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Dienstag, 16. Januar 2018

Warum Österreich den 1. Weltkrieg begann

Der Wiener Historiker Lothar Höbelt wartet in diesem Vortrag mit einer ziemlich überzeugenden Sichtweise betreffend der Gründe auf, warum sowohl Österreich als auch Rußland schon seit 1913 den großen Krieg wollten. Damit räumt er mit manchem gängigen aber falschen historischen Geschichterl auf und läßt die Rolle Österreichs etwas anders sehen. Denn schon 1913 wollten der Kaiser Franz Josef ebenso wie sein Ministerpräsident Berchtold einen Krieg, ja sogar einen großen Krieg. Franz Josef war also keineswegs, wie oft dargestellt, das arme Opfer böser Kriegshetzer, er wußte genau, was er wollte. Der Mord an Franz Ferdinand kam dann sehr gelegen.

Höbelt geht also nicht so gnädig mit der Donaumonarchie und dem Kaiser um, wie es die Geschichtsschreibung tendenziell heute macht (siehe Christopher Clark). Allerdings ist die Suche nach Ursachen für den Ausbruch des Krieges 1914 nicht eine Frage nach Schuldkategorien, wie heute ständig getan wird. Sieht man von den wenigen Pazifisten ab, sah damals niemand in einem Krieg etwas Apokalyptisches, Furchtbares.

Die Gründe für die Habsburger Monarchie waren in jedem Fall klar logisch und nachvollziehbar, und ebenso waren sie es für die weiteren beteiligten Mächte. Den Anlaß von Sarajewo (mit der Ermordung des Thronfolgers) nutze man, weil man salopp formuliert sowohl in Wien wie dann in Berlin meinte, es sei besser jetzt loszuschlagen als drei Jahre später. Dann wäre auch Deutschlands strategisches Konzept (der Vermeidung eines Zweifrontenkrieges), wie es seit den Jahren nach dem Wiener Kongress immer weiter ausformuliert wurde, nicht mehr aufgegangen. Denn Rußland war gerade dabei, mit französischem Geld (und Frankreich hatte viel Geld, aber keine Anlagemöglichkeiten im Inland, wie Deutschland oder die USA, und zu einer Schwerindustrie die sich mit Deutschland hätte messen können fehlte es an Kohle) seine Eisenbahnlinien nach dem Westen auszubauen, um rascher mobilisieren zu können. Der absehbare Feind wurde also mit jedem Jahr stärker.

Alle Seiten waren jedoch überzeugt, daß der Krieg nur von kurzer Dauer sein würde. Und das war die weitreichendste Fehleinschätzung. Sogar noch bis 1917 war man der Auffassung, daß es doch nicht mehr lange dauern könnte. Gerade 1917 aber wurden die schwerwiegendsten Fehlentscheidungen getroffen, und zwar - wie Höbelt meint - aus der Technikversessenheit der deutschen Militärs heraus. Die durch den U-Boot-Krieg, dessen Möglichkeiten sie überschätzten, ausgerechnet die Amerikaner in den Krieg lockten. Dabei war England schon pleite, Frankreich kriegsmüde bis zu Massenmeutereien, Italien besiegt und Rußland durch die März-Revolution (der dann der kommunistische Putsch im Oktober folgte) im Zusammenbruch. Man hätte nur ein paar Monate noch aushalten müssen.

Übrigens: Der Grund, warum die österreichischen Truppen unter deutschen Offizieren lieber kämpften als unter eigenen Landsleuten (wie viele Quellen berichten) lag laut Höbelt, darin, daß die österreichische Heeresleitung ausgesucht skrupellos hinsichtlich der sinnlosen Verheizung der eigenen Soldaten war, während deutsche Offiziere mit Menschenleben weit behutsamer umgingen. Man konnte an der Donau den modernen Krieg einfach nicht denken. Man rechnete nicht mit so hohen Kampfverlusten, denn bislang waren die meisten Kriegsopfer eher Tote durch Seuchen und Krankheiten gewesen, während die reinen Kampfverluste eher niedrig blieben. Nun war es überraschend anders. Deshalb waren die Verluste in den ersten drei Monaten so horrend.

Aber auch die übrigen Mächte hatten ihre Not mit der neuen technischen Art Krieg zu führen: Überall war die Logistik ein kaum zu bewältigendes Problem. Hatte früher ein Soldat gerade verschossen, was er so am Körper tragen konnte, verschossen die Kanonen und Maschinengewehre täglich Tonnen von Munition. Das mußte aber immer neu herangeschafft werden! Deshalb versiegte wohl auch die deutsche Offensive, die je weiter sie sich im Vormarsch von den Bahnlinien im Norden Frankreichs entfernte, umso schwieriger zu versorgen war. Gleiches gilt ja für die "Versorgung aus dem Land", wo die Verteidiger im Vorteil sind. Denn der Angreifer betritt immer und mit jedem Schritt ein bereits vom Kampf gezeichnetes und oft schon kahles Land.

Interessant auch, daß Höbelt als Grund für die schon ab 1915 fatale Versorgungslage der Bevölkerung keineswegs die alliierte Blockade nennt. Vielmehr war es die stumpfsinnige Lebensmittelpolitik der Regierung. Die schon im ersten Kriegswinter 1914/15 bei Festsetzung von Maximalpreisen (die die Kosten der Bauern nicht mehr deckten) bei gleichzeitiger Requirierung der gesamten Ernte den fatalen "Anreiz" schufen, entweder gar nichts mehr anzubauen, oder das Getreide lieber an die Schweine zu verfüttern oder am Schwarzmarkt zu verkaufen. In den folgenden Jahren änderte man aber das Gesetz nicht, weil man stets meinte: Naja, in zwei Monaten ist der Krieg sowieso vorbei.

Die Erzählung vom italienischen Verrat an den Achsenmächten löst der Wiener Historiker praktisch auf. Italien hatte kaum eine andere Wahl als sich 1915 gegen Österreich zu wenden. Dabei ging es ihnen in Wahrheit gar nicht um Südtirol, sondern um Dalmatien, das war strategisch für sie viel wichtiger. Aber jeder Krieg gegen England, dessen Flotte das Mittelmeer beherrschte, wäre für Italien mit seinen langen Küsten und wichtigen Hafenstädten fatal ausgegangen.

Der "deutsche Blankoscheck" von 1914 (auch darüber wird viel diskutiert) hatte laut Höbelt einen leicht nachvollziehbaren Sinn. Erst einmal: Um Ungarn davon zu überzeugen, zum Krieg seine Zustimmung zu geben, mußte man ihm die Gewähr geben, daß Rumänien ruhig blieb. Weil dort Hohenzollern Könige waren, sollten die Beziehungen zum deutschen Kaiser diese Garantie bringen. Ansonsten, daß auch Deutschland den Krieg wollte - fast "wollen mußte" - lag darin begründet, daß man nicht lange mehr zuschauen konnte, bis Rußland seine Verkehrslinien so gut ausgebaut hatte, daß die deutsche Strategie (die immer darauf abzielte, daß man erst an einer Front gewinnen mußte, diesmal also Frankreich, um sich dann der anderen zuwenden zu können) zunichte gemacht worden wäre. Also hoffte man fast, daß Österreich in Serbien zuschlug, einmal, und dann, daß die Russen eingriffen, auch das passierte wie vorhergesehen.

Denn Rußland hatte im Gegenzug für seine Stellung gegen die Achsenmächte und die Türkei den Bosporus samt Konstantinopel versprochen bekommen. Und ein Krieg mit der Türkei war langfristig sowieso nicht zu vermeiden. Warum also warten, bis Bulgarien (nach den Balkankriegen, die es verloren hatte) wieder erholt genug war, um sich gegen Rußland zu stellen.

Noch einen Grund führt Höbelt an, warum der Krieg jetzt und nicht später, und auch nicht kleiner anfangen mußte: Österreich-Ungarn konnte sich die Finanzierung der Alarmpolitik am Balkan nicht mehr länger leisten. Die rund 10 Prozent Steuerquote ließ so eine aufwendige Mobilisierungspolitik am Balkan (man hatte seit 1908 schon dreimal mobilisiert, aber dann doch nicht eingegriffen) nicht länger zu. Ein kleiner Krieg (nur gegen Serbien) war kaum noch finanzierbar. Sehr wohl aber ein großer, und tatsächlich hat die Monarchie ja schon bei Kriegsbeginn anders als Deutschland (wo das erst 1917 nach langen Diskussionen passierte) die gesamte Wirtschaft unter Zentralplanung und Zwangsverwaltung gestellt. Nun war Geld wieder unbegrenzt da, man mußte es nur drucken.

Interessante Rückschlüsse bietet der Hinweis Höbelts, daß der lange Krieg vor allem dem Mittelstand (in allen Ländern gleichermaßen) den totalen Garaus gemacht hatte. Das hatte größte Bedeutung für den Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung und die Revolutionsstimmungen ab 1918ff. Nur der Mittelstand hatte etwas zu verlieren, er wurde auch enteignet. Arbeiter hatten sowieso nichts, vorher nicht wie nachher. Reich wurden (oder blieben) nur die Produzenten von Gütern, die für die Kriegsführung wichtig waren.

Während der vielzitierte Nationalismus praktisch überhaupt keine Rolle spielte, zumindest nicht zuerst (bestenfalls in Serbien.) Keiner der Kriegstreiber in der Monarchie war Nationalist, sie waren vielmehr alle das, was man "Weltbürger" nannte. Erst mit der Kriegsdauer und dem Zerfall der Monarchie spielte er - als jene Ebene, die die Völker auffing, nachdem sie aus der übergeordneten Rolle herausgefallen waren - seine Rolle.

Auch interessant: Nicht nur die Polen (in ihrem Kampf gegen Rußland, denn ein guter Teil Polens war ja Teil Rußlands) waren sehr monarchie- bzw. achsenfreundlich, sondern auch die Juden, und zwar überall auf der Welt. (Jiddisch ist ja sogar eine Art "deutsch".) Juden aus New York finanzierten sowohl Deutschland als auch Österreich-Ungarn durch Kredite. Das hat dann seine Bedeutung, wenn man vom Balfour-Abkommen 1917 spricht, das das spätere Israel im Grunde beschloß. Diese Zusage (in der die Engländer ein Land verschenkten, das ihnen gar nicht gehörte, was zum späteren Aufkommen des Bonmots führte, warum es dann nicht die Schweiz hätte sein können?) war aber auch ein Versuch, die Juden auf die Seite der Alliierten zu ziehen und deren Sache, den Sieg über die Mittelmächte, mit den ihren zu verschmelzen.










*181217*

Von der Sinnlosigkeit mancher Humanitätsgeste

Wir haben das kurze Video bereits einmal gebracht, wir bringen es noch einmal. Denn es zeigt von einer gewissen Seite die Sinnlosigkeit der "humanitären Bestrebungen", die hinter der Massenimmigration nach Europa (bzw. dem Westen) angeblich stehen. Sehr augenfällig zeigt der Vortragende, daß das nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, ja nicht nur das: Es zeigt, daß die Migration nach Europa die Lage in den Teilen der Welt, die mit 5,5 Milliarden Menschen den Großteil der Weltbevölkerung ausmachen und auf einem Wohlstandsniveau liegen, die unter dem von Mexiko liegt, das den Großteil der Zuwanderer in die USA stellt, aus Gründen der Armut. Weil aber gerade die Menschen auswandern, die in ihren Ländern überdurchschnittlich ausgebildet und motiviert sind, etwas zu ändern - sonst würden sie nicht auswandern - schwächen also die Herkunftsländer. Und zwar viel deutlicher, als es in diesem Filmchen durchkommt.

Migration kann die Weltprobleme nicht nur nicht lösen, sondern macht sie noch schlimmer. In den Herkunftsländern ebenso wie in den Zielländern, die sie gleichfalls destabilisieren, weil auch die heutigen Migrationsmassen nicht mehr integriert werden können, und wir es mit Parallelgesellschaften zu tun haben, notwendig damit zu tun haben, welcher Realität wir schleunigst in die Augen schauen müssen. Denn Integration dieser Massen ist nicht nur gescheitert, sodaß es lohnte, über andere Integrationspläne zu diskutieren, weil man es besser machen könnte. Nein, man kann es nicht "besser" machen, Integration in eine Kultur - und nur das würde Sinn ergeben - ist in diesen Mengen überhaupt nicht möglich.

Aber auch einfacher Geldtransfer wird nichts zum Besseren lösen, im Gegenteil. Sie geht von der irrigen Auffassung aus, daß - sieht man von kurzfristigen Initialhilfen ab - eine wohlstandshebende Volkswirtschaft nur AUS SICH HERAUS  entstehen kann. Als Lebensweise der Menschen, die zuerst an Arbeit, Ethos, Moral orientiert ist. Das einzige sinnvolle Konzept war deshalb das alte Konzept der Kirche - die Mission. Einfach Geld zu transferieren, einfach im Dauerzustand durch Geldtransfers "zu helfen", bringt die Empfängerländer in völliges Ungleichgewicht und fördert den fatalsten Zustand, den sich eine Kultur denken kann, den der moralischen Auswaschung. Weil dort die Möglichkeiten nicht mehr in einem Gleichgewicht mit der humanen Potenz stehen. Vereinfacht: Wenn man einem Menschen mehr gibt, als er sich mit seiner Arbeit verdient, verliert er jedes Wertgefühl, koppelt sich von der Wirklichkeit ab, und wird immer lebensuntüchtiger und unzufriedener. Es kann nie um "mehr Wohlstand" gehen, dieser ist vielmehr Ausfluß dessen, was man mit "Gemeinwohl" bezeichnen muß. Und das hat zwar Auswirkungen in der Statistik des Wohlstands, gewiß, aber es ist nicht durch Geld zu bewirken.

Der zweite Kurzschluß ist dazu einer, der sich aus schön blinkenden Statistiken ergibt. Die da zeigen, daß sich so und so viel Prozent (90 Prozent) des Weltvermögens in der Hand von lediglich 1 Prozent der Weltbevölkerung befinden.  Das ist eine schöne statistische Rechnung. Die Realität, die dahintersteht ist aber niemals unabhängig von den Volkswirtschaften der "reichen" Länder zu sehen! Wert, und damit Vermögen, ist eine innerkulturelle Angelegenheit, beruht auf Arbeit und Moral. Vermögen ist also keine unabhängige Größe, die so einfach zwischen Ländern gegenzurechnen wäre. In dem Moment, wo die Kulturen der "reichen" Länder zusammenbrechen, löst sich dieses statistische Vermögen regelrecht in Luft auf. 

Arbeit aber ist erst durch das Christentum zum Eckpfeiler des Ethos geworden, der das Abendland in solche Höhen getrieben hat. Weil sie der Ort des Kreuzes an der Welt ist. Nur aus solchem Ethos heraus läßt sich eine Volkswirtschaft auf solche Höhen treiben, zumindest langfristig. Kurzfristig mag Gewalt und Despotismus genügen, aber als Dauerkonzept für eine Kultur reicht sie nicht.











*051217*

Montag, 15. Januar 2018

Die Rechte Europas

Wohl die gesamte Rechte Europas läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Wie kann ich das Denken der Aufklärung retten, indem ich dessen Auswirkungen bekämpfe? 

Nein, man muß gleich korrigieren.  Es ist gar nicht einfach die Aufklärung. Es ist die sexuelle Befreiung der 1960er. Es ist noch spezifischer gefaßt - die Hollywoodisierung. Es ist sogar der Versuch, die Folgen der Emanzipation (Feminismus) dort abzumildern, wo sie sich als der eigenen Bequemlichkeit kontraproduktiv erweisen könnten. 

Es ist der Versuch, den Zerfall unserer Kultur weiter betreiben zu können, sich aber von den Folgen des eigenen Tuns und Denkens abzusperren.

Es ist der Versuch, einen Kindergarten mit hohen Mauern zu umgeben.





*181217*

Nichts läuft schneller ab

Eine aktuelle Studie der Universität Erlangen-Nürnberg kommt zum selben Ergebnis, wie der VdZ hier schon vorgetragen hat: Veränderungen des Klimas (als Durchschnittstrend von jahrzehntelangen Wetterbewegungen) sind in der Vergangenheit nicht langsamer abgelaufen als sie es heute tun. Zu meinen, daß wir besonders raschen Veränderungen ausgesetzt seien (und daraus das Problem selbst sowie seine Dringlichkeit abzuleiten), ist lediglich eine Folge der Betrachtungsmethode. 

Denn aus vergangenen Epochen haben wir nur Bilder, die sehr geglätteten, langfristigen Daten entstammen. Einzelne Ausschläge, Geschwindigkeiten bei Veränderungen können wir kaum zeitlich zuordnen. Während wir heute durch pausenlose (fast möchte man sagen: hysterische) Messungen dem subjektiven, aber im Ganzen gesehen falschen Eindruck unterliegen, daß sich alles sehr rasch ändern würde. In der Erdgeschichte haben sich ständig rasante Erwärmungs- mit ebenso rapiden Abkühlprozessen abgewechselt. Im Rückblick aber sehen wir nur das "Mittel", und das scheint uns heute wie eine lineare, glatte, einseitige Bewegung.

Daß aber oft sehr schnelle Veränderungen (nicht anders wie heute und zu allen Zeiten) stattfanden, ergibt sich aus anderen Umständen als sehr naheliegend, z. B. aus Fossilien, die ein schlagartiges Artensterben erkennen lassen. Doch können wir solch rasche Prozesse mit heutigen Methoden zeitlich nicht exakt bestimmen.


***

Vielleicht sollte man auch einmal festhalten, daß der heutige Klimabegriff keine "Naturkonstante" bezeichnet, sondern eine willkürliche Festlegung der Meteorologen (vor ca. 150 Jahren) auf einen Zeitraum von 30 Jahren war. Den hielt man für ausreichend, um überhaupt von Klima sprechen zu können. Man hat also 30 Jahre Wetter summiert und das, was daraus durch statistische Methoden zu erkennen ist als Klima bezeichnet.

Was wir mit den heutigen Einschätzungen eines "rasanteren Ablaufs der Veränderungen" tun, hat seine Entsprechung übrigens zum Verhalten eines Tugendlosen. Also von jemandem, der von aktuellen Dingen leicht zu fangen, weil er nicht in der Lage ist, zurückzutreten und ein Allgemeines heranzuziehen, um in dessen Licht ein Aktuelles einordnen zu können. Jemand also, der nicht im "Ewigen" ankert, sondern sich vom faktisch Begegnenden ständig wegwirbeln läßt, ihm also viel zu viel Gewicht beimißt. 

Darauf baut letztlich der Materialismus auf, der ebenfalls von einer sich aus sich selbst aufbauenden, (dialektisch) fortschreitenden Welt ausgeht. In ihr bildet sich ein nächstes Sein immer aus dem faktischen Sein des Augenblicks, dem damit weit höhere Bedeutung zukommt. Ihr steht die klassische Philosophie gegenüber, die von einem (letztlich unveränderlichen) Wesen aller Dinge ausgeht, das Anker- wie Zielpunkt alles aktuellen Seienden ist und bleibt. Wie ein fixiertes Jojo, das am Gummiband immer um diesen Zentralzustand herum pendelt, aber nie von ihm loskommt und von ihm immer bestimmt bleibt. Sein Hin und Her ist also nicht die Suche nach einem komplett neuen Zustand (Wesen), wie der Materialismus glaubt, und vieles an seinen Bewegungen ist an sich belanglos, weil unwesentlich. Es kann nicht ins Wesen der Dinge eingreifen, sondern ist lediglich Zuständlichkeit.

Die Einführung des Klimabegriffs sollte genau das vermeiden helfen. Denn das Einzelne ist nur Datum, aber Erkenntnis ist immer erst ein Allgemeines, das erst dem Einzelnen seinen Ort gibt. Was dieses Allgemeine aber ist - das wußte damals keiner, und das weiß auch heute niemand. Man weiß nicht einmal, WARUM die Erde für uns bewohnbar ist, wie wir feststellen. Es ist also auch nicht begründbar, warum die Erde (aus naturwissenschaftlichen Gründen) in Zustände kommen sollte, in denen sie diese Eigenschaft verliert. Das anzunehmen setzt bereits viele viele weitere Annahmen voraus, also: Glaubensbilder. Denen wir auch prompt und heute mehr denn je auf den Leim gehen. Wir fürchten uns also vor unseren eigenen Vorstellungen, samt den Vorstellungen einer materialistisch entstandenen Erde, die ihre Ursprünge aber ganz woanders haben als im Klima.

Was das Wetter auf der Erde wirklich bewegt und treibt ist den Naturwissenschaften bis auf kleine Einzelvorgänge, in denen wir Ursachen und Wirkungen für Einzelphänomene (nachträglich!) erkennen können (ohne daß sich daraus Wiederholbarkeit ergäbe, dazu ist das Wetter, dazu ist die Erde als Teil eines kosmischen Systems viel zu komplex), nach wie vor unbekannt. Und schon gar nicht können wir daraus Prognosen abgeben. Auch das setzte schon bestimmte Vorstellungen voraus. Wobei gerne verschwiegen wird, gerade heute, wieviel von diesen Vorstellungen mit dem, was wir über physikalische Zustände der Erde wissen oder zu wissen meinen, nicht kompatibel ist.*

Wer aber die Erde als Schöpfung begreift, wer ihren höheren Sinn begreift, versteht selbst vom Wetter mehr als die heutige Naturwissenschaft.



*Es geht immer wieder unter, aber so ist die These vom "Treibhauseffekt" wie sie kolportiert und mittlerweile sogar an Schulen gelehrt wird mit den thermodynamischen Grundgesetzen (und einigen anderen Gesetzen) unvereinbar. Das war einer der Gründe, warum die These von der Erderwärmung lange Zeit von der Physik nicht ernstgenommen und ignoriert wurde. Wenn sie aber heute ernstgenommen zu werden scheint, dann hat das ganz andere als wissenschaftliche Gründe.





*301117*

Sonntag, 14. Januar 2018

Darüber will sich niemand Gedanken machen

Hier spricht Jordan Peterson etwas an, das in der Politik niemand (mehr) anzusprechen wagt: Es geht um die Voraussetzungen für Berufe, die mit der Höhe des Intelligenzgrades verbunden sind. Dieser Intelligenzgrad ist aber weitestgehend angeboren. Er ist nicht wirklich entwickelbar, steigerbar! Gleichzeitig stehen wir in einer Situation, in der Anforderungen durch technische Ausweitung gestellt werden, die immer weniger Anteile der Bevölkerung noch erfüllen können. Das Problem ist durch "Ausbildung" NICHT BEHEBBAR, was in einem völlig verfehlten Menschenbild gründet, das aus allen alles zu machen behauptet.

Kaum etwas ist so gut untersucht wie der IQ der Bevölkerung, und zwar weltweit. Denn seit über 100 Jahren verfügen die Armeen aus den Stellungsuntersuchungen umfänglichste Daten über die Intelligenz der Bevölkerung. Diese Daten sind erstaunlich gleichlautend, über all die lange Zeit hin, es verschiebt sich wenig und das langsam. Seltsamerweise steigt dennoch seit Jahrzehnten der "Bildungsgrad" anhand der verteilten Ausbildungszertifikate. Was das bedeutet kann sich jeder selbst ausrechnen.

Jeder? Nicht das heutige Establishment, das ein absurd verzerrtes, irreales, groteskes Bild von Menschlichkeit vor sich herschiebt, das alles anderes ist als: menschlich. Das nur den eigenen subjektiven Charakterdefekten als Ersatztheater dient.

Und hier zeigt sich, daß heute 15 Prozent der Bevölkerung (und dieser Anteil wächst seit vielen Jahren, wie jüngste Daten zeigen: unsere westlichen Kulturen werden immer unintelligenter!) einen Intelligenzgrad haben, der so niedrig ist, daß sie kaum noch einen Beruf erfüllen können. Noch dazu wo es immer weniger Berufe gibt, in denen das, was diese Menschen eventuell noch beruflich tun könnten - z. B. nach Anleitung bestimmte Procedere wiederholen - benötigt wird. Dieses Problem wird rapide größer. Denn die Automatisierung der Arbeitsprozesse, die allgemeine Zunahme der Komplexität der Wirtschaftsprozesse verlangt allgemein immer höheren Intelligenzgrad. Sodaß sogar schon Akademiker (Juristen sind ein bekanntes Beispiel) mit dem Problem kämpfen, daß ihre untere Intelligenzschichte in diesem Beruf nicht mehr bestehen kann. Das Problem greift längst - nach dem Arbeiterstand - auf die sogenannte "white collar class" über. Aber niemand scheint sich darüber noch Gedanken gemacht zu haben. 

Außer - dem Militär. Das weiß, daß (in den USA) bereits 10 Prozent der Bevölkerung mit einem IQ von unter 83 nicht einmal als Soldaten akzeptiert werden können. Sie sind nicht in der Lage, diesen einfachsten Anforderungen zu genügen. Andere Untersuchungen sprechen sogar von 16 Prozent der amerikanischen Bevölkerung, die einen IQ von 85 nicht überschreiten.

Kann jemand sagen, welchen Beruf diese Menschen ausüben sollen? Oder sagen wir als Gesellschaft, als Kultur, daß für diese kein Platz sei?! Für 16 Prozent?! Eines der Hauptprobleme dabei ist doch schlicht, daß sich die "Elite" - die mit einem IQ von ab 125 einzuschätzen ist (da beginnt quasi die Universitäts-Qualifikation) - in der Regel gar nicht vorstellen kann, was für eine Herausforderung das "normale" Leben für die "normalen" Menschen - die Mehrheit, die überwältigende Mehrheit - darstellt. Und es scheint ihnen auch egal zu sein. Sie flüchten sich lieber in irrationale Vorstellungen, durch "Bildung" - meist nur phänomenologisierte, starre Ergebnisbefriedigung - den IQ der Menschen zu heben.

Bereits jetzt sind in unseren Gesellschaften und Wirtschaftslandschaften Berufe, die bei (echt) niedriger Intelligenz möglich sind, sehr sehr rar. Und sie werden noch seltener werden, weil die Technisierung rasant fortschreitet. Gleichzeitig werden die Bevölkerungsschichten mit niedrigem IQ, die wir vor uns haben, in unseren Staaten sogar noch größer gemacht. Die UNO selbst (sic!) hat umfangreichste Untersuchungsdaten vorliegen die zeigen, daß z. B. der IQ aus vielen afrikanischen Ländern deutlich unter dem des Westens liegt - in den sie streben! Hat sich ernsthaft einmal jemand Gedanken darüber gemacht, was hier mit diesen Menschen passieren soll, was diese hier arbeiten, womit sie ihr Leben bestreiten sollen? Und wie gesagt: Das ist kein Problem der Ausbildung. Der IQ wird vererbt, dieser Befund scheint eindeutig. Lediglich seine Entfaltung innerhalb dieser Grenzen ist auch sozial bedingt.

Ist aber das Problem neu? Prinzipiell nicht. Nur gab es bis ins 19. Jahrhundert noch weit mehr solcher Arbeitsmöglichkeiten. Sie waren nur schlecht (oder sogar gar nicht) bezahlt. Die Rede ist von Hausangestellten, von Gnadenposten (wie sie der VdZ noch vor dreißig Jahren bei einigen Unternehmen sah.) Kaum ein Haushalt, kaum ein Student, kaum ein Offizier, kaum jemand aus dem unternehmerischen Mittelstand, der keinen Hausburschen, der kein Dienstmädchen hatte.

Doch das, was wir als "sozialpolitische Errungenschaften" (die nebenbei klassenkämpferische Zielsetzung hatten) feiern, die nunmehr jeden, wirklich jeden Beruf mit einem "Lohn" versahen, ist tief unbarmherzig. Es hat bewirkt, daß diese Bevölkerungsschichte (mit niedrigem IQ) keine Stellung mehr fand. Denn nun konnte sich der Mittelstand keine Hausangestellten mehr leisten. Was sich sofort in der Hausarchitektur niederschlug, teilweise aber auch durch sie (Mietwohnungen) bedingt wurde.

Es war kein Platz mehr für Hausangestellte, außer man war sehr reich. Das gilt bis heute. Die vorher mehr oder weniger als Teil des Hauses, als erweiterte Familie eben überall mitlebten und damit auch keinem Sozialsystem auf der Tasche lagen. Bis jemand auf die Idee kam, daß das "ungerecht" und "ausbeuterisch" sei, auch diese müßten Stundenlöhne in der Höhe eines Arbeiters bekommen.

Der VdZ weiß aus eigener Unternehmererfarhung, daß es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind, auch nur halbwegs eine Parität zwischen letztlich notgedrungen verwertbar, marktfähig sein müssender Arbeit und vorgeschriebenen, allgemeinen Löhnen herzustellen. Und das ist häufiger, als man glauben könnte: Viele Menschen können in einer Marktwirtschaft, wo Arbeit zum Handelsgut wird, nicht bestehen, sie können nicht selbständig überleben.

Heute werden diese Menschen aber vom staatlichen Sozialsystem in Schein-Selbsterhaltungsfähigkeit, dabei aber ständig neu erfahrener Nutzlosigkeit gehalten und so zu einem sinnleeren Dasein als "freie Konsumenten" erniedrigt. Denen kraft Sozialgesetzen sogar alle Möglichkeiten der allgemeinen Lebensführung offenstehen. Diese Schichte ist, wenn man es genau betrachtet, bis zu einem Drittel aller Arbeitnehmer groß. Man möge den VdZ für solch eine Aussage ruhig steinigen, sie wurde ihm von verschiedener anderer Seite sogar oft bestätigt, und sie spiegelt sich im realen Sozialstaatssystem exakt wieder.

Noch ein Problem sei angesprochen, es wird meist übersehen. Bis vor rund 200 Jahren (explizit, implizit dämmerte das noch bis in unsere jüngere Zeit weiter; warum? Weil es ein Gesetz aus der menschlichen Natur ist, das deshalb niemals ganz totgeschlagen werden kann) war zur Gründung einer Familie die Zustimmung des Hausvaters und des Pfarrers notwendig. Ein Pfarrer durfte (wie eine wunderbar zu lesende Untersuchung über die Eheschließungspraxis in der Diözese Mainz durch Prof. Georg May am konkreten Beispiel einer Diözese zeigt) ein Paar sogar erst dann trauen, wenn verläßliche Zeugnisse vorlagen, daß der Mann eine Familie zu unterhalten in der Lage war. 

Damit konnten viele - und die Rede ist vor allem von der erwähnten Bevölkerungsschichte - zwar keine Familie gründen, aber nicht nur gesamtgesellschaftlich, sondern auch für viele Einzelschicksale gesehen war es ein durchaus sinnvoller Mechanismus. (Wie immer natürlich auch da und dort überzogen; aber auch das geht aus der erwähnten Untersuchung von Mainz hervor: Dann fanden sich durchaus andere Wege.)

Der ab dem 19. Jahrhundert schrittweise beseitigt wurde. Während die Familiengesetze bei uns wenigstens noch die Zustimmung des Vaters für die Eheschließung seiner Kinder - und damit auch eine gewisse sozial-psychologische Kontrolle - bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts erforderte. Etwas, das eben einen weit über sozial-psychologische Kontrolle hinausgreifenden, tiefen Sinn hat.

Darf man die Folgen in den Mund nehmen, ohne als irgendetwas verdammt zu werden? Der Intelligenzgrad in den deutschen Völkern stieg bis ins 19./20. Jahrhundert kontinuierlich an und sicherte Deutschland etwas, das man seit dem 19. Jahrhundert als "deutsche Arbeitskraft" weltweit respektierte und das dem Preußen-Deutschland zu jener wirtschaftlichen Macht verhalf, die es bis heute noch innehat. Man kannte eben die Zusammenhänge zwischen Elend, Arbeitslosigkeit, Unsittlichkeit (mangels Vernunftkraft) und Intelligenz.











*120118*

Einheit nur in der Wahrheit

Hickson: Sollte diese ganze Debatte [über Amoris Laetitia und die Dubia, die dem Dokument Irrtümer vorwerfen; Anm.] nur unter Fachleuten und nicht öffentlich geführt werden?

Seifert: Da die Frage der würdigen Aufnahme und Austeilung der Sakramente für jeden Priester und Gläubigen von entscheidender Bedeutung ist – davon kann ihre ewige Rettung abhängen –, ist die Behauptung, dass diese Angelegenheit nicht öffentlich diskutiert werden sollte, absurd. Darüber hinaus ist Amoris Laetitia veröffentlicht und seine sehr unterschiedlichen und widersprüchlichen Interpretationen sind veröffentlicht. Daher sollte die Debatte öffentlich geführt werden.


Hickson: Sollten wir alle in dieser Situation schweigen, um Frieden und Einheit in der katholischen Kirche zu bewahren?

Ich denke, ich habe diese Frage bereits beantwortet, aber ich möchte noch einmal betonen, dass die Wahrheit nicht nur Vorrang vor Einheit und Frieden hat, sondern die Voraussetzung für echte Einheit und Frieden ist. Ich könnte hier Blaise Pascal zitieren, den großen französischen Philosophen, den Papst Franziskus anscheinend selig sprechen will und der dies in seiner wunderbaren französischen Sprache ausgedrückt hat, die etwas weniger schön ins Englische übersetzt (werden kann) lautet:

Es ist ebenso ein Verbrechen, den Frieden zu stören, wenn die Wahrheit vorherrscht, wie den Frieden zu bewahren, wenn die Wahrheit verletzt wird. Es gibt also eine Zeit, in der Frieden gerechtfertigt ist und eine andere Zeit, in der er nicht gerechtfertigt werden kann. Denn es steht geschrieben, dass es eine Zeit für Frieden und Zeit für einen Krieg gibt, und es ist das Gesetz der Wahrheit, das die beiden unterscheidet. Aber es gibt zu keiner Zeit eine Zeit für die Wahrheit und eine Zeit für einen Irrtum, denn es steht geschrieben, dass Gottes Wahrheit für immer bleiben wird. Darum hat Christus gesagt, dass Er gekommen ist, um Frieden zu bringen und gleichzeitig, dass Er gekommen ist, um das Schwert zu bringen. Aber Er sagt nicht, dass Er gekommen ist, um sowohl die Wahrheit als auch die Falschheit zu bringen. „- (Blaise Pascal, 19. Juni 1623 – 19. August 1662)

Aus einem Interview mit dem Philosophen und Theologen Josef Seifert



Nun ist aber Wahrheit ohne Lehramt - also ohne die tatsächlich bestehende Kirche - nicht denkbar und nicht möglich. Wir können sie nur empfangen, auch, ja gerade im Konkreten, dort ist der Ort wo wir sie empfangen. Wie ist also das wirkliche Problem zu formulieren?

Es entsteht, wenn das faktische, momentane Lehramt mit der bislang erkannten Wahrheit nicht übereinstimmt. Denn zwei Wahrheiten kann es nicht geben. Wenn also die Wahrheit, wie sie dem Getauften, durch die Kirche Erhellten ("lumen Christi") - also "Kulturalisierten" - bislang mehr und mehr aufging und nun plötzlich in Widersprüche gelangen sollte, wenn er dieser selben Kirche gehorcht. 

DAS ist das wahre Problem dieses Pontifikats. Denn es ist auch nicht legitim, es widerspricht der Wahrheit über den Menschen, es widerspricht auch der Wahrheit der Kirche ("Fideismus"), seine Vernunft aufzugeben und "blind" zu glauben, nur weil es das Lehramt verkündet. Das wird aber nun gefordert. Dabei ist es das Lehramt selbst, das die Wahrheit garantiert, weil verkündet! Wahrheit ja, aber Wahrheit gibt es erst durch das Lehramt, denn sie muß verkündet, offenbart werden.

Zwar übersteigt der Glaube die Vernunft, gewiß, aber er kann nie widervernünftig sein. Erst in diesem Bezug kann der Verweis auf die Tradition Relevanz haben. Zumal es widervernünftig wäre, Kirche und Hl. Geist, Lehramt und Indefektibilität auseinanderzureißen.

Für viele ist das eher kein oder ein geringeres Problem, weil ihre Durchdringung des katholischen Glaubens nicht sehr weit gediehen, ihr Glaubenswissen oder gar ihr Glaube gering ist. Wo dies aber der Fall ist wird es angesichts einer oft so offensichtlichen häretischen Lehrverkündigung zu einem sehr sehr schweren Problem. Ganz so, als hätte jemand erst einmal nur gelernt, daß 2 + 2 immer 4 ist, bis es sich tatsächlich in seinem Leben, wo er davon ausgegangen war, auch als wahr bestätigt hätte, ja er hatte erkannt, daß aus demselben Grund auch 16 + 16 immer 32, 130 + 220 immer 350 ist (das Gelernte hat ihn also erhellt, er war lebenstauglicher, die Welt hat sich ihm geöffnet) - und plötzlich soll 2 + 2 auch 5 sein.

Deshalb ist der VdZ oft so heftig (gewesen). Denn dieses Pontifikat reißt einerseits die Kirche in Klump und Asche. Aber es zerstört anderseits auch die individuelle Vernunft, ja es fordert dies sogar namens des Gehorsams, der Grundbedingung des Glaubens und damit der Seligkeit überhaupt.





*161117*

Samstag, 13. Januar 2018

Wie man eine Volkswirtschaft zum Korruptionssystem transformiert (4)

Teil 4) Wenn die Freiheit zum zynischen Schattenspiel wird




Hier haben wir auch den eigentlichen Grund für das Phänomen der Überschuldung (der Staaten). Denn es ist nicht eigentlich, daß wir zu viel Geld ausgeben, nein. Wir geben zu viel Geld für Sinnloses aus. Für Dinge, die uns schädigen, nicht solche die uns nützen, bauen wahre Türme, die der einzigen Kraft, die ein Volk tragen kann - seiner sittlich getragenen Produktivität, der wahren Arbeitskraft, der Hauptquelle aller irdischen Werte (und damit von Geld) - neue Lasten auflegen, statt diese Produktivkraft zu stützen, zu ermöglichen, zu erleichtern gar. Jede öffentliche Investition muß sich letztlich ja in einer Hebung der Lebensweise seiner Bevölkerung auswirken, ist auf eine Weise (sic! natürlich gilt das nur indirekt) also auch "rentabel".*

So kam es aus politischen Gründen dazu, daß sich weiteste Teile der deutschen Wirtschaft zwar zu Weltmarktführern mit ihren Produkten entwickelt hatten, die aber nun durch politische Entscheidungen, die tief in die Volkswirtschaft eingreifen, plötzlich nicht mehr gebraucht werden. Kundenbedürfnisse - der Marktbedarf - spielen heute immer weniger eine Rolle, bald gar keine mehr, diese unternehmerische Haltung, die die Essenz des Unternehmertums ist, ist antiquiert. Und zwar nicht, weil der Markt oder die Kundenbedürfnisse sich dagegen entschieden hätten, sondern weil die Politik es so wollte und will.  Die nun der Wirtschaft sagt, was sie zukünftig zu produzieren hätte, was sie zu "entwickeln" hätte, und wie man an den Reaktionen à la Schulz sieht: wie sich das auswirken muß.

Weil sie sich in der einzigen Situation befindet, in der solche eine Maßnahme - Etatismus - kurzfristig legitim wäre: Sie sieht sich im Krieg. Wörtlich. Im Krieg mit dem Klima. Das rechtfertigt alles. Als Dauerzustand. Der Verdachtsgedanke will nicht schweigen, daß es sich hier aber nur um eine posthoc Rationalisierung eines Vorhabens handelt, das mit Klima nicht das Geringste zu tun hat.

Genauso haben nämlich immer schon etatistisch-totalitäre Staaten gehandelt. Auch die sehen sich im permanenten Krieg. Im Krieg gegen das Volk und die Freiheit des Menschen, die ihn unberechenbar macht. Die der Maschine Staat und Volk ihre politische Lenkbarkeit nimmt. (Weil es an Klugheit, weil an Wahrheit und deshalb an Wirklichkeit mangelt, das nur nebenbei.)

Nicht zuletzt war das in Deutschland seit den 1933er Jahren der Fall. Die Parallelen sind atemberaubend, werden aber natürlich durch den "hohen moralischen Zweck" diesmal aber wirklich geheiligt. Parallelen mit einer Zeit, in der die Nationalsozialisten den Unternehmen ganz bestimmte Leistungen abverlangten, direkt in die Produktion, Materialwirtschaft, Arbeitsplatzplanung - samt Preisfixierung - eingriffen, je nach politischer Gewünschtheit eben. Wofür sie aber vom Staat garantierte Gewinne "erwirtschaften" durften. Eine Zentralplanung, die später bis hin zur "Beistellung von Arbeitskräften" ging, wie kennen die Geschichte. 

Auch damals nannte man das Unternehmertum, aber es war nur noch eine Lüge, denn es war keine Wirtschaft mehr, es war nur noch ein System der Hervorbringung bestimmter politisch gewollter Effekte, um ein Bild zu erzeugen das vorgaukelte, es laufe alles normal und wie in Freiheit. Es war in Wirklichkeit ein einziges System der Korruption, denn anders läuft so eine "Wirtschaft" gar nicht mehr. Oder, mit anderen Worten, ein System der "Gleichschaltung", die genau das meinte, was heute passiert: Daß ein Staatsvolk in allen seinen Bereichen den hohen politischen Zielen in allem zugepaßt werden soll.

Was Martin Schulz hier also tränenreich im Parlament in Berlin vorträgt, ist also längst bekannt. Es ist der alte Spruch "Haltet den Dieb - er läuft mit meinem Messer im Rücken davon!"








*Und das gilt auch für die eigentlichen sozialen Akte, der Fürsorge für Arbeitsunfähige und Kranke etwa, oder der Bildung. Nehmen wir nur diese her. Wer die Zahlen verfolgt wird nur noch staunen, wie die Kosten pro Bildungseinheit (und Gesamtleistung, sprich: dem Bildungserfolg) ins Uferlose gestiegen sind, während jeder Mensch mit etwas Verstand einen unglaublichen Niedergang dessen beobachten muß, was nur als Bildung gelten kann.






*251117*

Der Samstag-Nachmittag-Film

Filme, gute Filme mit Oskar Werner sind leider nicht so leicht im Netz (kostenlos) zu kriegen. Gerade seine besten gibt es (derzeit noch) nicht. Aber "Entscheidung vor Morgengrauen" (eine US-Produktion aus dem Jahre 1951) ist ein "immerhin". Gut, dramaturgisch, technisch sowieso, und schon wegen der Proponenten sehenswert. Denn Hollywood hat sich schamlos der Wirklichkeitserkenntnis von Aristoteles "Poetik" bedient.

Neben Werner ist es aber Hildegard Knef, derentwegen der Film die Aufmerksamkeit lohnt. Beide sind wirkliche Schauspieler. Er zeigt außerdem viel sehr plausible Realität in den letzten Tagen des April 1945. Nein, mehr. Es ist zumindest zum Teil eine wirkliche Erzählung der Väter. Daß er von Amerikanern produziert wurde - die es lieben, sich als Hort der "Menschlichkeit" darzustellen - sollte man entsprechend bewerten und als Filter einsetzen. Wir sollten aber doch genau zuhören.

Schon gar, wenn Werner sagt: "Ich glaube mittlerweile schon, daß jemand der gegen unser Volk kämpft, in Wahrheit für es kämpft." Da sind wir, mitten im Programm. Mit einer völlig anderen Weltanschauung als Horizont unterlegt wurde den unterworfenen Deutschen das Bild ihrer eigenen Geschichte aus den Händen genommen und völlig neu zusammengesetzt. Mit dramatischen Folgen. Dramatisch? Man möge nur Bundeskanzlerin Merkel ansehen. Mit Filmen wie diesem begann die völlige Verkehrung der Selbstsicht aller deutschen Völker. Und zwar genau dadurch, daß sie eine Versöhnlichkeit der Völker und Weltanschauungen (durch Subjektivierung) vortäuschten, die es gar nie gab. Ja, Subjektivismus, das war und ist das Konzept von Hollywood.

Von dem sich Oskar Werner nach einem ersten Film ("Das Narrenschiff") angewidert abwandte. Weil er Wahrheit, weil er Kunst suchte. Werner ist gewiß - und gerade durch die Verweigerung von Ruhm, der ihn dennoch überrannte, aber aus anderer Richtung - einer der größten Künstler unter den deutschen Schauspielern. Der tatsächlich, wie er es einmal formulierte, "am Tisch der Götter gesessen" ist. Das Volk, seine Strukturen, seine Obrigkeiten gibt es nur als böse. "Das Volk ist egal," sagt der Obergefreite Steiner (O. Werner) an einer Stelle, "wichtig ist nur das Gewissen."

Und wer und was bildet das Gewissen?

Der Film ist also die Versuchung eines "Auswegs". Wenn ihr so und so denkt, seid ihr bei den Siegern, seid ihr wieder dabei. Während Heidelberg zerbombt wird. Steiner (Werner) fällt, weil er auffliegt. Und damit das Leben seines Ko-Verräters rettet. "Verrat kann mehr sein als Verrat, ich hab's gelernt." So endet der Film.










*231117*

Freitag, 12. Januar 2018

Warum wir die Hälfte der Kaufkraft verloren haben

Schon vor und seit vielen Jahren weist der VdZ (auch mit viel Demütigungseffekt) auf eine Logik hin, die hier Professor DDr. Wolfgang Berger sehr gut nachvollziehbar zusammenfaßt. Der einfach ein paar Grundlogiken unseres schuldenbasierten Wirtschaftssystems aufzeigt. Wir haben die Existenz unseres Existenzsystems auf eine Logik aufgebaut, die ohne jeden Zweifel auf Versklavung und Zusammenbruch zusteuert. Der Vortrag enthält außerdem viele wunderbare Ideen. Die allesamt aber nur der Vergangenheit entnommen sind. Die wir ja gefließentlich - weil wir die Väter verachten - ignorieren.

Wo sich zeigt, daß unser heutiges Finanzsystem als Grundlage dessen, was wir so fälschlich als "freie Wirtschaft" bezeichnen, weil damit nur die Logik des Kapitalismus bezeichnen, nicht nur scheitern MUSZ, sondern auch immer gescheitert IST.  Das liegt in der systemimmanenten Logik, die von mathematischen Notwendigkeiten geprägt ist, aber mit der Realität immer weniger zu tun hat. Das zeigt Berger in seiner philosophischen Betrachtungsweise, die sich als umso philosophischer beweist, als sie ins Gestaltsehen übergeht.

Keine Gesellschaft, keine Kultur, die auf Finanzwirtschaft aufbaut - wie es bei uns seit der Renaissance der Fall ist - kann auf Dauer überleben. Deshalb ist die Linke ganz besonders der Hebel jener Neuverschuldung der Staatshaushalte, die das System nur noch durch Schulden aufrechthalten kann.

Es ist nur ein Nebeneffekt, daß Berger die Tatsache darstellt, daß die Ökonomen heute völlig sinnlos sind, weil sie ihren Forschungsgegenstand wie einen Gegenstand der Naturwissenschaft behandeln. Renaissance eben.

Die Rückblicke lassen so nebenbei aber wieder einmal erahnen, was wir seit dem Mittelalter VERLOREN haben. Nämlich - Leben, Lebensqualität! Die Ökonomie ist, wie Berger an anderer Stelle sagt, eine zu ernste Sache, um sie den Ökonomen zu überlassen.






In diesem Vortrag, der mit dem obigen zusammengehört, geht DDr. Berger auf einige seine Hauptaussagen vertiefende Details und Zusammenhänge ein. Welchem Staatsoberhaupt immer sein Leben lieb ist, der muß sein Land in Schuldenabhängigkeit treiben. Der Verkaufspreis ist unsere Freiheit.

Der Hauptpunkt geht fast unter. Er ist das System der Leerverkäufe, und damit ist auch das heutige Finanzdesaster ausreichend beschrieben.








*171217*

Wie man eine Volkswirtschaft zum Korruptionssystem transformiert (3)

Teil 3) Die Vernichtung der Produktivkraft der Völker
 - Eine neue Neidgesellschaft




Die Kernkompetenzen der deutschen Wirtschaft, Branche um Branche, haben sich jedenfalls bereits den neuen Situationen gefügt. Seit kurzem leider auch VW - was blieb aber denn auch anderes übrig angesichts der politischen Entscheidungen? - das sich (als Öko-Elektro-Betrieb) völlig neu erfinden will um aufzuholen, was seit langem schon Mercedes und BMW betreiben.  

So nebenbei führt alles das zu einer gigantischen Abwanderung von traditionellem, fast möchte man sagen: strukturellem Know How - personell wie sachbezogen - den man aber als Diebstahl am Volksvermögen, auf jeden Fall als schweren Schaden an der eigenen Kultur bezeichnen muß. 

China dankt! Und sammelt gerne die Blätter, die hier zu Boden fallen, um die sich keiner mehr kümmern möchte. Die Einkaufstouren chinesischer Konzerne in deutschen Ländern sind bekannt. Und was kaufen sie? Meist sind es Technikunternehmen, denen sonst irgendwann hier ihre Stunde schlägt, die hier keine Zukunft mehr haben. China braucht ihr Leistungspotential, um weiter durch das aufzuholen, was es nicht hat: viele Jahrzehnte und gar Jahrhunderte christlich-vernunftgeprägte Volkskultur. Die wir nicht mehr brauchen wollen, ja die uns "zuwider" ist, die "unmoralisch" ist.*

Aus ökonomischen, aber auch aus technischen Gründen wäre in Deutschland niemandem eingefallen, auf Elektroantrieb bei Fahrzeugen zu setzen. Dieser ist weder ökonomisch sinnvoll weil zu teuer, noch ist er es ökologisch: Elektroantrieb verbraucht sogar mehr Energie als er liefert. Warum sollte man also doppelt Unsinniges auf den Markt bringen? Das dem Ingenieurssinn genauso widerspricht wie dem Sinn des Ökonomen, und deshalb war und ist die gesamte "Energiewende" dem deutschen (und unternehmerischen) Vernunftssinn zuwider. Man hat lange genug mit Elektroantrieb (und alternativer Stromerzeugung) experimentiert, es aber fallen lassen. Es war einfach unvernünftig, hatte keine Vor-, sondern nur Nachteile.

Deutschland ist deshalb seit über hundert Jahren das Land der Verbrennungs-, und hierin noch einmal der Dieselmotoren. Mit allen Nebengeräuschen (wie der Maschinenproduktion) leben heute in Deutschland 25 Prozent der Bevölkerung von der Fahrzeugindustrie. Wer also die deutsche Wirtschaft transformieren will, der muß sich in erster Linie um die Fahrzeugproduktion kümmern. (Was durch unsinnigste Abgasvorschriften ohnehin längst schon vorbereitet war, mit denen bereits viel Produktivkraft sinnlos vergeudet wurde.**) Die sich dann überlegen kann, wie sie trotzdem zurechtkommt. Etwa indem sie Subventionen anzuzapfen und vernünftiges (also eigenbestimmtes und eigenverantwortliches) Denken auszuschalten lernt. Was man dann zynisch "unternehmerische Freiheit" und "Innovationskraft" nennt. Im Klartext: Hier wird in unfaßbarem Ausmaß deutsche Arbeit VERNICHTET.

Diese Befreiung des Unternehmers von Vernunft als Grundlage seines Handelns wird vor allem langfristig katastrophale Folgen für die Volkswirtschaft haben. Ohne Staat wird da überhaupt nichts mehr gehen. Und das heißt: Ohne Schulden (weil alles, was ökonomisch sinnlos ist, über kurz oder lang in Schulden endet, hält man daran fest), und ohne immer höhere Kosten (als direkt oder indirekte Steuern) für den Endverbraucher. Und das heißt wiederum, daß der unproduktive Finanzsektor (sowie die Bürokratie) immer weiter aufgeblasen werden wird. (Die Landwirtschaft zeigt es vor, sie ist bereits zur Gänze staatsabhängig und -dirigiert. Verwandte des VdZ erzählen, daß sie bereits mehr Zeit am Schreibtisch als im Stall verbringen.)

Natürlich, dafür braucht die Politik sie tatsächlich, die Freiheit der Unternehmer (als Personen). Denn nur im Kampf ums Überleben (der ein Kampf um Freiheit ist) entwickelt eine solcherart unter Druck gesetzte Wirtschaft auch Strategien und Technik, die sie TROTZDEM und auch unter neuen, etatistischen Bedingungen überleben läßt. Der Verbraucher, der Käufer trägt somit indirekt weitere politische Kosten. Er ist es, der auch eine ökonomisch (wie übrigens auch ökologisch) sinnlose Produktgestaltung bezahlt. Das Maß an Produktivkraft, das man so einer Volkswirtschaft entzieht, ist schlichtweg gigantisch. 

Was einerseits stets die Zinsen taten, so lange, bis eine Volkswirtschaft kollabierte, weil das Finanzwesen sämtliche Arbeit (als wertschaffendes Element) abzog, somit der Wohlstand des Gemeinwesens (zugunsten einiger weniger) zwangsläufig sank, erledigt heute der Staat. Der nicht nur seine Zuständigkeit überschreitet und sich zum Totalitarismus ausweitet, sondern der vor allem die Volkswirtschaft in eine in sich unvernünftige, sinnlose, also Produktivkraft vernichtende (weil in mehr oder weniger als Bürokratie zu bezeichnende Sackgassen und Zirkel umleitende) Bereiche umleitet. Profitieren hier die Banken und Geldverleiher, ist es nun eine neue Schicht der neuen Banker: Der Ideologen, der Systemdiener, des neuen Beamtenadels. Einer Schichte, die wie jede dieser revolutionären Schichten (die alle das System ausnützen wollen, und zwar bis zur Neige) aus einer Gesellschaftsklasse kommt, die man als "Neidgesellschaft" bezeichnen könnte.


Morgen Teil 4) Wenn die Freiheit zum zynischen Schattenspiel wird



*So nebenbei entwickelt sich China mehr und mehr zum Großinvestor auch für Infrastruktur, und ist bereits ein riesiger Kreditgeber geworden. Über Wirtschaftsbeziehungen baut also China reale politische Interessen in einem immer schwächeren, weil ineffizienteren Europa auf, denn das ist die Folge, sogar bei Krediten.

**Aber man muß dazu noch tiefer in die Vergangenheit eintauchen: Schon die Einführung der Katalysatortechnik war sowohl technisch wie auch ökologisch ein Desaster der Sinnlosigkeit und reiner Etikettenschwindel. Wie dem VdZ damals ein Motoringenieur erklärte, hat die Motorenindustrie viele Jahre gebraucht, um mit dem Effizienzverlust, den ein Katalysator bedeutet, zurechtzukommen. Dazu kommt aber der Ökologie-Unsinn, denn die nunmehr ausgeblasenen Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozeß (samt Abfallprodukten, wozu noch der Energieaufwand für die Katalysatortechnik selbst kommt) sind weit gefährlicher, wenn schon! Nur befaßt sich die Politik damit nicht mehr und hat das Glück, daß von dieser Materie auch weit weniger bekannt ist. Ähnliche Beispiele (z. B. aus der Kühlschranktechnik) gibt es in Mengen.





*261117*

Donnerstag, 11. Januar 2018

Mitten in Wien

Die Kirche der Russisch Orthodoxen Gemeinde in Wien, 3. Bezirk, dem Hl. Nikolaus geweiht, die zum Patriarchat Moskau gehört.










*131217*

Wie man eine Volkswirtschaft zum Korruptionssystem transformiert (2)


Teil 2) Auf dem Weg zur gleichgeschalteten Korruptionswirtschaft




Die eigentliche Tätigkeit dieser Art von Unternehmen wird von der Politik bestimmt, die sich damit jene Erfolge selbst generiert, die sie zum Ausweis ihrer Tüchtigkeit vorweisen möchte. So hat man die Arbeitslosen von den Straßen weggeholt, so hat man Geld verteilt und "Wohlstand" geschaffen, so hat man "Leistungen" evoziert, die die gesamte Volkswirtschaft in eine bestimmte Richtung (als Richtung der Technik) verschoben hat. So wird eine Volkswirtschaft zu einer Erfüllungsgehilfin der Politik degradiert und entmannt und verliert mit dem Eigenleben, das alleine sie auch krisenfest machen könnte, ihren Sinn, wird zur reinen Wohlstands = Konsum = Produktionsmaschinerie.

Es ist überhaupt keine Frage, daß solch eine Wirtschaft, der mangels Freiheit das Schöpferische ausgetrieben wird, sich nur noch auf "Technik" konzentrieren kann. Und daneben vor allem auf Finanztechnik. Siemens, das seit vielen Jahrzehnten für seine politischen Verflechtungen bekannt ist, hat schon seit vielen Jahren seine Gewinne durch den Finanzsektor gemacht, nicht mehr durch seine Produkte. Die produktive Tätigkeit hat seit vielen Jahren fürs Gesamtergebnis des Konzerns nur noch marginale, irgendwie halt unumgängliche Bedeutung. 

Kein Wunder, daß in solchen Überlegungsapparaten ("Management" nennt es Schulz, irgendwo auch richtig, denn Unternehmer gibt es da keine mehr) der Mensch nur eine technizistische Rolle spielt, als Kostenfaktor, als Maschinenersatzteil. Die Unternehmen kümmern sich immer weniger um den Markt, der spielt eine immer kleinere Rolle, sondern Unternehmenspolitik wird der Verkauf seiner Produktivkraft an den Staat. Nach dem Motto: Will die Politik mehr Beschäftigung, dann muß sie uns Geld rüberschieben.

Man könnte weinen sieht man, wie dieser Weltkonzern noch vor fünfzig, sechzig Jahren von wirklichen Persönlichkeiten bestimmt wurde. Das ist längst vorbei. Vermutlich hat es auch mit den Geschäftsfeldern zu tun, denn Energiewirtschaft, wo Siemens einmal sogar Weltmarktführer war, ist immer hoch politisch. Siemens ist heute aber sogar - und zwar genau aus dieser Verquickung mit der Politik - ein beliebter Parkplatz für Politiker, die in der Politik nicht mehr zu halten sind. Oder denen als Dankbarkeitspräsent ihrer Partei einige Jahre in bester Dotierung zugestanden werden. Und die nebenbei tatsächlich etwas für den Konzern tun können, weil sie Verbindungen haben, die ihr neuer Arbeitgeber, der schon lange von der Politik abhängt, auch dringend braucht.

Man sollte einmal einen "PR-Index" erstellen, der - der VdZ ist sich sicher - zeigen wird, daß solche Art der Unternehmenstransformation hin zu Effektenproduzenten für die Politik immer größeren Wert auf Meinungsmache, auf Stimmungsmanipulation legt, weil legen "muß". Damit das Geschäft der Politik übernehmen und verlängern. Die sich dann etwa mit der Produktion von Wetter-Katastrophenmeldungen befassen, um so den Meinungsboden für Windräder zu bereiten, die uns dann davor angeblich schützen. Nachdem die Atomkraftwerks-Techniksparte oder die Magnet-Schwebebahn-Technik (in beiden Feldern war noch originäre Innovation vorhanden!) ebenfalls aus politischen Gründen bereits stillgelegt werden mußte. Zumindest in Deutschland.  

Aber wir dürfen nicht unterschätzen, nein, es ist gar nicht zu überschätzen, welche Rolle PR-Abteilungen von Unternehmen mittlerweile zum social engineering (also der Verhaltens- und Stimmungs-Manipulation) beitragen! Die schon standardmäßig "gesellschaftspolitische Zielrichtungen" verfolgen, um so den Stimmungskanal für ihre Produkte (und vor allem für ihre Verkaufsstrategien der Politik gegenüber) zu öffnen. Und so nebenbei (oder zuerst) für die Politik. Vieles, was wir der Politik zuschreiben, ist in Wahrheit die tatsächlich gewissens- (und wissens-) lose Wirkung von Marketing-Abteilungen von Unternehmen wie Siemens, die allesamt über "public interest" arbeiten, also ihre Produkte "über die Bande" verscherbeln.

Die direkt Gesellschaftspolitik machen, um einen Markt aufzubereiten, und dabei keine Schranken kennen (weil das ja auch gar nicht in ihrem Metier liegt; ihnen geht es nur um Erfolgszahlen.) Sogar vieles, was man den Medien in die Schuhe schiebt, ist Auswurf aus PR-Agenturen ("Redaktionsbüros"), die weltweit arbeiten, ganz offiziell vernetzt und nicht selten zentral gesteuert und beeinflußt sind. (So gab es vor einigen Jahren offizielle Berichte eines Redaktionsbüros zum Klimawandel in Südostasien, unter anderem "Der Standard" in Österreich haben es offen erzählt, die zum Ziel hatten, die Berichterstattung weltweit zu koordinieren - in enger Zusammenarbeit mit ... na, dreimal dürfen Sie raten? Deren Rechtsform (auch hier längst zentralisiert und koordiniert über zahlreiche scheinbar eigene, teilweise aber längst oft frech quasi-offiziell auftretende Organisationen) mit N anfängt, und mit GO endet.

Und deren Arbeit auf fruchtbaren Boden fällt, weil die Medien weltweit finanziell unter Druck stehen und seit Jahren Redaktionsarbeit zu großen Teilen ausgelagert haben, "Inhalte" (speziell noch dazu themenspezifische Inhalte) zukaufen. Wenn man darüber spekuliert, welchen Anteil am Klimawahn (vor allem in der medialen Präsenz) etwa Siemens hat, könnte einem schwindelig werden. Da geht es also gar nicht um Verschwörungen, solche Dinge passieren wie zufällig und in seinen Grundbewegungen ziemlich "normal". Als der VdZ nach dem Studium in einer PR-Abteilung zu arbeiten kam, hat er es anfanghaft erlebt, und seither hat sich diese Verquickung von Unternehmens- und Politikinteresse in den Medien wie zufällig, also keineswegs geplant, aber in ungeheurer Eigendynamik entwickelt.*



Morgen Teil 3) Die Vernichtung der Produktivkraft der Völker
 - Eine neue Neidgesellschaft



*Der VdZ vertritt die Auffassung, daß allzu vielen heute existentielle Realitätserfahrung fehlt. Wir erleben bereits die zweite Generation an Sozialstaats-Kindern, die nicht mehr erfahren haben, daß die eigene Existenz mit der Wirklichkeit untrennbar verbunden ist. Die in einer Ersatzwelt lebt, einer Pseudologie, einer Zweitwirklichkeit, aber keine Ahnung mehr haben, wie die Welt "wirklich läuft".  Die der Welt deshalb im Grunde entfremdet wurden, und nur noch "Konstrukte" von Wirklichkeiten (als dem eigentlichen Welt-Wahrnehmen vorgeschobene Wortkonstrukte) kennen. In deren Leben die Wirklichkeit selbst niemals durchschlägt, sondern durch den Sozialstaat jeweils ausgeschaltet werden, die die Wirklichkeit wie in einem Kettenbrief glättet - ohne darüber nachzudenken, wer letztendlich die (persönlichen) Kosten tragen wird. (Das sind, so nebenbei angemerkt, derzeit im persönlichen Bereich die Väter, als gesellschaftlicher Stand die immer wenigeren freien Berufe.)

Das begünstigt Vorstellungen eines Generalplanes mit dahinter stehenden Personen, also auch Verschwörungstheorien. Ja, es gibt Verschwörungen, der VdZ ist sicher, auch aus Erfahrung. Aber er bezweifelt, ob diese zentral koordiniert werden, ja zentral koordinierbar sind. Denn das Leben ist weit komplexer und "zufälliger", als man oft denken könnte. Selbst, wenn ein Ergebnis erwächst, das wie "geplant" wirkt. Gerade letzterer Befund hat schlicht und ergreifend damit zu tun, daß die Welt, der Mensch aus sich heraus in einer Grundbewegung steckt, die hier auf ein Ziel - logos, Sinn, Gott - zustreben kann (als sittliche Leistung des Menschen!), dort aber in immer ein- und demselben endet: Der Zerstreuung, der Auflösung, der "Entropie".

Läßt die Sittlichkeit (und das ist nicht mit Moralismus gleichzusetzen) des Menschen aus, und das tut sie leider (Erbsünde) neigungsgemäß, also in gewisser Weise unaufhaltsam und tendentiell, denn jeder ist einmal schwach, jeder ist ein Sünder somit, schlägt damit "Löcher ins Sein" gewissermaßen, so geht es nur in eine Richtung - bergab. Das Fehlen von sittlicher Kraft (die Sünde, das Böse, der Irrtum, die Lüge, alles dieses hängt eng zusammen) kann deshalb leicht koordiniert wirken, ohne es in gewisser Hinsicht zu sein.

So, wie sich kommunistische (und andere) Agitatoren gerne an die Spitze ganz anders motivierter Rebellion setzen, und diese für sich in Anspruch nehmen (und dann leicht fehllenken, wie es bei der Jugendbewegung der 1960er Jahre war), so nehmen freilich bestimmte Kräfte auch heutige Einzelmotive und -geschehen gerne für sich in Anspruch und deuten sie zu einem Ganzen um. (Nicht nur der Klimawahn, auch der Evolutionismus etwa lebt überhaupt nur davon. Die wahren Motive dieser beiden liegen ganz woanders.) 







*251117*

Mittwoch, 10. Januar 2018

Alle haben so echte Anliegen

Wie komplex heute viele Dinge geworden sind, zeigt sich am Fall des Frackings in den USA. Also jener Ölbohrmethode, die waagerecht bohrt, nicht einfach senkrecht, und mit künstlich aufgebautem Druck (das ist der eigentliche Stein des Anstoßes, so könnte man zumindest meinen) das Öl herauspreßt.  Bis zu fünf Kilometer kann also eine ursprünglich senkrechte Bohrung sich in die Breite verspreizen. Wegen dieser Druckmittel - es sind Flüssigkeiten - hat sich weltweit eine Öko-Bewegung formiert, die sich gegen das Fracking ausspricht und kräftig öffentlichen Druck macht. So kräftig, daß sich in Deutschland oder Polen, wo es riesige Gasfelder geben soll, die nur mit solch einer Methode erschlossen werden sollen. Angeblich könnte Polen seine Gasversorgung nur daraus für die nächsten fünfzig oder hundert Jahre decken. 

Die USA sind durch Fracking mittlerweile nicht nur zu Selbstversorgern bei Gas geworden  (worauf sich lustigerweise ihr etappengemäßes "Erreichen der Klimaziele von Paris" zurückführt, obwohl sie aus diesem Vertrag ja ausgestiegen sind), sondern sie exportieren bereits riesige Mengen. Aber der Weg dorthin war lang und steinig, wie der CEO einer der größten Fracking-Gesellschaften der Vereinigten Staaten kürzlich öffentlich äußerte. Und das war er, weil - so sagt der Mann - Rußland riesige Geldsummen dafür ausgegeben hat, eine Umweltbewegung zu schaffen, die sich gegen dieses Fracking wendet und es verhindern soll. Weil das natürlich Rußlands Öl- und Gasgeschäften in die Quere kommt und so nebenbei den Weltmarktpreis für Öl wie Gas drückt. (Wobei - das wäre doch wiederum fürs Fracking schlecht, das unter fünfzig, sechzig Dollar pro Barrel nicht gefördert werden kann? Ein Preis, bei dem nur der Iran, Kuweit und Saudi-Arabien noch locker mitkönnen, weil dort das Öl viel billiger zu fördern ist. Na, bei dem Hin- und Hergeschwöre kenne sich noch einer aus ... und PR-Abteilungen werden die auch haben, und vor allem viel Geld.)

Nun, als Erweis für die besondere Bösartigkeit der Russen lassen wir das also nicht durchgehen. Auch deshalb, weil die Plausibilität, die so eine Aussage hat, sich daraus nährt, daß schon seit ewigen Zeiten Wirtschaftsunternehmen genauso wie Geheimdienste mit solchen Winkelzügen "öffentlicher Stimmungen" arbeiten. Und die Amerikaner ganz besonders. 

Wir sind ohnehin schon zufrieden, daß sich wieder einmal die ganze Hirnlosigkeit und Beschränktheit der Öko-Bewegungen zeigt. Von denen Greenpeace natürlich sofort ein Gezeter erhoben hat, daß das eine glatte Lüge sei - ihr Anliegen sei echt. Jaja, und Chicago liegt an der Donau.






*271117*

Wie man eine Volkswirtschaft zum Korruptionssystem transformiert (1)

Es ist doch unerträgliche Heuchelei, wenn sich nun der SPD-Vorsitzende Deutschlands Martin Schulz darüber beklagt, daß die Siemens-Manager verantwortungslos wären, weil sie Werke schließen und tausende Mitarbeiter entlassen. Wer genau hinschaut sieht nämlich, daß Siemens bereits einige jener Werke schließt, die sich mit konventioneller Kraftwerkstechnik befassen. Turbinen, Generatoren werden nicht mehr gebraucht. Die Achse des Guten nennt das sehr treffend "Verantwortungslose Politiker schieben die Schuld auf verantwortungslose Manager".
Denn warum werden diese Produkte nicht mehr gebraucht? Weil eine absurde Politik (also auch die SPD) eine "Energiewende" beschlossen hat, so daß Deutschland aus der konventionellen Kraftwerkstechnik zur Produktion von Elektrizität, die nach wie vor auf Kohle, Gas und Atomkraft basiert, aussteigen muß, um die Welt zu retten. Was das für Konsequenzen hat, hat niemand noch je überlegt. Niemand? Nicht die Politik.

Dabei ist das was hier bei Siemens sichtbar wurde nur die Spitze eines Eisbergs, dessen wahre Verspreizungen (die bei Eisbergen bekanntlich zu 90 Prozent unter der Oberfläche liegen) kaum so deutlich sichtbar werden, daß Ursache und Wirkung so leicht zu erkennen sind wie hier.  Es ist der Eisberg einer staatlich initiierten "Umstrukturierung" weiter Teile der Volkswirtschaft durch von der Politik erfundene, man möchte sogar sagen: herbeiphantasierte, einem aus bestimmten Gründen willkürlich-ersatzweise konstruiertem Albtraum entnommene Vorgaben, weil, wie gesagt die Welt gerettet werden müsse.

Sämtliche dieser Vorgaben lagen aber nirgendwo im Visier der Unternehmen selbst. Denn sie haben mit dem, was ein Unternehmen tut und warum es sie gibt, nichts zu tun. Das es mit Wirklichkeiten zu tun hat, die auf Gesetzen basieren, die aus dieser Wirklichkeit hervorgehen, damit erkennbar sind, und ein Interagieren möglich machen. In gewisser Hinsicht darf man das durchaus "Freier Markt" nennen. 

Damit ist es schon lange vorbei. Denn nun gibt es keine Wirklichkeit und Welt mehr, die für alle erkennbar ist, auf die reagiert, die mitgestaltet werden kann. Nun gibt es nur noch Politiker, an deren Lippen man hängen muß, um deren Willkürentscheidungen, die immer größere Bereiche "transformieren", davon abzulesen und sie ins unternehmerische Konzept einzufügen bzw. diese politischen Wünsche ALS unternehmerisches Konzept umzusetzen. Denn das Geld wird schon lange nicht mehr auf einem "freien Markt" gemacht, durch Tüchtigkeit, Klugheit, schöpferische Kraft, sondern in politischen Zirkeln, an denen man teilhaben muß, will man überleben.

Eine neue Art der Geschäftemacherei verdrängt wahres Unternehmertum, wo die Politik die Unternehmen trägt.

Dafür ist überall das Entstehen eines neuen "Unternehmertums" zu beobachten - das auf "ethischen Produkten", auf "Moral" aufbaut, und dafür einerseits die Politik (und Steuergelder) braucht, und anderseits eine neue Art von Mitarbeitern - Ideologie zählt auch hier mehr als schöpferische Kraft und Persönlichkeit. (Da wirkt es auch aus diesen Gründen keineswegs zufällig, daß man sich diese "Mitarbeiter", die nur auf Konsum abzielen, also in sich technizistisch und rein am Gelde orientiert sind, die notwendig unverwurzelt sind, durch Massenzuwanderung ins Land holt.) Die auch nicht mehr "kalkulieren" müssen. Das übernimmt die Politik. Die wehrlose Bevölkerung zahlt ohnehin die Zeche.

Doch halt, nein, sie bauen nicht auf Moral, sie geben es vor. Denn dieses neue Unternehmertum kann zwischen "Cleverness" und "Unternehmergeist" nicht mehr unterscheiden. Es ist clever, als Funktion die Schwachstellen nützt, egal welche, bedenkenlos gewachsene Strukturen unterläuft und vernichtet, und nicht unternehmerisch als Vater, der ein Volk nährt und führt. Trendreiter, egal wie das Pferd aussieht und wohin es rennt, Verstärker, egal welcher Erscheinungen, solange sie "gefragt" sind und Erfolg versprechen und egal, wie sie damit verändern, was sie damit zerstören - es ist halt dann "die Zeit".*

Väter, Unternehmer aber gestalten immer in Rückbindung mit einem zeitlos Gültigen. Nur mit Vätern, nur mit Unternehmern läßt sich eine Gesellschaft aufbauen, weiterentwickeln, seinem Guten, seinem Sein zu. Nur sie sind frei. Nur so kann ein Staat auch Krisen bewältigen, bestehen.

Cleverness, für die Prozesse der Unternehmensführung auf der anderen Seite der Waage noch weit weit mehr als bisher ausschließlich zum finanzmathematischen Rechenspiel werden, weil es keine anderen Paradigmata für Erfolg am Markt mehr gibt als Gewinn. Oder verantwortungslosen Verlust, denn auch damit läßt sich Finanzgewinn erzielen, vor allem, wenn man groß genug - too big to fail - ist. Und das ist sogar für viele mittlerweile das effizienteste Vorgehen geworden: schnell groß werden, gedeckt oft durch "öffentliches (politisches) Interesse", um dann öffentliche Gelder abzuzocken. Wie im Sozialstaat, wo soziale Hilfen zur offiziellen Erwerbsquelle werden.

Und dazu gehört im Fall Siemens - Energiesektor der gesamte Bereich der "erneuerbaren Energie", der nur "wirtschaftlich" ist, weil er vom Staat gestützt wird, und der auch langfristig nur dann "wirtschaftlich" werden kann, wenn die gesamten Marktstrukturen durch politischen Willen direkt darauf zu umgebaut werden. Fallen diese Stützen weg schließt man das Werk, entläßt die Arbeiter. Ganze Abzockerstrukturen haben sich hier gebildet, die mit Wirtschaft nichts mehr zu tun haben. 

Morgen Teil 2) Auf dem Weg zur gleichgeschalteten Korruptionswirtschaft


*Es gehört zwar nicht direkt hierher, aber ein medienwirksam inszeniertes Musterbeispiel dafür ist Elon Musk. Der bedenkenlos Milliarden vernichtet, die er immer wieder vom Staat bekommt, weil er der Politik Lösungen für deren verquere (oder schon gescheiterte) Ideen verspricht, und ihre Utopien aufgreift. Ihm im Gefolge scharwenzelt ein Heer von Spekulanten, die genau darauf bauen. Ganz so, wie es in "The Big Short" dargestellt wird: Man rechnet damit, daß der Staat einspringt, also kann man alles tun.




*251117*