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Dienstag, 27. Juni 2017

In Wirklichkeit hatten wir enormen Kaufkraftverlust

Schon vor Jahren wurde in diesem Blog über die Roßtäuscherei mit offiziellen "Inflationsstatistiken" gehandelt. Diese damals entwickelten Gedanken finden sich nun in einem in den USA veröffentlichten Papier wieder, das die Stellungnahmen und Ansätze einer Reihe von ökonomischen Institutionen und Fachleuten enthält. Sie alle weisen (auf je andere Art, in je anderen Ansätzen und Aspekten) darauf hin, daß die offiziellen Inflationszahlen BEI WEITEM die reale Inflation nicht zur Darstellung bringen. Wenn heute von einem Ziel von maximal 3 % Inflation pro Jahr gesprochen wird, so wird dieses Ziel, das ja auf die Realwirtschaft enorme Auswirkungen hat, nur noch dadurch rechnerisch erreicht, indem seit Jahrzehnten still und leise an den Grundlagen der Inflationsberechnung herumgeschraubt wurde. 

Der interessierte Leser möge diese einzelnen Ansätze und die Argumente dafür in dem betreffenden Papier selbst nachlesen, es ist hoch interessant. Denn in Zusammenschau führen sie zur Behauptung (die sich doch auch mit dem Erlebten, der "gefühlten Inflation" deckt), daß wir seit 1970 einen dramatischen Kaufkraftverlust erlebt haben, der 5-20 mal höher ist, als die offiziellen Zahlen zugeben. Nur durch die fortlaufende Veränderung von Bewertungs- und Erhebungsansätzen (ab 2005 wurden die das gewünschte Bild störenden, nach und nach ohnehin bereits in der Bedeutung abgedrängten, alltäglichen Lebenshaltungskosten sogar völlig herausgenommen) konnte dies in die offiziell so "niedrigen" Inflationszahlen verwandelt werden.

Die Realität sieht freilich ganz anders aus. In Wirklichkeit gehen manche Ökonomen sogar von einer jährlichen Inflation von bis zu 15 oder gar 20 % aus.

Der Grund für diese Diskrepanz zwischen offiziellen Zahlen, wie sie die Regierung(en) veröffentlichen und der Realität liegt darin, daß diese Zahlen manchmal sogar nicht eimal mehr veröffentlicht und die offiziellen Inflationszahlen nicht mehr für reale Lebenssituationen herangezogen werden, sondern fast nur noch als Grundlagen für politisch-fiskalische, budgettechnische und anlegertechnische Entscheidungen Bedeutung haben. Dadurch hat sich in diesen Jahrzehnten alleine die US-Regierung ausgabenseitig an die 700 Mrd. Dollar erspart. Nnatürlich waren auch die Grundlagen für Lohnverhandlungen für Arbeitnehmer sämtlich unrealistisch und viel zu niedrig. Aber auch die Investitionsentscheidungen von Kapitalanlegern beruhen auf diesen Angaben, und sie sind ebenso falsch. Alle diese Felder sind "Blasen", die freilich irgendwann von der Realität eingeholt werden. Was passieren würde, wenn realitätsbezogenere Werte zu allen diesen Ansätzen herangezogen werden kann man sich aber unschwer ausmalen. 

Realistisch(er) berechnet zeichnet sich damit ein Bild, das auch dem normalen Hausverstand einleuchtend scheint. Nur haben sich die Menschen auch bei uns schon viel zu sehr daran gewöhnt, daß ihre eigenen Beobachtungen und Einschätzungen "wertlos" sind, weil sie das ihnen Erzählte glauben, demgemäß sie sich von anderen erklären lassen müssen, wie es ihnen geht.

Diese Erzählung konterkarriert ihr eigenes Wahrnehmen. Daß nämlich die US-Wirtschaft (und das gilt gleichermaßen für Europa) spätestens seit dem großen (IT-)Crash 2000 (bei welchem Blasenplatzen ja Billionen vernichtet wurden) nicht nur nicht mehr wächst, sondern kontinuierlich schrumpft. Beobachtungs-, simple Realdaten, Erlebtes weisen sogar genau darauf hin. Ein Wirtschaftswachstum, Grundlage auch für Verschuldungsraten, oder auch nur Werterhalt bestehen nur auf dem Papier. Tatsache ist, daß progressiv steigend immer mehr Arbeit und Aufwand nötig wird, um so irgendwie seinen Lebensstandard noch aufrechtzuhalten. Der Leser möge diese alternativen Ansätze, die den auch bei uns erzählten Märchen völlig widersprechen, lesen. Sie sind erhellend.

Nur ein Punkt soll hier noch expliziter herausgegriffen werden, er findet sich am erwähnten Papier in Form einer Tabellenübersicht, die wir hier sinngemäß bringen. Sie bestätigt vollinhaltlich, was an dieser Stelle schon vor Jahren geschrieben wurde: Er hinterfragt die sogenannten "Verbraucherpreisindices", also die angeblichen Lebenshaltungskosten der Menschen. Sie treffen die Lebensrealität der USA (und Europas) nicht. Alles, was in dieser im aktuellen Papier erschienenen Gegenüberstellung angeführt ist, findet sich übrigens in diesem Blog schon vor Jahren angeführt. Vielleicht hat mancher ja abgeschrieben ;-)



Index Design Elements Orthodox consensus Kritische Ansätze
Wie setzt sich der Warenkorb zusammen Man gestattet Ersatzkäufe über andere Warenkategorien hinweg oder auch innerhalb derselben (Reduktion auf einen herausgegriffenen "Zweck"; Anm.) Man hält den Warenkorb absolut gleich (also nicht "Fleisch blieb gleich - nur ißt man heute halt Huhn statt Steak")
Wie berechnet man Veränderungen Tomqvist Methode (geometrisches Mittel) Laspeyres Methode (arithmetisches Mittel)
Was mißt man Lebenshaltungskosten Produktkosten
Welche Indexbasis zieht man heran Gleichbleibendes Nutzenniveau als Befriedigung eines bestimmten Bedarfs Konstante Kosten
Wie bezieht man Qualitätswechsel ein ("Hedonismusargument") Fortschreitende Qualitätsverbesserung verlangt eine Bewertungskorrektur nach unten Qualitätsverschlechterung ist möglich ("umgekehrter Hedonismuseffekt")
Wie sammelt man Daten Spezifizierung der Artikel bzw. Berechnung nach Nutzeneffekten Preis pro Artikeleinheit
Wie bewertet man technischen Fortschritt Neue Funktionen verbessern das Leben mit unterschiedlich zu bewertender Häufigkeit Neue Funktionen schaffen nur marginalen Wertzuwachs, dafür aber neue Kosten und Verbindlichkeiten
Nach welchen Kriterien der Verfügbarkeit für die Konsumenten wird bewertet Es muß ein andauernder Strom von Dienstleistungen mit neutralen, variablen Liefermodellen bestehen Nur zur Verfügung gestellte Produkte ("Treuhandschaften"), erzwungene Obsoleszenz und Verlust der Eigentümerkontrolle über die Produkte wurde nie ausreichend berücksichtigt






*260517*

Jugenderinnerungen

Meinem lieben + Schwager H. gewidmet. Der mir mit seiner Hinterlassenschaft 1973 - seiner Plattensammlung samt einem Dual-Plattenspieler - eine ganz neue Welt öffnete.










*140517*

Montag, 26. Juni 2017

Der Geburtsfehler war DEUTSCHLAND (2)

 Teil 2) Womit Europa schließlich devastiert wurde





Wollen wir das Problem bei einer anderen Stelle anpacken, um es begreifbarer zu machen: HÄTTE sich Deutschland NICHT zum Zentralstaat formiert, WÄRE es in seine  kulturellen Räume gestrebt, hätte es sich in diesen gefunden, wären am Gebiet der damaligen deutschen Besiedelung in Europa drei Staaten entstanden, die auch dauerhaft Bestandsaussicht gehabt hätten. Trotz der strategisch so schwierigen Lage als Binnenland. Norddeutschland bis zum Weißwurstäquator (Main), Süddeutschland mit Bayern und Baden-Württemberg, und Österreich, mit dem Ausgreifen aus Zentral-Osteuropa. (Wobei man über die genauen Linien diskutieren kann, keine Frage, wir haben auch an dieser Stelle darüber ja schon vor Jahren hinlänglich phantasiert.)

Trotzz der schwierigen Lage? Die strategische Schwierigkeit ist aber weit mehr. Sie zeigt nämlich, wie sehr die deutschen Interessen - die Interessen der deutschen Staaten - mit Gesamteuropa verknüpft sind. Nur unter diesem Blickwinkel sind sie auch zu lösen. zu meinen, man könne ein Großdeutschland (wie es das heute ist) OHNE gesamteuropäische Aufgabe gründen, ist Verkennung der Wirklichkeit. Die deutschen Völker sind vielmehr seit 2000 Jahren Dreh- und Angelpunkt der europäischen Geschichte. Deshalb ist der erwähnte Nachteil, der fehlende Zugang zum Meer, gar kein Schwachpunkt, sondern logischer Verweis auf die historische Sendung für Europa ist. Die für die nach dem Sachsenexodus nach England, von wo aus dieselben deutschen Völker die USA gegründet haben (die heutige Weltsprache Englisch ist ja nicht mehr als die Fortentwicklung zu einer Sprache - aus einem sächsischen Dialekt), für den Rest der deutschen Völker am Festland liegt.

Solche gewissermaßen deutschen Mittelstaaten wären Frankreich und sämtlichen europäischen Großmächten ebenbürtig, nie aber eine Gefahr schon alleine aufgrund seiner wirtschaftlichen wie auch militärischen Potenz gewesen, vor der sich jemand hätte fürchten müssen.  Das europäische Gleichgewicht wäre damit erhalten geblieben, Frankreich hätte sich nicht gegen Deutschland mit Polen und Rußland verbünden müssen, usw. usf. Vor allem hätte sich England nicht bedroht gefühlt, und wäre stärker an Europa gebunden geblieben, und auch die USA ebenso wie Rußland hätten nicht Angst um ihre notwendige geostrategische Agilität haben müssen. Es soll alles nur angedeutet bleiben. 

Aber die deutsche Politik war seit der Mitte des 19. Jhds. planlos, und getrieben von Emotionen, vor allem aber von "Alternativlosigkeiten", die aus dieser falschen Entwicklung folgten. Der eine falsche Selbsteinschätzung zugrunde lag, in der sich eine aufplatzende wirtschaftliche Potenz als politisch-militärische Potenz zwangsläufig sehen wollte. Die nie gedeckt war! Nie. (Darauf baut ja die heute natürlich völlig verkannte, fast möchte man sagen: "irrtümlich Hitler zugeschriebene" militärstrategische Notwendigkeit zu Angriffs- und Blitzkriegen auf, wie sie schon 1914, endgültig aber 1939 so tragisch emanierte.)

Aber das Problem zieht sich bis in die Gegenwart. Die bewußte Entblößung dieses Großdeutschland (nach der Wiedervereinigung noch mehr) von militärischer Kraft, die sogar die Selbstverteidigungsfähigkeit aufgab, als "vorauseilendes Opfer", um quasi den Bismarckschen naiven Gedanken einer Wirtschaftsmacht OHNE politische (und das IST militärische) Macht möglich erscheinen lassen soll (die EU-Realitäten lassen sich gleichermaßen darauf zurückführen) doch noch Wirklichkeit zu verschaffen. 

Hier schleppt sich ein Geburtsfehler immer weiter und weiter.  Dein ein solcher "Staat Deutschland" muß (sic!) versagen, ob in die eine oder in die andere Richtung. Er steht in Aporien, in Unvereinbarkeiten, und hat auch keine Mittel und Wege, diese auszusöhnen. Entweder versagt er innen-, oder außenpolitisch. Nur eines ist klar: Versagen wird er immer. Weil es gar nicht anders geht. 

Denn dieses Deutschland von heute ist ein Geburtsfehler. Kein Staat kann nämlich nur "als er selbst" gesehen werden. Er ist immer in einen strategischen, politischen Großraum eingebunden. Bismarck hat 1871 Europa zerstört, so müßte man es sagen. Das hat sich 1914/18 entladen, wo sich Europa in einem buchstäblich sinnlosen Krieg aus der Weltpolitk verabschiedete. Und das heutige Deutschland versucht, Unvereinbares doch zu vereinen, versucht die Quadratur des Kreises, versucht Enden zu verknüpfen, die seit 1871 einfach nicht zu verknüpfen sind. Das Ergebnis ist evident.

Nur eine Organisationsform wird diesem Problem gerecht - und das ist die Form des Reichs, so, wie es bis 1806 Europa (das IMMER und schon gar vom Neuanfang im Jahre 800 an eine Reichsform hatte) so halbwegs noch zu ordnen vermochte, weil es alle Völker mit ausreichender (in GÄott gründender) Legitimität ausstattete. Weil es die Revolutionsbewegungen der Reformation bereits in Trümmer gelegt hatten.

Wir werden darüber also noch handeln, diese Geschichte geht weiter.




*090617*

Frau im Dunkel

Wartend, abgeholt zu werden.


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*090517*

Sonntag, 25. Juni 2017

Der Geburtsfehler war DEUTSCHLAND (1)

Wollen wir ein wenig fester bereits an ein Thema anpochen, das wir hier bereits mehrmals angedeutet, nie aber wirklich ausgearbeitet haben. Namentlich geht es um die Problematik Deutschlands. Der VdZ hat immer wieder betont, daß er der Auffassung ist, daß die Probleme Deutschlands - gerade, ja GERADE in Zusammenhang mit der Identität, die praktisch sämtliche weiteren Probleme (man denke nur an die Migrationsfrage, die Frage um die Position zu Rußland, die verquere Haltung im Ukraine-Konflikt, ach, was nicht ...) - in den tragischen Entwicklungen des 19. Jhds. zur Unlösbarkeit aufgeschichtet worden waren. Sodaß sich die Gründung eines "Deutschland" (mit dem Feigenblatt "Deutsches Reich") als der Kapitalfehler herausstellt.

Denn Bismarck, den der VdZ als Persönlichkeit hoch schätzt, keine Frage, war in diesem Punkt doch recht  naiv. Er meint enämlich noch, daß ein neuer Gesamtstaat Deutschland OHNE militärische Verwickluingen bestehen könne. Dieses Deutschland explodierte ja förmlich, und zwar wirtschaftlich, und wurde auf den Weltmärkten zum Konkurrenten der absehbaren neuen Weltmacht, den USA, samt dem riesigen Block im Osten, Rußland, dessen weltpolitische Geltung allen Unkenrufen zum Trotz schon alleine aufgrund seiner geopolitischen Position (Rußland nimmt den Großteil der eurasischen Landmassen ein) und Rohstoffmacht nicht einen Moment ernsthaft bezweifelt werden kann. Und konnte. Heute kommt noch China dazu. 

Bismarck meinte, daß Deutschland Wirtschaftsmacht sein könne, OHNE seine militärstrategisch so problematische Position (wir haben hier eingehend darüber gehandelt, der Leser möge es vielleicht nachlesen) als "Zwischenland" anzurühren. Er meinte, daß Wirtschaftsmacht auch OHNE Militärmacht funktionieren könne. 

Zumindest theoretisch. Praktisch hat auch er sich von dem grotesk überwältigenden Sieg 1871 gegen Frankreich fortreißen lassen. Dieser Sieg war es auch,  der ganz Deutschland in eine gefährliche Illusion trieb. Daß es nämlich auch militärisch in der Lage wäre, seine Position als Weltmacht zu behaupten oder zu erkämpfen. Denn nur Naivlinge glauben, daß wirtschaftliche Expansion nicht auch staatsstrategische Notwendigkeiten nach sich zieht. Die Interessen eines Staates sind aber doch die Interessen seiner Bürger! Damit auch und vor allem - seiner Kaufleute. Fast könnte man sogar das als das hauptsächlich treibende Element der Weltgeschichte überhaupt bezeichnen. Wie viele Kriege haben sich nur an wirtschaftlichen Fragen entzündet!

In den innerdeutschen Geschehnissen, die an dem fatalen Fehlverhalten der Habsburger 1806 anknüpften, in dem das einzige Element, das Europa wirklich verbinden könnte und konnte, das Heilige Römische Reich, einfach in die Wolken geschossen wurde, weil Österreich die Verantwortung nicht mehr übernehmen wollte (und damit konnte), wurde mit preußischer Gewalt ein Staat geschaffen, der unvereinbare Kulturräume zu einem großen Ganzen zusammenzwang. Natürlich war das für viele "Moderne" (die nur technisch denken) verlockend, und die Rechnung schien auch aufzugehen: Deutschland katapultierte sich in die Riege der Weltmächte, und stand plötzlich im Rennen mit den USA und Rußland, zumal das Absinken Englands absehbar war, sein Imperium war eindeutig überdehnt. 

Nur hatte Deutschland die Mittel nicht, diese Position zu erkämpfen und zu behaupten. Ihm fehlte vor allem der Zugang zum Meer. Es war ein Binnenland, eingepfercht zwischen Mittelmächte wie Frankreich, Polen, Österreich, Skandinavien, Rußland, England ... lauter potentielle Konfliktzonen. Seine nun explodierende wirtschaftliche Macht war von der geostrategischen Möglichkeit nicht gedeckt. Es gehört zu den Grotesken der Weltgeschichte, daß die deutsche Politik das nicht zur Kenntnis nehmen wollte. Erst schon mit Kaiser Wilhelm, und dann noch einmal in der Weimarer Republik, und verschärft durch Hitler. Jedes, wirklich JEDES relevante Miltärwerk hat darauf hingewiesen, jeder halbwegs kompetente Militärstratege habe gewußt, daß dieses bzw. ein geeintes Deutschland einer militärischen Auseinandersetzung - und es kann keine Wirtschaftsmacht geben, die nicht im letzten auf der Macht beruht, konkrete Interessen durchzusetzen, also: auf Militär beruht - dieses Formats schon auf europäischer Ebene nicht gewachsen sein würde.



 Morgen Teil 2) Womit Europa schließlich devastiert wurde





*080617*

Nur weinen, nur weinen

Oh, welche vergangene Kunst ... Die Geschichte hier wird nur durch Regie und Schnitt erzählt! In wenigen Minuten, durch wenige Momente entsteht eine Welt, Geschichten. Und welche Geschichten werden hier erzählt! Ganze Starkarrieren, großartigste Schauspielleistungen waren vermutlich immer nur Resultate der Fähigkeit der Regie. Und des Schnitts. Denn diese erzählen. Die Darsteller stellen nur Momente dar. Ohne große Regisseure keine großen Schauspieler. Ohne sie keinen großen Film.

Es gibt heute keinen großen Film mehr. Nicht in Europa, nicht in Amerika. Man könnte als Schauspieler nur noch weinen. Weinen, weil die Natur des Schauspielers nicht mehr erfüllt weil nciht erkannt wird. Man kann heute nicht mehr erzählen.









*140517*

Samstag, 24. Juni 2017

Bllick in unsere Zukunft (2)

Teil 2) Warum der Mensch zwar im Wesen utopisch ist, 
eine irdische Utopie aber immer zur Hölle führt




Aber der Sinn der Welt, der Sinn der Geschichte, der Sinn jedes einzelnen Lebens besteht eben nicht in einem Wohlgelingen des Wohlstandsstrebens. Er besteht in der individuellen, nur an diesem Ort, nur dieser Person in genau dieser problembeladenen Situation möglichen, nur dort sinnvollen Höherführung zur Heiligkeit hin, und nur dort liegt die dem Menschen mögliche Glückserfahrung. Nicht das rundum friktionsfreie Leben ist das Ziel des Lebens auf Erden, wo nichts die Abläufe stört, und was stört hat kein Recht dabeizusein, kein Recht zu leben.

Und wissen Sie was, geneigter Leser? Es gibt auch bei uns gar nicht wenige, die diese Entwicklung begrüßen. Der VdZ hat erst jüngst von Esoterikern gehört, daß sie diese Entwicklung begrüßten, weil es die Menschheit zu "höherer Bewußtseinsstufe" führen würde. Für sie erfüllt dies den Sinn der Geschichte weil der Welt. Für sie ist so eine Verhaltens- und Bewußtseinsdiktatur deshalb der Weg zur Welterlösung ins Göttliche (nach ihrer Definition) hinein. Die Nähe von Technik und Esoterik (nicht nur, weil Esoterik an der Wurzel des Internet stand, und sogar dessen befeuernde Idee - Silicon Valley! - war) war ja in diesem Blog immer wieder Thema gewesen.

Ein solches ablaufoptimiertes, technisch aufgeräumtes Leben, in dem alle Nöte und Sorgen scheinbar beseeitigt sind, wo alle Menschen auf "verobjektivierte" maximale Soziabilität getrimmt sind, ist nicht einmal jenes Leben, das den Menschen zu seinen höchsten Entfaltungen führt! Dieser Irrtum liegt ja nicht nur dem chinesischen Modell, sondern dem ganzen Westen längst zu Grunde. Die völlig verirrte Pädagogik zeigt es am deutlichsten. Einem solchen Leben fehlt das, was das eigentliche Leben in die Welt trägt. Es führt deshalb zum Tod. Es führt zur Vernichtung. Das kann mit Sicherheit gesagt werden. Es führt zur Hölle auf Erden. 

Denn wo immer das Kreuz als einziges Tor des Lebens des Lebens ausgeräumt werden soll, fällt der Mensch in die gnadenlose Hölle der Weltimmanenz, die immer - prinzipiell, nicht weil hier oder dort Fehler gemacht werden; das zeigt das nur an (man beachte aber dennoch die darauf hinweisende Logik der komplexen Systeme, die mit mathematischer Sicherheit nicht steuerbar sind) - zur Vernichtung führt. Der immer konsequenter, schärfer werdende Totalitarismus, der auf dem Weg dorthin auftritt, ist nur das Übergangsstadium dazu.

Aber - hat nicht auch der Katholizismus seine Utopie? JA, das ist ja das Fatale. Er hat sie als leuchtendes Vor- und Urbild der Welt, und zwar in der Kirche.  Sie ist das Ideengerüst, das ausgehend vom Haupt Jesu Christi den Blutkreislauf des Lebens verbreitet, das über eben diesen Gottmenschen - und nur über ihn! - in die Welt kommt. Wer außerhalb steht, wird über kurz oder lang ins Nichts fallen. Der Unterschied ist aber, daß dies kein Verhaltensschema ist, dem sich nun alle zu fügen haben, sondern auf der JE INDIVIDUELLEN PERSON beruht! Nur NUR über seine wahre Individualität, die nur in und aus der Wahrheit (die personal ist, kein einfach rationales Schema, die Jesus Christus selbst ist) möglich ist (deshalb die Notwendigkeit des Christseins), und die erst zur Individualität wird, wenn sich der Mensch forttlaufend selbst übersteigt: 

Auf diese Idee hin, auf die Wahrheit hin, die die Freiheit ist. Freiheit ist also ein stets im Moment zu erringendes Moment der Person. Und das macht die Aussage, daß das Wesen des Menschen "utopisch" sei, so wahr: Er ist erst und immer erst dqa Mensch, wo er sich selbslt auf ein Ideal hin, ein Idealbild hin, übersteigt, in das hinein sein faktisches "Selbst" stirbt. Nur so entsteht Freiheit, die auch eine Nichtgebundenheit an eine sonst nur als bloße Ablauflogik erscheinende Materie ist, die auf sich gestellt (Entropie!) aber immer ins Nichts fällt (sobald sie die letzte Erinnerung - als geistige Präsenz - an das Leben des Lebens vergessen hat, diese erloschen ist.) 

Dabei ist es GERADE das Übel im Begegnenden, die Unvollkommenheit der Realisierung des Ideals, AN DEM sich die Freiheit nicht nur beweist, sondern überhaupt erst bilden kann! Denn der Katholik weiß, daß die Welt aus der Ursünde des Menschen heraus todkrank ist. Er rechnet also mit dem Übel, schon deshalb, weil es eben den Menschen gibt, und seine Freiheit.

Damit ist auch klar, daß es kein Zwangssystem geben kann, das "die Gesellschaft" optimiert! Ohne den Einzelnen und seine Freiheit geht es nicht, und ohne diese Freiheit gibt es kein geglücktes Lebens. Bestenfalls bestimmte technische, aber sich vom Leben wegbewegende Merkmale.

Wird die Utopie die sich da schon überall in den Startlöchern befindet oder gar schon einige Meter gelaufen ist gelingen? Sie KANN GAR NICHT gelingen, weil einer der Irrtümer der heutigen "wissenschaftlichen Anthropologie" (als Grundgerüst heutigen geläufigen Denkens) ist, daß sie die Natur des Menschen nicht mehr kennt und komplett falsch einschätzt, und damit ihre eigentlichen Momente - die Gottebenbildlichkeit des Menschen, seine Freiheitskraft weil -bestimmung als erste Bedingung des Menschseins - komplett unterschätzt. 

Aber es wird für alle Menschen die Hölle. Aufgezogen im Namen einer Utopie, die wie jede Utopie allen den Himmel verspricht, WENN ...




*Offiziell sind zwar immer noch fast ein Viertel der Amerikaner katholisch, aber der Katholizismus hat sich bereits extrem verflüchtigt. Das Wissen um die eigene Religion ist in weitesten Kreisen selbst "bekennender Katholiken" praktisch nicht mehr vorhanden. Tenenbom beschreibt es so, daß sogar bei definitiv "katholischen Events" die angesprochenen Teilnehmer nicht einmal das Vaterunser kannten. Der zweifelnde europäische Leser sollte sich dazu vielleicht einmal bei jungen Menschen im Alten Kontinent umhören, die doch auch immer noch zu größten Teilen "katholisch sozialisiert" sind. Wir sind auf exakt demselben Weg.





*250517*

Der Samstag-Nachmittag-Film

Der VdZ gesteht - es ist einer seiner Lieblingsfilme. "Das Haus in Mondevideo" in der Fassung von Curt Goetz, mit einer unübertrefflichen Valerie Mertens, und weiteren wunderbaren Schauspielern. Eindreiviertel Stunden reines Vergnügen!









*020517*

Freitag, 23. Juni 2017

Bllick in unsere Zukunft (1)

Was sich in China derzeit aufbaut, braucht uns hier nicht zu überraschen. Die geistigen Grundlagen, die Anschauungen, die Haltungen der Menschen sind auch bei uns längst dafür vorbereitet. Man erkennt es daran, daß der Sinn der Freiheit bei uns praktisch nicht mehr vorhanden ist. Sie wird v. a. bei den jungen Menschen bereits nur noch als Anrecht auf ein Stück vom großen Tisch der Massengesellschaft verstanden. Aufschrei gibt es nur, wenn man meint, das Stück Kuchen sei zu klein ausgefallen. Aber dafür gibt es ja Beschwerdemechanismen.

Erstmals, berichtet Compact, werden ab heuer in China Bewertungssysteme für jeden Bürger eingeführt. Als Probebetrieb in 30 Provinzen gestartet, soll es ab 2020 flächendeckend das Land erfassen. Dabei geht es genau darum, um das Stück vom Allgemeinkuchen, das jedem einzelnen zusteht - oder eben nicht, oder gar entzogen wird. Job nach Wahl, Studium, Wohnung, Kredite werden dann nur noch zugeteilt und bewilligt, wenn ein bestimmtes Wohlverhalten im durch totale Überwachung aufbereiteten Profil angezeigt ist.

Compact schreibt: Im Alltag sieht das so aus: Jeder chinesische Staatsbürger startet mit 1.000 Punkten (1). Sie besuchen Ihre Eltern im Altenheim? Pluspunkte. Sie geben Kindern Nachhilfe? Pluspunkte. Umgekehrt: Sie besuchen die Eltern nicht im Altenheim? Minuspunkte. Sie fahren schwarz? Minuspunkte.
Die staatliche Bewertung weist den Bürgern auch bei Konsum und Internet gerne den rechten Weg: Welches Kauf- und Konsumverhalten zeigen Sie? Ein verschwenderisches oder ein – nach staatlichem Verständnis – „rationales“? Wie steht es überhaupt um Ihren Umgang mit Finanzen? Verantwortungsvoll? Oder Neigung zur Verschuldung?
Vor allem, und hier sollten Herr Maas und seine antifantischen Freunde die Ohren spitzen: Was posten Sie so im Internet? Welche Websites rufen Sie auf? Und schlimmer noch: Mit wem stehen Sie in Verbindung? Mit wem sind Sie in sozialen Netzwerken befreundet? Doch nicht etwa mit Herrn X, der bereits viele Minuspunkte gesammelt hat…? Doch?!? Dann führt das leider auch zum Punkteabzug bei Ihnen. Denn mit Schmuddelkindern spielt man nicht.

So wird die totale soziale Kontrolle erreicht. Vor allem wird erreicht, daß der Staat "schlagkräftig" und stark wird. Denn zukünftig wird es keine Belastungen mehr geben, diese werden mit der Zeit vollständig eliminiert. Natürlich nach bestimmten Kriterien bemessen. Kriterien, die sich eben technisch bewerten lassen. So wird eine purifizierte Gesellschaft erreicht. Meinen die Herren von der Staatsführung. Und China zu einer Macht von innen her gestärkt, die alle übrigen Mächte der Welt weit überragt.

Dies kann der auslösende Moment werden, in dem auch die westlichen Staaten solches social engineering (also die bewußte Steuerung der als Maschine aufgefaßten Gesellschaft) nicht mehr verdeckt machen, wie heute, sondern im Namen des höheren Zieles - Überleben, Existenz, Abwehr einer Bedrohung - offen dazu übergehen, das, was ohnehin längst bei uns läuft, noch aber verborgen sein muß, um es "demokratisch verträglich" und in kleinen Dosen verdaubar gemacht (immer unter "sehr rationalem, einleuchtendem Gesichtspunkt")

Der Unterschied liegt also nur darin, daß hier die "Einwilligung" zur Entindividualisierung des Menschen eingeholt wird, während sie in China (das ist ja eine Diktatur, nicht wahr? Wir nicht!) einfach verordnet wird. Was dort schon deshalb leichter vonstatten geht, weil China seit 2200 Jahren über den Konfuzianismus ohnehin daran gewöhnt ist. Der alles menschliche Verhalten unter eben diesem Aspekt der Nützlichkeit für das Staatsganze beurteilt und bewertet. Wie beim Kindesmißbrauch - an sich ein Grundschema menschlicher Verführung weg vom Geist, weg von der Vernunft - wird im Rest der "freien Welt" über subjektive Gefühle angefüttert, schlicht und ergreifend: angefüttert. Schmeckt doch? Ist doch ein angenehmes Gefühl? Nimmt es nicht die Schmerzen, die Sorgen, die Nöte? Man muß sich nur wohlverhalten.

Das geht im Westen nicht so einfach, das muß anders verkauft werden, denn hier gibt es ja eine andere Geschichte, es könnte also (nostalgischen, subjektiven, aber gegen die "Wissenschaft" stehenden) Widerstand geben. Noch. Da ist also noch einiges an "Bewußtseinsbildung" zu tun. Da reicht nicht einmal die schlimmste, apokalyptischeste Klimakatastrophenphantasie, auch wenn die schon recht effizient war und sicher im Spiel bleibt. So wie im Kalten Kriege mit Rußland, wird man aber nun halt mit China das Spiel "Gut + Böse" vereinbaren, sodaß auf beiden Seiten der Mauer dasselbe passieren kann, nur ist es hier gut udn dort eben böse. Denn wir sind ja die Guten, ein uraltes Schema im übrigen. (So gut wie jede Volksselbstbezeichnung in der eigenen Sprache bedeutet ja "Mensch", die "Guten", die "anderen" waren immer und überall die "Nicht-Menschen", die "Bösen".) Dieses social engineering, das die völlige Entindividualisierung verlangt, kann seine Ziele nur erreichen, wenn lokale Identitäten, Verwurzelungen  ausgelöscht werden, und der Mensch sich in neuen, universalistischen, "bewußten" Kategorien des Denkens und Urteilens bewegt, und sein Verhalten danach ausrichtet.

Die Chinesen sind also nur gute Schüler einer Welt- und Menschensicht, die ihre technische Perfektion in den USA entwickelt hat. Dort wurde (ca. 1914) dieses social engineering erstmals (in Zusammenhang mit Industrie und Produktion) angewandt, und spätestens nach dem 2. Weltkrieg auch an der eigenen Bevölkerung in großem Stil erprobt. Mit Erfolg. Heute gibt es keine kulturelle US-Identität mehr, sondern diese Identität gibt es nur noch in universalistischem Maßstab und hat Entwurzelung zur Voraussetzung. Und wo noch nicht, ist die "work in progress". Deshalb tobt gerade derzeit in den USA ein gewaltiger Kampf gegen die letzten Refugien verwurzelter Gesellschaften, die sich vor allem im Süden - und vor allem unter den wenigen verbliebenen Katholiken* - so ganz besonders hartnäckig halten.

Derzeit bestehen dazu also auch im Westen nicht nur die Sichtweisen, sondern längst auch alle technischen Vorbedingungen. Und es sind gar nicht so sehr die USA, die da herausragen, meinte seinerzeit Edward Snowden, es ist England, das schonseit vielen Jahren SÄMTLICHE Daten der Europäer sammelt, und zwar wirklich alles. Daraus werden SCHON JETZT Persönlichkeitsprofile erstellt, und zwar über JEDEN Europäer, und je nach sozialen "Gefahrenmomenten" (ach ja, der Kampf gegen den Terror, man könnte es glatt vergessen) klassifiziert. Das passiert bereits heute, jetzt, in diesem Moment. So wie in China. Aus diesen Individualprofilen werden gesellschaftliche Stimmungen ermittelt, und diesen gemäß wird dann - vorwiegend über die Medien - das "Bewußtsein" getrimmt. Wer mit feinem Sinn die Landschaften der Nachrichten überblickt, wird genau das auch schon darin erkennen.

So wird die Gesellschaft zum Werkzeug des Staates, und derer, die sich seiner bedienen. So wird die Menschheit zum - willigen! - Werkzeug und Material eines "Funktionierens" eines Ganzen, das von einigen Ameisen (mit Heerscharen von Helfershelfern) dirigiert schön fett gemästet, aber dafür seines süßen Edelsafts, dem Zucker, der eigentlichen Lebensenergie, beraubt wird. Der Leser möge diese Utopie aller Utopien, die heute dank der Technik so machbar scheint (scheint!), selbst fortdenken.



Morgen Teil 2) Warum der Mensch zwar im Wesen utopisch ist, 
eine irdische Utopie aber immer zur Hölle führt





*250517*

Gegen Mißverständnisse um die Liebe

Regelmäßigen Lesern dieses Blog muß man zu diesem Vortrag von Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz nicht mehr viel sagen. Er schlägt in eine hier schon lange bearbeitete Kerbe. Empfehlenswert. Auch, weil er auch mit so vielen Mißverständnissen und fest etablierten, aber fatal irreführenden Idealisierungen aufräumt.










*240517*

Donnerstag, 22. Juni 2017

Merkwürdigkeit (Aphorismus)

Es ist schon bemerkenswert, daß die Freiheit in der Sexualität gerade von jenen gefordert wird, die sie mit der materialen Notwendigkeit einer deterministisch-mechanistischen Natur begründen.






*240517*

Die List auf den Irrtum

Ein großartiger Moment der Filmgeschichte: Zarah Leander verkörpert die Sehnsucht nach Glück, wie sie seit hunderten Jahren so fatal vorgegaukelt wird. Und der Mann reagiert darauf. Denn er hat Ideen, wie diese Illusionsbereitschaft zu täuschen ist.









*140517*

Mittwoch, 21. Juni 2017

Erschütternder Dauerkrieg (2)

Teil 2) Warum es nicht nur keine Alternative ist, wenn eine Macht 
auch gleich die Kritik übernimmt, sondern sich verheerend auswirkt





Also müßte man heute annehmen, daß man gar nicht mehr die Satire sucht, sondern sie nur benützt, wo es um Kritik an der Opposition, den "Staatsfeinden" geht. Dieser Verdacht ist schon recht handfest weil Tatsache. Auch in dieser Sendung werden deshalb sämtliche Grenzen überschritten. Zumindest weil es eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ist, die es macht. Das hinterläßt den bitteren Beigeschmack staatlich initiierter Diffamierung, der man notdürftig das Gewand der Satire umwirft, um eine ganz andere Absicht zu tarnen.

Denn die Frage kann dann nicht sein, ob das eine oder andere auch "stimmt", sondern ob eine solche Anstalt überhaupt der Ort für solche Kritik ist, ob sie also überhaupt jemals "wahr" sein kann, was von der Person die (wie in dem Fall:) kritisiert und lächerlich macht nicht zu trennen ist. Sondern ob sie nicht lediglich Kritik kanalisieren und damit beherrschen soll, um ihr ihre Gefährlichkeit zu nehmen.

Damit aber nimmt sich die Macht ihr entscheidendes Korrektiv, nimmt sich den Hintertgrund, vor dem sie überhaupt politischer Faktor EINES Staates bzw. Gemeinwesens ist - und nicht schon Staat und Gemeinwesen selbst. Und wer die Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte in Deutschland (und etlichen Ländern Europas) ansieht könnte auf den Verdacht kommen, daß sie die Folgen einer Macht demonstrieren, die ihre wirklichen Hofnarren hinter hohen Gefängnismauern verschlossen hat und sich von sich selbst nicht mehr distanzieren kann, deshalb in Totalitarismus ausgeartet ist.Und uns mit solchen Sendungen eine Normalität vorgaukelt, die gar nicht mehr existiert. In dem sie sich mit Staat und Volk gleichsetzt. Volk und Staat gibt es dann gar nicht mehr, sie SIND die Macht, und nur wer ihr folgt ist noch Staat und Volk.

Weil sich die Bürger längst daran gewöhnt haben, daß die Welt ein technisches Spektakel eines Automaten ist, in dem es egal ist, WER oder WAS etwas macht, sondern in dem nur noch die Vorhandenheit von abstrakt gesetzten, aus allen Umfeldern herausgelösten Bestandteilen zählt. Wo also auch nicht mehr auffällt was passiert, wenn öffentlich-rechtliche Staatsanstalten SOLCHE Sendungen produzieren.









*230517*

Frau zur Frau werdend

Weil der Mann sie zur Welt holt.


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*090517*

Dienstag, 20. Juni 2017

Erschütternder Dauerkrieg (1)

Ein Dokument bösartiger Vorführung durch die Staatsmacht, wie es historisch schlimmste Parallelen hat. Das macht es kaum noch möglich, über Ansatzpunkte für Satire, die zu finden ja auch legitim wäre, zu lachen. Dabei aber in Kleinkunsttheater und Theater gehörten.

Oder kritisiert sich die Staatsmacht auch gleich selber, weil es dann nicht so weh tun könnte und jeder auch gleich weiß, was als Kritik gilt und erwünscht ist?

Vom Staat per Gesetz abhängige und sakrosankt gestellte, per Zwang finanzierte Medien, an sich ja ein fragwürdiger Punkt höchster Klasse (denn Medien müssen außen stehen, dürfen nie dazugehören, sonst werden sie unaufhaltsam korrumpiert) sollten wissen, wo ihre prinzipiellen Grenzen liegen. Sie können über Kritik berichten, aber nicht Motor sehr bestimmter Kritik sein. Der Hofnarr kann nur von außen kommen, und er braucht unbedingte Freiheit. Wenn man ihn dereinst auf Fürstenhöfen einstellte dann aus der Klugheit heraus, die HERRSCHENDE Macht, also die Fürsten selber immer wieder zu relativieren. Den Herrschern damit zu helfen, sich von sich selbst zu distanzieren, um Betriebsblindheit, Totalitarismen und fanatische Erstarrung zu vermeiden. Kluge, gute Herrscher wissen, daß sie das unbedingt brauchen.

Über die Automatismen, die Herrschaft tendenziell immer in sich abschließen, von der Wirklichkeit entfernen und ihre Horizonte verengen, sind Bibliotheken geschrieben worden. Nicht das schlechteste Buch dazu von Carl Schmitt. Niemals können Fürsten (die Macht) zugleich auch ihre eigenen Narren und Kritiker sein, auch wenn manche das zu glauben scheinen (mit Verlaub: der Papst macht vor was dabei herauskommt, und Barack Obama bzw. die komplette Art der Amerikaner zur "Selbstironie" ist ein weiteres Beispiel dafür.) Die Folgen sind immer fatal. Wo Herrscher, kulturtragende Institution und Narr zusammenfallen, kommt es immer zur beklemmendsten Art des Totaliltarismus, die vorstellbar ist. Denn es versetzt die Beherrschten (Regierten) in völlige Wehrlosigkeit und Ohnmacht, wenn Macht zugleich ihre eigene Revolution vorspielt.

Aber wir sind auf diesem Weg schon weit vorangeschritten. Heute werden sogar kritische (satirische, außenliegende, frei entstandene) Äußerungen im Karneval, dessen Funktion als Ventil die völlige Entgrenzung ist (in diesem zeitlich begrenzten Rahmen: Karneval, wo alles mal auf dem Kopf steht, ehe der Ernst wieder beginnt) politisch erwünscht zurechtgebügelt. Mit der Erwünschtheit von Satire seitens der Macht dürfte es also nicht weit her sein, anders als staatliche Satiresendungen vorgaukeln wollen. Was größten Anlaß zur Sorge geben sollte. Was soll man von Leidmedien halten, die die Opposition zur Macht kritisieren und verunglimpfen?

Kritik und Opposition haben immer etwas Zersetzendes, das muß so sein, und es wird immer Kritik geben und geben müssen, dafür sorgt schon die Dynamik menschlichen Zusammenlebens. Nur in schlimmsten Kriegszeiten waren hier Ausnahmen möglich. Wie Schmitt eben einmal schreibt: Die Macht über den Ausnahmezustand zeigt die wirkliche Macht. Er darf aber nur auf begrenzte, auf sehr begrenzte Zeit herrschen. In denen es um Bündelung der Kräfte um des höheren Zieles des Gesamtbestandes willen geht. Dauert so ein Zustand aber lange, wirkt er verheerend weil selbstzersetzend für eine Gesellschaft. Darüber scheint sich heute aber nicht einmal mehr jemand Gedanken zu machen.*

Man muß aber den Eindruck gewinnen, als befänden sich die Regierungen unserer Länder in Dauerkrieg, der sich sogar ständig noch weiter steigert. Mit moralischen Notwendigkeiten begründet, wird praktisch im Dauerzutand mit Notverordnungen regiert, begrüßen Regierungen sogar Bürgerbewegungen, die sich staatliche Macht anmaßen. (Man denke nur an die Gewaltbereitschaft der Linken, die teils sogar offen mit staatlicher Unterstützung agieren.) Was den Westen schon zur Zeit des Kalten Krieges so schwer deformierte, scheint heute Usus geworden zu sein. Wann kann sich eine Macht aber besser erhalten als wenn sie mit dem Bestand des Staates überhaupt in eins gesetzt und verabsolutiert wird? Dann hat sie alle Möglichkeiten, den Staat um ihrer selbst willen zu mißbrauchen.



 Morgen Teil 2) Warum es nicht nur keine Alternative ist, wenn eine Macht 
auch gleich die Kritik übernimmt, sondern sich verheerend auswirkt




*Phyllis Schlafly zeigt in "No higher power" anhand einer bestechenden Analyse, wie diese Haltung im Falle der Regierung Barack Obamas zu einer subtilen, aber höchst effektiven Beseitigung der Religionsfreiheit führt. Auch Religion wird dem "höheren Ziel", das sich metastasenartig in alle Lebensbereiche vorfrißt, untergeordnet. Und der Witz dabei: Speziell die Katholische Kirche hat das nicht einmal bemerkt, sondern wirkt mittlerweile sogar mit.





*230517*

Und da traf er es

Dennoch hat Reinhard Mey immer einen Weg "dazwischen" gesucht, und das spricht zweifellos für ihn. Und so ist ein Lied "Annabelle" viel relevanter, vie laussagekräftiger über diese Zeit der frühen 1970er, als mancher meine möchte. Und aktuell bis heute.









*140517*

Montag, 19. Juni 2017

Erschütterndes Zeugnis der Gegenwart

Da weiß man nicht mehr, was man sagen soll. Solche Haltungen sind nämlich tatsächlich schon weit verbreitet.







*230517*

Raum und Welt

Flucht vor Raum als Flucht vor fremdem Besitz, aus Mangel an eigenem Besitz (vielleicht nur aus fehlendem Mut vor Selbstsein, aus Angst vor dem Kreuz das Selbstsein ist?), aus Angst vor der Dämonie, aus Wissen deplaziert zu sein, am falschen Ort. Er gehört anderen.



Gesehen auf Pinterest






*090517*

Sonntag, 18. Juni 2017

Dort spielt die Musik

Aber hören wir doch auf zu glauben, daß dieses "Establishment" tatsächlich jene gesellschaftliche Gruppe wäre, die uns bestimmt. Das sieht so aus, aber das geht nur so weit, als sie es "dürfen". Sie sind in Wahrheit - allesamt! - vorgeschobene Fronten, Pufferzonen, wo sich die erwarteten Konflikte abspielen und austragen. Wo diese Marionetten sich eben verbluten, während die Fäden von ganz anderen Mächten gezogen werden. Wo wären denn die Persönlichkeiten, die schöpferische eigene Politik machten? Macron? Merkel? Ja, allmählich  muß man auch sageen: Trump? Und nur völlige Naivköpfler würden sagen: Clinton? Oder gar diese österreichischen Politamateure? 

Oder diese Bremsspurgenfuzzis mit Unterhosenwindeln, die sich als Wissenschaftler ausgeben und bereitwillig den Hintergrund abgeben, vor dem sich das Spektakel aufziehen läßt, dafür kriegen sie auch mal Preise? Oder gar eine lächerliche Figur wie dieser geistes- und sittenschwache Papst, der allen sogar den Gefallen tut, dass Papsttum abschaffen zu wollen, damit er auch ein Bauchgurkerl erhält? Willkommenes Fressen, gerne zur Vorspeise verschlemmt, auf die nicht einmal ein Rülpsen folgt, so dünn sind sie. Ein gelangweilter Wink mit der Hand genügt.

Diese Leute sind allesamt, allesamt! viel zu dumm, viel zu schwach, viel zu lächerlich. Willkommenes Kanonenfutter, denen man ein paar Brocken vom reich gedeckten Tisch der Beute zuwirft, solange sie spuren. So lange sie nützlich sind, so lange man sie brauchen kann. Sobald sie auf eigene Ideen kommen, ist Schluß mit lustig. Nicht einmal ein Pupswuzzi wie Soros spielt da eine Rolle, alles vorgeschoben. Wer imemr da bekannt ist - es sollte Warnzeichen sein. ER IST ES NICHT. Das Böse ist vor allem eines: EXTREM SACHLICH. EXTREM DIREKT. EXTREM VERBORGEN.

Was wir in unseren Medien lesen, ist völlig irrelevante Druckerschwärze. Da hat niemand eine Ahnung. Das ist hutzenputziges Scheintheater. Und im Realen spielt sich ab, was jedem mit halbwegs tiefgegründetem Metaphysikverstand sowieso klar ist, denn in der Metaphysik zeigt es sich am deutlichsten. Oder glauben Sie wirklich, werter Leser, daß der wirkliche Satan sich Bockstiefel anzieht und über Sonnenwendfeuer springt? Dann haben Sie noch nie mit ihm zu tun gehabt. Wie die allermeisten, die einer satanischen Aufmerksamkeit ja gar nicht wert sind. Die sich sowieso von selbst erledigen, kraft ihrer Schwächen und Unfähigkeiten.

Verschwörungstheorien? Lächerliches Argument Ahnunsloser. Der VdZ konnte selbst diese Kreise erfassen, die sich so bedeckt halten, daß nicht einmal ihre pausenlos konsultierten Ärzte wissen, wer sie sind. Sie leben hinter hohen Mauern, in weiten Ländereien in der Toskana, von Armeen an Schutzgarden umgeben. Dort jonglieren sie global mit Trillionen. Dort spielt die Musik.

Verschwörungstheorie? Nein, auch dem VdZ seinerzeit, als er damit konfrontiert war, überraschende weil so plausible, so vieles erhellende Empirie. Es gibt nur einen Kampf um das Sein - die Verankerung in der Wirklichkeit.  Die Bereitshaft zum Kreuz. Die Hingabe an dass Allernächste. Das Wissen, der Glaube an die göttliche Vorsehung, außerhalb derer alles völlig sinnlos ist. Das ist tatsächlich unbesiegbar. Wenn auch von so vielem überlagert, daß man meinen könnte, daß es wirkungslos wäre, wenn man das Medientheater ansieht. Aber - NUR das ist wirkungsvoll. Jedes wahrhaftig, sittlich gelebte Leben, das erst die Augen öffnet, hebt alle diese Mächte aus dem Sattel.






*230517*

Denn sie wissen nicht was sie tun

Der amerikanische Pater, der Exorzist und Philosoph Chad Ripperger führt ein Beispiel für seine Behauptung an, daß die heutige Psychologie zum allergrößten Teil keine Ahnung hat, was sie überhaupt macht. Denn ihre Methode entspricht nicht dem Gegenstand, der Seele. Damit kann man ihr auch nicht den Status einer Wissenschaft zusprechen.

Ihr Konzept vom Menschen als höherentwickeltem Tier reduziert ihn auf einen materiellen, mechanistischen Gegenstand. Aber die Seele ist beim Menschen eine Geistseele, das heißt, daß ihre wesentlichen Vorgänge den immateriellen Bereich Geist und damit die Wahrheit betreffen. Die heutige sogenannten empirisch-naturwissenschaftliche Psychologie kann damit überhaupt nichts anfangen. Es sei denn, sie materialisiert auch den Begriff von Geist. Und damit wird auch das erste Problem des Menschen, sein Verhältnis zum reinen Geist - Gott - schwerstens deformiert. Er wird zu einem psychologischen Faktor, bestenfalls in seinen Nützlichkeiten bewertet. Die fatalste Wirkung ist die Umdeutung der menschlichen Schuld. Das begründet sich schon alleine aus der Tatsache, daß die Gründerväter der modernen Psychologie sämtlich Atheisten waren.

Auf dieser verfehlten Anthropologie basiert auch ihre Wirkweise. Sie implementiert in ihre Klienten ein geistiges Konstrukt, weiß das in der Regel aber nicht einmal oder kennt nicht deren Implikationen (denn solche Konstrukte enthalten ja auch eine gesamte Wertewelt, also die Art sich zu sinnlichen Eindrücken, inneren Bewegungen, Gedankenbewegungen etc. zu verhalten.) Es ist, als würde man ein Stützkorsett einbauen, in das dann sämtliches Seelenleben des Patienten eingefügt wird. Der Patient trägt somit nicht mehr seine Seele mit sich herum, sondern ein lebensloses Wahrheitskonzept beherrscht sein Denken und Urteilen. Mit dem die gesamte Welt um ihn herum mit der Zeit zu einem ebensolchen toten Konstrukt wird.

Zur wirklichen Welt fehlt ihm bald jeder Zugang, er wurde regelrecht zu einem "Zombie" deformiert, deren Abhängigkeit vom Psychologen auch extrem hoch ist und steigt. Es wird ihnen immer schwieriger, noch ein offenes Verhältnis zur Wahrheit aufzubauen. Denn die Psychologie befaßt sich nur damit, ein bestimmtes subjektives Verhältnis zur Welt und den Erlebnissen herstellen zu können, dessen Kriterien letztlich undefinierbar sind und in verschwommenen Begriffen von "Wohlbefinden" verankert werden. Objektive, naturrechtlich feststehende Kriterien gibt es nicht. Dazu wird ein Grundbefinden des "Selbstwertgefühls" gemischt, sodaß die Lebenshaltung die Vermeidung genau der Dinge mit sich bringt, die mit Wirklichkeit zu tun haben. Leben wird zur Methode der Schmerzvermeidung und Selbsterlösung über Situationskontrolle.

In San Franzisco wurde ein Experiment angestellt. 1000 Menschen mit psychologischen Schwierigkeiten wurden zuerst Psychologen gegenübergesetzt. Dann wurde erhoben, wievielen dieser Patienten geholfen wurde. Das gleiche Experiment wurde dann mit Menschen von der Straße gemacht. Nun saßen diesen Menschen mit seelischen Schwierigkeiten also völlige Laien des Alltags gegenüber. Das Ergebnis war frappant: Diese Laien konnten den Patienten in signifikat höherem Maß helfen als die Psychologen es vermocht hatten.

Moderne Psychologie, die sogar offiziell eine höchst bescheidene "Erfolgsquote" von 10 % angibt,  ist nicht in der Lage, menschliche seelische Probleme zu "lösen". Sie kann sie nur verdrängen, künstlich metastasieren, weil sie schon aufgrund ihrer Methodologie ein verfehltes Konzept von "Heil" und "Heilung" vertreten muß. Sie kann bis auf den heutigen Tag nicht definieren, was "geistig gesund" überhaupt bedeutet, und deshalb gibt es nahezu eben so viele psychologischen Methoden und Ansichten dazu, wie es Psychologen gibt. Aber sie haben katastrophalen Einfluß auf das psycho-soziale Klima genommen. Praktisch alle Lebensbereiche heute sind von ihren Irrtümern und Verrücktheiten durchdrungen.

Besonders fatal hat sich das auch auf die Pastoral ausgewirkt. Denn Pastoral (als Seelsorge) wird heute fast nur noch als angewandte Psychologie verstanden. Das heißt, daß sie mit einem von der Psychologie übernommenen Heilskonzept auf die Menschen losgelassen werden. Da verlassen, so Ripperger, schon Generationen von Priestern die Seminare und haben keine Ahnung selbst von den elementarsten geistigen Prinzipien des Seelenlebens.

Man muß deshalb dringend vor der heutigen Psychologie warnen! Nur eines kann den Menschen in den Zustand der Gesundheit bringen, und das ist die Wahrheit, und das ist die Katholische Kirche als irdische, personale Realität und Gestalt der Wahrheit.







Hinweis: Fr. Ripperger ersucht, seine Videos durch eine Spende "zu honorieren". Er bezeichnet die Videos und Vorträge als "Bußvorträge", denen auch eine konkrete Tat - eine Spende - entsprechen sollte. Er schlägt 1 Dollar pro Vortrag vor. Die Spende kann über seine Seiten abgewickelt werden.





*180517*

Samstag, 17. Juni 2017

Von der Wirklichkeit der Flüchtlingsnot

Der VdZ "klaut" nun eimal einfach etwas von einer Facebook-Seite. Einen nach all seiner Erfahrung (und die ist mit Verlaub nicht gering) höchst plausiblen Bericht darüber, wie es einem deutschen Vermieter mit Unterkünften für "Asylwerber" (aus Afghanistan) ergangen ist. Genießen Sie, werter Leser, denn genießen kann man nur das Reale. Dieser Bericht ist, bitte schön, ein Stück Literatur, das über bloße Fakten hinaus einen Eindruck gibt, worum es bei dieser ganzen "Flüchtlingsfrage" geht. Und welche Menschen, mnti welchem geistigen Hintergrund, welcher Persönlichkeit, welcher Menschenkenntnis, welcher Sachkenntnis hier das Sagen haben.


Hatte heute ein interessantes Gespräch mit einem ortsansässigen Bauunternehmer.
Dieser hat ein Gebäude gekauft, um dieses später zu vermieten und dadurch ein Zubrot zu seiner Altersversorgung zu haben. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein etwas größeres Ein- oder Zweifamilienhaus.
Für eine Periode von fünf Jahren stellt er das Gebäude der Gemeinde zur Verfügung, um dort Asylbewerber unterzubringen. Je nach Dauer der Flüchtlingskrise überlegt er, das Haus für weitere fünf Jahre an die Gemeinde zu vermieten.
Es gab viele Auflagen, damit in das Anwesen Asylanten einziehen durften. So musste das Haus in Zimmer unterteilt werden. 14 Quadratmeter für je zwei Bewohner. In jedem Raum musste ein Rauchmelder angebracht werden. Eine neue Küche wurde eingebaut und neue Bäder errichtet.
Im Gebäude leben derzeit 21 Afghanen. Pro Asylant erhält der

Bauunternehmer 140,00 EUR im Monat. Das ergibt Einnahmen in Höhe von 2.940,00 EUR monatlich.
Dieser Betrag stellt die Miete an den Hauseigentümer dar. Sämtliche Nebenkosten werden direkt von den Behörden bezahlt.
In der letzten Heizperiode wurden laut Auskunft des Eigentümers über 10.000 Liter Heizöl verbraucht!! Zudem errechnete sich ein Stromverbrauch für ca. ein Jahr in Höhe von 35.000 kWh!! Die Müllgebühren haben sich nahezu verdreifacht, da die Bewohner nicht in der Lage sind, ihren Müll zu trennen.
Entsetzt über die immens hohen Nebenkosten setzte sich der Bauunternehmer mit der Gemeinde in Verbindung, damit diese auf die Asylanten einwirken könne, doch etwas sparsamer mit Strom und Heizöl 

umzugehen. Seiner Meinung nach ginge es nicht in Ordnung, dass der Steuerzahler für diese exorbitante Verschwendung aufkäme. Er wurde beim zuständigen Sachbearbeiter vorstellig und erklärte, dass die Heizung das ganze Jahr über – im Winter und im Sommer - voll aufgedreht sei. Wenn es den Bewohnern zu warm werde, würden sie einfach die Fenster öffnen. Sämtliche elektrischen Geräte wären im Dauerbetrieb, das Licht würde die ganze Nacht brennen.
Zudem wurden sämtliche Rauchmelder mit brachialer Gewalt aus der Decke gebrochen, weil diese ständig losgehen, da in den Räumen massiv geraucht wird. Nach Aufforderung der Behörden wurden diese Rauchmelder sofort vom Bauunternehmer erneuert und unter massiven Stahlgittern angebracht. Auch diese Stahlgitter wurden samt Rauchmelder

aus der Decke gestemmt. Der Herd in der Küche ist ständig defekt, da die Bewohner ihre Fladenbrote direkt auf der Herdplatte „grillen“ und es deshalb auch immer wieder zu Kurzschluss und Stromausfall kommt. In den Bädern sind die Waschbecken, Duschwannen und WCs innerhalb eines knappen Jahres dunkelbraun verfärbt. Der von der Kommune verpflichtete Reinigungsdienst wird der Lage nicht mehr Herr.
Im Winter kommt der Schneeräumdienst, im Sommer werden die Außenanlagen von einem Hausmeisterbetrieb in Ordnung gehalten. Auf Anfrage des Bauunternehmers, ob die Asylanten diese Dienste nicht selbst übernehmen könnten, erhielt er als Antwort, dass die dort untergebrachten Asylbewerber auf 450,00 EUR-Basis arbeiten dürften, davon jedoch etwas über 300,00 EUR auf die staatlichen Leistungen angerechnet würden. Dem Asylbewerber blieben somit lediglich ca. 100,00 EUR mehr und dafür würde kein einziger der Bewohner arbeiten. Abschließend wurde dem Bauunternehmer nahegelegt, doch in Zukunft einfach seine Miete zu kassieren und die Nebenkosten nicht zu hinterfragen….schließlich müsse ja er diese nicht bezahlen, sondern das übernähme ja der Staat.

Mir stellt sich nun die Frage, was denn die vielen eifrigen Asylhelfer für ihre Aufwandspauschale tun, die sie monatlich vom Staat kassieren. Man könnte doch den Asylanten zumindest beibringen, wie man Müll trennt und Energiekosten spart.




*250517*

Der Samstag-Nachmittag-Film

Wer wissen will, WAS ein Arzt ist, der sollte die Memoiren von Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch "Sauerbruch - Das war mein Leben" lesen. Ein Buch voller Weisheit, Klugheit und Sachkenntnis. Ein Buch eines bedeutenden Menschen und großartigen Mediziners, der Meilensteine setzte, die bis heute gelten, gespickt mit interessanten Begebenheiten, u. a. einer aufschlußreichen Begnung mit Hitler. Der Film versucht das ein wenig einzufangen, natürlich gelingt es nur als Unterhaltung. Als gute Unterhaltung. So nebenbei gibt er Einblicke in die Lebensbedingungen in Deutschland unmittelbar nach Kriegsende 1945. In der Hauptrolle: Ewald Balser! Hören Sie die Stimme, geneigte Leser ...








*020517*

Freitag, 16. Juni 2017

Dämonen unserer Generation (3)

Teil 3) Generationenübergreifende Geister




Im dritten Teil geht Fr. Ripperger noch nüäher auf die Maßnahmen ein,k die man gegen die dämonischen Besessenheiten der Gegenwart ergreifen kann und muß. Das erste Prinzip ist, daß man genau die den dämonischen Absichten der Zerstörung (= Sünde) entgegengesetzten Tugenden ergreifen und stärken muß. Und hier beginnt alles beim Fasten und beim Gebet. 

Damit bindet auch ein Mensch in hierarchisch obergeordneter Positiion - etwa ein Vater gegenüber der Familie, ein Chef gegenüber seinen Beschäftigten, ein König also seinem Land gegenüber - die Mächte über seine ihm Untergebenen, ihm Überantworteten. Denn die Dämonen wirken vor allem über die Ungerechtigkeit, und das heißt: den objektiven Ungeordnetheiten in einer menschlichen Einheit. So läßt sich almählich auch die Beschädigung aller Zubehörigen auf geistiger Ebene beheben. Wirksamstes Mittel dazu ist die Heilige Messe. Nicht der Familienbaum selbst ist nämlich heilbar, sondern die Mitglieder, die Zubehörigen dazu, und so wird auch die Kraft des Familienbaumes wieder aus seiner Natur heraus aktiv.

Wichtig dabei ist, sich zuerst um die eigentliche, engste Familienlinie der Zubehörigen zu kümmern, vor allem im Gebet für die anderen. Man sollte vorerst zumindest nicht darüber hinaus denken. Wer vieles zu retten versucht, wird alles verlieren! Dazu sollte man auch nicht auf das Fürbittgebet zu Heiligen vergessen, die speziell für bestimmte Dinge bekannt sind. Sie vermögen sehr effizient gegen bestimmte Geister beizustehen, sie zu blockieren. (Übrigens: Das ist ein Sinn des kirchlichen Jahreskreises, der ja das gesamte Heilsleben der Kirche umschließt, beschreibt, und die Mittel dazu fügt. So wie der Jahreskreis die Vollkommenheit der Natur in ihrem besten Gewese umfaßt.) 

Die Hilfe der Priester ist dabei Schlüsselmoment. Und zwar in der Beichte. Ihr Amt ist völlig unabhängig von ihrem persönlichen sittlichen Zustand! Wichtig ist jenes Vertrauen, daß der andere kraft seines Ortes, seines Amtes, das beiträgt, was einem fehlt. Klar, viele Priester sind persönlich faule, dumme oder gar verabscheuenswerte Schuster. Aber das ist hier unwesentlich. Ihre Weihe, ihr Amt vor allem wirkt, und wenn sie noch so große Nasenbohrer sind und vom Seelenleben keine Ahnung haben. 

Wichtig: Die Dämonen haben für Seelen im Fegefeuer keine Relevanz. Sie können dort nicht mehr zugreifen. Zurück bleibt jeweils nur die persönliche Schuld, der persönliche Zustand, als Endergebnis ihres individuellen Lebens. (Empfehlung des VdZ: Dantes "Divina commedia" lesen!) 

Derzeit erlebt freilich jeder (Amerikaner; Ripperger ist US-Bürger) eine völlige Auslieferung an die dämonischen Mächte durch die Führungskräfte. Dennoch sollte man wählen gehen - wenn, WENN ein größeres Übel zu vermeiden wäre, und WENN die Wahl nicht offensichtlich völliger Betrug ist. Wenn das nicht der Fall ist, wäre zur Wahl zu gehen sogar Pflicht.

In jedem Fall ist Geduld und Beharrlichkeit angesagt. Denn Wenn auch die Gebete Jesu - der Gott war und ist - sofort wirken, weil Gottes Wort im selben Moment des Ausgehens auch Befehl ist, wird das Wort des Menschen in dem Maß wirksam, als er selbst christusförmig wird. Ein langer Weg!

Besonders und von der Erfahrung als Exorzist gestützt waren Gebete der Anrufung des Heiligen Blutes Jesu Christi. Sie wirken äußerst effektiv gegen dämonische Mächte. Denn im Blut Christi hat sich die göttliche Existenz in eine Art "irdische Hinterlassenschaft" gespalten.

Höchst kritisch äußert sich Ripperger gegen den "ökumenischen Dialog". Praktisch immer werden damit Dämonen (der anderen Religionen, und jede dem kathollischen "andere" Religion ist auf die eine oder andere Art dämonisch) in die eigene Existenz eingeladen.

Interessant, was er über die Presse- und Redefreiheit sagt. Denn die Presse hat keineswegs das "Recht", über "alles " zu berichten. Es gibt Rechte und Bereiche des Individuums, die niemanden etwas angehen. Freiheit kann es nur in Übereinstimmug mit dem Naturrecht, mit dem göttlichen Recht (als Schöpfer bzw. als Schöpfung) geben.

Kein Dämon hat Macht oder Zugang zu unserem Willen und unserem von diesem abgesteckten Verstand. Er hat aber "Ohren", er hört, was wir sagen, auch wenn das nur "mental" geschieht. So wirken ja auch Gebete. Und in diesem geistigen Raum können auch Dämonen unsere Gedanken hören, die durch die Sünde eben zu ... dämonischen Anrufungen werden.

Drogen, psychologistische Methoden haben aber genau diese Wirkung: Sie verhindern durch körperliche Wirkung, den Zielraum eigener Bedürfnisse abzugrenzen oder zu formieren. Deshalb muß man auch auf die Medizin achten, die man einnimmt.

So nebenbei: Ein ganz wichtiger Einschränkungshinweis auf das, was man heute so großzügig "human" Palleativ-Medizin nennt. Wenn diese nämlich die Willens- und Urteilskraft des Patienten einschränkt ist sie von schwerem Übel.*








Hinweis: Fr. Ripperger ersucht, seine Videos durch eine Spende "zu honorieren". Er bezeichnet die Videos und Vorträge als "Bußvorträge", denen auch eine konkrete Tat - eine Spende - entsprechen sollte. Er schlägt 1 Dollar pro Vortrag vor. Die Spende kann über seine Seiten abgewickelt werden.





*So nebenbei: Ein einmal bereits kurz vor dem Tod stehender Patient hatte dem VdZ erst jüngst erzählt, daß die Medikamente, die man ihm zur "Schmerzvermeidung" eingespritzt hatte, ihn, der noch lebte und bis heute lebt, die Schmerzen sehr wohl hatte fühlen lassen, aber die Fähigkeit, darauf zu reagieren, völlig blockiert hatte. Das entspricht auch Berichten über "Hirntote" bei Organentnahmen. Die ... sind nicht tot!







*190517*

Alles, nur kein Kritiker

Lustigerweise wurde Reinhard Mey als "Gesellschaftskritiker" bekannt. Aber genau darin war er höchst leichtgewichtig. Seine Kraft lag immer im natürlichen Nahesein zum Schönen, zur Substanz. Wie lächerlich das war, wird uns heute bei Liedern wie diesem bewußt, wo alle meinten, er hätte den "Nerv der Zeit" als Kritiker getroffen. Hach, dürfen wir heute darob befeit lachen! Und uns seinen anderen Liedern zuwenden. Wo er wesentlich wurde. Und nicht meinte auch etwas "Gescheites" zu sagen zu haben, was er nie hatte. Und erst dort war er großartig.

Ein wunderbares Lied. Nur - sicher kein kritisch-relevantes! Und doch glaubten damals, aus der Generation und Zeitstimmung der 68er, so viele, daß sie "kritisch" und relevant wären.









*140517*

Donnerstag, 15. Juni 2017

Dämonen unserer Generation (2)

 Teil 2) Generationenübergreifende Geister




Im zweiten Teil beginnt Fr. Ripperger mit der Frage, wie man spezifische Dämonien innerhalb einer Familie erkennen kann. Dabei sollte man mit der Suche nach sich häufig wiederholenden Verhaltensmustern beginnen. Also ob z. B. bestimmte Sünden oder Laster sich über Generationen häufen. Dem muß dann die Analyse folgen, wo diese spezifischen Neigungen geistig verankert sind. Dazu braucht es ganz gewiß Seelenkenntnis, denn man muß auch erkennen können, wie die Neigungen zusammenhängen. Denn es gibt Hauptsünden, Hauptdämonien, und aus ihnen hervorgehende "Töchter". Aber man kann Wurzeln erkennen, wenn man den Menschen kennt. Gerade die Wurzeln aber sind oft am schwierigsten zu erkennen, weil sie oft sehr geschickt verborgen werden, auch, ja vor allem vor sich selbst. Das ist wichtig, weil sich oft Einzelprobleme gar nicht direkt beheben lassen, weil sie sich aus anderen Wurzeln nähren.

Ripperger führt einige Beispiele über Zusammenhänge an. Und bringt wichtige Aussagen über die Art, wie man lernen kann, die inneren Vorgänge unterscheiden zu lernen. Der wichtigste Punkt dabei ist das tägliche stille, offene Gebet vor Gott. Beruhigen sich die äußeren Vorgänge, sinken sie ab, und es wird bald klar, was reine Gefühle, und was wirkliche innere, geistige Gewißheiten sind. GOTT BEWEGT UNS NIE ZU ODER ÜBER GEFÜHLE! Geistige Klarheiten schauen ganz anders aus. 

Die Gnade erhellt den Verstand, und stärkt den Willen - das hat mit Gefühlen nichts zu tun. Die der Romantik entstammende Vorstellung, daß Frömmigkeit, Sammlung vor Gott "reines Gefühl" seien, ist schlicht und ergreifend falsch. Menschen, die glauben, Gott, den reinen Geist, "fühlen" zu können, folgen nur jenen Gefühlen, die sie gerne hätten. Im Gegenteil, Gefühle verhindern im Grunde geistige Klarheit. Deshalb sollte man sich darin einüben, sie "austoben" zu lassen, und das in Ruhe abzuwarten, bis der Geist klar werden kann. Aber Vorsicht! Vorsicht deshalb, weil die Wirkung dieser Geister sehr sehr subtil und "still" erfolgt. Man sollte also nicht glauben, weil man "nichts hört", sie würden nicht zu einem sprechen! Sie tun es, aber - außersinnlich. Genau so, wie die Dämonen wirken.

Der nächste wichtige Punkt ist deshalb, in Zwiesprache mit dem Schutzengel (und dem Schutzengel der Familie) zu treten. Denn diese Schutzengel sehen ganz exakt, worum es geht, sie sehen auch die Dämonen und wissen, was sie in der Familie, bei einem selbst bewirken. 

Was direkt dazu überführt, sich an die Schmerzensmutter, der Gottesmutter, zu wenden. Sie, die Mittlerin aller Gnaden (deshalb Sinnbild der Kirche!), weiß um alles, und ihr gegenüber kann sich der Mensch völlig öffnen. Und wenn schon nicht der Verstand erfährt, was für Dämonen in der Familie bzw. über die Generationen auf einen wirken, so sind es oft einfach Gnaden, die man erhält. Die Erfahrung hat gezeigt, so Ripperger, daß 80 % aller Menschen, die diesen Weg konsequent gingen, von dem, was sie mit der Zeit gnadenhaft erkannten, völlig überraschend für sie war. Und ihre gesamte Vergangenheit und Gegenwart aufhellte, sodaß sie überrascht sahen, in welchem Umfang dieses Problem ihr eigenes Leben und das der Familie dominierte. Plötzlich erkannten sie, was für Schädigungen ihres gesamten familiären Umfeldes aus diesem spezifischen (dämonischen) Geist stammten. 

Das Erkennen dieses Ungeistes ist die erste Voraussetzung, ihn letztendlich aus dem eigenen Leben hinauswerfen zu können. Dabei sollte man sich insofern bescheiden, als man sich einmal ums eigene Leben kümmern sollte. Aus ganzen familiären Umfeldern lassen sich Ungeister kaum je zur Gänze entfernen, immer bleiben welche, die daran festhalten. Man kann bestenfalls aufklärend wirken. Das Wachstum in der eigenen Tugend, das Schwächerwerden oder gar Verschwinden von Neigungen zur Sünde, ist das sicherste Erkennungsmerkmal, daß das Leben in der Gnade und Vorsehung Gottes - also befreit vom Zerstörungswillens der Dämonen - wächst.

Dabei darf man nicht glauben, daß damit die Dämonen auch völlig verschwinden. Gott "hält sie an der kurzen Leine", ja, sagt Fr. Ripperger, aber das heißt nicht, daß er sie völlig aus eines Leben fernhält. Er kann zulassen, daß sie einen weiterhin plagen, und oft sind sie sogar Wege zur eigenen Heiligung - gerade in und durch Bewährung. Oder sogar ... durch das "Rückstutzen", als Bewahren vor Stolz, durch das Erlebnis der Unterlegenheit ohne Gnade. 

Und ohne Gnade fällt der Mensch sogar auf das zurück, was man als "genetische Entropie" bezeichnet: Aus sich heraus wird der Mensch immer dümmer, fällt mehr und mehr zurück. Und wir brauchen den Verstand! Wir brauchen ihn, weil der Mensch aus sich heraus ja nie "das Böse" sucht. Er sucht immer ein Gut. Aber er muß dieses Gut einordnen, es ist in das Geflecht der Wahrheit eingebettet, und nur an seinem richtigen Ort ist ein Gut auch moralisch ein gutes Ding. Ohne Gnade, ohne übernatürliche Erhellung vergewaltigen wir immer unseren Verstand, der aus sich heraus zu keiner Hierarchie des Guten kommen KANN.

Dabei gibt es keine "Patentrezepte". Denn gerade bei Geistern, die Familien plagen, finden sich immer sehr spezifische, nur dort so vorhandene Bedingungen. Es gibt nur Generalbedingungen, wie eben die Grundaussagen zur Gnade und ihrer Hierarchie. Dabei - bemerkenswert! - steht der Exorzist auf der erst dritten Stufe der siebenstufigen Weihe des Priesters als vollen Gnadenmittler. Der Kampf gegen Dämonen ist also eine sehr grundlegende, die weiteren Stufen erst öffnende Stufe im individuellen Gnadenleben. Er steht zwischen Lektor (Wort) und dem Dienst am Altar (Akolyth), der bereits eine bestimmte Reinheit braucht. 

Erhellend in umfassenderem Sinn sind einige spezifischere Aussagen von Ripperger zu seiner Tätigkeit als Exorzist: Dämonen sind (bei Exorzismen erfahrbar) nicht an der Weihe des Exorzisten selbst interessiert, die ist fast Nebensache (und Voraussetzung, das sowieso). Sondern nur daran, ob er die offizielle und explizite Ermächtigung durch die Hierarchie hat, einen Exorzismus vorzunehmen. An anderer Stelle meint Ripperger ebenfalls, daß es einen Unterschied in der Effektivität des Exorzismus im Alten und im Neuen Ritus gibt. Zwar nicht immer, manchmal wirkt der neue Ritus sogar effizienter, aber generell. Das besetätigen auch andere Exorzisten. Der alte Ritus BEFAHL IM NAMEN CHRISTI, also in Vollmacht, der neue wendet sich aber ständig an Gott und bitte IHN zu wirken. Man hätte, meint der Exorzist, den alten Ritus also belassen und höchstens ergänzen sollen. Stattdessen haben ein paar Leute, denen noch dazu jede Spezialerfahrung fehlt, den Ritus verändert wie sie es sich dachten. Einen Ritus, der in zweitausend Jahren entstanden war und auf zweitausendjähriger Erfahrung beruhte, wurde so in ein paar Monaten umgestaltet. Ein Exorzismus ist aber ein hochspezifischer, sehr sachlicher Eingriff, der ganz genauen Sachgesetzen folgen muß, und als Eingriff dem eines Arztes zu vergleichen. Er ist keine fromme Gemeinschaftsübung.







Hinweis: Fr. Ripperger ersucht, seine Videos durch eine Spende "zu honorieren". Er bezeichnet die Videos und Vorträge als "Bußvorträge", denen auch eine konkrete Tat - eine Spende - entsprechen sollte. Er schlägt 1 Dollar pro Vortrag vor. Die Spende kann über seine Seiten abgewickelt werden.


Morgen Teil 3)





*190517*

Raum und Mensch

Die Welt besitzen, beherrschen, gerade dort, wo sie groß bereits als Welt auftritt. Architektur.



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*090517*

Mittwoch, 14. Juni 2017

Dämonen unserer Generation (1)

 Teil 1) Generationenübergreifende Geister




Was es im Guten gibt - über die Engel - gibt es natürlich auch im Negativen, in Form von Dämonen. Wie die Engel versuchen sie, in ihren jeweiligen Aspekten den Menschen geistig in ihr Ebenbild zu verwandeln. Und wie bei den Engeln gibt es deshalb Bereiche, die von ihnen beherrscht werden. Das heißt nicht, daß jeder Mensch von ihnen besessen sein muß. Das heißt aber sicher, daß jeder Mensch, der in diesem Bereich lebt, damit zu tun hat und sie überwinden muß. Sie sagen also etwas über die Natur der geistigen Kämpfe aus, die diese Menschen zu führen haben. 

Es gibt Dämonen die sich auf Städte beziehen, auf Länder, auf einzelne Völker, auf einzelne Familien,  auf Landschaften, einfach auf alle möglichen bestimmten Lebensbereiche, sagt der amerikanische Philosoph und Exorzist Chad Ripperger (USA) in diesem dreiteiligen Vortrag, der so hörenswert ist, daß wir ihn ab heute hier bringen. Ripperger berichtet hier keineswegs von Spekulationen, sondern von seinen Erfahrungen und denen zahlreicher anderer Exorzisten.

Und genau so gibt es sie für Generationen. Dort ist ganz besonders der innere Zusammenhang mit seelischen und sittlichen Prozessen zu erkennen. Denn Dämonie ist anders als Hollywood-Filme (auch wenn manche dieser Filme manchmal Dämonie und Besessenheit im Einzelnen gar nicht so falsch darstellen, doch werden meist die Zusammenhänge nicht erkannt) sie darstellen in den seltensten Fällen ein plötzliches Ereignis. Es ist Ergebnis einer allmählich zur Haltung, zur Zustimmung wachsenden Zulassung des Bösen durch menschlichen Willen, und zwar mit dem effektivsten Vehikel: Der Sünde, der Naturwidrigkeit. Nur dort ist Besessenheit möglich. Sodaß der sicherste Weg sie zu bekämpfen der ist, sich um Heiligkeit zu mühen. Denn erst Heiligkeit kann ja als Pendant zu dem gesehen werden, was man als "geistige Gesundheit" bezeichnen kann.

Tatsache ist ganz gewiß, daß die Art und Inhalte, die Menschen denken, keineswegs als "rationale Eigenleistung" begriffen werden kann. Das kann sein, ist es aber oft nicht. Gerade in sittlichen Verfehlungen geschehen oft Verhängungen, etwa in der Art wie in einem Bereich Sünde gelebt oder verleugnet wird, wie sie in den Medien präsentiert, in den Familien erzählt wird etc. etc., die jeweils ganze Generationen umfassen. Deshalb hat die Autorität der jeweiligen Familie oder menschlichen Einheit ganz besondere Bedeutung, denn über sie wird Besesssenheit am sichersten in diese Einheit eingeschleust und kann effizient eine Struktur durchdringen.
Manche Sünden tendieren deshalb ganz besonders dazu, sich als Tor zur Dämonie über Generationen weiterzureichen. So wie der Kindesmißbrauch, oder Alkoholismus. Sieht man davon ab, daß auch Flüche Ausgangspunkt von dämonischen Besessenheiten sein können. Alles kein Grund, um sich davor zu fürchten, aber jeder Grund, achtsam zu sein.

Man darf dabei nicht in den Fehler verfallen, sich Dämonen (wie Engel, dort trifft es genauso zu) zu "bildhaft", zu "dinghaft" vorzustellen. Sie sind geistige Wirkmächte und deshalb keine Kategorie der Sinne. Sinnenhaft sind nur ihre Wirkungen. Und damit an den Gedanken, oder deren Tendenzen. Denn Dämonen sind eben personalisierter Wirkwille. In dem Fall und ausnahmslos Wirkwille zur Zerstörung, der personale Manifestation - eben: im Menschen! und über ihn: in allem, was ihm zugeordnet, unterstellt ist - braucht. Deshalb enthält der originale katholische Taufritus auch einen dreistufigen Exorzismus. Es ist ein Erfahrungsumstand, daß sich Dämonen über Jahrhunderte an einem Ort festsetzen können und Generation um Generation neu durchwirken (wobei sie manchmal auch Einzelpersonen oder -generationen überspringen.)

Viele aktuelle Probleme in Familien sind deshalb auch nicht "deren Schuld", sondern übernommene Fehlhaltungen und dämonische, aktuelel Wirkungen. Z. B. die Unreinheit ist ein sehr häufiges Phänomen mit der Folge bestimmter Dämonie, die über Generationen fortwirkt. Damit ist auch klar, daß Menschen und Familien unter oft schweren Belastungen aus früheren Generationen stehen können. Der amerikanische Exorzist weist auf eine Erfahrung hin, die viele Beichtiger gemacht haben: Daß sich innerhalb einer Familie ganz bestimmte Sünden oder Sündenneigungen auffällig konzentrieren, noch dazu in hierarchischer Abstufung. Das kann Hinweis auf dämonisches Wirken sein.

Übrigens: Ripperger weist immer wieder, auch hier, darauf in, daß sich auch in der sogenannten katholischen Traditionsbewegung sehr manifeste Dämonien festgesetzt haben. Ihre Kritikbereitschaft ist oft genug also keineswegs intellektueller Redlichkeit oder moralischem Hochstand zuzuschreiben, sondern dem Dämon des Kritizismus. (Ripperger weist an anderer Stelle einmal darauf hin, daß ihn immer wieder überrascht hat, wie wenig Fortschritt zur Heiligkeit sich gerade in traditionell-katholischen Kreisen findet).

Dämonen sind wie Fliegen, hat man eine, sind bald andere da. Sie streben danach, von einer Person ausgehend seine ganze Umgebung (namentlich v. a. die Familie) zu befallen. Das dedshalb gesagt, weil da mit auch ihre geistige Natur begreifbarer wird. Denn jede menschliche, kulturelle, zivilisatorische Einheit hat eben Hierarchiestruktur, also ein Zueinander von Menschen im Geben und Nehmen. V. a. Kinder übernehmen ja ganze Strukturen an Wert- und Haltungsgefügen.

Was ist der Geist der gegenwärtigen USA? Ripperger hält nicht hinterm Berg: Geiz (Habsucht) und Betrug. Das ist die Folge des sogenannten freien, zügellosen Kapitalismus. Denn ein solches System führt automatisch zur Konzentration von Macht und Einfluß in den Händen immer weniger Menschen. Diese Dämonie besteht wie ein "Aufruf" an alle Amerikaner und manifestiert sich in ganz spezifischen, auch und vor allem psychologischen Konstellationen. Dabei kamen diese Dämonen nciht "von selbst", sondern in der Generationenlinie läßt sich immer ein sehr spezifischer Anfang finden, in Gestalt einer Person, die über die Sünde dieses Tor das erste mal öffnete.

Wie ist solchen Dämonien zu begegnen, wie sind sie zu überwinden? Prinzipiell müssen sie als Auftrag verstanden werden, sie durch die entsprechend entgegengesetzte Tugend zu überwinden. Stolz, Neid durch Demut, Unkeuschheit durch Keuschheit, und so weiter. Auch wenn es oft sehr viel Anstrengung und Geduld, ja generationenlange Geduld braucht, um sie definitiv "aus dem Haus zu werfen". Vor allem, wo sie hierarchisch stark verankert sind.







Hinweis: Fr. Ripperger ersucht, seine Videos durch eine Spende "zu honorieren". Er bezeichnet die Videos und Vorträge als "Bußvorträge", denen auch eine konkrete Tat - eine Spende - entsprechen sollte. Er schlägt 1 Dollar pro Vortrag vor. Die Spende kann über seine Seiten abgewickelt werden.


Morgen Teil 2)





*190517*

Frau und Nebel

Wo Frau nicht dem Nebel geboren ist, dem sie zu entreißen ist, ist sie nicht.


Gesehen auf Bon Plaisir




*090517*

Dienstag, 13. Juni 2017

Weil es sonst nirgendwo zu lesen stand

Es war nirgendwo in den Medien zu finden, wir übernehmen eine Passage eines Berichts deshalb aus EIKE: Seit 19 Jahren wird kein globaler Temperaturanstieg mehr gemessen.


"Aber letzte Woche wurden wir vom dänischen Meteorologischen Institut (DMI) mit der Nachricht auf die Erde zurückgebracht, dass seit Dezember die arktischen Temperaturen konsequent niedriger als minus 20 C waren. Die Ausdehnung des arktischen Meereises war im April dann wieder dort, wo sie vor 13 Jahren war. Darüber hinaus, war im Jahr 2008 das meiste Eis extrem dünn, in diesem Jahr war das meiste jedoch mindestens zwei Meter dick. Im vergangenen Winter wuchs die Eiskappe auf Grönland schneller als zu jeder anderen Zeit seit Jahren.


Auch die Satelliten zeigen nun an, dass in den letzten Monaten die globalen Temperaturen um mehr als 0,6 Grad abgesunken sind: So wie es vor 17 Jahren passierte, nachdem ein ähnlich starker El Niño auch 1998 zum „Heißesten Jahr der Aufzeichnungen“ machte.

Das bedeutet, dass der globale Temperaturverlauf seit 19 Jahren keine weitere Erwärmung mehr zeigt."

Und nur im Spiegel war zu lesen, was seit etlichen Jahren so auffällig ist, daß nun auch das Hamburger Max Planck-Institut darauf reagierte. Unter Berufung auf eine aktuelle Studie der ETH Zürich verkündete es nun schüchtern, daß das wohl wirklich so sei. Aber man wissen immerhin nicht, was diesen "Hiatus" (Stillstand) in der Klimaerwärmung (war es je eine solche? der VdZ hat selbst daran seine Zweifel) seit über 19 Jahren bewirkt habe.  Trotz ständig weiter steigender CO2-Gehalte der Atmosphäre. (Und das wäre die eigentliche Katastrophe: Diesen Zusammenhang zerrissen zu bekommen. Der US-Senator James Inhofe hat es in seinem großartigen Buch "The Greatest Hoax" dargestellt: Es ist ein einziger Betrug, der zu vielen nützt, als daß er aufgedeckt werden dürfte, aber zu vielen nützt, um nicht in seiner Bedrohlichkeit als Vehikel von Machtwahn erkannt zu werden.)

Neuester Clou dabei: Die Erwärmungsphantasten wollen ihre Computermodelle (übrigens: Computermodelle und deren Ergebnisse sind schon per se niemals Wissenschaft, sie sind bestenfalls Instrumente der Wissenschaft; so wie ein Mikroskop; kein Mikroskop, kein Instrument sagt AUS SICH HERAUS etwas über das Beobachtete aus, kein Instrument ist PER SE wissenschaftlich; Anm.) auf denen der ganze Wahnsinn beruht (beruht? Nein, die als Ausrede dienen), und die kläglich versagen, also diesen Hiatus nicht nachbilden können, genau so wenig wie die Vergangenheit, das ist noch augenfälliger) dadurch retten, daß längst schon Behauptugnen kursieren, daß diese Modelle nur für Langfristvorhersagen funktionieren, nicht im kurzfristigen Bereich. 

Aha? Gerade dort aber - und das sagt die Logik - können sie GAR NICHTS leisten. Denn hochgradig komplexe Modelle (wie das Klima in jedem Fall ist, das bestreitet auch niemand) ENTZIEHEN sich JEDER Vorhersagbarkeitsmöglichkeit, schon gar über lange Fristen.

Weiteres Detail dabei: Die Temperaturen über den Weltmeeren, die immerhin 71 % der Erdoberfläche ausmachen, fallen laut Satellitendaten schon seit langem. Das hat - erwartungsgemäß; also: für Vernunftbegabte, damit nicht für Klima-Wirre - nach dem Abklingen des letzten El Nino 2016 über dem Ostpazifik begonnen, war 2017 aber besonders stark.

Ist dem Leser dieser Zeilen darüber hinaus klar, daß bei der sogenannten "Klimaerwärmung" seit vierzig (!) Jahren (davor muß man von Abkühlung sprechen; die nächste Eiszeit stünde deshalb bevor, war der Tenor in den 1970ern) von ... 0,2 bis 0,4 Grad ausgeangen wird? Selbst zwischen den Temperaturen auf Höhe Ihres Kopfes (in 2 m Höhe) und zu ihren Füßen ist jederzeit mehr Unterschied meßbar. Und - diese Meßtemperaturanstieg bewegt sich innerhalb der methodenbedingten Meßungenauigkeit, IST also GAR NIEMALS GEMESSEN, sondern immer nur POSTULIERT.

Und die Erdoberflächentemperaturen? Zwischen den Kalibrierungsniveaus von Thermometern in den USA und Europa bestehen 1 Grad schon prinzipiell unüberwindlicher Unterschied, das hat technische Gründe. Noch Fragen?

Auffälligkeit deshalb, aber nur am Rande: Der Sprachgebrauch der meisten PR-Texte, die uns um die Ohren gedroschen und als "Journalismus" verkauft werden, und selten über die Qualität geronnenen Fliegendrecks hinausgehen, hat sich schon längst von "Klimaerwärmung" auf "Klimawandel" verändert. Die Bösen wissen längst, daß sie verloren haben, versuchen sich aber - wie immer - auf die nächste Stufe der Schurkerei zu retten. Denn das mit der Erwärmung wackelt schon viel zu sehr, das ist einfach nicht mehr zu halten. 

Nur - wer hat jemals einen Klimawandel (als rein natürlichen Ausfluß riesiger, den Kosmos umgreifender Geschehen, in die auch die Erde eingebunden ist, die freilich und natürlich immer mit dem Menschen zu tun haben, der Krone der Schöpfung, der Verwalter des Sinns der Schöpfung sogar, auf den die Schöpfung sogar zuläuft) bestritten? Damit lebt die Menschheit seit Adam und Eva. Nein, seit dem "Fiat Lux" Gottes. Das war noch vor der Sonne. Die kam erst drei Tage später.






*190517*