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Montag, 10. April 2017

Im Zirkus

Der VdZ im Schnappschuß an einem Ort, wo das erfüllte Stöhnen der Schöpfung noch zu hören und zu sehen ist, die nach der Erlösung giert und in den Geist geführt werden möchte, den der Mensch als Konstruktor wie Gehilfen der Welt für sie vorgesehen hat. Mit mächtigen Elephanten, feurigen Andalusiern mit prächtiger Mähne, aus deren Hufen Funken stieben und die wie gute Freunde des peitschenknallenden Dompteurs wirkten, die gemeinsam Freude hatten, mit Hunden die stolz über die Leistung wirkten, durch Feuerreifen zu springen und nach der Musik auf zwei Beinen zu tanzen. Mit Clowns die noch Clowns und keine "commedian" waren, sondern mit wenigsten Mitteln, durch einfache Bewegungen und beherrschtes Minenspiel frohes Lachen bewirkten, Artisten in deren Gesicht trotz größter Anstrengung am Trapez nicht an ihrer Herrschaft über ihren Leib, der ganz der Ästhetik unterworfen blieb und durch großartige Leiber (auch und gerade von Frauen) repräsentiert wurde, zweifeln ließ. 

Ein wunderbarer Abend im "Magyar Nagycirkus", dem "Ungarischen Großzirkus", der auf eine 200jährige Tradition verweisen kann. Die jüngste Tochter des Zirkusdirektors tanzt längst am Hochseil, und sie führt die Tradition in der 8. Generation fort. Ihr Auftritt ist wie die Herabkunft von etwas Heiligem. Wir haben uns eine Loge geleistet. Wir haben es nicht bereut.



Bildrechte: Mag. Michaela Mahrhauser





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