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Montag, 2. Februar 2015

Ein alter Hut

Der Film (51 min.; englisch) ist zwar schon aus dem Jahr 1988, aber das tut der Sache keinen Abbruch, und ist ganz offensichtlich irrelevant. Er geht aber auf ganz erstaunlich klare Weise den Argumente nach, die da behaupten, es gäbe eine globale Erwärmung, oder einen Anstieg der Meere, etc. etc. Das macht ihn durchaus sehenswert. 

Die Kernargumente haben sich nämlich nicht geändert, und sie stammen von Wissenschaftlern selbst: Aus wissenschaftlichem Gesichtspunkt gibt es nicht den geringsten Hinweis einerseits auf Erwärmung, anderseits auf Folgen wie einen Anstieg des Meeresspiegels. Solche Aussagen liegen jenseits aller Wissenschaftlichkeit. Das Aktuelle des Films macht auch aus, daß er die sehr relativen Methoden beschreibt, nach denen dann Aussagen und Interpretationen erfolgen. Es gibt weder wissenschaftlich zu bezeichnende Evidenz für den Treibhauseffekt, noch für Klimaerwärmung.

Oder, wie es ein Nobelpreisträger einmal ausdrückte: Wie verstehen nach wie vor nicht, wie Klima und Wetter wirklich entsteht. Seine Entwicklugn vorherzusagen kann deshalb in keinem Fall seriöse Wissenschaft sein? Speziell die Bezüge zur Vergangenheit sind derartig vage, schon methodischgar nicht ein heutige Meßreihen einordenbar, daß es unmöglich ist, hier zu konkreten Aussagen zu kommen. Es gibt historisch dafür jede Menge Evidenzen die zeigen, daß sich das Klima, das Wetter lokal, immer in Zyklen und Schwankungen bewegt hat. Schon gar aber einer Konstruktion eines Zusammenhangs mit CO2 fehlt jede wissenschaftliche Basis. Nicht einmal Korelationen - die noch immer nichts sagen, ob die Dinge zusammenhängen (die Zahl der Störche im Burgenland hat keine Aussage über die Zahl der Geburten, auch wenn sie gleichzeitig steigen; Anm.; übrigens - genau das glaubt der VdZ NICHT ...) - sind wirklich festzustellen.

Pikantes Detail: Ein Wissenschaftler, der 15 Jahre zuvor vor einer nahenden Eiszeit gewarnt hatte, um nun eine Klimaerwärmung zu prophezeien, die um sie abzuwenden Milliarden Investitionen notwendig machen sollten.

Geheimnis? FUNDING. Zumindest eines davon. David Dickson beschreibt bereits 1983 in "The New Politics of Science" die dramatischen Auswirkungen der Art, wie sich Universitäten und Forschungsstätten finanzieren, auf deren Forschungsfelder und -ergebnisse. Die Zusammenhänge zwischen Klimaforschung (CO2-Wirkung) und amerikanischer internationaler Politik (!) zeigt er bereits 1983 auf. "Wissen bedeutet internationale Macht!" Wieviel mehr bei dem, der definiert, was gewußt wird. Denn "Wissen ist Macht". Macht liegt also bei dem, der das Wissen kontrolliert. Denn Wissen bedeutet: Technologie. Jedes Wissen muß in Technologie münden. Bereits in der Regierung Reagan, schreibt Dickson, war der Satz unumstritten, daß weltweite Macht nur noch der ausüben könne, der auch die Wissenschaft weil damit die Technologie besitze. Denn der besitze auch die Menschen, die diese Technologien anwende, sich daran gewöhne, ja zum Boden seiner Existenz mache. Eine analoge Entwicklung zu der in der Privatindustrie: Denn (technologisches)Wissen besitzt damit der, der Kapital hat. Diese Erkenntnis habe, so schreibt Dickson, zu einer fundamentalen Wende in der amerikanischen Politik geführt. Denn kein Gut ist als übreall akzeptierte Währung für politische Macht so geeignet, wie Wissen und Technologie. Mit Amerika als Bank.

Wie auch immer man es sehe, so Dickson, muß Wissenschaft ob ihrer Bedeutung in einer globalen Welt eindeutig als politisches Instrument angesehen werden. Diese Bedeutung übertrifft den realen Nutzeneffekt für die Wirtschaft noch bei weitem. Und wer die Aussagen zum Klimawandel beherrscht, der beherrscht die Welt tatsächlich. Dazu aber muß man es schaffen, daß die Menschen eine These glauben. Dann hat man auch die Regierungen. Und wer die Wissenschaft führt, führt damit die Welt im immer aktuellen Kampf des Guten gegen das Böse. Aber die Auswirkungen auf die Wissenschaft selbst sind katastrophal. Es gibt keine amerikanische Universität mehr, die nicht in globale strategische (und darin vor allem wirtschaftliche und militärische) Überlegungen eingebunden ist.

Das hat bereits unter Gerald Ford in den 1970ern als definitive Strategie ausformiert, hat sich unter Jimmy Carter beschleunigt, und unter Ronald Reagen endgültige Formen angenommen. Und hat sich, schreibt Dickson, nicht einfach in höheren staatlichen Forschungsgeldern ausgedrückt, das wäre zu simpel. Sondern durch Gesetze, die die soziale, "demokratische" Kontrolle von Forschung zunehmend ausgeschaltet haben. Das war die Antwort auf eine sich abzeichnende globale Konkurrenz, die der prizipiell unschöpferischen amerikanischen Wirtschaft (alleine: Bildungsniveau!) schlechte Karten zuteilen würde.

Etwa durch Patentgesetze, die - als Anreiz - monopolartiger Entwicklung aus Patenten jede Tür geöffnet haben, weil gleichzeitig die Anti-Trust-Gesetze entsprechend geändert wurden, die einen Beifaktor der internationalen Wirkung erhielten. Oder Verbesserungen in der Nutznießung von Forschungsergebnissen durch private Geldgeber. Oder die schärfere Kontrolle des Technologietransfers in andere Staaten, als Mittel der Politik. Wesentlich war aber vor allem auch, daß jeder kontrollierende Zugriff der Öffentlichkeit auf Forschung weitgehend ausgeschaltet wurde. Die Forschungsausgaben in den USA haben sich (bei ent-relativiertem Wertindex) von 1955 bis 1983 verzehnfacht.

Nur kurzfristig gestört durch die "grass-roots-"Bewegung der 68er, deren Anti-Modernismus-Affekt (Technik = Fortschritt = gut) für die USA-Politik als substanzgefährdend angesehen wurde, sodaß alle Zugeständnisse an diese "demokratische" Bewegung spätestens nach der Krise in den späten 1970ern umgangen und damit rückgängig gemacht wurden. Und das gelang nicht zuletzt durch ... die soziale Bedeutung des Etiketts "Wissenschaft". Denn nunmehr war - politisch kontrolliert, um es zu überzeichnen - alles in der Öffentlichkeit legitim, das auch "wissenschaftlich" war.

Was aber könnte das geostrategische Interesse der USA an einem Klimawandel-Katastrophen-Szenario sein? Die Auswirkungen sind so evident, daß es fast peinlich ist, sie zu erwähnen. Fällt denn niemandem auf, daß seit vielen Jahren etwa aus Deutschland Produktion um Produktion in die USA wandert? Das etwa durch eine völlig irrationale, "wissenschaftliche" Energiewende seine Qualität als Industriestandort aus freien Stücken (?!) nachhaltig völlig zerstört, während Europa - entkernt wie Omas Hausschlapfen nach 50 Jahren - als Absatzmarkt durch das TTIP-Abkommen etwa geknackt werden soll wie eine Walnuß?

Wie sollte man den Moment aber anders sehen, in dem das regelrecht vertrottelte, primitive Machwerk eines Kastraten und Losers namens Al Gore sogar mit einem Film-Oskar bedacht wurde, und weltweit die Klimahysterie endlich auf Schiene stellte? Seine 500-Mio-Dollar Villa zeigt, wie aus jeder Situation der amerikanische Traum (vom Tellerwäscher zum Millionär) möglich ist ...

Kritik, so Dickson, wird seither als "unwissenschaftlich" diffamiert, und zwar prinzipiell. Sorgen um Auswirkungen von Technologien waren fortan "irrationale Ängste technischer Analphabeten". Und in jedem Fall taugte das Wort der "Wissenschaftsfeindlichkeit." Man braucht nur die Macht, wie gesagt, zu definieren, was Wissenschaft ist - ein strategisches Überlebensinteresse!* Schon deshalb sind die Medien natürlich unabdingbarer Teil dieser Politik, und Dickson zeigt auch auf, wie der Einfluß der Politik darauf systematisch gesteigert wurde.

Dickson schreibt, daß er vor allem von europäischen Journalisten überrascht war, auf welch naive Weise diese meinten, Politik würde durch solitäre Entscheidungen der Politiker selbst gemacht. Politik, schreibt er, ist in Amerika - gewiß mehr als in Europa - doch die Sache von Pressure-Groups, von völlig außerparlamentarischen Einflußfaktoren. Empirische Daten etwa, die dann öffentlich herangezogen werden, sind seiner Erfahrung nach (Dickson war u. a. fünf Jahre im Kongress tätig) reine Interessensbomben.

Das Schwache macht das Starke schwach, damit die Schwäche Stärke wird, läßt der VdZ eine Figur in einem seiner Stücke sagen. Und die Amerikaner machen die Regeln, und definieren, wer gewinnt.

Im übrigen (wen interessiert das aber noch?) gibt es jede Menge Evidenzen, daß die Steigerung des CO2-Gehalts in der Luft ein forciertes Wachstum der Pflanzen bewirkt. Die Ernteerträge, das Volumen der Pflanzen, haben sich weltweit alleine 2015 um bis zu 15 % weiter gesteigert.

Oder, wie es ein anderer Forscher im Film ausdrückt: Wir geben Milliarden von Dollars aus, um festzustellen, daß es im Winter kalt, und im Sommer heiß wird.









*Nur so nebenbei: Dickson zeigt auch die Verschleierung der enormen sozialen Kosten dieser technologischen Fortschrittsdogmatik auf, die natürlich die Allgemeinheit trägt.





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