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Montag, 24. Juli 2017

Wenn der Staat aus den Händen gleitet

Nachdem die Politik nach wie vor nicht angemessen auf die Lage reagiert, in die sie die europäischen Völker und Staaten durch die Massenzuwanderung aus kulturfremden Völkern mit anderer (vorwiegend islamischer) Religion gebracht hat, scheint sich die einzig mögliche Lösung, die sich bietet - die Schaffung von fremden Kulturzonen, die über eine "Reichsverfassung" durch starke auch polizeiliche Kräfte zu einem Staatsgebilde zusammengehalten wird - von selbst Bahn zu brechen. Wenn die Berichte in ihrer Dramatik stimmen, wird Schweden das erste Land sein, das mangels Vorbereitung und Realismus von dieser Entwicklung überwältigt wird. 

Berichten zufolge, hat der schwedische Staat immer größere Schwierigkeiten, einen Rechtsstaat aufrechtzuhalten. Sprach man 2016 noch von 55 "no-go-areas", die von der heimischen Ordnungsmacht nicht mehr beherrscht werden, sind es 2017 bereits 61 solcher Areale. Auch schwedische Polizeiverantwortliche sprechen es bereits offen aus: Der Staat hat in diesen Arealen, die auch jeweils flächenmäßig zunehmen, kapituliert. Diese Gebiete (vorwiegend Stadtteile) werden von eigenen Ordnungsmächten reguliert, die auch bewaffnet großteils das Gesetz der Sharia durchsetzen, soweit nicht überhaupt das Recht des Stärkeren bereits gilt, also Gesetzlosigkeit herrscht. 

Die schwedische Staatsgewalt ist, glaubt man Aussagen nicht unwesentlicher Stimmen, nicht mehr in der Lage das Rechtssystem im Staat Schweden aufrechtzuhalten. Dazu fehlen längst die nötigen Kräfte. Es gibt zu wenig Polizei, und das Heer ist ebenfalls zu schwach. Angesichts der Überforderung fliehen derzeit angeblich sogar bereits viele Polizisten in andere Berufe. Bereits jetzt wird so absehbar, daß Schweden in naher Zukunft auf ausländische Ordnungskräfte (etwa aus der NATO) angewiesen sein wird, will der Staat die Oberherrschaft zurückerlangen und Recht und Ordnung wiederherstellen. 

Ob es wirklich jetzt schon so dramatisch ist wie der Bericht insinuiert, kann der VdZ nicht beurteilen, aber es wäre nicht überraschend, denn es ist auf jeden Fall ein Bild der Zukunft. Der VdZ hat es hier ja schon vor Jahren geschrieben: Die Situation in Europa ist unumkehrbar und gewissermaßen irreparabel. Eine Rücksiedelung vieler Millionen Menschen ist völlig unrealistisch. Die bekannt gewordenen Zahlen von "Rückführungen in Herkunftsländer" sind nicht nur lächerlich gering, sondern sogar jetzt schon von unverantwortlichen Kosten begleitet.

Die Weichen wurden schon vor Jahrzehnten zum Teil willentlich, zum Teil aber unwissentlich und mangels die Realität des Menschen erfassender Weltanschauungsparadigmen gestellt. Der Kontinent wird in sich in zahllose Kleinterritorien unterschiedlicher, unvereinbarer Kulturen zerreißen, und die außenpolitische Problematik wird immer komplexer, weil mit diesen Zuwanderern auch die Interessen anderer Staaten zweifellos tangiert werden. Dies wird aber umso schlimmer werden, als es keinen Ansatz gibt (außer den untauglichen "Iintegrationsansatz") um staatlilche Herrschaft über diese Bevölkerungsgruppen zu erlangen, weshalb fremde Staatsmächte hereindrängen, um dieses Fehlende (Staatsmacht) zu ersetzen.*

Deshalb müssen sich die Staaten so rasch wie möglich darauf einstellen (vielfach ist es ja fast schon zu spät dafür), und wie in Exklavenlösungen Räume mit kultureller Homogenität und weitgehender (auch wirtschaftlicher) Selbstverwaltung schaffen, soll ein gedeihliches Leben überhaupt noch möglich sein. (Das amerikanische "Vorbild" der Ghettobildung nimmt vorweg was passiert, wenn man diese Entwicklunng treiben läßt, also nicht gestaltet.) 

Diese in vielem selbstverwalteten Territorien müssen aber durch eine starke Ordnungsmacht insoweit zusamengehalten werden, als das Staatsganze - über eine rechtlich neu zu schaffende Situation (ähnlich einer Umwandlung in Reichskonstrukte), wo dieser Staat einen kleinsten gemeinsamen Nenner findet, der sämtliche Kulturräume umfaßt - erhalten bleibt. Was notwendig ist, soll ein Rechtssystem erhalten bleiben. Ohne das ein "Leben" unmöglich würde das sich mit mehr als dem täglichen nackten Überlebenskampf (wörtlich) befassen kann. 

Sämtliche heute verfolgte "Integrationskonzepte" müssen fehlschlagen, weil sie die Wirklichkeit des Menschen ignorieren und von idealistischen, abgehobenen Ansätzen ausgehen, die auf einer verfehlten Anthropologie beruhen. Jede weitere Zuwanderung muß gestoppt werden (die Rede ist von Zuwanderung, nicht von vereinzelt  notwendiger Hilfe für Notleidende), will man nicht auf einen Punkt zusteuern, in dem sich Machtkämpfe ausbilden werden, weil einzelne Gruppen dieses Staatsganze in ihre Gewalt zu bringen versuchen, um den dann unterworfenen Teil zu beherrschen und vor allem in Herr-Knecht-Verhältnissen zu benützen.

So lange wir dieser nicht mehr abwendbare, sich bereits anbahnende Situation offenen Auges begegnen, wird uns aber die Realität regelrecht überrollen. Weil uns die Kräfte (und auch das Geld) ausgehen werden, um sie noch wenigstens zu kalmieren indem wir - wie jetzt bereits weitgehend der Fall - durch zurückweichendes Nachgeben allzu offenen Konflikte vermeiden. Bis auch das nicht mehr funktioniert. Denn sie stellen eine Ermunterung zur Machtübernahme für fremde Mächte, zur Etablierung alternativer Machtsysteme (wie in den No-Go-Areas in Schweden) dar und sind eine Lüge. Die Lüge, daß es für die angestammte Bevölkerung "irgendwie doch noch" möglich sein wird, die bisherige Lebensweise aufrechtzuhalten. Es widerspricht dem Naturrecht und auch unserer Sitte, Menschen, die man willentlich ins Land holte und ließ, das Recht auf Land vorzuenthalten, weshalb es sich auf die eine oder andere Art auch Bahn brechen wird. Wild, wenn man es nicht vorbereitet, geordnet, wenn man ein taugliches Konzept hat.

Dies ist umso drängender, als bereits jetzt eine Lage besteht, in der diese Zuwanderungsgruppen die wirtschaftliche Substanz der angestammten europäischen Bevölkerung immer mehr schwächen, anderseits eine "Integration" nur möglich ist, wenn sie in sklavenähnliche Position gestuft werden. Sie müssen also möglichst rasch auf eigene Verwaltung und Selbsterhalt umgestellt werden, was nur innerhalb ihrer eigenen kulturellen, gesellschaftlichen Identitäten (als "homogener Wirtschaftsraum") möglich ist.** Über Jahrhunderte kann dann vielleicht ein auch völkisches, kulturelles Zusammenwachsen wieder erwartet werden. Wobei - wenn der fundamentale Entsittlichungsprozeß im quasi "westlichen" Europa so weitergeht (Schritt für Schritt wird er ja weiter vorangetrieben, wie jetzt in der "Ehe für alle"), wird es shcon aus demograpischen Gründen binnen weniger Jahrzehnte assimiliert werden.

Weil diese Nüchternheit aber von den derzeitigen politischen Kräften (wir haben es wenn nur mit Schein-Nüchternheiten zu tun, die immer noch von der Illusion ausgehen, daß der status quo irgendwie bewahrt bleiben kann) nicht zu erwarten ist, wird sich eine Ersatzlösung Bahn brechen. In der in Bewegungen gebündelte Kräfte in einer Form der Diktatur versuchen werden, eine Illusion*** aufrechtzuhalten, die zu zerreißen niemand die Kraft wie die schöpferische Phantasie hat. Das Europa das es einmal gab gibt es aber nicht mehr. Wir wollen (und sollen) es nur noch nicht zur Kenntnis nehmen.





*So nebenbei: Man unterschätzt völlig das Konfliktpotential unter den Zuwanderungsgruppen selber. Auch, indem wir in eine rhetorische Falle gehen, etwa wenn wir vom "Islam" sprechen. Der ja keineswegs eine in sich geschlossene Gruppe ist, sondern selber wiederum in zahllose, einander unversöhnlich gegenüberstehende Gruppierungen zerfällt.

**Die einzige integrale Kraft kann die Realität des Alltäglichen bieten, und das heißt aber auch, daß diesen Gruppen die Verantwortung für ihre eigene Existenz, die Notwendigkeit, in diesem für sie neuen Lebensraum zu überleben, obliegt. Als Pflicht, aber auch als Möglichkeit. Die Zuwanderer einfach aber dem "heimischen Anforderungsdruck" als einziges Überlebenskriterium auszusetzen ist zynisch und falsch. Sie müssen die Möglichkeit haben, unter ihren Bedingungen zu überleben. Auch das haben wir ja zu Teilen bereits, man denke an Läden, die sich gezielt an bestimmte Menschen wenden. Eine wirtschaftliche Sub- oder Parallelkultur existiert also ohnehin bereits.

***Selbst der in großen Schritten umgesetzte totale Überwachungsstaat ist eine diktatorische Illusion.






*300617*

Brief an eine Tochter (1)

Brief an eine Tochter (aus 2015) - Der hier nunmehr einem breiteren Lesepublikum vorgestellten Text ist einem Brief an eine Tochter des VdZ aus dem jahre 2015 entnommen. Nach langer Überlegung bringt er ihn hier, und er bringt ihn (auf Befolgung eines Rats, dessen Geber auch die von diesem zum persönlichen Verständnis eingefügten Zwischenüberschriften entstammen, die beibelassen wurden) weitgehend unverändert. Denn natürlich ließen sich für einen Essay noch viele Dinge ein- und anfügen, ohone das thema wirklich ersdhcöpfend afu ein paar Seiten/Tage verteilt darstellen zu können. Vor allem aber würde es dem Text vielleicht auch seinen Elan nehmen, den einen Guß, in dem er seinerzeit verfaßt wurde, und aus dem er vielleicht eine eigene Wirksamkeit und Erhellungskraft bezieht. Deshalb wurden auch einige biographische Passagen belassen, die gegen jede Gewohnheit an diesem Ort manches aus dem recht persönlichen Leben des VdZ offenbaren.


Liebe (...), 
liebe Tochter,
nun eine hoffentlich präzisere Antwort auf Dein gestriges Schreiben. Gleich zu Beginn möchte ich warnen vor dem, was ich "Kunstgequatsche" nenne. Es ist zu leicht eine Romantisierung der Kunst, die unzulässig ist, die einer Sicht "von außen" entstammt, nicht der eigentlichen Ausübung von Kunst und dem Künstlertum als Berufung und Beruf. Zu leicht geht man in die Falle, Poesie mit Romantik zu verwechseln, mit der man sich oder ein Leben umgibt. Und in der dann das Künstlertum, das Leben in der Ausübung der Kunst, zu einem "so tun wie man meint daß man tut wenn man tut".
Einführung. Identität Künstler. Ultimo ratio.
Künstlertum ist kein Lebensentwurf. Es ist die Folge eines Tuns, einer Haltung der Welt gegenüber, für die man im Grunde gar nichts kann. Deshalb ist Demut eine erste Bedingung, sonst wird man nur eitler Gaukler, der der Welt und sich etwas vormacht. Man "wird" nicht Künstler, so wie man Fleischer oder Techniker oder Gurkenhändler wird. Vielmehr ist Kunst die "ultimo ratio", das letzte, was man annehmen muß, weil alle anderen Erklärungen versagen und nichts erhellen, sondern einen im Nebel halten.
Jene Erklärungen, mit denen einen die Welt gut versorgt. Die einem dann einen fragwürdigen Charakter zuschreibt, Unstetheit oder Verantwortungslosigkeit oder gar Unfähigkeit, weil man an bürgerlichen Lebensentwürfen scheitert. Diesen Weg muß jeder selber finden, es ist die Antwort, zu der man irgendwann den Mut finden muß. Ein Weg, den man aber auch nicht abkürzen kann, indem man sich "zum Künstler" ausruft. Es gibt keine "Identität Künstler", und das ist der größte und nie endende Schmerz. Es gibt nur konkrete seelische, geistige Haltungen zur Welt, zu den Dingen, und die sind es, die einen treiben, und "vielleicht" künstlerische Haltungen sind.
Hinführung: Seelische, geistige Haltung zur Welt erklären sich aus dem Wesen der Kunst. Welt. Sinn. Geistige Wirklichkeiten. Mensch. Wahrheit
Die nur aus dem Wesen der Kunst zu erklären und zu verstehen sind. Und dazu muß man wieder verstehen, was die Welt überhaupt ist, was ihr Sinn ist, und vor allem: was der Sinn und das Wesen des Menschen ist. Nur wenn man begreift, daß alles Sichtbare, das gesamte Weltgebäude eine Entelechie (Leibgreifung, Leibwerdung) von geistigen Bewegungsbildern, von Bildern, von Archetypen ist, kann man Kunst begreifen. Und daraus, welche Bedeutung diese Bilder für den Menschen haben.
Denn in der sinnlichen Wahrnahme von Dingen, sagen wir: harten Dingen, also Dingen die man angreifen kann, stoßen, schieben, bearbeiten kann, sehen wir (als Menschen) gar nicht "diese Dinge", sondern wir begegnen geistigen Wirklichkeiten. Diese sind es, die uns zum einen ausmachen und selbst bewegen, und diese sind auch der weltlichen Zeit (sagen wir: der, die wir mit der Uhr messen, was ja nur ein vergleichendes Bezugnehmen von gewissen oberflächlichen Bewegungen ist), die nur eine menschlich-psychologische Erscheinung ist, enthoben. Die Welt wird aus Ewigem, Zeitlosem gemacht, und nur daraus besteht sie, und nur daraus lebt sie.
Aber der Weg, wie die Dinge sind, hart, angreifbar, naß, warm, kalt etc., ist nicht verzichtbar. Sondern es ist der Weg, wie sich alles im Bestand hält. Wenn Du die Augen aufmachst, dann wirst Du sehen, daß es kein Ding, kein Tier gibt, das nur aus sich selbst erhalten bleibt oder sich erhält, sondern alles braucht einander, alles ist engstens miteinander verflochten. Und auch Du mußt unentwegt atmen, essen, trinken - auch der Mensch braucht also die Welt. Das ist das eine.
 
Erklärung: Der Mensch steht über allem. Geist. 
 Aber der Mensch ragt dennoch aus allen Dingen heraus. Denn er ist mit Geist begabt. Das heißt, daß er sich zum Geist erheben kann. Dazu ist er berufen. Er hat Freiheit, er hat Selbstbezug zu sich "als Ich", er kann sich zu sich verhalten. Das kann kein Tier, keine Pflanze, und schon gar kein Ding. Deshalb ist der Mensch nicht nur dazu berufen, denn alles was man KANN ist auch ein SOLLEN, ein Auftrag, der (gewissermaßen: als bildhafte Spannung in allem, das gilt diesmal auch für Tiere, Pflanzen, Dinge, alles ist so, wie es im Wesen ist) aus sich selbst nach Betätigung drängt, sondern er muß (und das ist wichtig!) dazu gelangen, sich in diesem Selbstbezug auch selbst zu erhalten. Der Mensch ist prinzipiell dazu berufen, sich aus sich selbst zu erhalten - und zwar: im Geist, in der Freiheit, im Leben. Und der Schlüssel dazu ist die Wahrheit.

 Morgen Teil 2)





*040717*

Sonntag, 23. Juli 2017

Der Maßstab ist die Erwartung

Am 5 Dezember 1914 legte Ernest Shackleton und eine Mannschaft von 27 Männern mit ihrem 350 Tonnen-Schiff Endurance in Liverpool ab. Trotz der Ereignisse rund um den Ausbruch des 1. Weltkriegs war es ihm gelungen, das Geld für eine Antarktic-Überquerung zusammenzukriegen. Aber alle auf der Endurance sollten ihre Expedition nicht erfolgreich abschließen können. 

Schon wenige Tage nach ihrer letzten geplanten Station auf der Insel Süd-Georgien im Südatlantik begegneten sie Eis, Tag für Tag, Meile um Meile wurde es mehr, und das Schiff war schließlich gefangen, als auch noch der Winter mit ungewohnter Härte und Schärfe früher als erwartet einsetzte. Dicht umschlossen von Eis, schien alles aus zu sein. Langsam trieb die Endurance, eingeschlossen vom Eis, Richtung Norden, zehn Monate war man nicht mehr in der Lage zu navigieren. Die Nahrungsmittel gingen zur Neige, und am 15. November 1915 mußte die Mannschaft schließlich sogar zusehen, wie ihr Schiff im Meer versank, endgültig zerdrückt vom Eis.

Immerhin hatte man drei Rettungsboote retten können. Darin gelang es schließlich, die winzige Elephant Island zu erreichen. Dort ließ Shackleton alle außer fünf Männer zurück, mit denen er den Versuch wagte, über die wilde, offene See Hilfe in Südafrika zu holen. Und es gelang. Nach einer wilden Reise von 800 Meilen konnte man anlanden, fand eine Siedlung, und konnte Hilfe organisieren, die den Rest der Mannschaft rettete. Shackleton verlor nicht einen einzigen Mann. 

Ein Mißerfolg, glatt und durchweg. Was aber die Reise Shackletons dennoch so bemerkenswert machte war, daß trotz dieser völlig aussichtslosen Situation, ohne Nahrungsmittel, ohne Aussicht auf Hilfe, nicht ein Mann gestorben war. Es gab auch keine Geschichten von  Kannibalismus oder Unruhen oder gar Meuterei unter den Männer, nichts. Bis zuletzt blieb die Disziplin aufrecht, bei allen. Der Engländer hatte einfach nicht nur gute Männer. Er hatte die besten gefunden, die für dieses Abenteuer am besten paßten. Und zwar - charakterlich.

Und wie hatte er diese Männer gefunden? Mit einer simplen Anzeige in der Londoner Times. Anders als typische Stellenanzeigen hatte er eine Anzeige gesetzt, die jeder Werbefachmann aufs erste abgelehnt haben würde. Weder suchte er erfahrene, besonders ausgebildete, oder talentierte oder fähige oder erfahrene Männer, nein, er lockte nicht einmal, egal womit. Er schrieb:

"Ich suche Männer für eine riskante, abenteuerliche Reise. Sie erwartet geringer Lohn, eisige Kälte, lange Monate totaler Finsternis, ständige Lebensgefahr, und eine Rückkehr ist ungewiß. Es gibt außerdem nur Ehre und Anerkennung, wenn die Expedition Erfolg hat."

Es haben sich mehr als genug und, wie sich herausstellte, genau die richtigen Männer beworben. Männer, die einfach das Unabwägbare auf sich nehmen wollten, sich keine Illusionen machten, in jedem Fall und einfach alles durchstehen und überleben wollten. Shackleton bekam nur Männer, die das glaubten, was auch er glaubte. Die Frage nach dem Warum?, die alles hätte zersetzen können, war nie aufgetaucht. Sie war beantwortet. Jeder hatte seinen Platz, und er hatte ihn akzeptiert. Und genau das hatte sie zu einer Gemeinschaft zusammengeschworen, in der man sich in echter Kameraderie half bis zum Letzten.


(Von OnePeterFive sinngemäß und gekürzt ins Deutsche transskribiert.)







*240617*

Sakralität - Volk (Russische Orthodoxie)

Bild (Dank an Leserin B) von Vor der Ikonostas aus der erst im Juni 2017 eingeweihten, neuen Kathedralkirche der "Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands" der Russischen Orthodoxie in München. Die Gläubigen stehen davor, es ist ein sehr entspanntes Kommen und Gehen, Kinder greinen und werden getröstet. Hinter allem viel sakraler Gesang und Gebet durch die Schola (die auch laufend ihre Besetzung wechselt; alles das geschieht in völliger Ruhe, Unaufgeregtheit, Natürlichkeit). 

Während sich die Heilige Opferhandlung als Dialog zwischen Priester und Gott hinter der Ikonostase vollzieht. Wo der Priester für das Volk vor Gott steht, um die Früchte schließlich an das Volk weiterzugeben. Dazu tritt er dann hervor.

Eine Barriere zum Allerheiligsten, in direkter Anknpüpfung an den Tempel in Jerusalem, die im Katholischen im letzten Rest noch im "Lettner", schließlich reduziert auf das "Speisgitter" (die "Kommunionbank", eigentlich ein Unsinn, es so zu bezeichnen) bis ins späte  Mittelalter überlebt hat. Der Priester tritt erst dort und immer dann hervor, wenn es die Gemeinde direkt angeht. Dann darf alles auch mal recht entspannt sein.


Photo: Birgit Steenken




*190617*

Samstag, 22. Juli 2017

So nebenbei

Die sichtbare pausenlose Verstrickung der "einfachen" Gläubigen in Fragen der Kirchenpolitik, der Theologie, der Glaubensfundamente, der "Kirchenkrise", entspricht der Taktik völlig schwanzloser Kleriker, die das, was ihrer höchstpersönlichen Verantwortung unterläge, von den "Gläubigen" kraft angeblicher (sieh da, plötzlich also soll das doch gelten oder möglich sein? das "reformare von unten"?) Betroffenheit und plötzlich doch vorhandener Kompetenz (/als "Druck von unten") erledigen zu lassen. 

Man könnte dem gesamten sogenannten "konservativen", "tradionalistischen" Klerus mit ziemlichem Recht unterschieben, daß er eine ganz perfide Taktik der Unmännlichkeit gewählt hat, um zum Allgemeinproblem zu machen, was nur ihn angeht. 

Der Beweis liegt auf der Hand. Kaum wo herrscht derartige Inadäquatheit zwischen theologischer, philosophischer, vor allem aber realer, also die Heiligkeit betreffende Kompetenz, und den Problemen, mit denen man sich befaßt, wie in sogenannten "konservativen" Kreisen. Die glauben, die großen Kirchenprobleme wären neuerdings die ihren. 

Entsprechend problematisch, ja verfehlt ist auch der Zugang zur "Alten Liturgie", die der VdZ an sich als einzigen Rückhaltepunkt für eine Gesundung der Welt ansieht. Aber - nicht so. Nicht durch eine "Professionalisierung der Laien", die plötzlich mit des Priesters Augen und Ohren sehen und hören.  Das wird oft sogar zum lediglich dem Kostüm nach anderen, in sich aber völlig gleichen Zugang zur Gnade, völlig wesensgleich dem destruktiven Impuls, der von den Liturgiereformen 1969ff. ausging.

Wenn sogar ein Martin Mosebach erklärt, das Wesentliche der Alten Liturgie, die er so schätze, läge darin, daß er das begreife, was der Priester da täte, ja DAS sei für ihn der Zugang gewesen und mehr und mehr geworden, dann muß man sich fragen, ob er nicht im falschen Zug sitzt, ohne es zu wissen. Ober er nicht genau so wie alle jene, die von genau diesen Konservativen kritisierten "Vatikanum-2-Liturgiegeschädigten", ob er also nciht genau dasselbe, nur auf anderem ästhetischen (formalen) Niveau Kritisierte begeht: Die Sünde der "Verpriesterung" der Laien. Wie gesagt: nur auf einem anderen, "intellektuelleren", philosophischeren Niveau.

Der Zugang des Laien, bitte schön, kann doch nicht explizit der des Priesters sein!  Er muß der des LAIEN sein! Der des normalen Gläubigen, der als ANDERER als der Priester (der dem Laien ja das Heil vermittelt, es gewissermaßen "einlöst") am Heilsgeschehen, der Heiligen Messe, TEILNIMMT. Aber - als Anderer!

Und genau das, werte Herren, war doch die Kernfrage der sogenannten "Liturgieschen Bewegung". Der liturgische Konservativismus muß sich also die dringende Anfrage gefallen lassen, was er zur Lösung dieser Frage - die so fatal falsch ausging, in den Liturgiereformen so desaströs auslief - beizutragen hatte und hat! Bisher nämlich hat er diese Kernfrage NICHT GELÖST. Sondern sie sogar weiter vernebelt, im Kern vermutlich sogar nicht einmal verstanden. Sogenannte konservative Gemeinden, die sich noch dazu oft gneug als "Inseln des Heils inmitten des Zerfalls" verstehen und definieren, befassen sich meist nur mir Problemen, die Probleme der Priester, der Fachgremien, der Spezialisten sind - gar nicht die ihren!

Oder kennt der Leser dieser Zeilen Scharen von konservativen Priestern, die wirkliche SEELSORGER wären? Der VdZ jedenfalls NICHT. Vielmehr kennt er bedauerlicherweise jede Menge sogenannter konservativer Priester, die sich durch ausgesuchte Realitätsferne kennzeichnen, vielmehr kennt er jede Menge sogenannter konservativer Priester, die eine wahre Potemkinsche Welt aufbauen wollen, um ein Scheinszenario des Heils zu schaffen. Und das ist ja wohl das Gegenteil eines guten Seelsorgers.





*240617*

Der Samstag-Nachmittag-Film

Welch ein Stück wirklich guter Unterhaltung - "Die Feuerzangenbowle", mit einem wunderbaren Heinz Rühmann. Einen Samstag-Nachmittag mit einem guten Glas Wein wohl immer wert. Der Lohn ist Heiterkeit, der man sich kaum entziehen kann. Lassen Sie, geneigter Leser, die Woche so entspannt, so bewegt, so heiter ausgleiten.









*090617*

Freitag, 21. Juli 2017

Rasse als Begrirff entstammt der Evlutionstheorie und ergibt Jazz

Der Gedanke, den hier E. Michael Jones ausspricht, trifft einen Nagel auf den Kopf. Nicht einmal Hitler vermochte auf der Grundlage des Deutschland zu Beginn des 20. Jhd. ein GEEINTES Deutschland, eine geeinte Kultur zu schaffen. Der Grund? Ganz einfach - die prinzipiell kulturrevolutionäre Haltung des Protestantismus, die Unvereinbarkeit dieser angeblichen "Religion" mit der einzige möglichen Basis, der Basis der Vernunft, des logos, dem Katholizismus. 

Also blieb ihm nur der Rückgriff auf eine VORchristliche Mythik, eine VORchristliche Religion - auf das germanische Heidentum. 

Nun mag der Amerikaner Jones diese historische Frage der Rolle des Heidentums unter Hitler etwas überzubewerten, die Amerikaner haben als Historiker ein gewisses Problem, das darf man nie aus dem Blickfeld verlieren, wenn man ihre Geschichtsinterpretationen hört. Selbst wenn sie wie in diesem Fall auf ihr deutsch-irisches Erbe zurückgreifen. Sie haben immer diesen Zug zum Vereinfachten, der aus gewissem Utilitarismus entsteht.

Aber natürlich hat er (auch) Recht. Und er weist auf eine zumindest interessante Tatsache hin. Es gibt ursprünglich nämlich gar kein Wort für "Rasse" im Deutschen. Dieses Wort ist ein aus dem Englischen hereintransportiertes Wort, das auch aus Amerika stammt, von Madison Grant, der es im 19. Jhd. erstmals verwendet hat. Hitler hat es übernommen. Der Begriff "Rasse" ist an sich nur aus der Evolutionstheorie entstanden, nur von dort her als "relevant" begreifbar.

Jones weist damit auf etwas hin, was der VdZ schon vor etlichen Jahren hier dargelegt hat: Auf die enge Verknüpfung des nationalsozialistischen Rassebegriffs mit dem Gedankengebäude der Evolution, das ihm aus seiner immanenten Logik heraus die moralische Rechtfertigung lieferte.

Nie vorher in Europa, und schon gar nicht in Deutschland. Die germanischen Völker waren seit je BEKANNT für ihre Assimilationsfähigkeit; die Wanderung "germanischer" Völker war immer die Bewegung eines Vielvölkergemisches. Jedes Volk auf das man traf konnte sich anschließen, in dem ethnische Kriterien nie eine Rolle spielten; die auffälligste Fähigkeit der Germanen war schon lt. Tacitus ihre Assimiliationsbereitschaft, passiv wie aktiv. Nie gab es einen ethnisch ("rassisch") motivierten Gedanken von "Volk". Nicht einmal sprachlich. (Das Deutsche hat einen Lehnwortanteil von über 30 %, das Englische als Sächsischer Dialekt gar von über 70 %.)

Wenn, dann war es in der  Neuzeit der die Politik Ludwig XIII.  bestimmtende Kardinal Richelieu, der ERSTMALS in der europäischen Geschichte im 17. Jhd. die Sprache eines  STAATES (in der Frage des Anspruchs auf Lothringen) als Argument für einen französischen, legitimen Anspruch in den Vordergrund schob, denn sonst blieb ihm keine Begründung von Legitimität. Und Lothringen war wohlhabend, ja reich. Wenn auch richtig an dem Gedanken ist, daß die Sprache den geistigen Raum und damit die geistig-motivische, damit sogar wirtschaftliche Gestalt eines Volkes bestimmt, ja ist.

VOLK aber hatte bei den Deutschen nie einen rassischen Hintergrund, es ist eine schlichtes Äquivalent zum griechischen Begriff ethnos. In dieser Umdeutung spielte aber Richard Wagner eine gewaltige Rolle. Denn die Rolle der Musik wird wohl heute völlig niedergespielt. Aber sie ist in der Bedeutung für die Stimmungslage eines Volkes kaum hoch genug anzusetzen. Wagner erkannte zwar sehr richtig die Rolle des jüdisch getragenen Kapital-Kapitalismus, aber er schuf zugleich eine Ersatzreligion, einen Ersatzmythos: Den der Regenerationskraft eines Volkes aus der biologisch-evolutionär manifestieren, damit in die Realität eingreifenden Kraft seiner ethnischen (rassischen) Herkunft weil Tradition und Begründetheit des tiefsten Selbstgefühls.

Wagner schuf nachgerade einen Begriff für deutsches Selbstbefinden. Und universalisierte dabei das ursprünglich stämmisch-völkische Selbstbefinden der Wirklichkeiten in Deutschland, das von Bayern bis nach Schleswig Holstein griff, worin man es aber mit sehr unterschiedlichen Völkern zu tun hatte. Er erweiterte damit fast notwendig seine These durch den Aufruf zur sexuellen Befreiung, denn das Wahre läge ja in der Befolgung "biologischer Anreize". Damit war auch die Sexualität, die Begierde, an sich geheiligt, als heiliges Streben nach Wahrheit und Erlösung.  Und das ist der wahre Kern fast aller Opern von Richard Wagner. Die Erlösung liegt im Befolgen der "natürlichen" Anreize zur Erotik. Was sich zur Kernfrage steigert, die dann später Michel Foucault stellt: Ist Sex wert, dafür zu sterben? Die Antwort? JA. Sexualität ist damit der ultimative Wert, der auch ein Volk zu erlösen vermag. Erlöst wird, wer sich seiner Begierde ausliefert.

Wer da nicht die 1968er anklingen hört, dem ist nicht zu helfen. Wagners Aufruf zur "sexuellen Befreiung" hatte aber enorme Konsequenzen. Auch ganz konkret. Wie auf Arnodl Schönberg, den "Schöpfer" der "12-Ton-Musik". Dessen Frau den Aufruf zur sexuellen Befreiung wörtlicher genommen hatte, als Schönberg lieb war. Der Wiener Komponist, der erst ein tiefer Bewunderer Wagners war, war tief getroffen, und begann fortan, sein Werk der Zerstörung des christlich-abendländischen Hintergrundes zu widmen, der ihm dieses persönliche Desaster bereitet hatte. Er schuf die Disharmonie, den "anti-logos" als Grundzug einer neu zu schaffenden Kultur. Denn die alte hatte ihm nur Schmerzen zugefügt.

Und mit Schönberg sprang das Motiv des Disharmonischen in die europäische Musik, generelle. Erstmals tauchte 1918 in Paris der Gedanke des JAZZ auf. Der auf jede Harmonie insofern verzichtet, als er Melodie, Musik nicht mehr gestaltet, sondern in Disharmonie, in der völlig subjektiven  untergehen läßt. Diese "Musik" wurde sofort von der abendländischen Kultur fern stehenden Gruppen aufgegriffen - den Negern, mit demselben Motiv: Die herkömmliche Kulturtradition* war ihnen unerreichbar, war Quelle der Frustration, weil sie sich nicht als Heilsbringer entpuppte, sondern persönlichen Schmerz verursachte. 

Das letzte originär europäische Musikwerk war, so Jones, Schostakowitschs 7. Symphonie, geschaffen 1940. Ab da war alles nur noch amerikanische Hegemonie. Und damit direkt kapitalistisch-revolutionär (=jüdisch) motiviert. Sie haben damit aber im Grunde nur aufgegriffen, was Wagner vorbereitet hatte. Nur konnte sich Wagner nicht vorstellen, daß es eine Gruppe - die Juden, als Vertreter des Judaismus - aufgriff und sogar weltweit: dominant wurde. Mit der neuen Subjektivität als Paradigma wurde auch der ethnische Faktor plötzlich dominant - mit der Rolle der Juden als ultimatives Opfer der Weltgeschichte, wie der Hitlerismus ja "bewiesen" hatte. Der 1945 so katastrophal einem Scheitern zugeführt wurde. Was sonst sollte man "beweisen"?

Damit wurde quasi endgültig festgelegt, daß die Grundbewegung des Judentums - die Ablehnung, nein, die Bekämpfung des logos. der Jesus Christus, als inkarnierter Gott, ist - als kulturelle Leitlinie etabliert wurde.

Künstler begriffen sehr wohl aber, was nun passierte, etwas indem sie begriffen, daß fortan "Musik in der Zwangsjacke" (wir werden über dieses Buch noch berichten) steckte. Sie war fortan zu zensurieren, sie war fortan Objekt der "political correctness", auch wenn man das zu Anfang des 20. Jhds. als solche noch nicht  in seiner realpolitischen Macht erlebte und erkannte weil begrifflich faßte.

Die schlimmste Wendung nahm die Musikrezeption nach 1945. FORTAN war ALLES, was von Juden geschaffen wurde, PER SE GUT, alles was in der Tradition stand. die noch dazu mit dem Selbstempfinden der Menschen übereinstimmte, SCHLECHT. Es mußte - in einem völlig traumatisierten Volk, das jeder Selbstmacht begeben war - so sein! Das jedem normalen Menschen normale Urteil, daß diese neue Musik UNHÖRBAR, ja unerträglich war, wurde zum an sich antisemitischen und damit per Höllenurteil bösen Impuls erklärt.

Ab 1945 wurde Kultur und Kunst in Deutschland (und Österreich) zur Form der BESTRAFUNG. Die Alliierten hatten jede, wirklich JEDE Form der Kunstvermittlung unter ihrer Direktive.. Von der Erlaubnis ein Kino zu führen, bis zur Medienlandschaft, die wir heute haben**.-

Die heutige Generation hat aus dem Verbot des logos die Schönheit abgeschafft, verachten gelernt. Praktisch alles was sich heute als "Kultur" offenbart, insbesonders die persönliche Kultur, ist folgerichtig eine Ausgeburt der Häßlichkeit geworden. Bis hin zu violetten Haaren. 

Wir haben es heute mit einem HOLOCAUST DURCH TITTEN zu tun.*** Einer völligen Kulturauslöschung durch Entsittlichung, in der die Menschen ihren momentanen "Bedürfnissen" (=Begierden) ausgeliefert sind. Damit sind sie beliebig steuerbar.








*Den an sich immer persönlichen Charakter von Kunst (und Musik, natürlich) als Gestaltungsfaktoren von Kultur können nur jene unterschätzen, die bereits genug über Universitäten geistig ins rational-abrealistische gebrochen sind. Der heute weit verbreitet Ansatz, Kunst WEGEN dieser Subjektivität als Indikator wie Wirkfaktor von Kultur zu relativieren, also ihr den absoluten Gehalt als "Wahrheitsindikator" abzusprechen, zeigt nicht, daß die historische Bezogenheit falsch ist, sondern daß man von Kultur und Menschheit (Anthropologie) nichts mehr versteht. Denn die Gestalt des Absoluten ist IMMER nur PERSONAL, also in Personen konkret.

**Es ist geradezu absurd und lächerlich, wenn die heutige junge Generation mit "ihrer Musik" meint, sie säße damit am Ast der Freiheit. die sich gegen die Unfreiheit des Traditionsdiktats zu wehren habe. Als hätte der Mensch auch nur IRGENDETWAS, das er nicht empfangen hätte! Sie sind regelrecht und praktisch ausnahmslos ferngesteuerte, gehirngewaschene Zombies. Wir haben es heute sogar mit einer Jugend zu tun, die sich nicht GEGEN die Zeit wendet, um sie aufzubrechen, sondern die dafür protestiert, daß sie IM Mainstream verharren darf. Man könnte sie dafür nur verachten, wären nicht die Schuldigen so leicht auszumachen. Darunter - die Mütter, unter dem Segel weil der Hochmacht des Feminismus.

***Darion gründet die Publikumsvorliebe für Horrorfilme. Sie sind eine Art "Schein-Katharsis" vom zutiefst erahnten Fundamentalproblem der von der Vernunft erlösten Sexualität.






*210617*

Das Irrationale stört immer mehr als es löst

Da werden so manche zu kiefeln haben, und man darf gespanntsein, ob die Mainstreammedien überhaupt darüber berichten. Denn was zum Hochhausbrand von London, der im Juni d. J. so viele Tote produzierte, bekannt wurde ist als Tatsache shcon lange bekannt. Aber im Sinne der Klimapanik wurde es gefließentlich übergangen. Es geht um die sowohl ökonomisch als auch ökologisch völlig aberwitzige und kontraproduktive Maßnahme, Bauten mit vorgeklebten Styroporfassaden angeblich "Klimaschutztauglichkeit" überzustülpen. Neben dieser Sinnlosigkeit wurde immer wieder gewarnt und durch Erfahrungsberichte bestätigt, daß diese Fassaden im Brandfall wir Zündschnüre wirken, die ab einer gewissen Temperaturentwicklung jedes Haus in eine tödliche Falle verwandeln. Und den Brand mit hoher Geschwindigkeit über das gesamte Haus verbreiten. Genau das ist in besagtem Londoner Hochhaus passiert, das erst vor einem Jahr "klimaoptimiert" wurde. 

Daneben kam noch eine weitere Tatsache ans Licht. Feuerwehrfachleute wiesen nämlich zudem darauf hin, daß die Feuerwehren in der Praxis immer öfter vor einem weiteren Problem stehen. Denn die Photovoltaikanlagen, die auf immer mehr Dächern angebracht Strom produzieren sollen, kann man im Brandfall nicht löschen! Sie sind nicht abschaltbar, und jede Löschmaßnahme mit Wasser bewirkt, daß man das Gebäude unter Strom setzt. Zumal sie Strom produzieren, auch wenn die Sonne nicht scheint - es genügt Licht, und es genügen auch die Scheinwerfer der Feuerwehren. Schaum als alternatives Brandbekämpfungsmittel aber gleitet zu leicht von diesen Paneelen ab, ist also kein taugliches Löschmittel. Feuerwehren können deshalb Gebäude mit Solarpaeelen auf dem Dach immer öfter nur noch die Bewohner evakuieren, um dann das Haus kontrolliert abbrennen zu lassen.

Das Irrationale, nicht in eine Grundvernunft eingebaute Teildenken, das vom Zweck vorgeblich geheiligte (in sich unverünftige) Mittel, dessen Rationalität sich also einkapselt, nicht "mit allem" verbunden ist, hat eben die Eigenschaft, daß es mit Gewißheit mehr Probleme produziert, als sich damit lösen lassen. Es fällt aus dem Gesamtnetz des logos, der Vernünftigkeit der Welt heraus (die weit mehr ist als bloße Rationalität, wenn auch nicht irrational), und verursacht deshalb einen Funkenflug von Unstimmigkeiten, die noch dazu nicht vorhersehbar sind.

Wie es eben bei der gesamten "Energiewende" (egal in welcher Form) der Fall ist. Wo um eines hochgetriebenen Weltrettungswahnes wegen jede Gesamtvernunft im Rahmen eines angeblich kleineren Übels (das aber so gut wie alles umfaßt) außer Kraft gesetzt werden soll. Der Gesamtschaden, der dadurch angerichtet wird, ist gigantisch, und noch dazu: Die Unvernunft ist speziell hier "mit freiem Auge" wahrnehmbar. 







*170617*

Donnerstag, 20. Juli 2017

Alles beginnt mit dem Kopf

Veränderungen in einem Organismus können nur von oben her kommen. Diese Grundwahrheit wird leider heute meist ignoriert, und geht durch die massen-psychotische, als gesolltes Narrativ auferlegte (Selbst-)Täuschung über die wahre Gestalt von Phänomenen wie das Internet (als angebliche "grass-root-Bewegung"), aber auch als völlige Verkennung der "Demokratie", fast unter. Was deshalb einmal tragisch ist, aber auch zur Vorsicht mahnt, denn wenn Interessensvertreter, Sprecher, egal welchen Couleurs, von "Bewegungen von unten" sprechen, ist der Verdacht mehr als angebracht, daß sie etwas verschleiern wollen. 

Etwas sehr Persönliches. Etwas, das man als "Sand in den Augen" bezeichnen könnte, weil sie das Volk, also "die da unten", mißbrauchen (so, wie jede Revolution ein Mißbrauch ist, wir haben darüber an dieser Stelle vor Jahren schon viel geschrieben). Der freilich in einer fatalen Doppelfunktion einerseits nur dort funktioniert, wo ein soziales, identitäres Gefüge zerstört ist, und anderseits aus dieser Identitätsverlorenheit genau jenen Narzißmus ausblühen läßt, der diese Täuschung für die Menschen zur Schmeichelei macht, der sie erst recht auf den Leim gehen, ja dann sogar GERNE auf den Leim gehen. Wenn Führende das bewußt machen, ist es schlimm. Aber noch schlimmer ist, wenn sie es gar nicht wissen oder wissen wollen.

Aber die Wahrheit über das Wesen der Welt und damit des Menschen zeigt sie dann und wann doch recht deutlich. Die Welt ist an sich hierarchisch, und genau so ist der Mensch selbst, ein soziales Wesen per excellence, hierarchisch. Hierarchisch, oder er wäre gar nicht. Und damit ist auch klar, daß es diese Alternative eines angeblichen "von unten nach oben" gar nicht geben kann. Vielmehr ist die Einsicht angemahnt zu erkennen, daß eine Gemeinschaft von Menschen IMMER nur VON OBEN her geführt und damit auch verändert werden kann.

Das zeigt sich immer wieder. Nicht nur im Verhalten des heutigen Establishments, das umso lauter nach Demokratie ruft, als es umgekehrt umso schamloser und totalitärer über die Menschheit zu verfügen beansprucht. Unter anderem, weil sie es ja besser wisse. Oh Tragödie der heutigen Elitebildung, welche Tragödie ... in sich nötig weil prinzipiell wesensmäßig, konkret aber eine dämonisch inspirierte und befeuerte Perversion der Fürsten der Lüge - dem heutigen Establishment, für die das Wort "Elite" zu verwenden einer Blasphemie gleichkommt.

Aber es zeigt sich die Wahrheit des Gesagten im Wesen vieler Vorgänge, auf daß wir erkennen, wenn wir vor allem sehen wollen. So wie jüngst. Als Donald Trump den Ausstieg aus dem Klimaabkommen von Paris* auszusteigen ankündigte. Wobei wir über diese Sache alleine hier gar nicht handeln wollen. Vielmehr zeigt sich in einer jüngst erst durchgeführten Erhebung bereits eine erstaunliche Wirkung (die dann doch nicht so erstaunlich ist). Erstmals zeichnet sich eine Wende im Bewußtsein und vor allem natürlich im Mut der Bevölkerung an. Die zwar, wie andere Erhebungen zeigen, von der Klimapanik ohnehin sehr wenig hielt (Klimaangst rangiert unter den Ängsten der Amerikaner ganz weit hinten, wir haben darüber berichtet), sich jedoch offiziell brav am Gängelband der Klimadiktatur bewegten. 

Diese Wende - zumindest bei diesem Thema - zeigt sich in dieser Untersuchung an den Lehrern an High-Schools (entfernt mit hiesigen Gymnasien vergleichbar; sie enden mit Universitätsberechtigungszertifikaten) ab. Sie wurde von der bekannten Klimapanikanstalt National Center for Science Education durchgeführt und offenbarte wahre Panikstimmung. Sehr zur Enttäuschung auch der New York Times - und sie selbst schrieb von einer Enttäuschung; die NYT ist im übrigen sowieso bekannt für seine Dogmenführerschaft, nicht nur bei diesem Thema; als sie jüngst das erste mal (!) einen "Klimaskeptiker" (also jemanden, der nicht einfach nachbetet, was politisch-moralisch gesollt ist) als Kolumnisten vorstellte, brach ein Sturm der Entrüstung unter seiner Leserschaft aus - sind bereits ein Drittel der Lehrer an High Schools nicht mehr unter der Menge der Panikverbreiter zu summieren. 

Vielmehr versuchen sie ihren Schülern, wie es heißt, "Klimarealismus" vorzustellen. Was nichts anderes heißt als daß sie aufgehört haben, Panik zu schüren. Sondern die Schüler anleiten, sich einmal ernsthaft mit den wissenschaftlichen Fakten auseinanderzusetzen. Erstmals gibt es sogar maßgebliche Lehrervereinigungen, die Papiere mit verdächtigen Titeln wie "Why Scientists disagree about Climate Change" an die Schulen verschicken (und natürlich dafür von anderen Lehrergewerkschaften heftig kritisiert werden). Wo kämen wir aber da hin, wenn plötzlich seriöse Information an die Ohren der Schüler dränge? Die kann doch nur abspenstig machen?

Genau das fürchtet ja der klassische Klimaapokalyptiker. Schon die Haltung ist ja entscheidend, das hat er von der Religion gelernt. Sie ist jene Schaltstelle, die für den Fluß von Gnade verantwortlich ist. Sobald aber etwas angezweifelt wird, zeigt sich eine grundsätzliche Wende. Plötzlich wird nicht mehr durchfließen gelassen, was da eben von oben kommt, sondern mit einem mal wird das geprüft. Und damit hört die Klimareligion auf zu wirken, denn der Organismus verliert seine Einheit, muß auf das neue einheitstiftende Mittel - die Vernunft - zugreifen. (Das im übrigen die Grundlage dessen ist, was als christliche Ethik bezeichnet werden kann.) 

Der Grundsatz der Klimaapokalyptik, daß die Gefahr so groß sei, daß für ein näheres Überlegen keine Zeit bliebe, weil Moral über die Vernunft gehe, diese sogar gefährlich mache, ist damit obsolet. Entsprechend haben sich ja auch Stellungnahmen gemehrt die mit schriller Stimme darauf hinweisen, daß DAFÜR keine Zeit mehr sei, daß schon dieses Verlangen nach einem neuerlichen Durchdenken der Prämissen der Katastrophenpostulate eine unverantwortliche Straftat am Anliegen sei, das vor allem eines habe: Dringlichkeit.

Diese Dringlichkeit also stellen nun bereits ein Drittel der Lehrer in den USA-High- Schools in Frage. Und fordern ihre Schüler dazu auf, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Die nämlich alles andere als eindeutig sind, im Gegenteil, aus denen sich eigentlich keine Klimapanik ableiten läßt! Und sie tun es, obwohl sie von Mainstreammedien dafür gehörig Zunder bekommen. So handelte die Washington Post in einem Leitartikel darüber, "was Lehrer in Zusammenhang mit Klimawandel falsch machen", weil sie die Botschaft nicht mehr ordnungsgemäß in die Köpfe ihrer Schüler eintrichtern. Dabei ist doch bekannt, wie wichtig die Schulen, wie wichtig Schüler sind - sie sind die Zukunft des Establishments! Wie sagte doch Lenin einmal? "Gebt mir vier Jahre an den Grundschulen, und ich mache Euch eine andere Generation."

Diese Wende aber wäre nicht (zumindest nicht in diesem signifikanten Ausmaß) möglich gewesen, wenn nicht der oberste Kopf der Amerikaner, der Präsident höchstselbst, durch ein Bekenntnis zu genau dieser neuerlichen Anmahnung der Vernunft, durch Ausscheren aus der dogmatisch verschworenen Bekennergemeinschaft der Klimaapokalyptik, und mehr hat er ja gar nicht getan, diese Haltung ermutigt hätte. Man kann also über Trump denken wie man will. Eines tut den Amerikanern, und über diese der ganzen Welt, mehr als gut: Daß er trotz allem das eine und andere Dogma aufbricht, das wie eine dumpfe geistige Fessel über der Menschheit liegt (das sicherste Zeichen der Dämonie, übrigens), und in den schon so größlich stinkenden Mief der embryonitischen Kuschelbruderschaften (vulgo: Eliten) frische Luft der Vernunft einläßt. 

Wenn es das ist, was man ihm als "Unberechenbarkeit" zuschreibt, dann bitte schön kann man Amerika und der Welt nur dazu gratulieren. Dann war oder ist Donald Trump** die krumme Zeile, auf der Gott trotz allem wieder gerade schreibt. Umso mehr könnte das der Fall sein, weil Gott da keinen Fehler gegen das Wesen der Welt beging. UND MIT DEM KOPF BEGINNT.






*Noch einmal: es war KEIN rechtlich bindender Vertrag, den da Obama noch rasch unterschrieb, auch wenn das viele behaupten. Er ist noch nicht einmal vom US-Kongress angenommen worden, also nicht einmal in interner Form verbindlich, Obama hat damals eindeutig seine Kompetenzen überschritten,. also das US-Gesetz gebrochen, und er wußte das auch. 

**Daß Donald Trump vermutlich ein großer Sünder vor dem Herrn ist will niemand hier bestreiten. (Nur: Wer ist das nicht?) Aber der geneigte Leser möge nicht übersehen, daß es einen kategorialen Unterschied zwischen der Sündhaftigkeit eines Menschen gibt, die seiner fleischlichen Schwäche entstammt,  und jener fatalen Sittenlosigkeit, die eine Abkehr von der Vernunft fordert, sich der Vernunft verweigert. Zwar gibt es eine Verbindungslinie, keine Frage, und die Sünde darf ncith unterschätzt werden. Aber sie kann vergeben werden. Nicht vergeben werden kann aber die Ablehnung der Vernunft. (Jawohl, hier haben wir sie: die Sünde wider den Heiligen Geist). Sie ist eine tief seelische, prinzipielle Haltung.






*210617*

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*220517*

Mittwoch, 19. Juli 2017

Selbstbewußtsein, das Realismus ist

Nach dem Betrachten einer der vielen Versuche, die Geschehnisse des 2. Weltkrieges (und insbesonders des Hitlerismus) zu einem Verstehen zu führen (und: es gibt jede Menge, wirklich: JEDE MENGE an solchen Versuchen; zumeist völlig untauglich) weil zu begreifen, liest sich meist eine Art Befremden, wie denn das deutsche Volk- und schon gar seine Führung - überhaupt je glauben konnte, anderen Völkern überlegen zu sein. 

Herrschaften Leser, für wie naiv werden wir denn verkauft? Hat der Leser dieser Zeilen noch nicht genug Anstrengung damit verbracht, reale Rückmeldungen zu verarbeiten? Hat er noch nie erlebt, in welchem Ansehen deutsche (und sehr wohl auch: österreichische) Arbeit und Wirken im gesamten Osten Europas steht? Hat er noch nie erlebt, wie selbst die so nationalstolzen Ungarn - und der VdZ lebt ja in Ungarn - österreichische, deutsche Arbeit wertschätzen? Weil sie sie IM REALEN UNTERSCHIED erkennen? 

Damit wissen, daß ein deutsches Wort (und damit sei auch das Österreichertum einbegriffen, ein für allemal) ganz andere Stichhaltigkeit hat als ein ungarisches, polnisches, bulgarisches, rumänisches  ... etc  ... hat? Daß Waren, Dienstleistungen aus diesen Völkern eindeutig weit über der Leistungsfähigkeit oder -bereitschaft dieser Völker stehen? Hat der Leser dieser Zeilen noch nie erlebt, wie in diesen Ländern deutsche/österreichische Arbeit und Leistung und damit Ware geschätzt wird?

Gehen wir bei Ungarn noch weiter ins Detail. Wo es eine riesige Zahl von Gütern angeboten gibt, die aus ehemaligem deutschen/österreichischem Besitz stammen. Mit denen nie jemand in Ungarn etwas anzufangen wußte.  Wo es nie eine Bürgerschicht gab bzw. gibt, die diese Güter zu erhalten vermag. Wo jede Gesellschaftsform versagte. Wo aber bliebe die nüchterne Bestandsaufnahme, die die Geschehnisse von 1946 als das anerkennte, was sie war. Wo die Expedierung hunderttausender Deutscher aus Ungarn zu einem wirtschaftlich-kulturellen Kollaps geführt hat?

Die kulturelle Substanz dieses Landes ist verfallen, nicht vorhanden. Und da nützt kein Orban-Geschwätz und kein nationalistisches JOBBIK-Gerede. Ohne Deutsche, nach 1946 brutal expediert, ist dieses Land, das seine Vielvölkerschaft zumindest noch unter dem Königtum vereinen konnte, in ein Beuteland der Oligarchie verfallen. Allerbestens. In ein ost-weltliches Despotensystem zurückgefallen. Es gibt nirgendwo im Osten noch die sozialen Schichten, die die einstige kulturelle Höhe dieser Länder aufrechthalten kann. Daran scheitert jede der sogenannten "Ostphantasien", die von lächerlichen Mathematik-Menschen ausgeht, ohne die Wirklichkeit zu sehen.

Selbst die Putzfrau des VdZ weiß, daß die deutschen Haushaltsgeräte in dessen Haushalt von unerreichbarer Qualität sind. Und selbst wenn sie Putzmittel braucht, wünscht sie ausdrücklich deutsche.  Und sie hat natürlich völlig recht. Die sind einfach besser.

Dieselben Erfahrungen macht man bei Reisen in sämtliche ost- und süd- und südosteuropäische Länder.

Was braucht es also an "Rassismus", um zu erkennen, daß die Präzision der Sprache, als Trägerin, als Motor der Kultur, ein überlegenes Volk kennzeichnet? Wie dicht muß man da die Augen schließen? Was ist daran "nationalistisch", oder gar "rassistisch"? Es ist nur realistisch. Und niemand weiß das besser als die angeblich unterdrückten ost-südost-europäischen Menschen.








*240617*

Wir WOLLTEN sein wie die Amerikaner

Es ist mehr als eine Hommage an die wunderbare Schauspielerin Sophia Loren. Es ist ein Gewahrwerden, daß wir uns auch unserer eigenen Zeitbedingungen bewußt sein müssen, und daß es zu nichts als Verhärtung und Lächerlichkeit führt, diese zu verleugnen. "Du willst ein Amerikaner sein" war viele Jahrzehnte die Maxime Europas, und das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Müssen diese oft kleinen Sektschalen leeren, dürfen sie leeren, sie waren voll guten Champagners. Das Ganze ist eine andere Sache. Aber schütten wir mit dem Bade nicht die Einzelwahrheiten weg, das macht uns nur irritiert und unsicher und vor allem - engherzig. Damit ... dumm und wirklichkeitsdefekt. Denn das Eingangstor zum Wirklichen ist immer das historsich Konkrete, so dicht der Dschungel,den wir uns freizuschlagen haben, auch sein mag.

In diesem Filmchen übrigens einige Ausschnitte aus Charlie Chaplins letztem Film "Die Gräfin von Hongkong", nach dem er sich endgültig enttäuscht von den immer geringeren künstlerischen Möglichkeiten des technisch immer ausgereifteren Films - Farbe und vor allem: Ton. Chaplin lehnte den Ton im Film immer ab - trotz großartigster Besetzung und schauspieleirischer Großleistungen (Marlon Brando!) abwandte.









*120617*

Dienstag, 18. Juli 2017

Kriterien für wahre Menschlichkeit (2)

Teil 2) Erst die Moral macht daß wir zu fressen haben, Herr Brecht!




Zurück zu diesem kanadischen Windpark bedeutet das, daß der nunmehrige neue Besitzer von der Landesregierung Maßnahmen erwartet, die seine Anlage deshalb rentabel machen sollen, weil die öffentliche Hand das private Unternehmerrisiko übernimmt. Das eben nicht kalkulierbar, deshalb für private Unternehmen nicht verantwortbar ist. Das Beispiel zeigt uns nun, daß die angeblich aus ökologischen Gründen notwendige Umstellung auf Windkraft (die Lage bei Solarkraft ist um nichts anders) eine Gesamtbewegung VON DER KULTUR WEG verstärkt, ja sogar überhaupt erst bewirkt hat. 

Sie macht das menschliche Wirtschaften noch unmenschlicher, weil es die Gesellschaften den Zwängen einer Maschine aussetzt, die das Leben bis in kleinste Dinge hinein reguliert. Also den Takt für die individuelle Lebensgestaltung vorgibt, dem man sich auch unterwerfen muß, weil es keine alternativen Lebensweisen mehr gibt, ja diese sogar verboten werden müssen, weil jede Maschine kalkulierbare Elemente notwendig braucht. Das war schon der prinzipielle Fehler bei der Einführung des elektrischen Stroms generell, als man dazu überging, auf Stromnetze zu setzen. 

Es war, im übrigen, eine zur Gänze unterschätzte Folge einer Wirtschaft, die zunehmend auf "Netze" setzte, sei es zur Wasserversorgung, die Eisenbahnen und Verkehrsmittel generell, die Straßennetze, oder dem Internet, und es war das Problem mit der Einführung der mechanischen Uhr, die die ganze Welt mit einem unsichtbaren geometrischen Netz umspannte und ein völlig neues Lebensgefühl und -befinden auslöste. Sie alle haben Teil für Teil unserer individuelles Selbstüberschreiten ins Transzendentale hin abgelöst, indem sie vereinfacht gesagt den ganz realen Taktgeber Gott durch einen technischen Notwendigkeiten folgenden Taktgeber ersetzte. Und zwar nicht partiell, nicht über kurze Zeiträume, sondern in der Herstellung eines alle umfassenden technisch-mathematischen Raumes.

Die Folge war und ist, daß sich das Leben der Menschen mehr und mehr entleert, und zwar im wahrsten Sinn. Es besteht kaum noch Freiraum, und er wird sogar ständig noch kleiner, sich ins Transzendente (auf Gott hin) zu überschreiten, um so das wahre, wirkliche Leben in dieses irdische Existieren hereinzuholen, es damit mit Leben erst aufzufüllen. Stattdessen wurde das Leben selbst zu einer den großen technischen Apparaturen unterstellten weltimmanenten Teilapparatur bloßen technisch-mechanischen Funktionierens und beschränkter Nützlichkeitserwägungen im Dienste reiner Ablaufbewahrung. Entsprechend wird jeder menschliche Lebensvorgang auf technische Vorgänge heruntergebrochen, bis zum Gesundheitswesen hin, um die Gesamtmaschine Volk, Staat, Zivilisation kalkulierbar zu machen, die sonst nicht mehr funktionieren könnte..

Damit wird aber eine Kultur im wahrsten Sinne ausgelöscht, und durch einen technischen Vorgang ersetzt. Damit wird aber der Mensch tatsächlich entmenscht. Und das ist kein Detail, das man halt achselzuckend hinnehmen muß, sondern es wird und muß sich auf sein Leben auswirken. Denn in Wahrheit KANN der Mensch nicht darauf verzichten, es gehört zum Menschsein unabdingbar dazu. Weil kein Mensch ohne Kultur überleben kann. Weil die Reihenfolge auch andersherum läuft, als wir bereits unter der Prägung der Maschinen, die uns seit langem pausenlos und immer mehr zwingen, mittlerweile glauben. Wo wir glauben, daß wie bei der Maschine zuerst die mechanischen, materiellen Vorgänge zu laufen hätten, ehe man an "höhere Bedürfnisse" denken könne. 

Der Brecht'sche Ausspruch "Erst das Fressen, dann die Moral" ist nicht nur brutal, er ist auch sachlich falsch. Ohne Moral wird auch die rein irdisch-materielle Fähigkeit des Menschen, ohne Moral wird auch eine Wirtschaft und die Geldproduktion (die in Wahrheit eine Produktion von Werten DURCH den Menschen ist) unweigerlich zusammenbrechen. Der Mensch bezieht seine Kraft nicht aus Kalorien und Vitaminen, wie eine Maschine. Sondern er bezieht seine Kraft aus dem Transzendenten, aus Gott. Er beginnt - nicht: endet! - also mit dem Kult, mit dem Spiel, mit der Lebenskraft die aus dem Ewigen Leben kommt, zu dem er sich in dem Moment öffnet, wo er sein Leben in die Hand Gottes legt. Und das tut er in dem Moment, wo er nicht mehr "kalkuliert", sondern einer Sache folgt, die er tut, auch wenn sie ihn das Leben kosten könnte. So legt er sein Leben in die Hand Gottes, und aus diesem Akt wiederum kann ihm Leben überhaupt zufließen, und zwar aus dem absoluten Leben heraus. 

Nichts aber gibt es, das sich nicht aus diesem Absoluten, aus Gott, aus dem Sein selbst, nährt und seinen Bestand holt. Was die philosophische Logik hier als Tatsachenfeststellung konstatiert, weil eben die Welt selbst auf logos, also auf Vernunft beruht, ist von einer einzigen Realistik getragen, ist alleine zutiefst realistisch. Keine Technik, keine Maschine kommt an Realität dieser Realitätsbezogenheit nahe oder kann sie gar ersetzen. 

Deshalb braucht es auch ein Leben - und dieses "braucht" heißt, daß man es als Urteilskriterium sehen muß, aus dem Entscheidungen getroffen werden - das mit der Technik und der Maschine in einem Sinne spielt, der sie punktuell als Hilfe betrachten läßt. Daß es aber niemals zu unserem Glück führen wird, wenn wir unsere Lebensvorgänge großen Maschinen und Ideenmaschinen übermitteln, um uns mit dem gerade noch abfallenden Rest zufrieden zu geben. Es braucht ein Leben, das ZUERST nach den jenseitigen Gütern sucht, weil sich aus diesen auch erst im Bestand weiß, und von dort aus die Kraft bezieht (und zwar real, nicht als Methodik, nicht als Magie, nicht als Technik) um Welt aufbauen zu können. Das heißt vor allem eine Welt, die wir Stück um Stück gestalten, in der wir nicht der blinden, zufälligen Gewalt der sogenannten "Natur" ausgeliefert sind, sodaß sie uns jederzeit gefährden könnte. Es heißt aber damit auch die Grenzen menschlichen Tuns zu erkennen, die in erster Linie die Grenzen unserer individuellen Mächtigkeit sind. Erst an diesen Grenzen wartet dann Gott, wartet das Jenseitige, das Absolute. Die Religion selbst, als Kult, als Gestalt, ist ja nur das Tor zu diesem Absoluten, in der Wahrheit diesem als Analogie gleichförmig, in der Gestalt des Kultes (woraus dann Kultur erwächst) diesem wie ein Trichter offen gemacht, ohne doch je darüber verfügen zu können.**

Der Weg in unsere eigene Zukunft ist aber damit einerseits eben nicht ein völliges Entsagen von Technik, das Abstellen jeder Industrie als hochspezialisierte Maschine der Arbeitsteiligkeit, ein Rückstieg auf eine primitive Lebensform, in der wir jede Technik ablehnen müssen. Keineswegs! Aber er ist ein Weg, der uns nicht in immer noch mehr Zwänge einspannt, weil wir dann angeblich, ab irgendeinem Stadium zumindest, auf das wir nur zu hoffen brauchen,  irgendwann auch Menschen werden können, wir müssen es nur geduldig abwarten. DAS wird nie eintreten. 

Es bedeutet aber, daß wir uns aus der Dominanz dieser großen Maschinen und Netze herauslösen müssen (statt sie, wie derzeit so mächtig gescheiht, die Verflechtungen noch weiter, das heißt: immer umfassender im Konkreten, zu verstärken), um sie zwar vielleicht ab und an zu benützen, aber anderseits auf keinen Fall zu Elementen einer gewaltigen Maschinerie zu werden. Es bedeutet, daß wir auch alles vermeiden müssen, das Entscheidungsprozesse, die für unsere menschliche Sittlichkeit, für dieses Hinübersteigen auf das Ewige hin, auf das absolute Leben zu, uns aus den Händen nimmt, und damit unser Leben tatsächlich einschränkt und schließlich erdrosselt.





*Das ist der Fluch aus der Ursünde im Paradies, das ist gemeint, wenn Gott den Mann zur Arbeit im Schweiße seines Angesichts "verfluchte", ihn in eine Art Kampfsituation mit der Umwelt stellte, der er das Notwendigste fortan zu entringen hatte.

**Diese Nicht-Verfügbarkeit, die eine enorme Verwundbarkeit bedeutet, weil das Sein der Welt eben NICHT in unserer Hand liegt, zumindest nicht im Letzten bzw. Ersten, ist das entscheidende Kriterium für die Gnade, für das Einfließen des Göttlichen in diese Welt, für die Verbindung von Gott und Welt. Sie ist jener Geist der bittenden Haltung und Liebe, die Voraussetzung weil einzige mögliche, adäquate Haltung dem Absoluten gegenüber ist. 






*170717*




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*220517*

Montag, 17. Juli 2017

Veränderung der Bevölkerung

Neue Untersuchungsmethoden bei der Extrahierung von DNA aus sehr altem Knochenmaterial machen es mittlerweile möglich: Eine jüngst abgeschlossenen Untersuchung des Genoms von über 150 ägyptischen Mumien aus der Zeit 1400 bis 400 vor Christus brachte dabei ein überraschendes Ergebnis. Denn diese Menschen zeigen genetisch hohe Verwandtschaft mit der Genlandschaft der Menschen der Levante, des Nahen Ostens und aus Europa aus der Zeit des Neolithikums.

Auffallend ist auch, daß sich den untersuchten Mumien aus einer Zeitspanne von 1.000 Jahren so gut wie keine wesentlichen Veränderungen der DNA zeigen. Das bedeutet, daß sich auch die vielen Fremdherrschaften kaum auf die genetische Disposition der Ägypter dieser Zeit auswirkten. Das wollten die Forscher der Universität Tübingen und vom Max Planck-Instituts nämlich herausfinden. Vergleicht man diese DNA mit der DNA aus Gebeinen des Neolithikums der erwähnten Räume liegt der Grund auf der Hand: Die Völker dieses geographisch gesehen großen Raumes unterschieden sich kaum. Zumindest nicht genetisch.

Insgesamt deuten die DNA-Befunde nämlich darauf hin, daß es eine genetische Kontinuität im Mittelmeerraum vom Neolithikum bis hin zu den Römern gibt. Zwischen den alten Ägyptern und den Römern bestand damals genetisch mehr Ähnlichkeit als zwischen heutigen Ägyptern und heutigen Europäern. 

Was der bisherigen These widerspricht, nach der die Assyrer, Griechen und Römer den alten europäischen Genpool überlagert und stark verändert hätten. Diese Untersuchungen, denen ein wissenschaftlicher Durchbruch in der Ausfächerung alter DNA-Zeugnisse zugrundeliegt und die eine bisher nie erreichte Verläßlichkeit haben, belegen, daß  dies nicht der Fall war. Daß es also vor diesen tausenden von Jahren keinen Bruch in der Bevölkerung gab. Vielmehr haben wir es im Neolithikum (das man ab dem Ende der letzten Eiszeit etwa 10.000 v. Chr. bis 2.200 v. Chr. ansetzt und die Zeit der Seßhaftigkeit, der landwirtschaftlichen Technik und der ersten Städte anzeigt) mehr oder weniger mit ein- und denselben Menschen - von der Levante über Anatolien bis nach Zentraleuropa - zu tun.*

Sie unterscheiden sich aber erheblich von heutigen Ägyptern, die bereits eine weit höhere genetische Verwandtschaft mit der Sub-Sahara-Bevölkerung aufweisen als zu früheren Zeiten. Insgesamt zeigen dabei die alten Ägypter sogar einen weiter gefächerten Genpool auf als die Ägypter des 21. Jhds., was auf die Stellung des alten (Unter-)Ägypten als von vielen Völkern begehrten wirtschaftlichen und politischen Dreh- und Angelpunkt der Region verweist. Die genetische Verengung, die die Afrikanisierung des ägyptischen Erbgutes mit sich brachte, kann erst in den letzten 1500 Jahren eingetreten sein.**




*Das entspricht auch alten wie neuen Befunden, die aus archäologischen Fuinden darauf hinweisen, daß sich vor einigen tausend Jahren eine mehr oder weniger einheitliche Kultur von Ost nach West - vom Ural bis zur Donau, ja bis zur Normandie - und von Nord nach Süd bis über den Kaukasus hinweg ausgebreitet hatte. Dem entsprechen religionswissenschaftliche Untersuchungen die zeigen, daß die religiösen Vorstellungen in diesem Raum (den man sogar bis hinein nach Indien ausweiten muß) weitgehend gleiche Wurzeln verraten, die sich erst mit der Zeit differenziert haben. Der vielbesprochene Synkretismus der Römer war gar kein solcher, sondern vor zwei- bis dreitausend Jahren waren die religiösen Vorstellungen rund ums Mittelmeer generell sehr ähnlich. Lingustische Untersuchungen haben ja schon seit langer Zeit darauf hingewiesen, daß der Europäer seine Wurzeln im (im weitesten Sinn) kaukasischen Raum hat. Über die Rolle des Einbruchs des Mittelmeeres ins Schwarze Meer (ca. 6000 v. Chr., andere Schätzungen gehen von weit jüngerem Datum aus, also etwa 3000 v. Chr., etwa auch jener Zeiteraum, in dem der große sahara-afrikanische Binnensee versickert sein muß), das eine massive Wanderung der Schwarzmeervölker nach Norden (Skandinavien) und Westen ausgelöst haben muß, bestehen ja mittlerweile kaum mehr Zweifel.

**Wir enthalten uns aber ausdrücklich einer Wertung oder Spekulation! Oft zeigt Vielfalt nämlich auch Schwäche, ja mangelnde Kultur an, und es gehört zu den Merkmalen der postmodernistischen Zeit, wie wir sie heute erleben, "unspezifische Vielfalt" pauschal auch als "gut"  zu klassifizieren. Dabei kann sie auch Zerfall, Verlust der Einheit und spezifischen Kraft, ja damit Kulturlosigkeit anzeigen. Wenn schon, dann ließe sich genau das aus der bewegten Geschichte dieses Kulturraumes ableiten: Vorzeiten eines Ringens um Kultur, das aber über Ahnungen und Vorboten noch nicht hinwegkam. Man sollte sich also hüten, aus Befunden wie dem obigen mehr abzuleiten, als abzuleiten ist. Und nicht übersehen, daß wissenschaftliche Erkenntnisse prinzipiell einen ganz ganz schmalen, sehr abgegrenzten Grad an "Gewußtem" bedeuten.






*210617*

Kriterien für wahre Menschlichkeit (1)

Mit der kapital- und vor allem kreditbasierten Wirtschaft setzt sich eine fatale Logik in Gang. Denn fortan muß eine Maschine (oder eine Fabrik) nicht am Bedarf orientiert gemessen werden, sondern ihr erstes Parameter des Wirtschaftens ist die Kapazität. Sie ist der Maßstab, ob eine Fabrik und eine Maschine "sich rechnet", und sie muß sich rechnen, weil sie sich der Zinsautomatik unterwirft. Damit wird Wirtschaften immer mehr zum Zwang, und sämtliche ihrer Faktoren müssen sich dem unterordnen. Das ist natürlich vor allem der Mensch, desssen Flexibilität als Fähigkeit, sich auf etwas einzustellen, also nicht auf seine Bedürfnisse zu achten, sondern diese zurückzsutellen um sich auf eine Sachleistung hin zu überschreiten, hier zum Bumerang wird. 

So hat sich unsere Kultur mehr und mehr den Zwängen der Wirtschaft unterworfen. Hauptfaktor dabei war und ist der Staat, der sich nach langen abendländischen Jahrhunderten seit dem späten  Mittelalter als Maschine zu begreifen begann, dem das Volk zu dienen hatte. Eine Maschine, die fast ausschließlich dem Geld unterworfen war und heute noch mehr ist, und damit eben dieser Zwangs-Logik. Er KANN nicht tolerieren, wenn ein Volk sich entschließt, sagen wir, zwei Monate keine Steuern zu produzieren, weil die Bürger in einer Versamlung zu dem Entschluß kamen, etwas anderes zu tun zu haben, und sich sagen wir zwei Monate in ein Kloster zurückziehen um sich neu zu besinnen. 

Sie schmunzeln? Das war schon mehrmals ein echtes Problem. So im Spanien des 17. Jhds., aber auch im Kaiserreich des späten  Mittelalters, wo die grassierenden Armutsbewegungen, bis z. B. in der Lombardei schon 20 % der Bevölkerung erfaßten, zu einer reichspolitischen Gefahr wurden, weil zu wenige Steuern eingetrieben werden konnten.

Es war deshalb eine hohe Kulturleistung,  und zwar immer und überall, wenn sich eine menschliche Gesellschaft so organisierte, daß es mit Hilfe von Wissen, Sachverstand und Technik in die Lage kam, sich von solchen Zwängen immer mehr freizumachen. Man denke nur an die Revolution, die Haltbarkeitstechnik auslöste. Oder das Anlegen von Bewässerungsanlagen, das von den Zufälligkeiten der Natur weitgehend unabhängig, somit das Leben dem individuellen Gestaltungswillen verfügbarer machte. Was im Extremfall sogar so weit geht, daß sich der Mensch von den Jahreszeiten abkoppeln kann, wie durch Glashäuser, Lagertechniken, oder auch überregionalen Handel.

Dabei hatte die Menschheit immer große Scheu, sich zu weitgehend von den großen Kreisläuften der Welt abzuhängen. Denn gerade der Kulturmensch war und ist nur ein solcher, wenn er sich dem Ewigen, dem Transzendenten so weit zuwenden kann, daß es sein eigentlicher Lebensträger ist. Nur iin der Hingabe an die höchsten, göttlichen Werte wußte er sich als Mensch. Deshalb zählte für den Kulturmenschen immer beispielsweise die Ehre mehr als wirtschaftliches Wohlergehen. Nur im Geistigen, Immateriellen wußte sich der Mensch als Mensch.

Dieses Transzendente aber steck nicht nur hinter allem, auf die eine oder andere Weise, sondern entscheidend ist, was für ein Transzendentes es ist. Und das ist bei der Maschine eben - der menschliche Gedanke, der menschliche Geist, der sich hier speziell nur einem bestimmten Nutzen unterwirft. Niemals kann aber die eigentliche Lebenserfüllung als Nutzenrechnung gesehen werden, im Gegenteil, ihr Wesen ist ja geradezu die Offenheit für einen transzendenten Willen, und der ist nicht einfach nach menschlichem Nutzen zu berechnen, er muß ja genau für göttlichen Willen offen bleiben. 

Also hat man sich der Maschine (ob nun materieller, handfest-haptischer Art, also dem Mühlenapparat etwa, oder ob in organisatorischer Art, wie in einer großen, arbeitsteiligen Organisation) immer nur mit größter Vorsicht bedient. Schon gar alles zu verhindern gesucht, wo man in Gefahr geriet, sich einer (menschlich ersonnenen) Maschine zu weit zu unterwerfen. Darauf, genau darauf beruht die Kraft des Abendlandes, die als Kraft des Individuums weltweit Maßstäbe setzte, die sie allen übrigen Kulturen so überlegen machte. Sie war im wahrsten Sinn human, stellte die menschliche Lebensleistung (als Leistung zum Leben hin, und das heißt: Zum Heiligen hin) als Ausweis der Würde über alle bloß materiellen Ziele, die lediglich soweit von Belang waren, als sie eben notwendig (und gerade nur soweit) zu ertragende Zwänge blieben.

An einem Bericht über eine kanadische Windfarm fiel nun dem VdZ etwas auf, das man ebenfalls als enthüllendes Merkmal betrachten müßte, das die Verfehltheit (wegen einer falschen Grundrichtung) mancher heutiger Bestrebungen ganz anderer Art zeigt. Darin ist an sich von einer Anlage von Windrädern die Rede, die in Kanada vor 23 Jahren als eine der ersten dieser Art für die Produktion von Elektrizität errichtet wurde. Nachdem nun die Betreiberfirma von einem anderen Energiekonzern übernommen wurde, fiel nun dort die Entscheidung, diesen Windpark stillzulegen. Das Argument ist einfach: Er rechnet sich nicht. Er rechnet sich schon deshalb nicht - jetzt kommt's! -  weil in dem Moment, wo er seine Kapazität ausnützt, der Marktpreis für den Strom ... fällt. Denn nun liefern ja auch alle anderen Anlagen. Weil der Wind ja nicht nur an einem Ort bläst. 

Diese Rechnung ist ja nie aufgegangen. Denn die Vorstellung, daß der Wind mal hier bläst, dort nicht, und umgekehrt, hat sich als Irrtum herausgestellt. Zumindest in nationalem Maßstab stell man nun fest, daß der Wind (vereinfacht gesagt) wenn er bläst fast überall bläst, und wenn nicht, dann überall nicht. Also drängt wenn der Wind bläst jede Menge Strom an die Börsen, der Preis fällt ins Bodenlose (in Deutschland werden sogar "Negativpreise" erzielt, das heißt: Deutschland bezahlt zu Spitzenzeiten Abnehmer, in der Regel andere Länder, damit diese den Strom abnehmen.) 

Zusammen mit der Volatilität des Windstromes, der Unberechenbarkeit seiner Produktivität, ergibt sich eine Anlage, die nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Ihr Erfolg ist dem Zufall überlassen. Nur eine Einrichtung hat sie bisher "wirtschaftlich" sein lassen, und das waren spezielle Verträge mit dem Staat, der mit Steuergeldern diese Unberechenbarkeiten glättete und diese Maschine kalkulierbar machte. Dabei - nicht nur die Maschine, sondern überhaupt die Stromversorgung. Denn das Gesamtnetz muß stabil bleiben, sonst bricht es in ganzen Regionen oder gar einem ganzen Land (oder wie neuestens möglich: einem ganzen Kontinent, wie Europa) zusammen. Und dann steht alles. Also muß er dafür sorgen, durch Lückenfüller-Kraftwerke, die ständig in Warteposition verharren (Kohle-, Wasser- und vor allem Kernkraftwerke) diese unverzichtbare Glättung der Produktion zu erzielen. Die Stromnetze der Gegenwart sind also riesige Maschinen, die sich jeden Teilfaktor unterworfen haben. Damit sind ganze Länder und sogar Kontinente einem alles integrierenden Zwangssytem unterworfen.

Das oft gehörte Märchen von regioalen Netzen ist eben ein pures Märchen. Autharke Energieregionen, Kleinnetze, lokale Netze gibt ees nicht nur nicht mehr, sondern das Argument, ein umweltfreundlicheres Energienetz zu betreiben hat dazu geführt, daß Strom und Energie so zentralistisch verwaltet werden müssen wie noch nie. Es hat dazu geführt (und wird das zukünftig noch mehr, denn im "Entausbau" sind solche Netze bis zur Einzelabnahmestelle - das ist der wahre Grund, warum üerall "smart meter" eingebaut wurden - zentral gesteuert und koordiniert) daß sich aus der Maschine Energienetz ein gigantisches Zwangssystem über unsere Gesellschaften gebreitet hat. Das über kurz oder lang mit Zwang das Verhalten jedes Einzelnen den Gesamterfordernissen unterordnen wird. Systeme, die von einem Punkt aus gesteuert werden, können das nur, wenn sie auch die Möglichkeit haben, das Einzelne, die Teile zu beherrschen.



Teil 2) Erst die Moral macht daß wir zu fressen haben, Herr Brecht!






*170717*

Sonntag, 16. Juli 2017

Umkehrung

"Fatima ist  höchst aktuell. Nur auf eigenartige, umgekehrte Weise. Und das sage ich, obwohl ich kein Rußland-Fan bin. Aber heute haben wir nicht für die Bekehrung Rußlands und die Anliegen des Papstes zu beten, wie die Heilige Jungfrau es 1917 forderte, sondern für die Anliegen Rußlands, und die Bekehrung des Papstes."

Ann Barnhardt in einem Interview 2017





*140717*

Nicht Inhalte, sondern Strukturen sind erkennbar

Welch Tragödie des Auseinanderklaffens von Aufgefordertheit und Macht, also Vermögen, vom Internet als Ausfluß des absurden Gleichheitswahns der Gegenwart, einem Endstadium des Weltverfalls,  in jedem Fall, bis zur masochistischen Selbstmarter gesteigert. Der der Einzelne meist, so gut wie immer, völlig hilflos gegenübersteht, weil er nicht in der Lage ist, die inneren Antriebe geistig zu ordnen.

Aufbauend auf einem verqueren Verständnis von Erkenntnis, das auf Information und deren maschineller, abakusartiger "Verarbeitung" ausgeht. Dabei nicht weiß, daß Erkenntnis nicht mit Information zu tun hat, als läge sie quasi auf einer Ebene des Denkens, die jedem gleichermaßen zugängig wäre, sondern weil Erkenntnis von Persönlichkeit und damit Sittlichkeit untrennbar ist. Nicht die Information, nicht das "Wissen", das angeblich durch die Schulen und Universitäten vermittelbar ist, ermöglichen ein Ordnen der Weltinformation, ein Urteil über ihren Stellenwert und damit ihren Platz in der Ordnung des Ganzen, sondern die strukturelle Geschichtetheit des Erkennenden ist die Voraussetzung für ein Erkennen von Adäquanz der einströmenden Information.

Die allseitige Zugängigkeit von "Information" macht die Menschen nicht "informierter", sondern verwirrter. Stopft ihren Kopf mit Daten voll, die sie nur ihrer Persönlichkeit entsprechend einordnen können, womit sie sich in der Regel heillos überfrachten. Bildlich gesprochen: Der Müllfahrer ordnet die Information über Quantenphysik so, wie er den Müll sortiert,  der Gemüsehändler so, wie er seine Gurken von den Tomaten scheidet, und der Pädagoge so, wie er seine Kandidaten maltraitiert. Aber sie bleiben was sie sind. Ihrer aller Ansprechebene wäre also nicht "Wissen", sondern das in allem gleiche Strukturelle der Ideen, und nur das. Die inhaltliche Entsprechung (sagen wir: als Kompetenz zur Lösung eines Problems) ist praktisch zufällige Angelegenheit der Inhalte, mit denen eines Stand gefüllt ist.

Das Allermeiste, was uns in den Medien als "Meldungen" und "Informationen" begegnet, ist für so gut wie alle Menschen völlig unverarbeitbarer Datenmüll, der sich als ungeformter Plaque ablagert. Es gehört zu den Meisterstücken der Menschenverwirrung sie glauben zu lassen, sie könnten, ja sie müßten das.

Daß zugleich mit der Informationsflut und dem eingeredeten Glauben, alles ginge einen irgendwie an, weil man es auch lösen könne, das Gefühl der Ohnmacht  bei den Menschen steigt und steigt, zugleich die Aggression steigt, die Verletzbarkeit bei der Begegnung mit "anderen Meinungen", hat genau darin seine Ursache.

Unsere "Bildungspolitik" macht heute deshalb nicht Akademker, "Bildungsträger" aus Müllmännern und Pädagogen, sondern heftet Müllmännern und Künettenarbeitern (wobei: nichts, absolut nichts gegen diese ehrbaren Berufe!) Etiketten einer völlig in der Luft schwebenden Phantasieordnung an den Revers, die sie in die Verwirrung einbetonieren, ja sie dazu verdammen. Wer als Bauer oder Feinmechaniker seinen Doktor macht, ist nachher kein Akademiker, sondern ein Bauer oder Feinmechaniker, der verwirrt ist und mit Information umgeht, wie eben ein Bauer oder Feinmechaniker mit Gerste und Hafer oder mit Uhrwerken umgeht.






*130617*

Eine Krone der Musik

Man hört zuweilen über die 8. Symphonie von Anton Bruckner, daß sie die Krone der Musk des 19. Jhds. sei. Manche nennen sie sogar "Die Aypokalyptische". Der Komponist, der sie mehrmals überarbeitete, sodaß insgesamt vier, teils beträchtlich abweichende Versionen entstanden, bezeichnete sie selbst als "Mysterium". Am häufigsten ist die 2. Version in einer Mischverversion mit der 1. gespielt, seltener eine reine 2., wie hier, in einem Konzert aus dem Jahre 1970 mit dem Wiener Pro Musica Symphonieorchester, dirigiert von dem damals schon betagten Jasche Hohenstein. Eine Aufführung von der manche meinen, sie gehöre zu den größten dokumentierten Aufführungen klassischer Musik überhaupt.

Und in der Tat: Wer sie in dieser Interpretation der 2. Version von 1890 hört könnte sogar  meinen, ein neues Werk vor sich zu haben. So erging es wenigstens dem VdZ. Von jeder oberflächlichen Romantik gesäubert, mit der Brucknern ja gerne einmal Gewalt angetan wird, offenbart sich eine Klarheit, als habe der Dirigent das Werk wie in einem gewaltigen Destruktionsakt mit dem Seziermesser auseinandergenommen und die nunmehr für sich stehenden Elemente wie zu einem neuen Werk zusammengefügt. Element um Element wird eingeführt, fast isoliert, nebeneinandergestellt, wieder zurückgenommen, dann wieder wie in einem Spiel aufeinander losgelassen, aneinander gerieben, wieder zurückgenommen, bis sich alles im Finalsatz entlädt. Dabei kommt die Monumentaliät und Reichhaltigkeit des Werks zu einer Entfaltung, die selbst jemanden umwirft, der diese großartige Symponie schon oft gehört hat und wissen müßte, was auf ihn zukommt. 

Der 4. Satz nimmt in seiner erschütternden Kraft schließlich alles auseinander, was einen erst noch zusammenhielt, und treibt zu einer Spannungszusammenballung wie unter Schmiedehämmern, die in den Sätzen zuvor, die wie ein Panorama des 19. Jhds. wirken, vorbereitet wurde und in der zu einem Ganzen getriebenen Verflechtung nun zwingt, sich neu zusammenzusetzen. Bruckner läutert in seinen Symphonien keine Themen, reinigt sie im dialektischen Spiel der Sätze und ihres Charakters, sondern setzt auf das Spiel der Motive, das er mehr und mehr und immer vollständiger auftürmt. Sogar seine Symphonien also sind keine Dramen (bzw. Sonaten), sie sind im Grunde Fugen, in denen er Spannung aufbaut, die bis zur Grenze des Tragbaren geht. Er hat nicht nur hier Stellen (man denke an die 7.!) die das Innere des Hörers anspannen bis es regelrecht zerreißen möchte, bis er alles endgültig in den katapultartigen Schluß hebt.

Bruckners Seele ist zu rein für das Drama, zu sehr bereits am Zielpunkt, darin ist er etwa Bach ähnlich. Er schält nicht heraus, sondern er ordnet, schichtet, gliedert, bis er einen Schicksalsturm aufgerichtet hat. Das kann man in fast allen seinen Werken deutlich erleben. Und in diesen Motiven zeigt sich seine Lebensreifung auch an bzw. in der Symphonie. Denn der Künstler hat eigentlich nur eine Aufgabe: Dem Universalen zuzureifen. Das Werk gibt nur Zeugnis, ist Botschaft von unterwegs, sagt A. P. v. Gütersloh einmal so richtig. Im Grunde arbeitet er aber immer nur an EINEM Werk, das mit dieser Reife immer vollkommener wird. Wenn die Turmspitze endgültig in den Wolken verschwindet (wie bei Bruckner dann in der 9. Symphonie).

Man geht aus dieser 8. also ebenfalls mit einem neuen Weltgefühl hinaus, sieht die Welt, in der Gott mit ungeheurer Macht wirkt, erst im Hintergrund, dann immer deutlicher im Vordergrund, nachdem alle Teile und Einzelmotive hineingenommen sind. Dem jedes menschliche Element gehört, das sich auf ihn öffnet, ihm zustrebt, erst von ihm erfüllt wird, fortan anders weil ins Ganze eingefügt.

Man könnte bei der 8. Symphonie aber auch meinen, Bruckner habe das Wesen des 19. Jhds. wie in seiner historischen Entwicklung zusammengefaßt, als wiese der Schluß auf das hin, was wenige Jahrzehnte später kommen sollte, in einem unaufhaltsamen Voranschreiten, in einer Getriebenheit und Unausweichlichkeit, die einen das Fürchten lehrt, weil kein irdischer Trost mehr bleibt: Die Apokalypse des 1. Weltkrieges. Deshalb hat er auch die übliche Reihung 1. und 2. Satz umgedreht, beginnt mit dem Spiel, das sonst die Themen des 1. Satzes, in denen das Ende noch ringt, erstmals aufschlägt. Bruckner sammelt hingegen Motive. Und wird daraus immer schwerer, denn immer mehr mischt sich Gott hinein, zu dem die Welt steigt. Höre man schließlich die Posaunen, höre man die Reiter, er kommt! Es bleibt nur Hoffen aus Glauben als Trost, nur Ergebung. Keine Welt tröstet, ihr Schicksal und ihr Weg ist besiegelt. Der frenetische Applaus bestätigt das Gelingen dieser Wirkung. Er gehört zur Aufführung dazu, denn er zeigt sich als ein gerade noch zurückgehaltener, nun endlich ausbrechender, wie ein angesichts der nun offenbaren Transzendenz herausgestoßener Aufschrei der Erlöstheit.

Leider ist die Aufnahme - dankenswerterweise wenigstens in digitaler Umspielung auf Youtube einhörbar - als Schallplatte so gut wie nicht erhältlich. Denn nur ein Kreis von Abonnenten der privat finanzierten Aufführungszyklen erhielt sie, auf dem freien Markt taucht sie so gut wie gar nicht (und wenn zu Liebhaberpreisen) auf.










*120617*

Samstag, 15. Juli 2017

Müller und Krenn in derselben Abscheulichkeitslade

Was die Geschichte um die Entlassung von Kardinal Müller als Präfekten der Glaubenskongregation lehrt? 

Sie lehrt, was für ein windelweicher Kriecher Müller immer war. Das ist auch schon alles. Die Geschichte, daß er von einem tobenden Franziskus von einer Messe, mitten in der Zelebration, zu sich befohlen wurde zeigt genau das. Denn das ist ein starkes Zeugnis gegen Müller. Nicht gegen den Papst. Was muß einen Kardinal (!) treiben, ein Meßopfer für unterbrechbar zu halten? Was ist das für eine Charakterleiche, die das glaubt? 

Was ist das für ein ... Katholischer Kardinal, der mit seinem Blut, expressis verbis (es erklärt die rote Farbe) den Glauben und Jesus Christus zu verteidigen geschworen und bewiesen hat, der stante pede von der Messe davonläuft und dafür dann noch den Papst beschuldigt, indem er dann erklärt,  der wie bekannt häufig cholerische, häufig gar vulgär-gossenhaft ausfallende Papst "in schlechter Stimmung"  habe ihm ein belastendes Dossier über einen anderen Kardinal überreichen wollen?

Daß dieser Papst ein größenwahnsinniger, vulgärer, geistesgestörter Irrer, ein abstoßender Charakter ist, das wußte jeder vom ersten Moment an, als er ihn als Papst sah, der noch einen Rest von Vernunft hatte und nicht selber dieser Charakterkloake zubehörte. So ein Drecks- und Lügenregime hat es im Vatikan schon Jahrhunderte nicht mehr gegeben. Das wußte man auch in Argentinien, wo sich Jorge Bergoglio ja so "meritenhaft" behabt hat, daß ihn jeder Katholik dort verachtet hat. Die Geschichte um seinen Verrat an Ordensbrüdern dem Regime gegenüber ist doch weit mehr als eine Episode. Sie ist symptomatisch. Das hat das ihm entgegengebrachte, aber so auffällig unterdrückte Maß an Abscheu längst abgerechnet. Dieser Papst glaubt an nichts, hat das Katholische nie, buchstäblich nie begriffen. Er ist genau jener Dummkopf, der aus Glaubenslosigkeit eben entsteht. Punkt.

Müller aber zum "Opfer der Rechtgläubigkeit" zu stilisieren erinnert fatal an die "Causa Bischof Krenn". Sie ist nicht viel anders. Müller war ja nicht zufällig und buchstäblich ein Schüler des Hegelianers udn späteren Bischofs Kurt Krenn. 

Kreuzesverweigerung. Nichts sonst. Die abscheuliche Meinung zu haben, daß es eine Rechtgläubigkeit ohne Kreuz gäbe, den eigentlichen Aktualisierungsmoment des Heiligen Geistes. Heißt, Heiligkeit in die Selbstrettung einer formalen "Rechtgläubigkeit" abzudrücken, die man kraft Intelligenz jederzeit zu einem perfekten Bild eines irgendso mühelos zusammenzulegenden (ekklektizistischen) Theologismus schustern kann, je nach Auditorium. Aber persönlich, mit Verlaub, verdient Müller, der doch durch selten gesehene Spagatleistungen alles zu bedienen versuchte, nicht das Mitleiden der "Rechtgläubigen", sondern Verachtung.

Bitte, Müller war doch nie der große "defensor fidei", als den ihn diese gesamte Schwuchtelgemeinde der vorgeblich Treu-Gläubigen hochgespielt hat. Der fiel doch jeden Moment um, je nachdem, wen er gerade als Auditorium vor sich wähnte. Blut hat dieser Kardinal - zumindest in allem, was von ihm offen wurde - nie geleistet. Damit hat er als Kardinal auch versagt, eine Entlassung ist damit nur zu logisch.

Daß Bergoglio eine Drecksau ist, wußte jeder. Daß es auch Müller ist, wußte vielleicht noch nicht jeder. Das war deshalb das einzig Neue. Es war längst notwendig. Und es ist in den kolportieren "Leidensgeschichten" dieses dereinst Regensburger Bischofs offenbar geworden.

Müllers Absetzung zum Kriterienfall des Glaubenskrieges zu machen ist deshalb dieselbe Perversion, die sie bei so vielen im "Fall Krenn" motiviert hat. Sie spielt dem Wahnsinnigen namens Bergoglio direkt in die Hände. Denn solchen Abschaum abzukassieren gelänge jedem Müllkutscher,. und er behielte sogar Recht.

Es hat so seine eigene Koinzidität, wenn dieser Argentinier nun und zeitliche (sic!) hergeht und eine neue, dritte Kategorie der Heiligsprechung einführt - die des Glaubenszeugen, der sein Leben "für andere" hingibt, auch ohne explizites Martyrium. Denke der Leser mal darüber nach! Hat aber Müller das? Ist diese Erklärung von Franziskus nicht in diesem Zusammenhang sogar als sehnsüchtiger Zynismus zu bewerten?

Denn Müllers Verhalten kann doch nur Abscheu erregen, wie in der Welt, so in der Kirche: Das Böse weiß, daß es böse und schlecht ist. Aber es verachtet mit vollem Recht genau die, die es hochkommen lassen. Der charakterlich gestörte Narziß haßt die, die ihn in seinem Wahn belassen. Und er vernichtet sie.

Und das wahrhaft Böse ist wie immer und überall, und wie gerade heute, das Gute, das sich hinter ein paar richtigen Sätzen versteckt, aber in Wahrheit verachtenswerte Schwäche ist. Das Schlechte kommt niemals aus eigener Stärke durch, dazu fehlt ihm jede Seinsdynamik. Es kommt nach oben, weil das Gute nicht nur versagt, nein, sondern das Schlechte nach oben zieht.  

Kardinal Müller, der sich in Solidaritätsbekundungen für Bergoglio wieder und wieder überschlug, war doch von Anfang an eine  Niete. Selbst der VdZ hätte ihn entlassen. Wer kann denn solchen Charaktermüll brauchen? Ein Papst? Niemals.

Und man muß sich deshalb sogar fragen, warum jemand so eine Niete an eine derartige Schlüsselposition, die im Ernstfall auch einem Papst widerstehen MUSZ, dorthin setzt. Papst Benedict XVI. war also keineswegs der "tolle Superpapst", zu dem er hochgekocht wurde und sogar noch mehr wird.

Bitte schön, die sogenannten "Katholiken" bieten doch genau diesem Papst exakt jene Rechtfertigung, aus der er seinen Haß auf die Wahrheit regelrecht nähren MUSZ. Ja, das ganze Ponfitikat dieses abstoßenden Argentiniers könnte man unter dem Motto sehen: Gibt es noch Katholiken? Ich möchte sie endlich sehen! Ich glaube es nämlich nicht, weil icih noch nie einen Katholiken erfahren habe.

Aber die wenigsten Katholiken sind noch fähig, die Stimme des Heiligen Geistes zu vernehmen. Weil sie dreckige Sünder sind. Wie der VdZ. Nur - sie erkennen es nicht.

Was aber kann ein "Konservatismus", eine "Katholizität" wert sein, die solche Prunzfiguren fast programmatisch zu ihren Helden stilisiert? Die Antwort möge sich der Leser dieser Zeilen selber geben. Aber - er MÖGE sie sich - endlich! - geben.






*140717*