in ihrem Fall die der Unsittlichkeit ist. Ob Klimawahn oder Homosexuellen-Agenda - alle diese "Anliegen" kommen aus derselben Quelle tiefer Unsittlichkeit und ihr Impuls nach Außenwirkung ist nur mühsam zu überschminkende Zerstörungsabsicht.

Der Leser möge einfach einmal die Augen aufmachen. Ob ihm nicht auch auffällt, daß sich in Gegnern und Befürwortern auch in dieser Frage jeweils ganze Bündel unterschiedlicher Wertewelten begegnen, die sich auf alle möglichen, ja alle Lebens- und Geistesgebiete erstrecken. Weil eben Wahrheit nur in Person (vor Gott) und damit im Ganzen verankert sein kann, dem sich ein Mensch zuneigt. Genau das zu sehen aber soll verhindert werden, indem die Frage nach Sittlichkeit von der Person weg auf die Ebene des Verhaltens, einer (neuen) "Moral" verlagert wird.









*280417*

Die Sache wird immer klarer

Man scheut davor zurück so weit zu denken, wie es in dieser Karte des Nahen Ostens an die Wand gemalt wird. Aber bei genauerem Durchdenken und dem Anlegen von Tangenten könnte man eine Zukunft ablesen, die dieses Gesamtziel plausibel erscheinen ließen. 

An der angeblichen Anti-Terror-Zielsetzung, mit der der längst angerichtete Wirrwarr im Nahen Osten den westlichen Bürgern und der Welt verkauft werden sollte, bestehen ohnehin schon lange Zweifel. Und nun hat Israel schon ganz offen in den Syrien-Konflikt eingegriffen und Anti-IS-Stellungen (sic!) mit Luftschlägen angegriffen. 

Angeblich, um die weitere Bewaffnung der Hisbollah zu unterbinden. Denn das Angriffsziel der Israeli war wie es heißt ein Waffenlager in Syrien, aus dem sich die Hisbollah bewaffnete. Jene schiitische Palästinenser-Organisation, die dem Schia-Block mit Iran-Irak zuzurechnen ist. Dem steht freilich entgegen, daß auch der CIA längst zugegeben hat, daß die IS aus US-Waffenbeständen ausgerüstet wird. Und daß die (sunnitischen, also anti-schiitischen) Türken ebenso dazu ihr Scherflein beitragen ist ein offenes Geheimnis.

Aber allmählich offenbart sich ein Deutungsbild, das seit 2013 zwar anzunehmen, aber dessen Erkennbarkeit bislang noch verhindert werden sollte. Angesichts der Widersprüchlichkeiten in den außenpolitischen Zielen mancher Länder fällt einem nämlich derzeit nur der alte Spruch ein: "Wer vieles retten wird, wird alles verlieren.

Spinnen wir das ein wenig weiter. Gleichzeitig könnten diese Pläne sogar für ein allfällig verbleibendes Saudi-Arabien (dem großmütig und mit sehr realer Hilfe in seinem Wahnsinn, den es im Jemen anrichtet, auch von den USA der Rücken gestärkt wird) interessant sein. Das ja auch weiß, daß es sich eine Auslöschung Israels realpolitisch abschminken kann. Aber so könnten in einer Allianz Türkei-Arabien und mit Abstimmung mit Israel-USA-England die Schiiten aus der Levante ein für allemal verdrängt und die Schia hinter die iranische Grenze verbannt werden. Dann wird man ja weiter sehen, denn vielleicht kriegt man den Iran dann noch durch andere Umstände am Tablett serviert.

Da fällt einem doch noch weiter ein, daß gerade in diesen Monaten weitere israelische Siedlungen mit nächsten hunderten Wohneinheiten in Palästinenser-Gebieten errichtet werden. Das werden weiterhin ziemlich unsensibel Fakten gesetzt, die alle Wortgeflechte wie jenen berühmten Rauch erscheinen lassen, der nur verhindern soll zu sehen, aus welcher Richtung die Geschoße fliegen. Und denkt man militärstrategisch - und das muß ein Staat, der überleben will, doch auch tun - so wirkt es das obige Bild noch plausibler. Da muß man also nicht in Kategorien des Imperalismus denken, der für Israel ja tatsächlich kaum Sinn ergeben würde. Wenn ja wenn nicht andere Ziele solches Raumdenken notwendig machen könnten.

Denn wie will Israel angesichts seiner Realpolitik die Lage jemals "befrieden" - wenn nicht dadurch, daß es den gesamten geographischen Raum definitiv beherrscht? Die nicht einen Moment verringerte, offenbar nicht einmal angestrebte (weil eigenen Zielen entgegenstehende) und immer weiter getriebene Unversöhnlichkeit mit den Arabern, die mit solcher Realpolitik durch Israel festgeschrieben wird, läßt einen Weg der Koexistenz mit den derzeitigen Staaten sowieso unmöglich erscheinen. Die Araber gehen aufs Ganze - Israel muß es ebenso. Nachdem ein schöpferischer, kultur- und geistbegründeter Plan ohnehin keine Chancen hat, bleibt wohl nur eine Gewaltlösung. Und hier muß Israel - rein strategisch-taktisch und ablauftechnisch-logisch gedacht - tatsächlich offensiv handeln. Wurscht, was Gott dazu sagt, der kann sich ja später noch melden. Wenn Fakten genug gesetzt sind.

Zugleich muß deshalb eine solche Lösung durch eine "De-Kulturalisierung" der arabischen Länder vorbereitet werden, muß dieser geistige Raum in den Universalismus gehoben werden. Jüdischem Denken ist jedes Mittel zum Zweck recht. Kein Jude kann Vertrauen in Gottes Vorsehung haben, ihm denkt Gott, aber der Mensch lenkt. Er weiß zuinnerst um den auf ihm lastenden Fluch. Also muß er sich die Welt aus dem Sein, aus Gott herausreißen. Namens eines nominell ausgedeuteten Wortes eben dieses Gottes - dem abrahamitisch-mosaischen Landversprechen.

Jener Entwurzelung und Entsolidarisierung der individuellen Wertelandschaft, die im Namen einer "höheren Moral" die subjektive Gewissens- und Urteilslandschaft von der Vernunft - dem logos - entfremdet. Und damit von der Freiheit, im Namen einer universalistischen "Freiheit". Denn man muß sich dieses Großraumdenken ja keineswegs so martialisch vorstellen, mit Panzern und Raketen. Es genügt ja, wenn man die heute noch offiziell bestehenden Staaten einen um den anderen NEUTRALISIERT, das heißt außenpolitisch beherrscht, weil er innenpolitisch entkernt ist. Außenpolitische Strategie ist ja schon lange, und heute noch mehr, eine Angelegenheit des "social engineering", denn die alte Lösung einer Waffe in der Hand kommt heute nicht mehr so gut. Heute hat man ja Internet, Medien, und die längst gekaperte "Bildung" als Verwirrungs- und Auflösungseinrichtungen.

Das erreicht man gesellschaftsstrategisch u. a. mit der "sexuellen Befreiung" als wirksamster Keule. Sie löst den Kern eines Staates am direktesten auf, weil sie die Familien auflöst und damit die Entsolidarisierung einer Gesellschaft erreicht. Das wußten schon die alten Kommunisten in ihrem Kampf gegen den Westen. Wem das immer noch zu weit hergeholt erscheint, der möge einmal sehen, was Israel in besetzten Palästinensergebieten (Ramallah ist ein Beispiel) gemacht hat. Am nächsten Tag nach der Besetzung wurden der in die Häuser verbannten, arbeits- und aufgabenlosen Bevölkerung über alle Kanäle Pornofilme eingespielt. Das haben Beobachter geschildert, das ist keine überzogene Phantasie. Angeblich herrscht heute auch im vernichteten Irak ein nie gesehener Handel mit Pornographie.

Vielleicht muß man tatsächlich das gesamte Problem Naher Osten völlig neu denken, um es zu verstehen. Denn vermutlich wird es von den Proponenten lange schon so gedacht.





*280417*

Freitag, 12. Mai 2017

Rückgriff auf das alte Wahrheitskonzept (2)


Teil 2) Argumentieren zwecklos! - Wie man mit Klimamarschierern 
und Wissenschaftspuschtulatoren umgehen muß




Damit soll nur angemahnt werden, daß es auf keinen Fall zielführend sein kann, dem Unsinn durch etwas zu begegnen, das auf keinen Fall wahr sein kann - durch die Einforderung eines rationalistischen Wissenschaftsbegriffs, der auf jeden Fall eines ist: in sich bereits unwahr weil ganz bewußt gottlos und damit verkrüppelt. Ohne dabei aber Gott ganz auszukommen. Und das zeigt sich in seiner Verwendbarkeit für völlig verschiedene Intentionen.

Aber wer nach realen, konkreten, praktischen Hinweisen auf diese Aussagen hofft, dem kann doch noch ein wenig geholfen werden. Denn daß dieses Konzept des Rationalismus nicht greift, daß deshalb auch dem Klimawahn völlig falsch begegnet wird, zeigt sich darin, daß eine "rein wisssenschaftliche" Diskussion, eine Diskussion die meint mit "Argumenten" die Frage lösen zu können, nicht nur nirgendwo zu wirklichen Ergebnissen und Übereinkünften führt. Sie vermag bestenfalls den einen oder anderen (die noch dazu nur in wenigen zu zählen sind) von seinem Irrtum überzeugen. 

Die wirklichen Klimaerwärmungsphantasten, die da angegblich "um die Wissenschaft fürchten" (und etwas ganz anderes meinen), argumentieren auf einer ganz anderen Ebene, und die ist mit Argumenten nicht zu bekämpfen, weil das gar nicth ihre Ebene ist. Sie sind Vertreter einer anderen Wissenschafts- und Wahrheitskonzeption, und deshalb ist die Auseinandersetzung mit ihnen in jedem Fall die um Gott und Religion. Und das ist persönlich. Wie so oft gilt also auch hier, daß ein Problem sehr oft nicht direkt zu beseitigen ist, sondern einem ganz anders gelagerten Problem immanent ist. Oder, mit Worten von Sokrates von einer anderen Seite beleuchtet: Sie verdienen nicht Argumente, sondern Zurechtweisung.

Das ist auch daran erkennbar, daß sie völlig beliebig zwischen den Wissenschaftsbegriffen herumturnen, wahlweise mal den rationalistischen, mal den alten wahrheitsverankerten Begriff herbeizitieren. Dies vor Augen zu haben ist besonders deshalb wichtig, weil mit dem Wort von den angeblich eindeutigen "Fakten" nur noch mehr Verwirrung gestiftet wird. 

Denn es GIBT keine "für sich seiende Fakten", wie der Rationalismus glaubt. Sondern aus Daten werden Fakten ERST wenn sie einem Deutungshorizont gemäß geordnet werden Rückgriff auf das alte Wahrheitskonzept (der mehr ist als eine These). Über welche "Fakten" soll also nun gestritten werden, welche sind angeblich "wissenschaftlich eindeutig"? Hat sich noch niemand darüber Gedanken gemacht, daß ein- und dieselben Datensätze, je anders interpretiert, zu völlig unterschiedlichen "Beweisen" werden? (Selbst die vielfältigen Datenmanipulationen der Klimaerwärmer sind ja meist zumindest "rational begründet".) 

Wie will man also auf dieser Ebene eine Auseinandersetzung führen? Und - es gelingt ja auch nicht. Weil die eine Seite etwas will, das sie nicht sagt (und vermutlich auch nicht einmal kennt),. welchem ein rationalistischer Wissenschaftsbegriff einer anderne Seite nicht gewachsen ist, der da meint, KEINE Voraussetzungen zu benötigen, und EBENFALLS somit seine Intentionen nicht kennt. Das ist wie eine Jagd nach einem Schatten, der nie greifbar wird.. (Da sind die Klimaphantasten übrigens schon weiter; die geben sich mit solchen Dingen nicht ab, die greifen gleich zur alten Wahrheitskonzeption.)

Deshalb hat der VdZ nicht den Funken von Illusion, daß allfällige an dieser Stelle vorgetragene Information viel nützt. Wenn, dann nützt sie dem einen oder anderen, sich nicht so leicht verunsichern zu lassen, weil man gewissen Behauptungen nicht gewachsen ist und anders als der andere nach Wahrheit strebt, also für Daten offen ist. Aber der substantielle Wert von solchen "Gegendarstellungen", wie sie hier oder anderswo öfter aufscheinen, geht gegen Null. Es geht eben um .. sittlich-religiöse Haltungen. Es geht um Wahrheit selbst. AUCH IN DER WISSENSCHAFT, die eine Tochter der Wahrheit ist.


Morgen Teil 3) Ein ganz übler Fall zur Illustration





*280417*