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Donnerstag, 15. Juni 2017

Dämonen unserer Generation (2)

 Teil 2) Generationenübergreifende Geister




Im zweiten Teil beginnt Fr. Ripperger mit der Frage, wie man spezifische Dämonien innerhalb einer Familie erkennen kann. Dabei sollte man mit der Suche nach sich häufig wiederholenden Verhaltensmustern beginnen. Also ob z. B. bestimmte Sünden oder Laster sich über Generationen häufen. Dem muß dann die Analyse folgen, wo diese spezifischen Neigungen geistig verankert sind. Dazu braucht es ganz gewiß Seelenkenntnis, denn man muß auch erkennen können, wie die Neigungen zusammenhängen. Denn es gibt Hauptsünden, Hauptdämonien, und aus ihnen hervorgehende "Töchter". Aber man kann Wurzeln erkennen, wenn man den Menschen kennt. Gerade die Wurzeln aber sind oft am schwierigsten zu erkennen, weil sie oft sehr geschickt verborgen werden, auch, ja vor allem vor sich selbst. Das ist wichtig, weil sich oft Einzelprobleme gar nicht direkt beheben lassen, weil sie sich aus anderen Wurzeln nähren.

Ripperger führt einige Beispiele über Zusammenhänge an. Und bringt wichtige Aussagen über die Art, wie man lernen kann, die inneren Vorgänge unterscheiden zu lernen. Der wichtigste Punkt dabei ist das tägliche stille, offene Gebet vor Gott. Beruhigen sich die äußeren Vorgänge, sinken sie ab, und es wird bald klar, was reine Gefühle, und was wirkliche innere, geistige Gewißheiten sind. GOTT BEWEGT UNS NIE ZU ODER ÜBER GEFÜHLE! Geistige Klarheiten schauen ganz anders aus. 

Die Gnade erhellt den Verstand, und stärkt den Willen - das hat mit Gefühlen nichts zu tun. Die der Romantik entstammende Vorstellung, daß Frömmigkeit, Sammlung vor Gott "reines Gefühl" seien, ist schlicht und ergreifend falsch. Menschen, die glauben, Gott, den reinen Geist, "fühlen" zu können, folgen nur jenen Gefühlen, die sie gerne hätten. Im Gegenteil, Gefühle verhindern im Grunde geistige Klarheit. Deshalb sollte man sich darin einüben, sie "austoben" zu lassen, und das in Ruhe abzuwarten, bis der Geist klar werden kann. Aber Vorsicht! Vorsicht deshalb, weil die Wirkung dieser Geister sehr sehr subtil und "still" erfolgt. Man sollte also nicht glauben, weil man "nichts hört", sie würden nicht zu einem sprechen! Sie tun es, aber - außersinnlich. Genau so, wie die Dämonen wirken.

Der nächste wichtige Punkt ist deshalb, in Zwiesprache mit dem Schutzengel (und dem Schutzengel der Familie) zu treten. Denn diese Schutzengel sehen ganz exakt, worum es geht, sie sehen auch die Dämonen und wissen, was sie in der Familie, bei einem selbst bewirken. 

Was direkt dazu überführt, sich an die Schmerzensmutter, der Gottesmutter, zu wenden. Sie, die Mittlerin aller Gnaden (deshalb Sinnbild der Kirche!), weiß um alles, und ihr gegenüber kann sich der Mensch völlig öffnen. Und wenn schon nicht der Verstand erfährt, was für Dämonen in der Familie bzw. über die Generationen auf einen wirken, so sind es oft einfach Gnaden, die man erhält. Die Erfahrung hat gezeigt, so Ripperger, daß 80 % aller Menschen, die diesen Weg konsequent gingen, von dem, was sie mit der Zeit gnadenhaft erkannten, völlig überraschend für sie war. Und ihre gesamte Vergangenheit und Gegenwart aufhellte, sodaß sie überrascht sahen, in welchem Umfang dieses Problem ihr eigenes Leben und das der Familie dominierte. Plötzlich erkannten sie, was für Schädigungen ihres gesamten familiären Umfeldes aus diesem spezifischen (dämonischen) Geist stammten. 

Das Erkennen dieses Ungeistes ist die erste Voraussetzung, ihn letztendlich aus dem eigenen Leben hinauswerfen zu können. Dabei sollte man sich insofern bescheiden, als man sich einmal ums eigene Leben kümmern sollte. Aus ganzen familiären Umfeldern lassen sich Ungeister kaum je zur Gänze entfernen, immer bleiben welche, die daran festhalten. Man kann bestenfalls aufklärend wirken. Das Wachstum in der eigenen Tugend, das Schwächerwerden oder gar Verschwinden von Neigungen zur Sünde, ist das sicherste Erkennungsmerkmal, daß das Leben in der Gnade und Vorsehung Gottes - also befreit vom Zerstörungswillens der Dämonen - wächst.

Dabei darf man nicht glauben, daß damit die Dämonen auch völlig verschwinden. Gott "hält sie an der kurzen Leine", ja, sagt Fr. Ripperger, aber das heißt nicht, daß er sie völlig aus eines Leben fernhält. Er kann zulassen, daß sie einen weiterhin plagen, und oft sind sie sogar Wege zur eigenen Heiligung - gerade in und durch Bewährung. Oder sogar ... durch das "Rückstutzen", als Bewahren vor Stolz, durch das Erlebnis der Unterlegenheit ohne Gnade. 

Und ohne Gnade fällt der Mensch sogar auf das zurück, was man als "genetische Entropie" bezeichnet: Aus sich heraus wird der Mensch immer dümmer, fällt mehr und mehr zurück. Und wir brauchen den Verstand! Wir brauchen ihn, weil der Mensch aus sich heraus ja nie "das Böse" sucht. Er sucht immer ein Gut. Aber er muß dieses Gut einordnen, es ist in das Geflecht der Wahrheit eingebettet, und nur an seinem richtigen Ort ist ein Gut auch moralisch ein gutes Ding. Ohne Gnade, ohne übernatürliche Erhellung vergewaltigen wir immer unseren Verstand, der aus sich heraus zu keiner Hierarchie des Guten kommen KANN.

Dabei gibt es keine "Patentrezepte". Denn gerade bei Geistern, die Familien plagen, finden sich immer sehr spezifische, nur dort so vorhandene Bedingungen. Es gibt nur Generalbedingungen, wie eben die Grundaussagen zur Gnade und ihrer Hierarchie. Dabei - bemerkenswert! - steht der Exorzist auf der erst dritten Stufe der siebenstufigen Weihe des Priesters als vollen Gnadenmittler. Der Kampf gegen Dämonen ist also eine sehr grundlegende, die weiteren Stufen erst öffnende Stufe im individuellen Gnadenleben. Er steht zwischen Lektor (Wort) und dem Dienst am Altar (Akolyth), der bereits eine bestimmte Reinheit braucht. 

Erhellend in umfassenderem Sinn sind einige spezifischere Aussagen von Ripperger zu seiner Tätigkeit als Exorzist: Dämonen sind (bei Exorzismen erfahrbar) nicht an der Weihe des Exorzisten selbst interessiert, die ist fast Nebensache (und Voraussetzung, das sowieso). Sondern nur daran, ob er die offizielle und explizite Ermächtigung durch die Hierarchie hat, einen Exorzismus vorzunehmen. An anderer Stelle meint Ripperger ebenfalls, daß es einen Unterschied in der Effektivität des Exorzismus im Alten und im Neuen Ritus gibt. Zwar nicht immer, manchmal wirkt der neue Ritus sogar effizienter, aber generell. Das besetätigen auch andere Exorzisten. Der alte Ritus BEFAHL IM NAMEN CHRISTI, also in Vollmacht, der neue wendet sich aber ständig an Gott und bitte IHN zu wirken. Man hätte, meint der Exorzist, den alten Ritus also belassen und höchstens ergänzen sollen. Stattdessen haben ein paar Leute, denen noch dazu jede Spezialerfahrung fehlt, den Ritus verändert wie sie es sich dachten. Einen Ritus, der in zweitausend Jahren entstanden war und auf zweitausendjähriger Erfahrung beruhte, wurde so in ein paar Monaten umgestaltet. Ein Exorzismus ist aber ein hochspezifischer, sehr sachlicher Eingriff, der ganz genauen Sachgesetzen folgen muß, und als Eingriff dem eines Arztes zu vergleichen. Er ist keine fromme Gemeinschaftsübung.







Hinweis: Fr. Ripperger ersucht, seine Videos durch eine Spende "zu honorieren". Er bezeichnet die Videos und Vorträge als "Bußvorträge", denen auch eine konkrete Tat - eine Spende - entsprechen sollte. Er schlägt 1 Dollar pro Vortrag vor. Die Spende kann über seine Seiten abgewickelt werden.


Morgen Teil 3)





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